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Shifting World (3DS) // Test // Review

Shifting World
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
28.09.12
Rising Star Games
Fishing Cactus
Puzzle
1
Ohne Altersbeschr. USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Shifting World

Bis vor kurzem war Tetris das einzige Puzzle-Spiel, das ich zu meinen Lieblingsspielen zählte. Doch dann versuchte ich mich erstmals an einem Picross-Titel. Ich verliebte mich sofort in das Spielprinzip und es löste in mir ein Puzzle-Fieber aus. Zurzeit sitze ich an Pullblox, um meine Gehirngänge auf Touren zu bringen. Dabei kam ein Spiel ganz in Vergessenheit: Shifting World. Dabei ist auch das ein Puzzler. Im Gegensatz zu den genannten Spielen konnte mich dieser Titel aber nicht überzeugen, weswegen er schnell anderen und besseren Platz machte.



Dabei beginnt alles eigentlich ganz okay: Ihr erhaltet eine mysteriöse Einladung des mysteriösen Schatten-Herzogs, der euch in seiner mysteriösen Villa Willkommen heißen möchte. Warum gerade ihr eingeladen werdet? Keine Ahnung, sehr mysteriös. Kaum betretet ihr das Haus, landet ihr auch direkt in einer Parallel-Dimension, die aus lediglich zwei (Nicht)Farben besteht: Schwarz und Weiß.  Ein paar Grautöne gibt es auch noch, aber wohl auch nur, damit alles nicht ganz so trist aussieht.

Während der ersten Schritte in dieser seltsamen 2D-Welt werdet ihr vom Butler des Schatten-Herzogs beaufsichtigt, der euch die Steuerung über Texteinblendungen auf dem Touchscreen erklärt. Ansonsten findet ihr auf dem unteren Screen immer die Karte des jeweiligen Levels, das Spielgeschehen spielt sich auf dem oberen Bildschirm ab, auf dem ihr einen netten 3D-Effekt bewundern könnt. Wirklich etwas bringen tut er euch aber nicht, ihr könnt ihn für eine längere Akku-Laufzeit also locker ausschalten.

Wie so gut wie jeder Videospielheld zuvor kann euer Charakter natürlich springen, sodass ihr Stufen und Abgründe überwinden könnt. Habt übrigens keine Angst, euch aus großer Höhe herabfallen zu lassen, denn der Aufprall macht euch gar nichts. Jetzt kommt aber der Trick von Shifting World: Per Schultertaste wechselt ihr zwischen Schwarz und Weiß. Genauer gesagt, dreht sich der Level um 180° auf den Kopf und aus schwarzen Plattformen werden weiße. Genauer dreht ihr euch IN die Plattform hinein, auf der ihr gerade steht. Switcht ihr also auf einem schwarzen Quader, befindet ihr euch danach in ihm und seid von weißen Wänden umgeben, weil die freie Umgebung um euch herum solide wird.

Das hört sich ziemlich kompliziert an, ist es aber nicht wirklich. Den Dreh hatte ich ziemlich schnell raus und so konnte ich geschwind und gezielt die ersten Level absolvieren. Mit der Zeit wird alles aber immer komplizierter: So müsst ihr erst einmal Schlüssel einsammeln, um Blöcke mit Schlüssellöchern darin verschwinden zu lassen (die sich irgendwo befinden), auf schwarz-weißen Oberflächen könnt ihr nicht switchen, die Richtungspfeile sind anscheinend völlig willkürlich gesetzt, Stacheln sorgen für Bildschirmtode und die Portale machen dann alles endgültig kaputt.

Doch kurz zurück zu den anderen Hindernissen, die das Spielprinzip erweitern. So müsst ihr mehr nachdenken und auch mal gezielte Sprünge absolvieren. Hier liegt aber leider schon ein Problem: Die Sprungsteuerung ist aus der Hölle und ich weiß nicht, wie oft ich in eine Stachelgrube gefallen bin, weil der Anzugträger einfach nicht springen wollte. Schon die kleinste Berührung mit den spitzen Fallen reicht aus, um wieder an den Anfang des Levels gebracht zu werden. Und das kann wirklich ätzend werden, wenn ihr in einem winzigen Raum über Stacheln springen müsst, aber nur wenig Platz zum Manövrieren habt.

Ärgerlich wird es dann, wenn euch die Steuerung kurz vor der rettenden Tür einen Strich durch die Rechnung macht, weil sie einfach wieder nicht reagiert. Dann müsst ihr den Level noch einmal beginnen, was auch heißt, dass ihr erneut alle Schlüssel einsammeln müsst. Insbesondere ab Welt 3 nervig, da die Level sehr groß und undurchsichtig werden. Und da kommen dann die Teleporter ins Spiel. Durchquert ihr einen davon, wechselt ihr von der weißen auf die schwarze Ebene, indem ihr quasi in eine Plattform hineinlauft. Diese Portale sorgen dann auch dafür, dass alles nur noch in wildem Trial & Error verkommt.

Anstatt also gezielt einem Weg zu folgen, switchte ich mich fortan hin und her, ging durch irgendwelche Portale, sprang über Abgründe, in die mich vielleicht auch hätte fallen lassen müssen, um weiter zu kommen und war immer wieder richtig erleichtert, endlich den Ausgang gefunden zu haben. Manche Portale sind auch dermaßen fies gesetzt, dass ihr sie nur durch Zufall findet, zum Beispiel an der Decke. Mit Pech fallt ihr durch ein Portal und landet in Stacheln. Juhu, alles wieder von vorne. Eine Stelle führte mich regelrecht zum Ausrasten und mein 3DS hatte Glück, dass ich kein Geld für einen neuen habe. Sonst wäre er sicherlich gegen die Wand geflogen.

Die Situation war wie folgt: Zuerst musste ich mich durch ein völlig undurchsichtiges Labyrinth aus Würfeln mit etlichen Portalen kämpfen. Natürlich gehört dazu auch immer mal wieder das Switchen, was nicht gerade dabei half, die Übersicht zu bewahren. Nach einiger Zeit trennte mich nur noch ein Portal von der Tür, das sich in einer Wand über einer Ansammlung von Stacheln befand. Also nahm ich Anlauf, sprang... und anstatt einfach durch das Portal zu hüpfen, prallt der Charakter dagegen und fällt in sein Verderben. Das durfte ich dann mehrmals mitmachen, bis ich den Weg bis dahin mit traumwandlerischer Sicherheit laufen konnte. Irgendwann klappte dann auch das Durchspringen, das Level war geschafft, meine Nerven am Ende.

So kämpfte ich mich durch den Rest des Spiels, immer völlig planlos. Jetzt werdet ihr euch denken: Warum benutzt der Trottel denn nicht die Karte auf dem Touchscreen?!? Tja, die ist nur pro forma da. Durch die ständigen Wechsel von Schwarz zu Weiß und zurück und das daraus resultierende Drehen der Karte bietet sie so gut wie keine Hilfe. Zudem sieht man immer nur die Totale, und bei den großen Levels würden gerade die Details helfen, die man so aber nicht sieht. Dazu kommt, dass die Symbole für Schlüssel oder eure Spielfigur viel zu groß sind und die wichtigen Stellen gerne mal verdecken.

Ab und zu schaltet ihr nach dem Bewältigen eines Levels eine Stage für den Angriffszeit-Modus frei. Innerhalb des Zeitlimits müsst ihr den Ausgang erreichen. Das funktioniert aber nur durch stetes Auswendiglernen der Wege. So tastet ihr euch immer weiter voran und mit jedem Versuch kommt ihr dem Ziel näher. Das ist an sich ganz nett, aber wie schon im Hauptspiel verkommt es schnell zu purem Trial & Error und geplantes Vorgehen ist durch das Zeitlimit erst recht nicht möglich.



Fazit (3):
Der Grundgedanke von Shifting World ist wirklich sehr interessant und trägt die ersten Level auch super. Doch dann werden die Stages zu groß, die Portale machen alles total wirr, die nicht immer reagierende Sprungsteuerung geht tierisch auf den Sack (bzw. die Eierstöcke), die jazzige Musik ändert sich niemals, ständig unterbrechen Texteinblendungen das Vorankommen und Trial & Error, so weit das Auge reicht. Hätte es doch wenigstens Checkpoints gegeben. Aber nein, ständig muss man einen Level komplett von vorne beginnen, was unglaublich nervig wird. Der simplistische Grafikstil weiß immerhin zu gefallen. Aber das reicht nun wirklich nicht, um den Kauf von Shifting World zu rechtfertigen. Spielt lieber das kostenlose Flash-Game.

PS: Die „Anleitung“ besteht übrigens aus dem Titelblatt, einer Seite Button-Belegung, einer Seite Gewährleistungs-Erklärung und der Schlussseite mit dem Publisher.

Autor: Pascal Hartmann

Vielen Dank an Koch Media für die freundliche Bereitstellung von Shifting World!


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