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Theatrhythm: Final Fantasy (3DS) // Test // Review

Theatrhythm: Final Fantasy
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
03.07.12
Square Enix
indieszero Co.
Musik
4
Ab 6 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Theatrhythm: Final Fantasy

Das Final Fantasy-Franchise besteht seit über 25 Jahren und dies hat Square Enix in diesem Jahr auch mit einem speziellen Ableger der Reihe für den Nintendo 3DS gefeiert. Anders als bisherige Ableger handelt es sich dabei jedoch nicht um ein klassisches Rollenspiel, in dem ihr die Welt erkundet, eure Helden verstärkt und dann irgendeine große, böse Macht aufhalten müsst, sondern um ein Rhythmus-Spiel. Ich spreche natürlich von Theatrhythm: Final Fantasy.



Schon seit Urzeiten kämpfen Cosmos und Chaos, quasi Gut und Böse, gegeneinander und nur aufgrund der ausgeglichenen Stärke der beiden konnte bisher keiner einen Sieg erringen – was auch nicht unbedingt schlecht ist, da nur das Gleichgewicht der beiden Götter die Welt am Laufen hält. Jedoch geht in der musikalischen Welt von Final Fantasy dieses Mal das sogenannte Rhythmia langsam aus, was für eine Schwächung von Cosmos sorgt und zur Stärkung von Chaos führt. Nun habt ihr, gemeinsam mit zahlreichen Helden aus den 13 Hauptablegern der Final Fantasy-Reihe, die Aufgabe, dies zu ändern und wieder genügend musikalische Energie in die Welt zu bringen.

Die Geschichte spielt in diesem Titel aber eine eher untergeordnete Rolle, wie man sich vielleicht schon denken konnte. Die Story wird euch auf Englisch erklärt, eine deutsche Fassung des Titels gibt es leider nicht. Aber auch ohne große Englisch-Kenntnisse dürfte man zum großen Teil zurechtkommen. Nur bei den Skills und Items könnte es kleinere Fragen geben, aber zu denen komme ich dann später. Was macht man also in Theatrythm: Final Fantasy? Ihr habt zu Beginn nicht viele Auswahlmöglichkeiten, denn nur der Series Mode steht da zur Verfügung. In diesem Modus könnt ihr die jeweils 3 Melodien aus den 13 Hauptablegern spielen plus Opening- und Ending-Musik. Bevor ihr dies machen könnt, müsst ihr euch jedoch erst einmal aus den 13 Helden, welche anfangs zur Verfügung stehen, eine 4-köpfige Party erstellen. Dort könnt ihr einen näheren Blick auf Skills und ihre Eigenschaften werfen, doch auch dazu möchte ich an einem späteren Punkt Genaueres erklären.

Habt ihr eure Party zusammengestellt und euch für einen Final Fantasy-Ableger entschieden, startet das Opening des jeweiligen Spiels. In diesem bekommt ihr eine kurze Erklärung, was zu Beginn des Spiels passierte oder es handelt sich um Zitate aus dem Anfang. Nebenbei läuft dann die Opening-Musik des Final Fantasy-Spiels und ihr müsst in den richtigen Momenten auf den unteren Bildschirm tippen, denn dort fliegen kleine Punkte auf einen Kristall in der Mitte. Diese Punkte sind Rhythmia-Punkte, welche dann, vorausgesetzt, ihr spielt das Opening und Ending bis zum Ende, am Ende der Spielrunde aufgerechnet werden. Das Ending spielt sich dann übrigens genauso und ihr müsst sie nicht spielen, zum Sammeln der Rhythmia empfiehlt es sich jedoch sehr.

Dann beginnt die erste Music Stage, die FMS (Field Music Stage). Darin seht ihr, wie der Anführer eurer Gruppe einen Weg entlangschreitet, welcher sich an dem jeweiligen gerade gespielten Ableger orientiert. So könnt ihr im Hintergrund dann viele bekannte Orte sehen, wie beispielsweise in Final Fantasy 8 die Gärten oder die Wüstentürme, während ihr in Final Fantasy 7 unter anderem den Gold Saucer sehen könnt. Doch natürlich schaut ihr euch nicht nur gemütlich die Umgebung an, lasst euch von der Musik berauschen und beobachtet euren niedlichen Partyleader. Auf dem oberen Bildschirm seht ihr diverse Kreise, welche verschiedene Farben haben. Im Rhythmus der Musik müsst ihr dann im richtigen Moment diverse Aktionen auf dem Touchscreen durchführen, je nachdem um welches Symbol es sich handelt.



Dabei müsst ihr entweder nur auf den Touchscreen tippen, den Stylus in eine bestimmte Richtung streichen oder den Screen gedrückt halten und den Cursor nach oben und unten bewegen, um eine lange Linie auf dem oberen Bildschirm entlangzufahren. Dies ist im Grunde schon alles, was in Theatrhythm auf euch zu kommt. Doch wenn ihr nun glaubt, das sei eine einfache Aufgabe, dann habt ihr euch getäuscht. Denn die höheren Schwierigkeitsgrade verlangen einiges an Konzentration und Schnelligkeit ab. Verpasst ihr einmal eines oder mehrere Symbole, fällt euer Charakter kurz hin und ein anderes Partymitglied springt ein. Zusätzlich verliert ihr noch ein wenig Energie. Wie oft ihr noch ein Symbol verfehlen dürft, könnt ihr an der Energieleiste am oberen rechten Bildschirmrand erkennen. In den FMS gibt es an bestimmten Stellen dann blaue Kreise. Schafft ihr es, alle davon erfolgreich zu erwischen, verwandelt sich euer Charakter in einen von drei möglichen Chocobo und flitzt noch flotter über die Wege. Der Sinn dahinter ist einfach: Habt ihr einen gewissen Weg bestritten, taucht ein Mogry auf und gibt euch einen kleinen Schatz. Am Ende eines Weges wartet dann oftmals meist auch ein (freispielbarer) Charakter aus dem jeweiligen Ableger und gibt euch ebenfalls einen Schatz.

Ist die FMS geschafft, geht es in die BMS, die Battle Music Stage. Darin steht dann eure Truppe ganz im Stile der alten Final Fantasy-Spiele in einer Reihe und bekämpft feindlich gesinnte Monster. Gekämpft wird durch erfolgreiches Absolvieren der Symbole im Rhythmus der Musik. Jedoch bekämpft ihr nicht nur ein Monster, sondern es erscheint direkt ein neuer, stärkerer Feind, nachdem ihr einen Sieg errungen habt. Dies geht so lange, bis dann ein Boss-Monster auftaucht (welches auch aus dem jeweiligen Spiel stammt). Ist es besiegt, winken oftmals besonders seltene Items oder tolle Boni. Auch im BMS tauchen an bestimmten Stellen im Song die blauen Symbole auf, jedoch verwandelt ihr euch dann nicht in einen Chocobo, wenn ihr sie erfolgreich absolviert, sondern ruft eine sogenannte Esper herbei. Dann beginnt eine eigenständige Symbol-Folge. Je nachdem, wie gut ihr hier seid, zerstört die Esper den momentanen Gegner sofort (egal, wie viel Energie er noch hatte) oder fügt „nur“ großen Schaden zu. Auch im BMS gelten die Regeln der Fehler wie im FMS, jedes verpasste Symbol verpasst euch Schaden.

Sind diese beiden Stages geschafft, geht es zur EMS (Event Music Stage). Darin läuft im Hintergrund ein Video, welches entweder die Story mit diversen Cutscenes zusammenfasst oder wichtige Ereignisse präsentiert. So sehen wir in der EMS von Final Fantasy 7 beispielsweise den Tod von Aerith und, glaubt mir, wenn man damals beim erstmaligen Spielen von FF7 emotional mitgelitten hatte, dann wird man dies auch jetzt noch. Immer und immer wieder. Die Zusammenfassungen ergeben jedoch im Großen und Ganzen nur für diejenigen einen Sinn, die die Spiele ohnehin gespielt haben. Der Spielablauf ändert sich im EMS jedoch nicht besonders. Weiterhin müsst ihr Symbolfolgen absolvieren und verliert bei Verpassen eines Symbols Energie. Die Besonderheit dieses Modus' liegt am Ende jedes Songs. Dort kommen die bereits erwähnten blauen Symbole zum Einsatz, welche nach vollständigem Absolvieren die verlängerte Version des Songs freischalten. Versagt ihr an der Stelle, bekommt ihr also das Ende nicht zu sehen und bekommt, logischerweise, auch weniger Punkte.

Nach dem erfolgreichen Bestehen der drei Music Stages wird abgerechnet. Je nachdem, wie gut ihr euch geschlagen und wie viele Punkte ihr gesammelt habt, werdet ihr mit Erfahrungspunkten und Rhythmia belohnt. Außerdem wird euch ein Rang verliehen, welcher von S (bester Rang) bis D (schlechtester Rang) reicht. Mit den Erfahrungspunkten steigen eurer Figuren im Level auf, bekommen bessere Werte und lernen neue Fähigkeiten. Mit den Rythmia schaltet ihr diverse Boni wie Kristallfragmente (benötigt man zum Freischalten neuer Charaktere), neue Funktionen im StreetPass und auch neue Songs frei. Und natürlich braucht ihr sie, um irgendwann die „Story“ zu beenden.

Habt ihr einen Final Fantasy-Ableger im Series Mode abgeschlossen, schaltet ihr die Songs im Challenge Mode frei. Dort könnt ihr dann die Songs einzeln auswählen und auch auf einem höheren Schwierigkeitsgrad versuchen. Schafft ihr es, den zweiten Grad mit A zu absolvieren, gibt es zur Belohnung den höchsten und brutalsten Modus. Dieser verlangt einiges an Können von euch, wobei der Schwierigkeitsgrad dann doch innerhalb der verschiedenen Songs ein wenig variiert. Eine Möglichkeit, die Songs in einer gewissen Reihenfolge des Schwierigkeitsgrads zu sortieren, wäre da sehr angenehm gewesen. Habt ihr alle drei Songs aus einem Final Fantasy-Teil auf einem höheren Level geschafft, könnt ihr diese Lieder nun auch im Series Mode auf diesem hohen Level spielen.

Nach recht kurzer Zeit werdet ihr eine Dark Note erhalten und somit den Chaos Shrine öffnen. Dieser fordert euch dann noch einmal so richtig heraus. In diesem Modus sammelt ihr die eben erwähnten Dark Notes, welche aus zwei Songs bestehen. Welche dies sind, wisst ihr allerdings vor dem ersten Spielen der Note nicht. Bei beiden Songs handelt es sich immer um eine FMS und eine BMS, wobei ihr nicht immer unbedingt Musik habt, die in den Challenge und Series Modi unter diesen Kategorien verfügbar ist. So spielt ihr auch mal einen Event-Song im Field-Modus. Außerdem hat der Chaos Shrine, bzw. haben die dunklen Noten, eine weitere Besonderheit: Je nachdem, wie weit ihr im Field-Modus gekommen seid und wie gut ihr zu Beginn des Kampfes spielt, kämpft ihr gegen einen von drei verschiedenen Boss-Monstern, welche jeweils bis zu drei Items für euch hergeben. Das heißt also, um eine Note komplett abzuschließen, müsst ihr ein wenig Glück haben und es mindestens neun Mal versuchen!



Bei den Sachen, die sie dann fallen lassen, handelt es sich entweder um ein Item, welches ihr im Kampf einsetzen könnt, oder um ein neues Kristallfragment für neue Charaktere. Besonders viel Spaß macht der Modus mit Freunden, denn ihr könnt die Dark Notes mit bis zu drei weiteren Spielern gemeinsam absolvieren. Dabei spielt im Grunde zwar jeder für sich (jeder Spieler benötigt eine eigene Version des Titels), aber man absolviert natürlich denselben Song und teilt sich außerdem die HP-Leiste. Verhaut es also ein Spieler, müssen alle darunter leiden.

Eure Party könnt ihr jederzeit verändern und die Charaktere austauschen. Dies bietet sich auch an, da die Figuren unterschiedliche Werte haben und somit in bestimmten Music Stages besser sind als andere. So sind Figuren mit viel Angriff in einem BMS nützlicher, da die Monster schneller sterben und man besser an den Boss herankommt, jedoch sind im FMS Figuren mit hoher Geschwindigkeit besser dran, da sie einfach flotter über das Feld kommen. Auch spielen natürlich die Skills, welche jede Figur hat, eine Rolle. Diese sind unterteilt in aktive und passive Fähigkeiten. So handelt es sich bei Feuer um eine aktive Fähigkeit, welche aktiviert wird, wenn man eine bestimmte Anzahl von Symbolen in einem Song absolviert hat. Die passiven Fähigkeiten verleihen euren Charakteren mehr Stärke, HP oder ähnliches. Ebenso könnt ihr auch die weiter oben erwähnten Items einsetzen, welche eure HP heilen, eine bestimmte Esper herbeirufen oder euch neue Skills beibringen.

Final Fantasy: Theatrythm hat einen besonders eigenwilligen Grafikstil, mit dem möglicherweise nicht jeder klarkommen dürfte. So sind die Charaktere allesamt sehr niedlich gestaltet, mit süßen Knopfaugen und kleinem Körper. Auch die Gegner sehen allesamt eher weniger bedrohlich aus. Mir persönlich gefällt der Stil jedoch sehr und auch wenn der 3D-Effekt bei einer solchen Grafik nicht gerade bombastisch ausfällt, so weiß auch dieser zu überzeugen. Schade ist bloß, dass man die 3D-animierten Cutscenes im EMS nicht nachträglich mit 3D versorgt hat, aber dies hätte dann wohl zu weniger Übersicht beim Spielen geführt. Bei der musikalische Qualität sollte man jedoch in einem Musik-Spiel genauer hinschauen bzw -hören. Und hier kann man einfach nur Lob aussprechen, denn alle Songs kommen in großartiger Qualität daher und nicht nur Fans der Lieder, sondern auch diejenigen, welche die Songs nicht kennen, kommen voll auf ihre Kosten. Es empfiehlt sich, insofern möglich, eine Anlage oder ähnliches an den 3DS anzuschließen und dann zu zocken (und außerdem die nervigen Glocken-Geräusche auszustellen, welche bei jedem Symbol-Treffer erklingen!).

Neben all den Charakteren, Items und Songs, die man sammeln kann, hält euch Theatrhythm auch  noch mit anderen Dingen bei der Stange. So könnt ihr nach und nach die Lieder für die Galerie freischalten und sie somit auch auf normale Weise einfach anhören. Ebenso ist dies mit den Videos aus den EMS möglich, welche ihr euch dann ganz in Ruhe einmal genauer anschauen könnt. Doch besonders interessant sind die Karten, die ihr sammeln könnt. Diese bekommt ihr im Laufe der Zeit und des Spielens. Sie zeigen euch die Charaktere und Feinde und beschreiben diese dann ein wenig näher. Auch wird euch angezeigt, aus welchem Ableger der Final Fantasy-Reihe sie stammen, falls ihr dies nicht bereits selbst wusstet. Zudem gibt es 64 Trophies, welche das Erfolgs-System im Spiel darstellen. So erhaltet ihr etwa eine Trophäe für das Durchspielen der Story, das Anschauen aller verlängerten Song-Versionen im EMS oder das Austauschen einer Profil-Karte.

Auch die StreetPass-Funktion des 3DS wird genutzt. Dies sieht so aus, dass jeder Spieler seine eigene Profil-Karte erstellt, darin einen bestimmten Charakter auswählt und eine Dark Note anhängt. Begegnet ihr nun einem anderen Besitzer des Spiels, erhaltet ihr dessen Spielerkarte, seht, welche Lieder er am meisten gespielt hat, wie viele Rhythmia-Punkte er hat und natürlich bekommt ihr dessen Dark Note für eure Sammlung. Ich denke, man hat auf diese Weise die StreetPass-Funktion wirklich großartig integriert, denn so kann man immer wieder neue Dark Notes bekommen und diese dann direkt erkunden. Ebenso ist es möglich, sich über den integrierten DLC-Shop neue Songs zu kaufen, welche dann jeweils „nur“ 1 Euro kosten. Dort gibt es dann allerdings nur FMS- und BMS-Musik zu kaufen.



Fazit (10):
Theatrhythm: Final Fantasy ist ein absolut großartiger Vertreter des Rhythmus-Spiel-Genres. Ihr habt über 50 geniale Songs, könnt dutzende Stunden damit verbringen, eure Figuren zu leveln, Kristallfragmente zu sammeln, Dark Notes zu meistern oder einfach eure Highscores zu knacken. Die Musik ist ohne Zweifel einfach großartig, der Sammelaspekt spornt unglaublich an und man erwischt sich fast täglich dabei, wie man doch einfach mal einen bis zwei Songs spielen möchte und die Karte wieder in den Schacht schiebt. Wer gute Musik zu schätzen weiß, ein Final Fantasy-Fan oder einfach generell Fan des Genres ist, der sollte auf jeden Fall zuschlagen. Alle anderen sollten sich einfach mal die Demo laden und den Titel ausprobieren, verlieben und kaufen. So einfach ist das.



Autor: Eric Sohr


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