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Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer (DS) // Test // Review

Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
21.09.12
Nintendo
Genius Sonority
Lernsoftware
1
Ohne Altersbeschr. USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer

Dem Pokémon-Franchise habe ich viel zu verdanken. Ohne die kleinen Taschenmonster wäre ich zum Beispiel nie zu Nintendo-Konsolen gekommen und damit auch nicht zu ntower. Da die Spiele aufkamen, als ich in der Grundschule war, taten die diversen Namen, die ich auswendig lernen musste, meinem Gedächtnis durchaus gut. Auch das Lesen wurde durch Rot und Blau gefördert. Das Schreiben am Computer habe ich allerdings nicht mit Pikachu & Co erlernt, darum kann ich bis heute auch nicht das 10-Finger-Schreibsystem. Dies soll sich nun mit dem Pokémon Tasten-Abenteuer ändern.



Ganz genau heißt der Titel Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer. Was gleich auffällt, ist die große, langgezogene Verpackung. Dem Spiel liegt zum Erlernen des 10-Finger-Schreibens eine kleine, weiße Tastatur bei, die mit dem Hauptspiel kommuniziert. Dazu wird die Bluetooth-Technik verwendet. Der Chip dafür ist im DS-Spielmodul enthalten, ähnlich dem IR-Chip in den aktuellen Pocket Monsters-Spielen. Weiterhin ist ein Ständer für den DS enthalten, der dem aus Kid Icarus Uprising sehr ähnelt. Nachdem ich mir also meinen DSi XL bereitgestellt habe, starte ich die Software, lege die beiden beiliegenden AA-Batterien in die Tastatur ein und fange an zu tippen.

Das Spiel selbst findet im Pokémon-Tastenland statt. Dort trefft ihr auf Professor Quentin Wertz und seine Assistentin Lea Taste (großes Lob an die Übersetzer für so viel Wortwitz…). Deren Ziel ist es, die legendären Drachen Reshiram und Zekrom zu erforschen. Leider habt ihr aber keinerlei Oberwelt im Spiel. Auf dem oberen Bildschirm seht ihr die beiden einzigen vorhandenen Charaktere, wenn sie sich unterhalten und Infos zur jeweiligen Stage, auf dem unteren Bildschirm eine Tastatur. Dabei ist jede Taste ein Level.

Und so begeben wir uns nun in die erste Welt. Alle Stages sind wie Railinglevel aufgebaut; ihr bewegt euch also automatisch nach vorne. Sofern ein Pokémon auftaucht, müsst ihr auf der Tastatur den Namen des Pokémon eintippen. Während ihr am Anfang lediglich den Anfangsbuchstaben in die Tasten hauen müsst, ist später der ganze Name fällig. Dabei habt ihr allerdings nicht unbegrenzt Zeit. Wer den Namen auswendig kennt, kann ihn sofort eingeben, nach einigen Sekunden wird er aber auch eingeblendet. Wurde der Name fertig eingegeben, wird ein blau-orangener Pokéball geworfen, der das Pokémon einfängt. Euer Ziel ist es nun, möglichst viele Taschenmonster möglichst fehlerfrei einzufangen.

Am Ende einer Welt trefft ihr unter Umständen auf ein Boss-Pokémon, zumeist legendärer Art. Bei denen reicht es nicht, einfach nur den Namen einzutippen. Vorher werdet ihr angegriffen und müsst diese Angriffe mit bestimmten Buchstabenkombinationen blocken, sonst werdet ihr zurückgeschleudert. Passiert das zu oft, habt ihr verloren. Wenn das Level dann geschafft ist, erhaltet ihr eine Bewertung und werdet mit einer Gold-, Silber-, Bronze- oder gar keiner Medaille ausgezeichnet.

Es gibt natürlich auch Variationen dieses Spielprinzips. So müsst ihr in einem Level zum Beispiel erst ein bestimmtes Pokémon schnappen, damit ihr einen Schlüssel erhaltet, mit dem ihr dann weiter voranschreiten könnt. Oder ihr seid in einem Kraftwerk, in dem der Strom ausgefallen und dementsprechend stockdunkel ist. Dort müsst ihr dann spezielle Sonderzeichen eingeben, damit das Licht angeht und ihr die wilden Pokémon erkennen könnt. Ihr könnt das gesamte Spiel auch über eine virtuelle Tastatur auf dem Touchscreen spielen, was aber den Zweck des Titels irgendwie verfehlt.

Insgesamt stehen euch vier Spielstände zur Verfügung. Ihr dürft diese aber nicht frei benennen, was ein wenig schade ist. Nachdem ihr diverse Level gespielt habt, steigt ihr im Rang auf. Ich war bereits nach wenigen Minuten ein Meisterschreiber. Die „Hauptstory“ war bei mir bereits nach genau einer Stunde abgeschlossen, es gibt aber noch viele weitere Level, die ihr danach lösen könnt. Diese müsst ihr auch machen, wenn ihr die mehr als 400 Pokémon in eurem Besitz haben wollt. Auch in Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer gibt es nämlich eine Art Pokédex, der allerdings keine besonderen Daten anzeigt und daher getrost ignoriert werden kann.

Kommen wir zum technischen Aspekt des Spiels. Die Grafik sieht recht schick aus, die 2D-Sprites sind schön gezeichnet und passen zum Gesamtbild. Die Musik ist zweckgemäß, aber kein Vergleich zu den Stücken der RPGs. Die Tastatur ist wirklich klasse. Sie ist Nintendo-typisch hochwertig verarbeitet. Da ich sehr kleine Hände habe (Klavier sei Dank), komme ich auch mit der Größe der Tasten gut zurecht, die Tastatur könnte bei Leuten mit großen Grabschern aber zu Problemen mit dem Handling führen. Das Drückgefühl ist recht angenehm. Außerdem lässt sich das Gerät auch für andere Bluetooth-fähige Geräte verwenden, was ich aber nicht testen konnte. Allerdings habe ich schon von vielen Leuten die Bestätigung erhalten, dass das tatsächlich funktioniert. Im Gegensatz zu Japan ist in Europa nur die weiße Tastatur verfügbar.



Fazit (7):
Nachdem ich Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer nun ausführlich gespielt habe, könnte man meinen, dass ich das 10-Finger-System beherrschen würde. Ich kann es aber leider immer noch nicht. Dabei macht das Spiel nichts falsch. Die späteren Level sind durchaus fordernd, aber man kann sie trotzdem noch mit zwei oder vier Fingern lösen. Besonders die schöne Tastatur hat es mir angetan, sie ist wirklich gut verarbeitet. Doch der Preis ist im Gesamtbild trotzdem viel zu hoch. In Japan gibt es das Paket für umgerechnet 20€ und in zwei Farbvarianten, hier in Deutschland werden durchschnittlich 54,99€ verlangt, was eindeutig zu teuer ist. Da gibt es genug andere, vor allem kostenlose Möglichkeiten, das Schreibsystem zu erlernen. Sollte der Preis allerdings drastisch sinken, ist das Set wirklich toll und macht auch auf längere Sicht Spaß, wenn man sich selbst motiviert, das Training auch durchzuziehen. Genau das werde ich jetzt auch tun.

Autor: Niels Uphaus

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung von Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer!


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