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The Amazing Spider-Man (DS) // Test // Review

The Amazing Spider-Man
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
29.06.12
Activision
Nicht verfügbar
Action
1
Ab 12 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu The Amazing Spider-Man

Die Mutanten sind los! Schon wieder. Zum dritten Mal hintereinander musste ich nun Spider-Man dabei helfen, seine Freundin und nebenbei die ganze Stadt zu retten. Diesmal führte mich mein Streifzug auf den Nintendo DS. Diese Fassung unterscheidet sich zum Glück spielerisch erheblich von denen auf Wii und 3DS, sodass ich nicht noch einmal dasselbe in neue Worte packen muss. Wobei, dann wäre das Spiel vielleicht etwas besser gewesen...



Zumindest von der Story her unterscheidet sich die DS-Version nicht von den anderen. Spider-Man befreit Dr. Connors aus der Irrenanstalt, um ihn ein Serum gegen die Infizierung entwickeln zu lassen, die von den aus den Oscorp-Laboratorien ausgebrochenen Mutanten verbreitet wird. Dazu muss er verschiedene Dinge wie DNA-Proben für den Doktor heranschaffen und die Roboter bekämpfen, die mehr eine Bedrohung als eine Hilfe gegen die Mutanten darstellen. Und hier die große Überraschung: Statt euch den nächsten Level auf einer Pinnwand auszusuchen, könnt ihr durch die Stadt schwingen!

Nun ja, ganz so toll ist das dann doch nicht. The Amazing Spider-Man auf dem Nintendo DS ist natürlich in 2D gehalten, ihr spielt also in der Seitenansicht. Die Stadt ist daher in ein paar kleinere Abschnitte unterteilt, in denen ihr die Eingänge zu den einzelnen Levels findet. Damit lauft, schwingt und klettert ihr also relativ frei herum, außer den Leveleingängen gibt es aber nichts zu finden. Damit ist dieses Feature eigentlich total sinnlos und streckt nur die Spielzeit, weil man den nächsten Eingang suchen muss. Immerhin ist das konsequent, da man das gesamte Spiel über sowieso nichts anderes tut.

Beginnt ihr nämlich einen Level, ist die Aufgabe klar, ganz egal, was eure Missionsbeschreibung meint: Sucht den Ausgang aus dem jeweiligen Raum und ab in den nächsten, bis ihr das Ende erreicht. Dort erwartet euch dann entweder ein Ausrufezeichen, das ihr zum Beenden berühren müsst, oder ein Endgegner, den ihr plattmachen müsst. Meistens steht aber vor dem Raumwechsel noch die Suche nach der Schlüsselkarte an, die von irgendeinem der Gegner getragen wird. Ihr müsst euch also mit jedem Feind prügeln, bis ihr die Karte gefunden habt. Die Gegnerpalette reicht von Wachleuten über Mutanten bis hin zu allerlei Roboterzeugs.

Die Kämpfe machen sogar anfangs Spaß, werden aber im Gegensatz zu den „großen“ Versionen recht schnell eintönig. Ihr fesselt Gegner einfach mit einem Netzschuss, dann können sie sich kurzzeitig nicht bewegen. Anschließend schlagt ihr sie mit einem Uppercut nach oben und prügelt ihnen in der Luft die Birne weich. Diese Prozedur wiederholt ihr, bis der Gegner besiegt ist. Bei großen Gegnern schlagt ihr ein- bis zweimal zu und zieht euch dann mit dem Ausweichschritt zurück. Dann wieder ein bis zwei Schläge und zurückziehen usw. Dynamik kommt da nicht auf. Es fehlt einfach der Flow, der die Auseinandersetzungen auf Wii und 3DS auszeichnet.

Allgemein erhaltet ihr sehr wenig Inhalt für euer Geld. Nach nicht einmal drei Stunden habt ihr die Geschichte abgeschlossen, dann könnt ihr noch die maximale Anzahl von drei Sternen in jeder Mission holen. Ihr werdet nämlich je nach ausgeteiltem Schaden, verbrauchter Zeit etc. mit bis zu drei Sternen bewertet. Die Sammelobjekte findet ihr völlig zufällig in den Levels in irgendwelchen Kisten, gezielt auf die Suche machen könnt ihr euch nach ihnen also nicht. Dasselbe gilt für die meisten Upgrades wie mehr Schaden oder zusätzliche Attacken. Aber wie man es dreht und wendet, ihr habt einfach viel zu schnell alles gesehen.

Dabei sieht The Amazing Spider-Man auf dem Nintendo DS gar nicht so schlecht aus. Die Hintergründe und Figuren sind detailliert, die Animationen schick anzusehen und auch die Soundeffekte können sich durchaus hören lassen. Nur die Steuerung ist am Anfang recht kompliziert. Es dauerte bei mir sicherlich eine halbe Stunde, bis ich mich sicher hin und her schwingen konnte. Wenn man dann bedenkt, dass das Spiel zu diesem Zeitpunkt schon fast zur Hälfte vorbei ist, ein böser Schnitzer.



Fazit (5):
Das Grundkonzept von The Amazing Spider-Man auf dem Nintendo DS ist durchaus ansprechend. Nur leider hapert es an der Umsetzung. Die Steuerung braucht zu lange, um intuitiv ausgeführt werden zu können, die Kämpfe werden recht früh langweilig und das Spiel ist viel zu schnell vorbei. Zudem sucht ihr das gesamte Spiel über im Prinzip nur die Tür zum nächsten Raum, davor vielleicht noch die dazugehörige Schlüsselkarte. Das wars. Doch irgendwie konnte ich nicht aufhören zu spielen. Die Freiheit, in den recht großen Räumen an allen Wänden und Decken herumkraxeln zu können und die liebevollen Animationen von vor allem Spider-Man fesselten mich dann doch an den Handheld. Spinnen-Fans dürfen zu einem kleineren Preis zugreifen.

Autor: Pascal Hartmann

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung von The Amazing Spider-Man!


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