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The Legend of Zelda: The Ocarina of Time 3D (3DS) // Test // Review

The Legend of Zelda: The Ocarina of Time 3D
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
17.06.11
Nintendo
Grezzo
Action-Adventure
1
Ab 6 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu The Legend of Zelda: The Ocarina of Time 3D

Am 21. November 1998 wurde in Japan ein Videospiel für das Nintendo 64 veröffentlicht, das Videospielgeschichte schreiben sollte. Die Rede ist von The Legend of Zelda: Ocarina of Time, welches das erste Zelda in einer 3D-Spielwelt war. Am 17. Juni 2011, fast 13 Jahre später, erscheint auf dem Nintendo 3DS eine komplett runderneuerte Fassung, welche auch ein paar Neuerungen mit sich bringt. Wir konnten den Titel bereits eine Woche vor Release testen und erklären euch im folgenden Review, ob sich der Kauf des Remakes lohnt.

Viele von euch kennen sicherlich die Geschichte des Spiels, dennoch möchte ich die Story von The Legend of Zelda: Ocarina of Time für die Neulinge kurz erklären: In Hyrule herrscht scheinbarer Frieden, doch ein geheimnisvoller Mann aus der Wüste scheint Übles zu planen. Dies zumindest denkt die Prinzessin des Landes, Zelda. In ihren Träumen sieht sie die schreckliche Zukunft Hyrules voraus, doch auch ein kleiner Lichtblick scheint vorhanden. So sieht sie ebenfalls einen grünen Jungen, welcher mit einer Fee unterwegs ist. Bei diesem Feen-Jungen handelt es sich natürlich um Link, den Helden des Spiels. Dieser bekommt vom Deku-Baum, der über sein Heimatdorf wacht, den Auftrag, der Prinzessin zu helfen. Doch bald schon überschlagen sich die Ereignisse und Link muss durch ganz Hyrule reisen und sogar die Grenzen der Zeit überschreiten, um diesen mächtigen Feind besiegen zu können.



Gesagt getan. Ihr macht euch in der Rolle des Jungen mit der grünen Tunika auf den Weg, Hyrule zu retten. Um dieses Ziel zu erreichen, müsst ihr zahlreiche Orte des Landes besuchen, euch durch verschiedene Dungeons in Form von Tempeln kämpfen, dutzende Rätsel lösen, neue Gegenstände finden, um im Spiel weiterzukommen, und zudem auch durch die Zeit reisen. Gesteuert wird euer Held mithilfe des Schiebepad, die Action findet auf dem oberen Bildschirm in wundervollem 3D statt. Auf dem unteren Bildschirm befindet sich die Karte der Oberwelt oder des jeweiligen Dungeons. Zudem sind auf der rechten Seite die ausgerüsteten Items platziert, zwei davon sind den X- und Y-Tasten zugewiesen. Die anderen beiden Buttons werden durch eine Berührung auf dem Touchscreen ausgelöst. Dies spielt sich sehr intuitiv und eignet sich perfekt für Items wie die Eisenstiefel, welche flott eingesetzt werden müssen, allerdings nicht unbedingt eine Belegung für die Knöpfe wert sind. In der linken oberen Ecke könnt ihr in die Ego-Perspektive wechseln und euch dank des Gyro-Sensors durch Bewegungen des 3DS umschauen. Auch bei der Nutzung von Bogen, Schleuder und Co. kommt diese Mechanik zum Einsatz. Ich war anfänglich ein wenig skeptisch, ob sich das wirklich lohnt, aber es funktioniert einwandfrei und spielt sich sogar noch ein wenig flotter als mit dem Schiebepad. Natürlich müsst ihr bei der Nutzung des Gyro-Sensors auch ein wenig euren Kopf bewegen, sonst geht der 3D-Effekt flöten bzw. er stört. Auf demselben Button befindet sich auch der Nervi... äh... Navi-Button. Diese kleine, liebliche Fee steht euch auch im Remake erneut mit Rat und Tat zur Seite. Und sie ist immer noch ziemlich nervig. Zu guter Letzt findet sich ein Button für die namensgebende Okarina auf dem Touchscreen, also nimmt sie kein eigenen Platz im Item-Menü ein. Wollt ihr sie nutzen, erscheinen eine kleine Okarina und die Buttons, welche ihr spielen könnt. Neu ist die Möglichkeit, eine Liste der gelernten Songs aufzurufen und sich die benötigten Noten anzeigen zu lassen. So fällt lästiges Wechseln in das Ausrüstungsmenü weg, wenn ihr euch einmal nicht an eine Melodie erinnern könnt.

Zudem finden sich auf dem Bildschirm noch drei weitere Buttons, die einen Wechsel in ein anderes Menü bewirken. Mit dem Item-Button ruft ihr Links Inventar auf. Auch hier gibt es eine willkommene Neuerung. So könnt ihr nun die Items komplett nach Wunsch anordnen, eine Festlegung wie im Original gibt es nicht mehr. So kann jeder Spieler seine eigene Übersicht erstellen. In der Mitte findet sich der Karten-Knopf, welcher im Dungeon dazu genutzt werden kann, die generelle Übersichtskarte aufzurufen. Auf der Oberwelt gibt es hier dann eine kurze Übersicht über Hyrule. Nützlich ist, dass Story-relevante Orte oder Plätze, an denen es wichtige Dinge zu erledigen gibt, als leuchtender Punkt dargestellt werden. So wisst ihr jederzeit direkt, wo es als nächstes hingeht. Zu guter Letzt gibt es noch den Ausrüstungsbildschirm. Hier wechselt ihr das Schwert, die Rüstung oder euren Schild. Zudem wird euch hier angezeigt, wie viele goldene Skulltulas ihr besitzt und wie viele Herzteile noch benötigt werden, um einen weiteren Herzcontainer zu ergattern.



All diese Punkte ermöglichen ein flüssigeres Spielgefühl als das Original. Doch nicht nur hier gibt es Änderungen. So wurde natürlich die Grafik an die Technik des Nintendo 3DS angepasst. So sieht der Titel einfach fantastisch aus, viele Orte wurden mit neuen Details verschönert und auch die Animationen der Charaktere sind sehr gut gelungen. Anfängliche Angst, es würden alte Sprites übernommen, kann zu Grabe getragen werden, denn jede Figur wurde überarbeitet und sieht nun schicker aus als vorher. Vor allem die Dungeons sehen durch die vielen Details und verbesserten Texturen viel ansehnlicher aus als im Original. Doch den ganz besonderen Touch gibt natürlich der 3D-Effekt. Dieser ist einfach hervorragend gelungen und gehört bisher mit zum Besten, was es auf dem Nintendo 3DS zu sehen gibt. Die Items wirken, als würden sie aus dem Bildschirm hervorragen. Schneidet Link Gras nieder, fliegen die Blätter auf euch zu und schießt ihr einen Pfeil auf einen Feind, so habt ihr das Gefühl, als würde Link einen Pfeil in die weiten Tiefen eures Bildschirms schicken. Leider leidet The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D ein klein wenig unter dem sogenannten „Ghosting“-Effekt. Hierbei kommt es vor, dass manche Objekte eine Art „Geist“ ihrer selbst neben sich haben und quasi „doppelt“ vorhanden sind. Dies kommt allerdings nur recht selten vor und ist nicht störend. Eine weitere Neuerung sind die großen Versionen der Shiekah-Steine. Diese sind vor allem an Anfänger und Gelegenheitsspieler gerichtet und all jene, die vor Verzweiflung einfach nicht mehr weiter wissen. Krabbelt Link in einen dieser Steine hinein, könnt ihr eine „Vision“ auswählen. Diese zeigt euch dann in etwa an, was als nächstes getan werden muss, auf welche Art ein Rätsel gelöst wird oder wie der Dungeon-Boss besiegt werden kann. Im Großen und Ganzen eine tolle Sache, denn niemand wird gezwungen, sich diese Visionen anzuschauen und wer absolut nicht mehr weiter weiß, kann einfach nachschauen. Ich befürchte jedoch, dass dadurch so mancher Spieler zu früh aufgibt und sich auf die Hilfe dieser kurzen Videos verlässt.

 

Eine weitere Neuerung ist der Boss-Modus, in dem ihr bereits besiegte Endgegner erneut herausfordert. Allerdings werdet ihr dann auf den jeweiligen Stand zurückgesetzt und könnt kein Item einsetzen, das chronologisch nach dem Bosskampf in eurem Inventar gelandet ist. Zu guter Letzt befindet sich übrigens ein zweites Spiel auf dem Modul. Nachdem ihr die Story durchgespielt habt, schaltet ihr den Master Quest-Modus frei. Bei diesem handelt es sich um eine deutlich schwierigere Version von Ocarina of Time, in der Story und Co. gleich geblieben sind, die Dungeons jedoch um einige Grade verschärft wurden. In dieser Version wurde zudem die Welt komplett gespiegelt und Link erhält bei einem Treffer doppelten Schaden. Weitere Änderungen im Grundspiel finden sich übrigens darin, dass ein Musikstück von einem Orchester neu eingespielt und manche Namen abgeändert wurden. So heißt die ehemalige „Hylianische Steppe“ nun „Ebene von Hyrule“. Einen großen Aspekt des Spiels macht natürlich die Musik aus. Wie schon früher sind sämtliche Titel einfach fantastisch und haben nicht an Aktualität und Ohrwurmgarantie verloren. Zwar wurden die Stücke qualitativ ein wenig aufgewertet, jedoch wurde – wie bereits erwähnt – nur ein einziger Song komplett neu aufgenommen.

 

Fazit (10):
Ich habe lange Zeit damit verbracht mir zu überlegen, wie ich The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D bewerten soll. Doch letztendlich habe ich mich für die Höchstwertung entschieden. Der Grund ist simpel: Es handelt sich hier um eines der besten Spiele für den Nintendo 3DS. Es spielt sich super (meiner Meinung nach sogar noch um einiges besser als auf dem Nintendo 64), der 3D-Effekt bringt die hübsche Grafik wunderbar zur Geltung und die Spielzeit ist mehr als ordentlich. Jeder Besitzer eines 3DS sollte sich diesen Titel zulegen, ganz egal, ob man bereits eine alte Version besitzt oder es schon einmal durchgespielt hat. Denn Fans des Originals können nun erneut auf Entdeckungstour gehen, allerdings eher mit diesen Fragen im Hinterkopf: „Wie sieht wohl die nächste Gegend in neuer Grafik aus? Welche grafischen Details warten auf mich?“ Neulinge werden sowieso ihren Spaß an dem Titel haben, denn er unterhält dank genügend Action und knackiger Rätsel. Wer sich das Remake noch nicht bestellt hat, sollte das sofort tun. Und wer keinen 3DS hat, kauft sich ihn dazu. Es lohnt sich. Zum Schluss habe ich aber trotzdem noch etwas zu meckern: Der N64-Fassung lag eine wunderschön gestaltete, detaillierte Anleitung bei. In der Packung der 3DS-Version findet sich nur ein kleines Faltblatt mit den wichtigsten Dingen. Das fand ich sehr schade.



Autor: Eric Sohr

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung von The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D!


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