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Captain America: Super Soldier (3DS) // Test // Review

Captain America: Super Soldier
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
21.10.11
SEGA
High Voltage
Action
1
Ab 12 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Captain America: Super Soldier

Am 18.08.2011 brachte Hollywood den etwas in Vergessenheit geratenen Nazi-Vernichter Captain America erneut auf die deutsche Kinoleinwand. Der renommierte Publisher SEGA verwandelte den bereits schon fast in Vergessenheit geratenen Helden in ein Videospiel für Xbox360, PS3, Wii, DS und seit dem 21.10 auch für den Nintendo 3DS. Ich bekam von SEGA die 3DS-Fassung in die Finger, um das Plattform-Trio zu komplettieren. Warum bei SEGA die 3DS-Ableger von Multi-Titeln zeitlich momentan immer hinterherhinken, weiß wahrscheinlich nur der Publisher selbst. Denn bereits beim ersten Einlegen in das Modulfach des Handhelds merkt man sofort, dass die Entwickler versucht haben, die Wii-Version auf die tragbare Variante 1:1 zu kopieren und mit dem bekannten 3D-Effekt aufzupolieren.


 
Das von High Voltage entwickelte Captain America: Super Soldier spielt auf dem Schloss Zemo, auf dem die bösen Nazis geheime Superwaffen entwickeln. Als amerikanischer Super-Kapitän besteht natürlich die Aufgabe darin, der bitterbösen Hydra-Gruppe den Garaus zu machen und deren böse Machenschaften aufzudecken. Viel mehr Handlung bietet die sehr Actionlastige Geschichte leider nicht. Auf dem Weg zum geheimnisumwitterten Schloss kämpft ihr in insgesamt neun Missionen um den Sieg gegen die etwas anderen Super-Nazis. Und in diesen Missionen bedeutet kämpfen auch ausschließlich kämpfen. Im ultimativ langweiligen Faustkampf poliert ihr den zahlreichen geklont wirkenden Gegnern die Fratzen und Glatzen. Mit simplem Button-Mashing kämpft ihr euch von Truppe zu Truppe. Irgendwie bekam ich das Gefühl nicht los, dass sich der Captain stellenweise verselbstständigt. Aber wie man die Nazis halt kennt, stellen sie sich nicht besonders schlau an. Eventuell liegt das aber auch an der nicht vorhandenen künstlichen Intelligenz, die der Hydra-Truppe mitgegeben wurde: Noch schlimmer als in der gelobten Conduit-Reihe verlieren die Jungs recht schnell das Interesse an euch, wenn ihr Sichtfeld plötzlich von einem Objekt blockiert wird oder eine Wand im Weg steht.
 
Gegenüber der so gut wie identischen Wii-Version lässt sich der patriotische Captain auf der tragbaren Konsole wesentlich besser steuern. Die fummelige Zielsteuerung für den übergroßen Schild wurde durch eine simplere Handheld-Variante mit optionalem Touchscreen-Einsatz gut ersetzt. Per Fokus-Modus fetzt ihr dann mit einem Zielkreuz den Gegnern den Schild über die Birnen oder betätigt zahlreiche Schalter in weiter Ferne. Das macht ein- oder zweimal Spaß, mehr aber auch nicht. Zwischen den Fights springt Mr. America auch mal über Stangen, Balken und Wandvorsprünge. Das funktioniert weitgehend automatisch und erfordert nicht besonders viel Fingerspitzengefühl. Kleinere simplere Rätsel wie "Finde zwei Knöpfe, um eine Tür zu öffnen" stellen in der Regel auch keine Herausforderung dar. Da hilft es leider auch nicht, den einstellbaren Schwierigkeitsgrad hochzuschrauben, denn dieser stellt letztendlich nur die Verlustgeschwindigkeit eurer Lebensanzeige und damit auch eure Frustrationsgrenze ein.
 
Am Ende der einzelnen Missionen treten oftmals böse Endgegner auf, die sich mit euch anlegen. Auch wenn diese weitaus stärker sind als das übliche Kanonenfutter, sind die üblichen und klassischen Schwachpunkte schnell erkannt. Ein Schlag in die Fresse und den Schildwurf hinterher, dann liegen Baron von Strucker oder Madame Hydra bereits auf dem Boden. Neben der üblichen Energieleiste verfügt der Kapitän auch über eine Erfahrungsleiste, die sich im Laufe der Schlachten erhöht. Ist die Leiste gefüllt, verbessern sich die Gesundheit, der Schild und die entsprechenden Möglichkeiten im Kampf.
 
Insgesamt habe ich wie auf der Wii circa fünf Stunden gebraucht, um durch das Spiel zu rennen und das Spielende zu betrachten. Doch im Gegensatz zur Heimkonsolen-Variante wirkt die 3DS-Fassung etwas sauberer umgesetzt. Die Ruckler und technischen Aussetzer konnte High Voltage anscheinend in der Zwischenzeit ausmerzen. Viele Texturen wirken aber auch auf dem kleineren Bildschirm immer noch sehr matschig. Wenigstens hatte ich diesmal aber keine Komplett-Abstürze. Auch der 3D-Effekt wurde durch die dreidimensionale Ansicht sehr gut umgesetzt. Ihr könnt Entfernungen besser einschätzen und die gesamte Optik wird damit aufgewertet. Beim Sound überzeugt das Spiel ebenso durch eine gute Sprachausgabe und einen orchestralen Soundtrack aus der Filmvorlage.


 
Fazit (5):
Nach genau zwei Monaten bringt SEGA nach den Captain America-Versionen für Wii und DS nun die 3DS-Variante auf den Markt. Captain America auf dem 3DS ist der eindeutige Beweis, wie locker der aktuelle Handheld die Wii grafisch wegstecken kann. Anscheinend ohne Mühe und Verluste wurde das Action-Spiel von der Wii auf den 3DS portiert. Dabei konnte man die lästigen Abstürze und Ruckler sogar so gut wie ausmerzen. Trotzdem haben die Jungs von High Voltage schon bessere Spiele auf den Markt gebracht. Das zu geradlinige Leveldesign und die mehr als langweiligen Faustkämpfe sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Meine persönliche Empfehlung für Fans des Marvel-Comics: Lasst die Finger von den vielleicht besser aussehenden Wii- und 3DS-Versionen und greift zu der Gameplaytechnisch weitaus saubereren Fassung auf dem in die Jahre gekommenen Nintendo DS. Und wer die Wii-Version bereits durchgezockt und vielleicht auch gemocht hat, braucht auf keinen Fall einen 3D-Klon für unterwegs.
 
Autor: Holger Wettstein

Vielen Dank an SEGA für die freundliche Bereitstellung von Captain America: Super Soldier!

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