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Crimson Shroud (3DSDownload) // Test // Review

Crimson Shroud
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Preis:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
13.12.12
Level-5
Level-5
RPG
1
7,99 Euro
Ab 6 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Crimson Shroud

Bevor wir uns in Videospielen auf epische Reisen begaben und unsere Helden in langwierigen Sessions auflevelten, nur um am Ende gegen einen übermächtigen Feind zu kämpfen, gab es die Pen & Paper-Rollenspiele. In diesen dachte man sich einen Charakter aus und folgte der Story, die sich der Game Master ausdachte. Mit Würfeln musste man dann an bestimmten Stellen der Geschichte kämpfen oder spezielle Entscheidungen treffen. Nur wenn sie eine bestimmte Zahl zeigten, konnte man einen Erfolg kassieren. Mit Crimson Shroud bringt uns Level-5 nun ein Spiel in den eShop des 3DS, das sich an diese alte Form der Rollenspiele anlehnt. Doch funktioniert das Experiment, welches den Abschluss der Guild01-Spiele bei uns darstellt?



Die Geschichte beginnt mit einem Szenario, das euch neugierig macht: Ein verwundetes Mädchen schläft auf einer Liege und ein Söldner steht vor ihr. Als sie aufwacht, fragt er, wo denn der Rest ihres Teams abgeblieben sei und woher diese heftigen Wunden kämen. Genau diese Fragen stellt ihr euch dann auch und das Spiel beantwortet diese im Verlauf der Story, denn nach einem kurzen Gespräch geht es zurück in die Vergangenheit. Dort übernehmt ihr dann die Kontrolle über das kleine „Chaser“-Team, welches aus Giauque, Frea und Lippi besteht. Gerade sind sie dabei, eine alte Ruine zu durchsuchen, doch das geht nicht ganz ohne Komplikationen vonstatten...

Die ersten Minuten von Crimson Shroud sind zäh, doch man wird sich schnell an die Art gewöhnen, wie die Geschichte erzählt wird. Es gibt keine imposanten Zwischensequenzen, keine Synchronisation oder andere Inszenierungen, wie wir sie aus heutigen RPGs kennen. Alles was ihr seht, sind starre Figuren und ein Text darüber. Dieser Text hat einen gewissen Charme, denn es fühlt sich so an, als würde ein Game Master aus der Pen & Paper-Zeit die Story erzählen. Auch werdet ihr mit „You“ angesprochen, wenn es um Giauque geht, da man quasi in seine Rolle schlüpft und sich somit noch besser integriert fühlt. Es sollte also jedem bewusst sein, dass man hier eine ganze Wand an Text zu lesen hat. Wer mit solchen Spielen nichts anfangen kann, ist bei Crimson Shroud schon einmal an der falschen Adresse. Zusätzlich kommt hinzu, dass der Titel nur auf Englisch oder Japanisch vorhanden ist und man mit bloßem Schulenglisch nicht alles komplett verstehen wird, da sich der Wortschatz teilweise auf hohem Niveau bewegt. Wer sich jedoch damit anfreunden kann, wird schnell in die spannende Story von Crimson Shroud gezogen, welche sich über knapp acht bis zehn Stunden zieht, je nach Spielweise.

Doch natürlich gibt es nicht nur Text und starre Figuren, auch ein wenig Gameplay darf genossen werden. Und dieses hat es in sich und ist recht komplex, zumindest trifft das auf das Kampfsystem zu. Zwischen den Events bewegt ihr euch mithilfe des Touchscreens auf einer Karte von Bereich zu Bereich und startet dort dann die nächste Sequenz. Dabei handelt es sich manchmal direkt um einen Kampf, beispielsweise einen Überraschungsangriff, oder um ein bisschen mehr Story-Inhalte mit Erinnerungen und anderen, zusätzlichen Details zur Geschichte. Interessanterweise könnt ihr euch allerdings dank der „Reminisce“-Option, welche auftaucht, sobald es um vergangene Geschichten der Charaktere geht, aussuchen, ob ihr euch diese Details zu Gemüte führen wollt. Jedoch empfiehlt sich das Anschauen natürlich, um das volle Ausmaß der Story zu erfahren. Aber auch dieser Aspekt führt noch mehr dazu, dass ihr euch wie bei einem Pen & Paper-Spiel fühlt und die freie Wahl habt, wie weit ihr in die Geschichte eintauchen wollt.

Schnell wird klar, dass Crimson Shroud kein grafisches Spektakel ist. Die Kämpfe selbst sind nur rar animiert und die Charaktere wackeln nur ein wenig vor sich hin. Man könnte sagen, dass der gesamte grafische Aspekt nur zweckmäßig gestaltet wurde, jedoch ist der Titel nicht hässlich oder ähnliches. Für einen Download-Titel sieht Crimson Shroud recht schick aus und kommt auch mit einem guten 3D-Effekt daher. Musikalisch reißt das Spiel auch keine Bäume aus, aber weiß durchaus mit entspannenden Melodien zu gefallen. Eine Synchronisation gibt es, wie bereits erwähnt, nicht.

Wie schon erwähnt, ist das Kampfsystem recht komplex. Zwar ist der Aufbau simpel, doch bis man es gemeistert hat und die teilweise sehr schweren Kämpfe hinter sich bringen kann, vergeht eine kleine Weile. So ist ein Kampf rundenbasiert, wobei jeder Charakter aufgrund seiner Geschwindigkeit angreifen kann. Je schneller er ist, desto eher und häufiger startet er die eigene Runde. Zur Option stehen dann neben den obligatorischen Item- und Status-Bildschirmen Angriffe, Skills und Magie-Attacken. Doch so simpel dies klingt, so komplex wird es dann. So könnt ihr beispielsweise einen Angriff oder einen Magiezauber ausführen und dann noch einen Skill nutzen, welcher beispielsweise euren Angriff oder eure Treffergenauigkeit erhöht. Ein weiteres Beispiel wäre, dass Frea mithilfe eines Skills jederzeit ihre Magiepunkte auffüllen kann, was man tun sollte, bevor man einen Zauber ausspricht. Bei den Skills kommen jedoch Würfel zum Einsatz, die darüber entscheiden, ob man Erfolg hat oder das Ganze in die Hose geht. Je nach Skill habt ihr mehr oder weniger Würfel mit vielen oder wenigen Seiten (bis zu D20-Würfel gibt es) und würfelt mithilfe des Touchscreens (oder per Knopfdruck und Schiebepad).

Doch auch bei normalen Angriffen könnt ihr die Würfel nutzen, um den Schaden oder die Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen. Jedoch könnt ihr hier nur auf spezielle Würfel zugreifen, welche ihr euch vorher durch Kombos verdient habt. Die Kombos funktionieren folgendermaßen: Ihr müsst Angriffe mit verschiedenen Elementen durchführen und mit ihnen eine Elementkette bilden. Hierbei kann man jedoch nicht jedes Element miteinander verketten und auch feindliche Attacken fließen mit in die Kombo ein. Möchte man also auf starke Würfel zurückgreifen können, muss man lange Ketten bilden und sie sich erst einmal verdienen. Dies ist einer der Gründe, warum man nicht einfach sinnlos draufhauen kann und man seine Attacken sorgfältig planen sollte. Ebenfalls sollte man Statuserhöhungen geschickt einsetzen, denn nicht immer ist es besonders klug, den Zauberer selbst zu verbessern. Manchmal reicht es auch schon, einfach die Feinde zu verzaubern und beispielsweise deren Abwehr zu senken. Die Möglichkeiten sind wirklich vielfältig.

Wer jetzt denkt: „Och nee, zu einem Haufen Text kommt dann auch noch stundenlanges Leveln“, der liegt falsch. Eure Charaktere haben Basiswerte, welche sich im gesamten Spiel nicht verändern. Da man jedoch natürlich irgendwie stärker werden möchte, gibt es einen ganzen Haufen an Ausrüstungsgegenständen. Diese findet ihr in Schatztruhen oder nach Kämpfen und sie sind überlebenswichtig. Die neuen Waffen bringen nämlich oft nicht nur bessere Werte, sondern auch neue Skills und Angriffe mit sich. Auch die Elemente sollten beachtet werden, da man sich so oft besser vor bestimmten Arten von Feinden schützen kann. Leider lässt sich die Ausrüstung während eines Kampfes nicht ändern, weshalb es passieren kann, dass eure gesamte Truppe mit Elementwaffen gegen einen Feind kämpft, der dagegen nahezu immun ist. Da heißt es dann entweder durchbeißen oder direkt den letzten Spielstand laden. Speichern könnt ihr übrigens nur zwischen den Events. Neue Skills lernen eure Charaktere nach manchen Kämpfen, wobei ihr dann eine von drei möglichen Fähigkeiten auswählen könnt. Besonders gefallen hat mir übrigens die Tatsache, dass die Waffen allesamt eigene Modelle haben und an den Figuren sichtbar sind. 



Fazit (7):
Crimson Shroud hat sicher eine recht kleine Zielgruppe, da nicht jeder mit einem Spiel klar kommt, das zu großen Teilen aus Text besteht. Zudem sind die Kämpfe recht langsam, wenn auch knifflig und vor allem im späteren Verlauf können sich die Schlachten ganz schön hinziehen. Dennoch packt die Story den Spieler und lässt ihn so schnell nicht mehr los und wer ein Fan von Pen & Paper-Spielen ist, der wird sicher auch mit diesem Titel seine helle Freude haben. Doch auch alle anderen, die Lust auf ein kniffliges Rollenspiel haben, welches mehr von ihnen fordert als Standard-Angriffe und Magie, sollten sich den Titel einmal anschauen.

Redakteur: Eric Sohr

Vielen Dank an Level-5 für die freundliche Bereitstellung von Crimson Shroud!


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