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Inazuma Eleven 2: Feuersturm (DS) // Test // Review

Inazuma Eleven 2: Feuersturm
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
18.05.12
Nintendo
Level-5
Action-RPG
4
Ohne Altersbeschr. USK-Siegel
ja
Keine verfügbar

Review zu Inazuma Eleven 2: Feuersturm

Lange hat es gedauert, bis es der ungewöhnliche Genre-Mix aus Fußball und RPG von Japan nach Europa geschafft hat: die Rede ist von Inazuma Eleven für den Nintendo DS. Nach über einem Jahr Wartezeit haben sich Nintendo und Level-5 erneut ein Herz gefasst und veröffentlichen auch den Nachfolger, welcher diesmal sogar in zwei Versionen erscheint, pünktlich zur Fußball-EM in unseren Gefilden. Ich habe mich in Inazuma Eleven 2: Feuersturm erneut mit Mark Evans und seiner Mannschaft auf den grünen Rasen begeben und verrate euch, wieso man mit dem Titel erneut einen Volltreffer gelandet hat.



Der Traum des Fußballclubs der Raimon Jr. High ist wahrgeworden: der Football Frontier ist gewonnen! Die Story des Spiels setzt kurz nach ihrem Sieg an und die Ereignisse scheinen sich zu überschlagen. Als Mark und seine Freunde gemeinsam trainieren wollen, kommt es in der Nähe zu einer gewaltigen Explosion. Sofort eilt die Mannschaft zur Schule, doch zu allem Entsetzen liegt diese in Schutt und Asche! Plötzlich erscheinen merkwürdige Gestalten im Trümmerhaufen, die nicht menschlich zu sein scheinen: die Alius Academy. Sofort tritt die Raimon-Elf gegen den unbekannten Gegner an, erleidet jedoch eine fürchterliche Niederlage. Gemini Storm, so der Name des gegnerischen Teams, will mit Hilfe von Fußball alle Schulen des Landes zerstören! Es ist keine große Überraschung, dass sich Mark und Co. sofort entschließen, Gemini Storm und der Alius Academy die Stirn zu bieten. Mit einer neuen Trainerin und einem schicken neuen Mannschafts-Bus an ihrer Seite machen sich die Nachfolger der legendären Inazuma Eleven auf den Weg durch ganz Japan, um die besten Spieler des Landes in ihre Mannschaft zu holen und somit ganz Japan und den Fußball zu retten!

Wer bereits den Vorgänger gespielt hat, wird sich sofort heimisch fühlen, denn vom Gameplay her hat sich zwar kaum etwas geändert, dennoch sind ein paar positive Veränderungen zu sehen. Ihr streift in einer isometrischen Ansicht mittels Stylus oder Steuerkreuz durch die große, sehr schön gestaltete Spielwelt und redet mit allerhand Charakteren, sammelt Items ein, absolviert spezielle Trainingseinheiten oder bestreitet 4 Vs. 4-Zufallskämpfe. In diesen gilt es meistens, das erste Tor zu erzielen, ein gegnerisches Tor zu verhindern oder einfach nur bis zum Ablauf der Zeit im Ballbesitz zu bleiben. Die Zufallskämpfe tauchen mal häufiger, mal weniger häufig auf, dauern aber glücklicherweise nie lange und haben sich im Gegensatz zum Erstling nicht verändert. Natürlich werden im Spielverlauf auch wieder allerhand Partien gespielt, in denen 11 Spieler eures Teams auf den Platz müssen und in denen euer spielerisches und taktisches Können gefragt ist. Auf dem Bolzplatz wird nur noch mittels Stylus gespielt. Das heißt, ihr könnt eure Spieler vor Anpfiff beliebig positionieren, ihre nächsten Laufwege einzeichnen oder Schüsse und Pässe ausführen lassen.

Was wäre ein Fußballspiel ohne Zweikämpfe? Jedes Mal, wenn sich zwei oder mehrere Spieler gegenüberstehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, um in Ballbesitz zu bleiben: ihr könnt eine waghalsige Aktion, wie zum Beispiel eine Finte, ausführen, die sehr wirkungsvoll sein kann oder eine etwas kontrolliertere wie einfaches Ausweichen, was aber nicht immer den Ballbesitz garantieren wird. Diese Aktionen werden in 3D-animierten Sequenzen dargestellt, die, wenn auch etwas pixelig, sehr schön anzusehen sind. Noch besser sehen die Spezialtechniken aus, von denen  eure Spieler durch Levelaufstieg oder Anleitungen bis zu sechs Stück erlernen können. So nehmt ihr dem Gegner mit Hilfe von Axels „Feuerdribbling“ den Ball mit Leichtigkeit wieder ab oder verhindert durch Sharps "Illusionsball", dass das runde Leder an einen gegnerischen Spieler gerät, indem er mehrere Trugbilder des Fußballs erzeugt.  Auch Torschüsse können mit Hilfe der Spezialtechniken gehörig an Power zulegen. Man nehme nur Kevins Technik „Dragonball“, welcher den Ball eindrucksvoll in Richtung Tor schmettert. Kombinationsschüsse sind ebenfalls wieder mit von der Partie, bei denen sogar zwei oder mehr Spieler das Runde ins Eckige befördern möchten.

Neu dabei ist das Ausführen von Distanzschüssen, die durch einfaches Berühren des „S“-Symbols auf dem Touchscreen ausgelöst werden. Hierfür gibt es eine neue Kategorie von Spezialschüssen, die besonders dafür geeignet sind, aus großer Entfernung ein Tor zu erzielen. Als Beispiel sei an dieser Stelle Ironsides „Kometenball“ genannt, der den Ball ganz dem Namen nach mit unglaublicher Schusskraft vom Mittelfeld aus ins Tor befördert. Auf der anderen Seite gibt es nun Techniken, die einen Schuss blocken bzw. schwächen können. Schießt ein Gegner auf euer Tor und Wallside befindet sich beispielsweise im Schussfeld, kann er mit Hilfe seiner Technik „Die Wand“ den Schuss abwehren. Sollte der Schuss nur abgeschwächt worden sein, kann dann immer noch euer Torwart den Schuss halten, wenn nötig ebenfalls mit einer seiner Spezialtechniken. Ihr solltet übrigens gut überlegen, wann ihr eine dieser Techniken einsetzt, da sie euch wertvolle Technikpunkte (TP) kosten. Dummerweise können diese zwischen den Halbzeiten nicht wieder aufgefüllt werden. Daher ist es sehr ratsam, sich ihren Einsatz gut zu überlegen.



Einmal pro Match kann durch langes Drücken der L- oder R-Taste die sogenannte Heiße Phase aktiviert werden. Dies gibt den Spielern eurer Mannschaft für kurze Zeit höhere Erfolgschancen in Zweikämpfen und Torschüssen, verstärkt eure Spezialtechniken und verringert die Anzahl der dafür benötigten Technikpunkte. Natürlich haben die gegnerischen Mannschaften genau die gleichen Möglichkeiten. Auch wenn der Schwierigkeitsgrad des Spiels zu Beginn noch ziemlich niedrig gehalten ist, zieht er gegen Ende noch einmal gehörig an. Eines muss man dem Titel bzw. dem Franchise aber lassen: egal, wie schwer ein Match auch sein mag und wie oft man eine Niederlage einsteckt, man legt den (3)DS einfach nicht so schnell aus der Hand und spielt solange weiter, bis man das Spiel endlich gewonnen hat.

Nach einem gewonnenen Match erhalten eure Spieler RPG-typisch Erfahrungspunkte und verbessern durch Levelaufstieg ihre Attribute wie Schusskraft, Ballkontrolle oder Schnelligkeit. Wie bereits erwähnt, erlernen eure Spieler dadurch auch neue Spezialtechniken. Des Weiteren lassen sich den Spielern noch verschiedenste Kleidungsstücke und Accessoires anlegen, die ihre Eigenschaften nochmals verstärken. Übrigens gibt es nun über 1500 mögliche Mannschaftsmitglieder, aus denen ihr ein einzigartiges Team zusammenstellen dürft. Neu dabei ist, dass einige Spieler zwei Persönlichkeiten haben können. So ist ein Spieler zum Beispiel eigentlich ein starker Verteidiger, wird dank seiner anderen Persönlichkeit aber zum schnellen Stürmer! Da man je Persönlichkeit unterschiedliche Spezialtechniken einsetzen kann, ist der Einsatz eines solchen Spielers gar nicht mal so nachteilhaft.

Um neue Spieler zu finden, müsst ihr nur in euren Mannschaftsbus steigen und mit Hilfe des dortigen Bildtelefons Hillman bitten, Spieler anzuwerben. Dabei lässt sich genau festlegen, was ihr wollt: einen Stürmer oder doch eher einen Verteidiger? Wo soll der Spieler herkommen? Sogar nach bestimmten Namen könnt ihr suchen lassen. Hillman gibt euch anschließend eine Auswahl an geeigneten Kandidaten vor. Hat sich ein passender Spieler gefunden, muss nur noch die benötigte Anzahl an Teampunkten gezahlt werden und ihr könnt  ihn an einem bestimmten Ort aufsuchen und im Team aufnehmen. Hillman kann für euch auch Spieler aus bereits besiegten Mannschaften abwerben. Eine weitere Möglichkeit wäre die Suche über Bekannte, was wie ein großes Netzwerk funktioniert und im weiteren Spielverlauf immer größer und verzweigter wird.  Wie schon im ersten Teil lassen sich mittels Nintendo Wi-Fi Connection wieder über ein Jahr lang weitere Charaktere herunterladen, die es nicht im normalen Spiel gegeben hätte. Einen lokalen Multiplayer bringt das Spiel übrigens auch mit, wobei man sogar mit Besitzern vom ersten Inazuma Eleven spielen kann.

Während ihr im Spielverlauf nach den besten Spielern des Landes Ausschau haltet, kommt ihr ganz schön viel herum. Diesmal hat sich Level-5 wirklich Mühe gegeben, viele abwechslungsreiche und große Areale zu kreieren. Jede Stadt hat ihren ganz eigenen Stil und bietet einiges fürs Auge. Sichtlich mehr zu entdecken als im Vorgänger gibt es allemal, sodass erkundungsfreudige Spieler eine wahre Freude an ihrer Reise durch das virtuelle Japan haben werden! Begleitet werdet ihr zumeist von fröhlichen Midi-Tracks, von denen es leider nicht allzu viele zu geben scheint. Wie auch schon beim Vorgänger und den ebenfalls von Level-5 entwickelten Professor Layton-Titeln gibt es Zwischensequenzen im Anime-Stil, von denen es diesmal deutlich mehr gibt und die wieder vollständig auf Deutsch synchronisiert wurden. Die Performance der Sprecher variiert ziemlich und überzeugt mal mehr und mal weniger. Insgesamt kann man aber weitestgehend zufrieden sein. Eine mögliche Auswahl der japanischen Sprachausgabe wäre aber dennoch wünschenswert gewesen. Immerhin stimmt der deutsche Opening-Song schon sehr gut auf das Spiel ein und wird sehr schnell zum Ohrwurm! Die beiden Versionen von Inazuma Eleven 2 unterscheiden sich übrigens nicht groß voneinander. Je nach Version tretet ihr gegen ein bestimmtes Team der Alius Academy an, habt verschiedene Spieler zum An- und Abwerben zur Auswahl und Mark wird von einer jeweils anderen Dame bezirzt. Verbindet ihr beide Versionen miteinander, könnt ihr Spieler untereinander tauschen und bekommt die Möglichkeit, gegen die Mannschaft Team Chaos anzutreten.



Fazit (8):
Level-5 hat es genau richtig gemacht: Man nehme das noch recht frische Spielprinzip von Inazuma Eleven und verfeinere es mit kleinen Verbesserungen. Das Gameplay macht einfach verdammt viel Spaß und hat man einmal angefangen, will man den Stylus nicht mehr so schnell aus der Hand legen. Um das Hauptspiel zu beenden, werdet ihr mindestens 15 Stunden benötigen. Aber auch nur, wenn ihr von einem Match direkt zum nächsten rennt. Die etwas vorhersehbare Story ist spannend inszeniert und wird durch stimmungsvolle Anime-Zwischensequenzen vorangetrieben, auch wenn die deutsche Synchronisation noch etwas Feinschliff hätte vertragen können. Ich persönlich freue mich nun erst einmal auf die bald in Deutschland startende Anime-Serie und hoffe sehr, nicht Ewigkeiten auf Teil 3 der Reihe warten zu müssen!



Autor: Benjamin Böttcher

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