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Animal Crossing: New Leaf (3DS) // Test // Review

Animal Crossing: New Leaf
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
14.06.13
Nintendo
Nintendo
Simulation
1
Ohne Altersbeschr. USK-Siegel
ja
Keine verfügbar

Review zu Animal Crossing: New Leaf

Ich erinnere mich noch daran, wie ich mir vor vielen Monden Animal Crossing für den Nintendo GameCube kaufte und mehrere Monate in meiner kleinen Stadt verbrachte. Auch auf dem Nintendo DS bereitete mir die Serie unglaublich viel Spaß und sie raubte mir eine Menge Zeit. Es ist also daher sicherlich keine Überraschung, dass ich Animal Crossing: New Leaf voller Vorfreude entgegen gefiebert habe. Lange Zeit mussten wir Europäer aushalten, doch nun ist es endlich so weit. Aufgrund meiner Reise nach London zum Animal Crossing-Event (hier könnt ihr den Bericht nachlesen) durfte ich auch das neue 3DS-Abenteuer testen. Ob meine Erwartungen erfüllt wurden? Nun...



Der Beginn von Animal Crossing: New Leaf unterscheidet sich nicht besonders von seinen Vorgängern. Euch werden also diverse Fragen gestellt, mit denen ihr euren und den Namen der Stadt und auch euer Geschlecht festlegen könnt. Danach kommt ihr in der Stadt an und erfahrt eine überraschende Nachricht: Ihr seid der neue Bürgermeister! Das war so wahrscheinlich eigentlich nicht geplant, aber es klingt nach keiner schlechten Position, also warum nicht? Zur Feier eures Amtseintritts wird direkt im Beisein aller Dorfbewohner ein Bäumchen gepflanzt, das als Symbol für die wachsende Stadt dienen soll.

Nach eurer Ankunft braucht ihr natürlich ein Dach über dem Kopf. Dabei ist euch der Immobilien-Tanooki Tom Nook (von Tanooki, Brüller-Wortspiel) gern zur Hilfe. Er baut euch aber nicht direkt ein Haus, wie es in den vorherigen Spielen der Fall war. Es gibt auch keinen festgelegten Platz, an dem euer Heim stehen muss. Ihr könnt euch einen (mehr oder weniger) beliebigen Standort aussuchen und dort wird dann erst einmal ein Zelt aufgebaut. Erst wenn die Anzahlung für das Haus geleistet ist, wird es fertiggestellt. Doch wie verdient man überhaupt Geld, beziehungsweise Sterni, in dieser kleinen Stadt?

Die Haupteinnahmequelle in Animal Crossing: New Leaf ist es, Sachen zu verkaufen. Beispielsweise Früchte, die in eurer Stadt wachsen oder gefangene Lebewesen wie Fische oder Insekten. Bei den Früchten gibt es zahlreiche Arten, darunter auch einige neue, wobei zu Beginn nur eine einzige Fruchtart in eurer Stadt wächst. Möchtet ihr neue Früchte haben, müsst ihr euch mit anderen Spielern kurzschließen oder auf die Insel fahren. Auf beide Aspekte komme ich später noch genauer zu sprechen. Ihr könnt auch in einem Café arbeiten und so ein paar Sterni verdienen, jedoch vergeht erst einmal eine Weile, bis ihr es bauen könnt. Verkaufen tut ihr die Sachen in der Tauschbörse, die von zwei Alpaka geleitet wird. Außerdem könnt ihr dort Möbelstücke, Kleidung oder andere Objekte in Komission geben, die dann von den Dorfbewohnern oder Besuchern eurer Stadt gekauft werden können. Es dauert zwar immer ein wenig, bis der Rubel rollt, aber wenn, dann richtig! Ein weiterer Tipp für alle Spieler, die ein wenig Geld brauchen: Lauft durch die Stadt und schlagt mit der Schaufel oder der Axt auf die Steine...



Während ihr also durch die Stadt rennt, Bäume schüttelt und Muscheln am Strand aufsammelt, werdet ihr definitiv euren Dorfbewohnern begegnen. Die laufen entweder frei durch die Stadt oder befinden sich in ihren Häusern. Manchmal trefft ihr aber auch in den Läden oder der Einkaufspassage auf sie. Es gibt unzählige Arten an Bewohnern und jeder hat seine eigene Persönlichkeit. Ich persönlich habe einen Mumienhund, ein kleines Gothic Lolita-Schaf und einen blauen Aligator in meiner Stadt. Der Mumienhund ist dabei übrigens der absolut Coolste. Aber ich schweife ab. Die Interaktion mit den Dorfbewohnern macht den Charme des Spiels aus. Quatscht ihr mit ihnen, erzählen sie euch nützliche Tipps für das Spiel und lustige Geschichten aus ihrem Leben oder sie haben Aufträge für euch. Diese gehen zwar nicht über „Fange Insekt XYZ für mich“ oder „Bringe dieses Paket zu ABC“ hinaus, machen aber trotzdem Spaß. Vor allem, da man für seine Arbeit meistens tolle Belohnungen in Form von Kleidung oder Möbelstücken bekommt. Es ist immer wieder spannend zu sehen, was sie einem dieses Mal für einen Gegenstand schenken.

Habt ihr dann genug Geld gesammelt, könnt ihr es natürlich auf verschiedenste Art und Weise ausgeben. Zum Beispiel im Kleidungsladen von Tina & Sina, wo ihr neue Kleidung oder tolle Accessoires kaufen könnt, die ihr eurem Charakter aufsetzt. Darunter eine Krone, eine Brille oder ein Regenschirm. Im Kleidungsladen könnt ihr auch eigene Klamotten entwerfen oder QR-Codes scannen, falls ihr selbst nicht talentiert genug für tolle Kleidung seid (so wie ich). Bei Nepp & Schlepp könnt ihr das hart verdiente Geld für neue Möbel oder Werkzeuge ausgeben, beispielsweise Axt oder Schaufel. Oder ihr zahlt euren Hauskredit ab, damit das eigene Heim noch größer und schöner werden kann. In der Einkaufspassage machen im Laufe der Zeit, je mehr Geld ihr ausgebt und je größer die Stadt wird, neue Geschäfte auf. Doch welche das sind, verrate ich euch natürlich nicht!

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Stadt ist das Museum. Das ist komplett leer, wenn ihr in die Stadt einzieht. Anstatt euch die Frage zu stellen, warum Eugen, der Besitzer des Museums, ohne jegliche Ausstellungsstücke so lange überleben konnte, helft ihr ihm natürlich lieber. In eurer Stadt sind nämlich jeden Tag kleine Markierungen zu finden. Grabt ihr an dieser Stelle, findet ihr entweder Fossilien oder sogenannte Gyroiden. Erstere könnt ihr bei Eugen in die Analyse geben und anschließend stiften. Oder ihr verkauft die Fossilien. Außerdem könnt ihr dem Museum Insekten, Fische und Gemälde stiften.

Seid ihr gerade nicht dabei, eure Geldbörse aufzufüllen, dann solltet ihr euch um den Bürgermeister-Job kümmern. Der ist nämlich richtig wichtig und macht auch viel Spaß. So könnt ihr Verordnungen veranlassen, die die Stadt beeinflussen. Veranlasst ihr zum Beispiel eine Hochpreispolitik, verdient ihr mehr Geld (gebt aber auch mehr aus). Oder ihr bringt eure Bewohner dazu, früher bzw. später aufzustehen und verschiebt somit den Tagesrhythmus nach eurem Belieben. Besonders wichtig sind die Stadtverschönerungsprojekte. Hierbei handelt es sich um Projekte, die von den Dorfbewohnern aktuell gewünscht werden. Ob eine Sitzbank, eine Lampe, ein Uhr, ein Brunnen oder eine neue Brücke, es gibt zahlreiche Dinge, die ihr in Auftrag geben könnt. Allerdings werden diese nicht einfach so gebaut, denn alles kostet Geld! Deswegen befindet sich ein kleiner Spenden-Gyroid auf dem Platz, den ihr wie bei eurem Haus selbst auswählen dürft. Ihr müsst nun also ordentlich Geld in das Projekt pumpen, allerdings helfen die Dorfbewohner ein wenig dabei. Wenn auch nicht wirklich viel.



Die Möglichkeiten, eure Zeit zu vertreiben, enden damit aber noch lange nicht. So könnt ihr beispielsweise in die Tauschbörse gehen und dort ein Möbelstück von euch bearbeiten lassen, damit es eine andere Farbe bekommt! Für viele Gegenstände könnt ihr sogar ein eigenes Design entwerfen und dieses dann auf das Möbelstück pappen. Diese Funktion ist aber nicht von Beginn an möglich, sondern muss erst freigeschaltet werden. Eine weitere Möglichkeit, sich die Zeit zu vertreiben, ist der Kalauer-Club, der nach einiger Zeit aufmachen wird. Dort tritt K.K. Slider abends als DJ oder mit einer Akustik-Gitarre auf und versüßt euch die Stimmung mit schöner Musik. Tagsüber trefft ihr dort auf Samselt, der euch im Austausch gegen Essen „lustige“ Gags vorspielt und somit Emotionen beibringt. Die könnt ihr dann nutzen, wenn Freunde in eurer Stadt sind und so das Treffen ein wenig persönlicher gestalten.

Habt ihr richtig viele schöne Möbelstücke gekauft, dann ist es an der Zeit, das Eigenheim einzurichten. Hierfür habt ihr anfänglich nicht viele Möglichkeiten, ganz einfach, weil der Platz fehlt. Doch irgendwann habt ihr mehrere Räume, die richtig viel Platz bieten. Einrichten könnt ihr euer Heim mit hunderten Objekten, außerdem lässt sich Tapete anbringen und ein Teppich auslegen. All das kann gekauft oder von euch selbst designt werden. Neu sind die Möbel, die an der Wand aufgehängt werden können, beispielsweise Lampen oder ein Notizbrett.

Grafisch hat man bei Animal Crossing: New Leaf einiges verbessert. Alles wirkt viel runder, sauberer und idyllischer. Das Fell der Tiere glänzt im Licht und ihre niedlichen Emotionen kommen dank des 3D-Effekts noch lebendiger rüber. Sicherlich ist New Leaf keine Grafikbombe mit massig Effekten, wie beispielsweise Kid Icarus: Uprising, aber das braucht es auch gar nicht zu sein. Die Animal Crossing-Reihe hat einen wundervollen Grafikstil, der mit dem 3DS-Teil perfektioniert wurde. Auch musikalisch habt ihr viel Abwechslung. Zumindest, sobald K.K. Slider in der Stadt ist. Aber auch die normalen Hintergrundmelodien, die ihr oft hören werdet, gehen euch nie auf den Geist. Im Gegenteil, sie pflanzen sich in eurem Kopf fest und werden euch in euren Ohren hängen, wenn ihr gerade durch die reale Welt lauft!

Habt ihr einmal genug von eurer kleinen Stadt, dann ab auf die Insel! Diese erreicht ihr, indem euch Käptn, der Kappa, mit seinem Boot auf eine kleine Reise nimmt. Auf dem Weg zur Insel wird er euch immer ein kleines Ständchen singen, was eigentlich ganz putzig ist. Dort angekommen, habt ihr dann viele Möglichkeiten: sammelt Früchte, taucht mit einem geliehenen Taucheranzug durch das Wasser (komplett neu und unglaublich spaßig!) oder angelt nach exotischen Fischen. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den Minispielen, die ihr mit bis zu drei weiteren Freunden spielen könnt. In diesen geht es dann darum, in einer kurzen Zeit eine gewisse Anzahl an Fischen zu fangen, Mineralien zu finden oder die richtigen Früchte zu sammeln. Alleine sind die Minispiele unterhaltsam, aber erst in der Gruppe blüht der Spielspaß richtig auf. Schlagt ihr euch gut in den Spielen, bekommt ihr Medaillen, welche wiederum für Preise auf der Insel eingetauscht werden können. Unter anderem gibt es dort auch eine Lizenz für den Törtel-Club. Habt ihr diese Lizenz, ist es möglich, über das Internet auf eine Insel zu gelangen, auf der ihr auch komplett fremde Spieler treffen könnt. Ich habe dort jedoch bisher nur Japaner angetroffen, die zum Glück ein wenig Englisch sprachen. Gemeinsam haben wir dann Minispiele absolviert und gequatscht. Es ist aber nur möglich, über die im Spiel eingebrachte Tastatur zu schreiben, Voice-Chat gibt es nicht. Ist jemand gemein zu euch, könnt ihr ihn sperren und somit verhindern, dass diese Person noch einmal auf der Internet-Insel auftaucht.



Apropos Internet: Ihr könnt jederzeit mit euren 3DS-Freunden, die das Spiel ebenfalls besitzen, eine Runde spielen, indem ihr einfach den Bahnsteig für sie öffnet. Habt ihr sie dann besucht, ist es möglich, sie als „beste Freunde“ zu speichern und in Zukunft jederzeit Nachrichten mit ihnen auszutauschen, obwohl ihr nicht in derselben Stadt seid. Dafür müssen natürlich beide Spieler mit dem Internet verbunden sein. Es ist auch möglich, lokal die Stadt eines Freundes zu besuchen. Ein weiteres Feature, das wir jedoch noch nicht selbst testen konnten, ist das Schlummerhaus. Darin könnt ihr eure Stadt auf die Nintendo-Server hochladen und dann können andere Spieler, die euren Schlummerhaus-Code haben, eure Stadt besuchen. Natürlich könnt ihr so auch die Stadt eines Freundes besuchen. Es ist aber auch möglich, einer zufälligen Stadt einen Besuch abzustatten. Anders als im direkten Multiplayer ist es jedoch völlig egal, ob ihr dort alles kaputt haut, denn das beeinflusst die eigentlichen, „echten“ Städte nicht.

Aber hier hört die Interaktion zwischen den Spielern noch lange nicht auf! Die Funktionen des Nintendo 3DS wollen schließlich vollkommen ausgereizt sein, was natürlich auch die StreetPass-Funktion beinhaltet. Hierbei werden die Häuser von anderen Spielern in das AdsH-Musterdorf (Akademie des schönen Hauses) gepackt, sobald ihr sie per StreetPass getroffen habt. Dort könnt ihr dann nicht nur deren Haus bewundern, sondern auch die aufgestellten Möbel aus dem Katalog bestellen, falls sie euch gefallen. Das ist unglaublich praktisch, wie ich finde. Ich zum Beispiel habe das Haus von Aya Kyogoku dank des Events in London in meinem Musterdorf zu stehen und kaufe dort praktisch täglich ein. Sie hat aber auch ein gigantisches Haus...

Einen einzigen Kritikpunkt habe ich aber noch: Wenn ihr die ganze Zeit durch die Stadt rennt, dann nutzt sich langsam das Gras ab und es wächst an den Stellen, an denen ihr durch die Gegend geflitzt seid, in Zukunft kein Gras mehr. Somit gibt es dann immer mehr kleine braune Flecken, bis letztendlich ein Großteil der Stadt braun ist. Also: Lauft langsam! Diese Idee finde ich wirklich nicht so gelungen und es stört mich, vereinzelte braune Stellen in meinem ansonsten liebevoll dekorierten Städtchen zu haben.

Gesondert möchte ich an dieser Stelle noch auf die Screenshot-Funktion hinweisen. Ihr könnt im Grunde jederzeit durch gleichzeitiges Drücken der L- und R-Tasten ein Bildschirmfoto des oberen Bildschirms machen. Das ist also perfekt dazu geeignet, um eure Abenteuer in Bildern festzuhalten oder eure Erlebnisse mit anderen Leuten zu teilen. Ebenfalls sehr praktisch sind die neuen Funktionen für das Inventar: So ist es möglich, Früchte jetzt einfach zu stapeln. Bis zu neun Früchte passen in einen Obstkorb. Somit wird das Sammeln viel einfacher! Vereinfacht wurde auch das Stiften und Analysieren von Objekten für das Museum. Ihr könnt nämlich direkt alle gewünschten Objekte markieren und stiftet sie alle auf einmal!



Fazit (10):
Ich reagierte damals irgendwie skeptisch, als Niels seinen Test zur japanischen Version von Animal Crossing: New Leaf schrieb und dem Spiel eine 10 gab. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie der Titel wirklich so unglaublich verbessert werden konnte, dass man dafür die Höchstwertung raushauen müsste. Mittlerweile verstehe ich seine Entscheidung. Animal Crossing: New Leaf erfindet die Serie schon fast neu, denn es bringt so viele neue Dinge mit sich. Trotzdem fühlt man sich von Anfang an äußerst vertraut mit dem Spiel, falls man bereits einmal einen Ableger der Reihe gespielt hat. Die Gespräche mit den Dorfbewohnern können stundenlang unterhalten und jeder Tag ist irgendwie anders. Jeder Spieler erlebt sein eigenes kleines Abenteuer, obwohl alle eigentlich dasselbe tun. Das zeichnet Animal Crossing: New Leaf aus und es wird seinen Spielern hunderte Stunden ihres Lebens nehmen. Aber das sind definitiv gut angelegte Stunden.

P.S.: Wer noch nicht genug bekommen hat, dem empfehle ich meine Tagebucheinträge zum Spiel, die ihr unter meinen Blogeinträgen findet!



Autor: Eric Sohr

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Download-Codes für Animal Crossing: New Leaf!

 


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