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Liberation Maiden (3DSDownload) // Test // Review

Liberation Maiden
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Preis:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
04.10.12
Level-5
Grasshopper
Shoot´em Up
1
7,99 Euro
Ab 12 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Liberation Maiden

Wie wird wohl die Welt in 100 Jahren aussehen? Ist der Meeresspiegel wirklich um mehrere Meter angestiegen? Wie viele Kriege wurden bis dahin verbrochen? Und am wichtigsten: Gibt es immer noch Nintendo-Spiele? Auf all diese Fragen kann ich euch keine Antworten geben, doch der Star-Entwickler Suda51 von Grasshopper präsentiert euch seine Version von Japan in 100 Jahren. Wie diese aussieht, erfahrt ihr in unserem Downloadtest zu Liberation Maiden.



Bevor wir mit dem eigentlichen Spiel anfangen, sollte erwähnt werden, dass Liberation Maiden eigentlich nur eines von vier Spielen eines Retail-Titels in Japan mit dem Namen Guild01 ist, welches von Level-5 (die Professor Layton-Entwickler) in Kooperation mit japanischen Star-Entwicklern produziert wurde. Liberation Maiden wurde, wie oben erwähnt, von Suda entwickelt, der bisher mit Titeln wie No More Heroes und Lollipop Chainsaw von sich reden machte.

Eure Hauptprotagonistin ist Shoko Ozora, die zweite Präsidentin von New Japan. Ihr Vater, erster Präsident des Landes, wurde bei einem Attentat getötet. Toll, denkt ihr euch, haben wir hier etwa ein ödes Politik-Spiel vor uns? Nein, denn friedlich ist es in New Japan ganz sicher nicht. Eine feindliche Nation hat vor Jahren das Land besetzt und beherrscht seitdem die ganze Welt. Als „Madam President“ steigt ihr nach eurer Ernennung in einen fliegenden Mech, um die Besetzer zu vertreiben.

In typischer Shoot ‘em Up-Manier fliegt ihr in Liberation Maiden durch fünf verschiedene Level auf der Suche nach den Conduit Spikes. Diese Gebilde entziehen dem Land Energie und lassen die Städte wie Tokio ausbluten. Diese, den Zwiebeln aus Pikmin ähnelnden Gebäude, müsst ihr anfliegen und zerstören. Dabei ist es ungemein nützlich, dass euer Roboter mit High-Tech-Waffen ausgestattet ist. Diese ungeheure Power hat allerdings auch einen gravierenden Nachteil. Eure Munition ist gleichzeitig euer Schutzschild. Solltet ihr also wie blöd auf die Gegner draufhalten, seid ihr deren Angriffen schutzlos ausgeliefert.

Werdet ihr zu häufig getroffen, färbt sich der Bildschirm rot und ihr solltet euch in Sicherheit begeben, damit die einzelnen Teile des Schiffes wieder zurückkommen, sonst seht ihr schneller den Game Over-Screen, als euch lieb ist. Natürlich müsst ihr nicht nur die Spikes eliminieren. Im gesamten, frei befliegbaren Level erwarten euch überall Gegner wie Kriegsschiffe, Züge, Selbstschussanlagen, Satelliten etc., die euch mit Laserwaffen und Missiles jagen. Solltet ihr auch diese optionalen Gegner besiegt haben, befreit ihr weitere Teile des Landes (außerdem erhaltet ihr mehr Punkte, was wohl auch ein Argument sein sollte).

Manchmal gibt es auch sogenannte Sub-Missions, in denen ihr zum Beispiel durch einen Canyon fliegen müsst um zu schauen, ob dort alle Gegner eliminiert wurden. Auch dies gibt Zusatzpunkte. Nachdem ihr dann bei jeweils einem der drei Conduit Spikes, die es in einer Welt gibt, angekommen seid und diese, falls nicht sofort sichtbar, entdeckt habt (diese Schlingel verstecken sich gerne unter anderen Gegnern), heißt es ballern bis zum geht nicht mehr. Dies gilt aber nicht nur für euch, sondern auch für die Gegner. Es empfiehlt sich darum, erst die kleineren Angreifer um die Hauptanlage herum zu vernichten, sodass nur noch der Spike selbst euch angreift. Shoko wird es euch danken. Habt ihr einen gewissen Schaden angerichtet, steigt die Anlage empor und legt weitere wunde Punkte frei. Solltet ihr dann endlich den Conduit Spike vernichtet haben, explodieren er und sämtliche Anlagen in der Nähe und dieses Gebiet ist befreit.



Natürlich müsst ihr nicht immer sofort diese Hauptbasen zerstören. Einmal müsst ihr euch auch heimlich in ein Fabrikgelände manövrieren, ohne von den Laserwachen entdeckt zu werden. Schlussendlich wartet nach jeder Aufgabe aber immer ein Conduit Spike auf euch. Habt ihr drei von diesen zerstört, verschwindet der Schild und ihr könnt den Endboss der Welt angreifen. Diese funktionieren ähnlich, setzen sich aber mit jeweils anderen Mitteln zur Wehr. So lässt das eine Gebäude fliegende Steine um sich herum schwirren, während ein anderes einen unzerstörbaren Schild bildet, der eure Angriffe reflektiert. Der finale Endboss hingegen ist etwas ganz anderes, aber das will ich an dieser Stelle  nicht verraten.

Die Steuerung von Liberation Maiden ist eher untypisch. So fliegt ihr den Mech zwar mit dem Schiebepad, doch eure Waffe steuert ihr mit dem Stylus, den ihr über den Touchscreen fahren lasst. Tippt ihr häufig auf die Stelle, auf der ein Gegner ist, werden auch dementsprechend viele Schutzschilde verfeuert. Bei einer alternativen Waffe ladet ihr euren Schuss auf. Die Endgegner könnt ihr auch mit der L- oder R-Taste anvisieren. Das große Problem ist nur, dass der obere Bildschirm größer ist als der Touchscreen. So könnt ihr manchmal nur sehr schwer Gegner am Rand des Bildausschnitts erwischen. Zumeist funktioniert das Steuerungskonzept aber recht gut.

Die Grafik ist sehr hübsch anzusehen. Die einzelnen Gebiete sind schön designt und die verschiedenen Geschosse sehen insbesondere mit eingeschaltetem 3D-Effekt richtig schick aus. Da ihr die meiste Zeit über in der Vogelperspektive unterwegs seid, sollte der Tiefeneffekt eigentlich sehr ausgeprägt sein, was er glücklicherweise auch ist. Besonders erwähnenswert sind die wenigen Cutscenes. Während zumeist eigentlich immer nur Shoko und ihr Kommandant in der Zentrale als Sprites sichtbar sind, gibt es ab und zu auch Zwischensequenzen. Diese Anime-Clips sind richtig gut gemacht (bei der Protagonistin bekommt zum Beispiel der Ausdruck Bad Ass eine ganz neue Bedeutung). Besonders in 3D ein echter Hingucker. Auch die englische Sprachausgabe während der Zwischensequenzen, aber auch innerhalb des Spiels, ist sehr gut gelungen. Leider gibt es sie nur auf Englisch, genauso wie der Rest des Spiels. Die Musik ist dem Genre angepasst. Das heißt, fetzige Elektro- und Synthesizer-Musik ohne Ende, die hervorragend zum Spiel passt.

Zum Schluss des Reviews noch zwei kleine Fakts am Rande: Während der Humor in den Suda-Spielen zumeist eine große Rolle spielt, gibt es in Liberation Maiden eher wenige lustige Momente. Nur selten geht Shoko ein unterhaltsamer Spruch über die Lippen (so muss sie nach einem anstrengenden Bossgegner ganz dringend duschen). Nach jedem der Conduit Spikes wird zudem eine kleine Nachricht am oberen Bildschirm eingeblendet, die einer Twitter-Botschaft ähnelt. Darin bedanken sich die Bewohner bei Shoko für ihre Arbeit, wie die arbeitslose Hausfrau, 42. Ihr schaltet außerdem bei bestimmten Erfolgen wie „Besiege  100 Gegner dieser Art“ Artworks mit Textinfos zum Spiel und der Geschichte New Japans und seiner Protagonisten frei.



Fazit (7):
Liberation Maiden ist für einen Shoot ‘em Up-Fan wie mich wirklich klasse! Die Level sind sehr groß und schön designt, die Musik ist toll, das ganze Konzept ist einfach stimmig. Wieder einmal hakt es aber am Spielumfang. Die fünf Level schaffen selbst Genre-Anfänger im einfachen Schwierigkeitsgrad ohne Probleme in einer Stunde. Dafür ist der Preis von 7,99€ einfach zu hoch. Allerdings macht Suda dem Spieler am Ende der finalen Sequenz die Hoffnung, dass ein Nachfolger erscheinen könnte. Dies  würde ich sehr begrüßen. Für Highscorejäger ist der Titel aber auf jeden Fall zu empfehlen.

Autor: Niels Uphaus


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