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Micky Epic: Macht der Fantasie (3DS) // Test // Review

Micky Epic: Macht der Fantasie
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
17.11.12
Disney
DreamRift
Jump'n'Run
1
Ab 6 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Micky Epic: Macht der Fantasie

Micky Maus kleckste gerade erst mit seinem Pinsel auf meiner Wii herum, als er sich zu einem spontanen Abstecher auf meinen Nintendo 3DS entschied. Im Handheld hat er natürlich weniger Platz, weshalb ich Disney Micky Epic: Macht der Fantasie für den 3DS als kleinen Bruder von Disney Micky Epic: Die Macht der 2 für die Wii bezeichnen möchte. Das trifft nicht nur auf die Größe der Verpackung oder des Spielmoduls im Gegensatz zur Konsolen-DVD zu, sondern auch auf den Spielumfang, das Gameplay, die Story und irgendwie einfach alles. Nur in einem sticht die 3DS-Maus ihren großen Bruder aus: im Grafikstil. Aber das ist eine ganz subjektive Meinung und landet deswegen auch in der Einleitung und nicht im eigentlichen Test, der jetzt beginnt.


 
Zum nunmehr dritten Mal (bzw. zweiten Mal, je nachdem, in welcher Reihenfolge ihr die beiden aktuellen Micky Epic-Spiele zockt) muss Micky Maus zurück ins Wasteland reisen, um die Bewohner vor einer mysteriösen Gefahr zu retten und diesmal auch seine Freundin Minnie zu befreien. Und es wartet eine Überraschung auf den Mäuserich. Denn er kehrt zurück ins Schloss der Illusionen, das er bereits vor über zwanzig Jahren auf dem SEGA Genesis erkunden musste. Hinter dem Schlosstor wartet die böse Hexe Mizrabel auf ihn, die etliche bekannte Gesichter aus dem Disney-Universum entführt hat, um deren Lebenskraft abzusaugen. Und das ist auch gleich ein großer Pluspunkt des Spiels, denn wer sich auch nur halbwegs mit den Disney-Filmen auskennt, wird auf jede Menge bekannte Gesichter treffen.
 
So sollte allein schon die Hexe Mizrabel ein Begriff sein, sobald man sie zum ersten Mal sieht. Sie stammt natürlich aus Dornröschen. Außerdem begegnet ihr unter anderem dem Biest aus Die Schöne und das Biest, Simba aus Der König der Löwen, Peter Pan aus dem gleichnamigen Zeichentrickfilm, dem Fantastilliardär Dagobert Duck aus Entenhausen oder auch Mickys bestem Freund Goofy. Sie alle beziehen sich in den Gesprächen gerne auf ihre Filme bzw. Rollen. So sucht Alice aus Alice im Wunderland den weißen Hasen, als Micky sie zum ersten Mal trifft, Captain Hook fürchtet sich vor dem Krokodil mit der Uhr im Magen und Simba könnte sich gut vorstellen, dass sich Pumba ziemlich über ein sprechendes Insekt freuen würde... Bei diesem handelt es sich natürlich um Jiminy Grille aus Pinocchio. Denn statt Oswald begleitet euch das tierische Gewissen durch das Schloss.
 
Die von euch gefundenen Charaktere beziehen eigene Zimmer in der sogenannten Festung, also in einem Teil des Schlosses, der sicher ist vor Mizrabel. Hier bewegt ihr euch als Micky Maus-Kopf auf einer Karte durch die verschiedenen Räume, sprecht mit den Disney-Figuren, holt euch Aufträge von ihnen ab und erweitert ihre Zimmer. Denn weitere Bereiche des Schlosses werden mit der Herzenskraft der Zeichentrickfiguren freigeschaltet, und je besser ihre Zimmer ausgebaut sind, desto mehr liefern sie euch. Es gibt im Grunde drei verschiedene Aufgaben. Die erste ist, dass ihr einem Charakter einen Gegenstand von einer anderen Figur beschaffen müsst. Dazu bewegt ihr euch nur auf der Karte umher und quatscht mit den Bewohnern der Festung, wenn sie ein entsprechendes Quest-Symbol aufweisen. Das sind die simpelsten und einfachsten Aufgaben. 
 
Wobei auch die nächste Aufgabenart keinen Hirnschmalz erfordert: Manchmal wollen eure neuen Freunde einen Gegenstand haben, den ihr dann mit eurem magischen Pinsel auf dem Touchscreen nachzeichnen müsst. Denn wie schon auf der Wii hat Micky das Malutensil aus der Bude des Zauberers Yen Sid entwendet, um mit dessen Hilfe die böse Hexe aufzuhalten. Doch auch in den Jump'n'Run-Abschnitten wird der Pinsel benötigt, und dazu kommen wir jetzt, da ich damit auch gleich die dritte Aufgabensorte abhaken kann. Ab und zu wollen die Disney-Charaktere nämlich auch, dass ihr Sachen oder Personen für sie findet, die in den verschiedenen Levels herumliegen- bzw. stehen. Und das kann ganz schön nervig werden.
 
Doch erst einmal ja, beim ersten Mal spielen gefiel mit jeder Level von Micky Epic: Macht der Fantasie eigentlich recht gut. Sie sind aufgebaut auf verschiedenen Themen wie Agrabah aus Aladdin (mitsamt der Schwertschwingenden Wachen aus dem SNES-Spiel!), der Unterwasserwelt aus Arielle oder dem Turm aus Rapunzel. Jedes der wenigen Level besteht aus zwei Abschnitten, die ihr bewältigen müsst. Sie sind gespickt mit Feinden, Plattformen und vielen Dingen zum Nachzeichnen bzw. Verdünnen. Wo ihr welche Objekte beeinflussen könnt, seht ihr jederzeit auf dem Touchscreen, der auf einer Karte eure nähere Umgebung darstellt, gespielt wird auf dem oberen Bildschirm. Könnt ihr also eine Plattform nicht mit einem normalen Sprung erreichen, solltet ihr auf den unteren Screen schauen, denn es kann sein, dass ihr eine Plattform erscheinen lassen könnt. Dazu zeichnet ihr dann die Konturen nach. Macht euch eine Kanone das Leben schwer, tippt ihr einfach auf den Touchscreen und dann auf die Kanone, um sie anschließend zu verdünnen. Dazu müsst ihr mit dem Stylus die komplette Kanone quasi wegradieren.


 
Anfangs macht das auch noch Spaß, aber später werden die ständigen Wechsel auf den Touchscreen eher nervig, da das restliche Spiel über die Buttons gesteuert wird. Ihr müsst also jedes Mal umgreifen. Trotzdem empfinde ich das Spiel mit der Farbe und dem Verdünner immer noch als innovativ. Man hätte dem Spieler, also uns, nur mehr Möglichkeiten geben sollen. Immerhin gibt es die Skizzen, mit denen ihr zum Beispiel eine Plattform völlig frei erscheinen lassen könnt oder Dagobert zu Hilfe ruft, der dann wie auf dem NES auf seinem Stock herum und Gegnern auf den Kopf springt. Wirklich brauchen tut man aber nichts davon, da man auch so ohne Probleme durch den Großteil des Spiels läuft. Die tollen Level werden aber langweiliger, je öfter ihr sie betretet, ihr kennt ja alles bereits. Und die Such-Aufgaben sehen leider vor, dass ihr viele Level mehrmals durchlaufen müsst. Richtig nervtötend hierbei: Ihr müsst die Level immer wieder komplett abschließen, selbst wenn ihr den gesuchten Gegenstand schon fast am Anfang des ersten der beiden Abschnitte findet. Das wirkt nicht nur wie, das ist Spielstreckung.
 
Zudem das nicht einmal wirklich nötig ist. Ich erreichte die nötige Herzenskraft bereits nach knapp über fünf Stunden Spielzeit, in denen ich mir echt schon Zeit ließ. Alle Räume auf den höchsten Stand zu bringen, wird zwar noch ein bisschen Extrazeit aus dem Spiel quetschen, aber insgesamt ist es trotzdem viel zu kurz. Außerdem war ich enttäuscht, dass man gegen gerade einmal drei Endgegner kämpft, Mizrabel eingeschlossen. Dabei hat das Disney-Universum so viele tolle Bösewichte zu bieten, die für spannende Kämpfe hätten sorgen können. Allgemein ist das Gegnerdesign bis auf die zwei Kater Karlo-Feinde sehr uninspiriert. Hier hätte ruhig mehr die Disney-Fahne geschwenkt werden können.
 
Ihr erhaltet durch erfüllte Aufgaben aber nicht nur Geld und Herzenskraft, sondern eventuell auch Upgrades für Micky oder seinen Pinsel (von denen ihr auch einige in Dagoberts Laden kaufen könnt). So bekommt ihr zusätzliche Herzen, verbraucht weniger Farbe beim Zeichnen oder könnt schneller mit Verdünner um euch schießen. Denn auch wenn ihr Feinde mit einem Sprung auf den Kopf besiegen könnt (aber immer darauf achten, nach dem Sprung noch einmal den Sprung-Knopf zu drücken, sonst zählt es nicht als Angriff), sollte das doch eher die zweite Wahl sein. Denn Micky springt ziemlich träge und teilweise wird ein Sprung auf den Kopf des Gegners nicht richtig erkannt und ihr verliert Energie. Das nervte mich irgendwann gewaltig, vor allem, da später Passagen auftauchen, in denen ihr Energieverlust wegen der Gegnerplatzierung von vorneherein einkalkulieren müsst. Erreicht ihr so eine Stelle mit zum Beispiel nur zwei Herzen, könnt ihr euch schon mal darauf gefasst machen, den Abschnitt von vorne zu beginnen.
 
Aber ich muss nun doch noch einmal auf die Grafik zu sprechen kommen. Hier bleibt es jedem selbst überlassen, ob er auf den Stil an sich steht, aber es ist nicht zu verleugnen, dass Micky Epic: Macht der Fantasie eine wunderhübsche, detaillierte Grafik aufweist. Und nein, das Spiel wäre so nicht auf dem GBA möglich gewesen. Man fühlt sich wie in einem Disney-Zeichentrickfilm. Schade, dass der 3D-Effekt fast schon vernachlässigbar ist. Hier hätte sehr viel mehr mit verschiedenen Ebenen gespielt werden können. Wirklich klasse ist aber der Soundtrack. In einigen Levels blieb ich stehen, um ihm noch ein bisschen zu lauschen. Wirklich toll. Nur die ewig gleiche Melodie beim Erfüllen einer Aufgabe in der Festung ging mir schnell auf den Sack. Eine Sprachausgabe gibt es übrigens nicht, die Figuren geben höchstens ein paar Geräusche von sich.


 
Fazit (5):
Micky Epic: Macht der Fantasie schlägt das Wii-Spiel Micky Epic: Die Macht der 2 gnadenlos in den Boden, wenn es um Disney-Fanservice geht. Ich durfte so vielen bekannten und tollen Figuren begegnen, die von der Art her ihren Film- bzw. Serien-Pendants ähneln, dass ich schon allein deswegen weiterspielte, weil ich wissen wollte, wer noch so alles auftaucht. Nur schade, dass die Disney-Charaktere meistens lediglich herumstehen und nichts weiter tun. Auch vom Grafikstil her gefällt mir der 3DS-Ausflug von Micky deutlich besser. Aber das ist eine subjektive Einschätzung. Ganz objektiv kann der mobile Mäuserich ansonsten aber nicht gerade überzeugen. Immer wieder dieselben Levels zu besuchen streckt die Spielzeit, die sowieso schon viel zu kurz ist, und mit Farbe und Verdünner auf dem Touchscreen herumzumalen wird immer nerviger. Die 3D-Maus ist im Kern ein nettes Spielchen für zwischendurch. Mehr leider nicht. Disney-Fans packen aber noch einen Punkt auf die Wertung drauf. Übrigens: Der Eimer aus der Special Edition ist verdammt cool!

Autor: Pascal Hartmann

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