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The Legend of Zelda: Spirit Tracks (DS) // Test // Review

The Legend of Zelda: Spirit Tracks
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
11.12.09
Nintendo
Nintendo
Action-Adventure
4
Ab 6 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu The Legend of Zelda: Spirit Tracks

Als auf der E3 2009 der neueste Zelda-Teil angekündigt wurde, war die Skepsis groß. Denn in dem neuen The Legend of Zelda: Spirit Tracks ist Link anstatt auf Epona oder einem Schiff mit dem Zug unterwegs. Viele haben dem neuen Zelda schon im Vorfeld keine gute Zukunft vorhergesagt, doch je mehr man von dem Titel erfuhr, desto interessanter wurde er. Nun ist er pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in die Regale getuckert und wir haben uns für euch in die Lokomotivführer-Klamotten geschmissen!



“Vor langer Zeit kämpfte ein böser Dämonengott gegen die Götter des Landes, um ultimative Macht zu gewinnen. Nur mit größten Anstrengungen schafften es die Überwesen, den Dämon in einen Turm zu sperren und ihn zu versiegeln – Den Turm der Götter.”

Diese Geschichte wird euch gleich zu Beginn in Standbildern nähergebracht. Bei dem Erzähler handelt es sich um (für diejenigen, die den Vorgänger Phantom Hourglass gespielt haben) sehr vertrautes, wenn auch stark gealtertes Gesicht. Hierbei merkt man sofort, dass es sich um einen direkten Nachfolger zu Phantom Hourglass handelt. Nun muss Link, der Held der Geschichte, allerdings so schnell wie möglich zum Schloss Hyrule, denn das Ritual, welches ihn zum vollwertigen Lokführer erklärt, beginnt bald. Dort angekommen bekommt er von der Prinzessin des Landes einen Brief zugesteckt, mit der Bitte, sie zu treffen. Dies macht unser kleiner Held natürlich (schließlich ist es eine heiße Prinzessin!) und erhält von ihr den Auftrag, sie zum Turm der Götter zu fahren. Doch auf dem Weg dorthin überschlagen sich die Ereignisse: Die kleine Gruppe um Prinzessin Zelda wird angegriffen und der Turm der Götter in seine Einzelteile zerlegt. Zeldas Geist wird dabei von ihrem Körper getrennt und fliegt in alle Winde davon. Kurz nachdem ihr im Schloss wieder erwacht seid, stoßt ihr auf ihren Geist und macht euch auf das erste Abenteuer auf, in dem Held und Prinzessin zusammenarbeiten müssen, um die Welt zu retten.

Das gesamte Spiel wird über den Touchscreen eures DS/i gesteuert, der Großteil der übrigen Tasten kann für Shortcuts genutzt werden. So tippt ihr einfach in die Richtung, in die Link laufen soll und schon flitzt er los. Habt ihr ein Item wie den aus dem ersten Teil beliebten Bumerang ausgerüstet, könnt ihr ihn jederzeit durch Antippen des Symbols aktivieren. Schneller geht es jedoch, wenn ihr die Shortcuts auf der L- bzw. R-Taste nutzt; auch bei den Endbossen ist dies um einiges praktischer. Schon recht früh im Story-Verlauf bekommt ihr die Flöte des Landes, welche einen kleinen Peter Pan aus Link macht. Das Spielen mit der Flöte macht wirklich viel Spaß, geht aber ganz schön auf die Lunge, da man hierfür selbst ins Mikrofon pusten muss. Das ist anfangs etwas merkwürdig, nach kurzer Zeit aber funktioniert dies bestens. Lediglich die Lieder, die man gemeinsam mit den Waisen in den Schreinen spielen muss, werden gegen Ende ganz schön schwer und funktionieren erst nach vielen Versuchen. Das kann ein bisschen nerven, ändert am allgemeinem Spielspaß allerdings nichts. Doch genug von Link, wie spielen sich die Zug-Sequenzen? Nun, im Grunde genauso wie die Abenteuer mit dem Boot in Phantom Hourglass, allerdings mit weniger Freiheit. So könnt ihr natürlich nur auf den vorgegeben Schienen umherfahren und darauf eure Routen bestimmen. Damit fällt der Erkundungspart größtenteils weg. Ansonsten spielt es sich recht ähnlich: Mit der Kanone an Bord feuert ihr auf die Gegner, indem ihr einfach mit dem Stylus auf die gewünschte Stelle drückt. Manche Gegner könnt ihr auch ganz einfach verscheuchen indem ihr die Dampfpfeife betätigt. Und glaubt mir, das werdet ihr oft tun. Nicht etwam weil ihr es müsst, sondern weil es einfach verdammt spaßig ist, durch die Gegend zu düsen und die ganze Zeit über “Tschuuu Tschuuu” zu machen. Da wird der kleine Junge in euch, der schon immer Zugfahrer werden wollte, wieder wach. In manchen Story-Momenten und später auch in den Nebenquests habt ihr Gäste in eurem Zug, welche an ihren Zielort befördert werden wollen. Hierfür müsst ihr dann allerdings einiges beachten und vor allem die Schilder am Gleis solltet ihr im Auge behalten, sonst sinkt die Laune des Fahrgasts rapide in den Keller.

Die Dungeons und Welten sind allesamt clever gestaltet und ihr habt so manch harte Nuss zu knacken. Ein kleines Beispiel: Im Eistempel ist es kalt und überall liegt Schnee. Plötzlich steht ihr vor fünf Fackeln. Vier davon sind ausgeschaltet, eine lodert vor sich hin. [Spoiler-Gefahr! Wer nicht die Lösung zu diesem Rätsel wissen will, überspringt diesen Teil!] Versucht ihr, die anderen Fackeln anzuzünden, gehen diese wieder aus. Nun fällt einem natürlich sofort auf, dass die Fackeln in der richtigen Reihenfolge angezündet werden müssen. Doch weit und breit ist nirgends eine Lösung in Sicht. Dann wird euch höchstwahrscheinlich auffallen, dass bei dem Versuch, die Lunte zum Brennen zu bringen, teilweise der Schnee weggeschmolzen ist. Also werft ihr den Bumerang solange mit Feuer umhüllt umher, bis auf dem Boden die richtige Reihenfolge zu sehen ist. [Spoiler Ende]
Im Turm der Götter seid ihr dann nicht mehr auf euch allein gestellt, denn sobald ihr drei Lichttropfen aufgesammelt habt, könnt ihr mit Zelda die Phantome übernehmen und mit deren Hilfe weiterkommen. Dies funktioniert sehr gut und macht sehr viel Spaß, doch leider wird das Zusammenspiel der beiden nur in diesem Turm genutzt und somit nicht völlig ausgereizt. Hier hätte man die Möglichkeit für komplexere Rätsel besser ausnutzen müssen. Auch die KI von Zelda ist nicht immer optimal. So steht sie manchmal einfach gelangweilt herum, während ihr mit den Gegnern beschäftigt seid. Und wenn ihr sie mithilfe des “Rufen”-Buttons zu euch beordert, läuft sie manchmal in eine völlig falsche Richtung oder ununterbrochen gegen eine Wand. (Am. d. Red.: Das liegt aber nicht an der KI, sondern daran, dass Zelda eine Frau ist.)

Insgesamt sind die Tempel teilweise recht schwer, andererseits manchmal aber auch einfach zu leicht. Es fehlt ein konstanter Schwierigkeitsgrad. Auch die Endgegner können einen nicht wirklich fordern. Zwar kommt man bei dem einen oder anderen ins Schwitzen, jedoch weiß man eigentlich immer sofort, was man tun muss, um den Boss ins Nirwana zu schicken. Falls ihr doch einmal in arge Bedrängnis geraten solltet, könnt ihr mithilfe der Flöte eine Fee heraufbeschwören, die euch noch einmal die Herzen komplett auffüllt (Insofern ihr das Lied gelernt habt und das dann auch nur einmal pro Tempel). Wenn man dann wieder viel Energie verliert, kann man auch eines der umherliegenden Herzen aufheben oder sich einen Heiltrank einwerfen. Wie ihr seht, ist es weitaus schwieriger zu sterben als die Gegner zu besiegen, wenn man alle Möglichkeiten nutzt.

Besonders spaßig in Zelda-Spielen war und ist noch immer die Suche nach Gegenständen. Vor allem die Herzteile haben einen immer am Spielen gehalten, denn schließlich will man ja zwei volle Herzreihen haben. Wie schon in Phantom Hourglass gibt es auch hier wieder direkt volle Herzcontainer zu finden, was die Dauer des Sammelspaßes natürlich etwas mindert. Doch dafür gibt es noch genug andere Dinge, die ihr machen könnt. So gibt es in Hyrule eine Art Arena, in der ihr euch gegen Massen an Gegnern durchsetzen müsst, um zu gewinnen. Oder ihr geht auf die Jagd nach den Hasen, die überall in der Oberwelt verstreut sind. Aber vor allem die Jagd nach den Stempeln, die ihr überall in den Dörfern, Tempeln und Schreinen findet, macht viel Spaß, da die Motive sehr schick gestaltet wurden. Außerdem lohnt es sich, denn wenn man genug davon gesammelt hat, bekommt man von Nico einen besonderen Gegenstand, der vor allem Fans von Wind Waker und Phantom Hourglass erfreuen dürfte. Wer dann immer noch nicht genug hat, darf sich auf die Jagd nach Schätzen machen, um diese dann gegen neue Teile für den Zug einzutauschen.

Wie schon im Vorgänger gibt es auch in Spirit Tracks wieder einen Mehrspieler-Modus, den ihr sogar nutzen könnt, wenn ihr nur eine Kopie des Spiels besitzt. Hier übernimmt jeder Spieler einen Link und macht sich gemeinsam (oder gegeneinander) auf die Jagd nach den Force-Kristallen. Dabei mütt ihr aufpassen, dass euch die Phantome euren Plan nicht versauen. Wenn einer eurer Freunde auch Besitzer von Spirit Tracks ist, könnt ihr sogar eure gesammelten Schätze miteinander tauschen.



Auch wenn die Engine aus dem zwei Jahre alten Phantom Hourglass übernommen wurde, sieht der Titel auch heute noch unglaublich gut aus. Alles wirkt wie aus einem Guss, die Welten sind abwechslungsreich designt und formen ein harmonisches Gesamtbild von Hyrule. Wer kein Cel-Shading mag, wird hier natürlich nicht glücklich, aber alle anderen bekommen ein liebevoll gestaltetes Spiel zu Gesicht. Lediglich die Tatsache, dass manche Dörfer wie zum Beispiel das Schloss Hyrule auf der Oberwelt quasi aufpoppen und es keine große Weitsicht gibt, ist etwas merkwürdig, da man den Turm der Götter nahezu von allen Teilen der Welt sehen kann. Warum man dies nicht auch mit den anderen Städten gemacht hat, ist fraglich.

Dass die Musik in den Zelda-Titeln gut ist, dürfte uns allen bekannt sein. Doch was Koji Kondo hier abgeliefert hat, ist unglaublich. Die neuen sowie alten neu aufbereiteten und angepassten Musikstücke sind einfach wunderschön und haben eine große Ohrwurmgarantie. Natürlich darf man kein Hasser von Panflöten sein, denn diese ziehen sich wie ein roter Faden durch die Tracks.

Mein Fazit (10):
Auch ich gehörte zu den Skeptikern, die den Zug zu Beginn verfluchten. Doch mittlerweile schäme ich mich dafür, denn Zugfahren war eindeutig nie cooler als in Spirit Tracks. Zudem bin ich wirklich froh, dass man das Backtracking aus Phantom Hourglass quasi auf Null geschraubt hat. Zwar muss man immer wieder in den Turm der Götter, doch da man immer wieder neue Etagen durchforstet und nicht in die alten zurückkehren muss, ist das alles überhaupt kein Problem. Ich habe nun wieder richtig Lust auf Zelda bekommen und freue mich jetzt schon darauf, erneut mit Link die Gegend von Hyrule zu erkunden. Vielleicht ja eines Tages auch wieder mit einem Zug. Bis dahin fahre ich derweil mit meinem gepimpten Götterzug durch Hyrule und schieße auf alles, was mir vor die Kanone kommt.”Tschuuuu Tschuuuu!”

Steffens Fazit:
Viele fragten sich im Vorfeld besonders eines: Link und Lokomotive, kann das gut gehen? Nun gibt es endlich eine Antwort: Ja, es kann und es macht wirklich Spaß, mit der Lokomotive durch diese tolle Welt zu fahren! Schade nur, dass die Strecken manchmal ein wenig lang sind. Zwar ist man während der Zugfahrt immer beschäftigt und braucht wachsame Augen, damit man nicht auf einmal gegen eine Kuh oder sonstiges fährt, trotzdem geht ein bisschen von der Dynamik des Spiels verloren. Der Sound braucht nur ein Wort: Grandios! Alles in allem ist The Legend of Zelda: Spirit Tracks ein wirklich tolles Spiel und auch bei mir wird bestimmt noch öfter das “Tschuuuuuu Tschuuuuuuu” aus den Lautsprechern meines Nintendo DSi tönen.

Pascals Fazit:
Auch wenn ich in der Umfrage erneut den zweiten Platz belegt habe, bin ich trotzdem nicht darum herumgekommen, das neue Zelda zu spielen. Wie auch, denn diesen Toptitel sollte sich kein DS-Besitzer entgehen lassen. Von der Grafik über die Musik bin hin zum genialen Gameplay reiht sich Spirit Tracks nahtlos in die Zelda-Reihe ein. Außerdem ist es ein gutes Beispiel dafür, wie neue Ideen vorschnell als schlecht beurteilt werden, sich am Ende dann jedoch fantastisch spielen lassen. Die Rede ist natürlich vom Zug. Und auch, wenn ich im Gegensatz zu Eric nie Zugfahrer werden wollte, habe ich meinen Spaß am Herumfahren und Ballern auf die Gegner. Und damit mein Fazit nicht ohne es dasteht, folgt hier zum Schluss noch ein besonders lautes “Tschuuuuuuu Tschuuuuuuu!”


Autor: Eric Sohr

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung von The Legend of Zelda: Spirit Tracks!


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