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RollerCoaster Tycoon 3D (3DS) // Test // Review

RollerCoaster Tycoon 3D
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
26.10.12
Atari
n-Space
Simulation
1
Ohne Altersbeschr. USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu RollerCoaster Tycoon 3D

Ich hasse Achterbahnen. Dieses Gefühl, wenn man in der Warteschlange steht, die Höhe der Achterbahn sieht und die Leute, die einfach nur schreien müssen. Ehrlich gesagt hatte ich, als ich letztes Jahr im Europa-Park war, Angst, mit der Silver-Star zu fahren. Für meinen Geschmack ist sie viel zu hoch und zu steil! Aus diesem Grund fahre ich nur gerne Attraktionen, die nicht höher als 50 Meter sind. Aber egal mit dem Off-Topic-Geschreibsel. Bereits im Jahre 1999 konnte ich mich für das Spiel RollerCoaster Tycoon für den PC begeistern. Mit diesem sehr simplen Spielprinzip hat Atari eine riesige Fanbasis aufgebaut, die sich für das Erstellen eines eigenen Vergnügungsparks begeistern kann. Jetzt nach 13 Jahren ist ein Ableger für den Nintendo 3DS erschienen: RollerCoaster Tycoon 3D. Ob dieser Teil den PC-Spielen das Wasser reichen kann?



Ich war überrascht, als ich das Spiel startete und gleich angeboten bekam, eine Achterbahn-Story zu beginnen. Untypisch wurde diesem Spiel eine Story hinzugefügt, in der ihr als Protagonist eine Serie an Herausforderungen schaffen müsst, die mit dem Betrieb eines erfolgreichen Vergnügungsparks zusammenhängen.  Am Anfang erhält man ein schönes Tutorial, welches euch auf schnelle Art und Weise die ersten Schritte erklärt. Wie zum Beispiel das Bauen von Wegen, Achterbahnen, Fressbuden oder das Einstellen von Mitarbeitern. Irgendwann muss man in den verschiedenen Herausforderungen versuchen, mehrere Parks vor dem Bankrott zu bewahren und ihnen wieder einen gewissen Flair zu verleihen. Die Aufgaben können so aussehen, dass ihr Achterbahnen bauen oder Animateure anstellen müsst, damit zahlkrätftige Kundschaft euren Park besucht und sich somit eure Kassen füllen.

Während des Spielverlaufs merkt man immer wieder, wie schrecklich die Steuerung ist. Mit dem Slide-Pad könnt ihr euch bewegen. Das Steuerkreuz ist dazu gedacht, entweder die Ansicht des Parks zu verkleinern und zu vergrößern oder ihr dreht eure Ansicht, damit ihr zum Beispiel Wege in die richtige Richtung bauen könnt. Ständig zwischen dem Schiebepad und dem Steuerkreuz zu wechseln, ist aber viel zu umständlich und nervig. Auch mit dem Touchscreen lässt sich das Spiel steuern. So könnt ihr durch Linien Wege bauen, aber ernsthaft, das wurde so schlecht umgesetzt… Das hat keine weitere Erwähnung verdient. n-space, die Entwickler des Spiels, haben die Steuerung einfach verhunzt. Hierbei merkt man, dass man eine PC-Steuerung nicht einfach auf einen Handheld portieren kann. Aber es kommt noch schlimmer.

Der Park-Sandbox-Modus - eigentlich ein Traum für jeden RollerCoaster Tycoon-Fan. Hier könnt ihr immer ganz viel selbst bestimmen und euren Park nach euren Wünschen gestalten. Und das unbegrenzt! Leider merkt man hier, dass sich n-space überhaupt nicht mit den früheren RollerCoaster Tycoon-Spielen auseinander gesetzt hat und einfach alles falsch macht, was man überhaupt falsch machen kann. Am Anfang werdet ihr gefragt, wie viel Geld ihr als Anfangsbudget haben möchtet. Es gibt sogar die Option, unbegrenzt Budget zu erhalten. Ihr werdet aber gleich erfahren, warum dies sinnlos ist. Nachdem ihr die ersten Einstellungen, also das Budget und den Ort, ausgewählt habt, geht es ans Gestalten.

Bei mir sah das im Testverlauf so aus: Ich sehe, dass ganz viel freie Fläche zur Verfügung steht. Also baue ich erst einmal ein paar Wege, die ersten Imbissbuden und nach zirka acht davon bekomme ich die Nachricht, dass ich laut Vertrag keine weiteren Fressbuden bauen dürfe. Ich fühlte mich veräppelt. Also lasse ich halt einige Fahrgeschäfte bauen und schon wieder: Berateralarm (das heißt, ihr habt eine gute oder schlechte Nachricht empfangen)! In dieser Nachricht steht, ich könnte laut dem Vertrag keine weiteren Geschäfte bauen. Falls ich das tun möchte, müsste ich dafür alte Gebäude verkaufen. Als ich das Limit erreichte, stellte ich fest, dass ich noch sehr viel Platz auf dem Grundstück zur Verfügung hatte. Ich konnte auch im späteren Spielverlauf keine neuen Attraktionen oder Gebäude mehr bauen. Warum hat sich n-space zu diesem blöden Schritt entschieden?

Nachdem ich bereits ab diesem Punkt sehr enttäuscht war, spielte ich trotzdem weiter, um zu schauen, ob wenigstens andere Elemente aus den früheren Teilen übernommen wurden. Pustekuchen. Nichts. Man kann nicht einmal selbst die Eintrittspreise bestimmen, die Landschaften verändern oder die Zufriedenheit der Besucher anschauen. Doch ich wette mit euch, selbst die virtuellen Besucher dürften von diesem Spiel mehr als enttäuscht sein. Die Grafik an sich ist zwar ganz nett, aber sobald man ein bisschen hinaus zoomt, verschwinden alle Besucher und die kleineren Geschäfte. Zwar bietet RollerCoaster Tycoon 3D etwas Feeling der älteren Teile, aber so etwas kann man in der heutigen Zeit nicht mehr bringen.

Der Achterbahn Creator-Modus fördert eure Kreativität auch nicht gerade. Ihr könnt zwar eine Achterbahn erstellen, aber selbst das ist nicht sehr gut gelöst. Dank der komplizierten Steuerung konzentriert ihr euch auch viel mehr auf sie als auf das kreative Bauen. Sobald ihr eine Achterbahn angefangen habt, müsst ihr natürlich schauen, dass die Strecke am Startpunkt auch wieder endet. Doch das wird zur Qual. Irgendwann hatte ich einfach keinen Bock mehr und ließ die Achterbahn mit dem „Auto“-Modus fertigstellen. Falls ihr wissen wollt, wie es sich anfühlt, in eurer Achterbahn zu fahren, könnt ihr eine First Person-Perspektive wechseln. So könnt ihr dank des 3D-Effekts, der aber sonst nicht gut eingesetzt wird, das Feeling eurer Achterbahn wahrnehmen. Sobald ihr fertig seid, könnt ihr diese abspeichern und per StreetPass an andere Leute schicken. Ist zwar ganz nett gemeint, aber einfach nicht gut umgesetzt.



Fazit (3):
Ich frage mich ernsthaft, ob n-space das ernst meint? Kennen die überhaupt die früheren Teile? Haben die einfach drauflos entwickelt, ohne sich zu informieren, wie die Spiele auf dem PC aussehen? Ganz ehrlich, ich bin richtig enttäuscht. Das Spiel ist einfach aus einer Low-Budget-Entwicklung entstanden. Die Steuerung ist grauenhaft, die Grafik kann sich gleich zur Steuerung dazugesellen und auch das ganze Konzept wurde versimpelt. Außerdem hat sich das Spiel bei mir zweimal aufgehangen. Das darf einfach nicht passieren. Liebe Fans des Spiels: Bitte nicht kaufen. Danke. Bye.

Autor: Dennis Meppiel

Wir bedanken uns beim Online-Shop 4U2Play, der uns das Testexemplar von RollerCoaster Tycoon 3D freundlicherweise zur Verfügung stellte!


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