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Pokémon Weiße Edition 2 (DS) // Vorschau // Preview

Pokémon Weiße Edition 2
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
12.10.12
Nintendo
Game Freak
RPG
5
Ohne Altersbeschr. USK-Siegel
ja
Keine verfügbar

Vorschau zu Pokémon Weiße Edition 2

Kein anderer Handheld war bis jetzt erfolgreicher als der Nintendo DS. Seit 2004 führt er einen unglaublichen Siegeszug durch die komplette Videospielindustrie. Eine der ganz großen Serien, die bereits auf dem Game Boy ihren Anfang fand, hatte noch nie so viele Ableger auf einem Gerät wie auf Nintendos Zweibildschirmer. Die Rede ist natürlich vom Pokémon-Franchise. Nach den großartigen RPGs Diamant, Perl, Platin, HeartGold, SoulSilver, Schwarz und Weiß folgen nun, ein Jahr nach der Veröffentlichung des DS-Nachfolgers 3DS, die Zusatzeditionen zu Schwarz und Weiß, Schwarz 2 und Weiß 2. Es ist das erste Mal, dass es zu einer Generation zwei Premiumversionen gibt. Warum diese Spiele die wahrscheinlich besten Ableger auf dem Handheld sind, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

 
Zwei Jahre nach den Ereignissen in Einall - einer weit entfernten Region, die an New York angelehnt ist - spielt ihr nun mit einem neuen Charakter erneut dort. Während ihr letztes Mal im Südosten der Region gestartet seid, geht es nun im Südwesten in einem völlig neuen Gebiet los. Wieder einmal erhaltet ihr kurz nach dem Start eines von drei Starter-Pokémon und wieder einmal ist es euer Ziel, alle acht Orden zu sammeln und die Top Vier zu bezwingen. Die Pokédex-Vervollständigung ist natürlich die endgültige Herausforderung. Die Kämpfe laufen ebenfalls wie immer ab.
 
Nachdem wir das abgehakt haben, kommen wir zum interessanten Teil: den Neuerungen. Nie gab es so viele davon in einer Spezial-Edition wie in Schwarz 2 & Weiß 2. Während ihr bisher in der gleichen Stadt gestartet seid und den gleichen Protagonisten in anderer Kleidung spielen durftet, ist nun alles anders. Die ersten Stunden verbringt ihr in dem neuen Gebiet mit drei neuen Städten. Während die Starterstädte wie Alabastia und Wurzelheim sehr klein und unbedeutend waren, ist Eventura City, so der Name eurer Heimat, durchaus stattlich. Nicht nur ein Pokémon Center ist vorhanden, sogar eure erste Arena ist dort stationiert. Natürlich könnt ihr diese nicht sofort herausfordern, darum reist ihr nach dem Erhalt eures Pokémon in die naheliegende Ortschaft. Dort trefft ihr bereits auf den zweiten Charakter des Vorgängers. Während Bell, eine Freundin des Protagonisten aus dem ersten Teil, euch euren Starter ausgehändigt hat, hilft euch Lauro, Champ der Einall-Liga (vor zwei Jahren), die Kampfmechanismen näher zu verstehen.
 
Schon bald darauf habt ihr einige Pokémon gefangen und bekämpft den ersten Arenaleiter: Cheren. Dieser war ebenfalls ein Rivale des spielbaren Charakters aus S/W. Kurioserweise ist er nun mit sehr viel schwächeren Pokémon ausgestattet, was aber natürlich auch absolut notwendig ist, denn sonst hättet ihr keine Chance. Nach dem erfolgreichen Kampf erhaltet ihr dann euer C-Gear, welches die gleichen Funktionen hat wie vor zwei Jahren, sprich IR (Tausch, Kampf), Wireless (Kontaktebene) und Wi-Fi (Dreamworld). Lediglich das Design wurde verändert. Es wirkt nun wie ein Radar auf einem Schiff. Nachdem ihr insgesamt zwei Orden erhalten habt, könnt ihr mit dem Schiff in Richtung Stratos City ablegen. Vorher müsst ihr aber noch gegen die neue kriminelle Organisation, Neo Team Plasma, antreten. Auch diese führt nichts Gutes im Schilde. Mehr möchte ich vom Ablauf aber nicht erzählen, um nicht unnötig zu spoilern. Doch seid euch sicher, dass ihr viele Orte in einer ganz anderen Reihenfolge besuchen werdet als in den Vorgängern.
 
Die größte Neuerung von Schwarz 2 & Weiß 2 ist die enorme Vergrößerung von Einall. Schon in Schwarz und Weiß war die Region recht ansehnlich, doch in den Nachfolgern wurde diese um ca. ein Drittel vergrößert und so gut wie kein altes Gebiet entfernt. Nicht nur viele neue Orte wurden hinzugefügt, sondern auch alte Gebiete erweitert. Als Beispiel kann ich die Kanalisation in Stratos City erwähnen. Weiterhin wird der Westen von Einall mit einem riesigen Höhlensystem verbunden. Solche Spielereien gibt es überall in der Region. Außerdem sind die Bauarbeiten in der der Wüste abgeschlossen. Während es in Schwarz 2 moderne Gebäude sind, habt ihr in Weiß 2 eher antike Häuser. Vergleicht lediglich die In-Game-Karten miteinander und ihr seht die massive Expansion der Region. Weiterhin wurden die alten Arenen völlig neue designt. Dabei wurden die Rätsel nicht unbedingt komplexer, vielmehr passten sie sich den Charakteren an. So ist Kamillas Arena nun ein Laufsteg, auf dem ihr nacheinander Nachwuchsmodels besiegen müsst. Wenn das mal nicht an Germany’s Next Topmodel erinnert (nicht, dass ich so etwas gucken würde).
 
Auch die Grafik hat sich ein wenig verändert. Sämtliche Pokémon-Animationen wurden überarbeitet und endlich bewegen sich auch die Trainer. Die Verpixelung der Sprites ist weiterhin gleich geblieben. Storytechnische Cutscenes sind ebenfalls wieder vorhanden und sehen deutlich schicker aus. Im Großen und Ganzen ist die Engine aber gleich geblieben. Leider zeigt sich hier die Schwäche der veralteten DS-Hardware. Die geringe Pixelanzahl der beiden Bildschirme lässt auch hier die Charaktere flimmern. Weiterhin ruckelt es ab und zu, da Dialoge und neue Gebiete vorgeladen werden müssen. Dies hält sich aber alles noch in Grenzen und stört wenig.
 
Viele Spieler waren enttäuscht, dass es während des Abenteuers so wenig Dreifachkämpfe gab. Dies hat Game Freak nun behoben, ihr trefft viel häufiger auf diese Art von Kämpfen. Auch diverse neue Einrichtungen haben es ins Spiel geschafft. Da gibt es einerseits das Pokémon World Tournament, kurz PWT, in dem ihr nicht nur gegen neue, sondern auch viele alte Charaktere aus älteren Teilen des Pokémon-Franchises antreten könnt. Da wären zum Beispiel alle Arenaleiter und Champs der Regionen Kanto, Johto, Hoenn und Sinnoh. Was absolut großartig ist: Die Musik dieser Charakter wurde aus diesen Spielen übernommen und geremixt. So hört ihr zum Beispiel auch weiterhin die Arenaleitermusik aus Johto oder die Kampfmusik von Cynthia.
 
 
Weiterhin wurde auch Pokéwood geschaffen. Dort dreht ihr nach einem vorgefertigten Skript einen kleinen Film, den ihr euch im Spiel dann auch anschauen könnt. Es stehen euch dabei viele verschieden Genres zur Verfügung. Das hört sich aber spannender an, als es ist. Ihr müsst nämlich lediglich eine Attacke eines vorgegebenen Pokémon auswählen und ab und zu eine passende Phrase dazu. Das Musical in Rayono City ist auch weiterhin enthalten.
 
In Schwarz und Weiß gab es bis zum Abschluss der Hauptstory lediglich neue Pokémon. In den aktuellen Spielen ist dies anders. So trefft ihr zum Beispiel relativ früh auf Azurill und Enton. Dadurch wächst natürlich auch der regionale Einalldex auf fast 300 Taschenmonster. Solltet ihr alle dieser Pokémon gesehen haben, erwartet euch eine Überraschung. Solltet ihr diese oder sogar alle Pokémon aus dem Nationaldex gefangen haben, erhaltet ihr ein noch viel schöneres Geschenk. Glaubt mir, das letzte dieser Präsente wird vor allen Dingen Sammler hoch interessieren.
 
Ein völlig neues Feature ist Einall Link. Nach dem ersten Durchspielen erhaltet ihr Schlüssel. Mit diesen könnt ihr im Menü den Schwierigkeitsgrad ändern. Während ihr in Weiß 2 den Assistentenmodus freischaltet, der eurer Spiel einfacher gestaltet, erhaltet ihr in Schwarz 2 den Challengemodus, der euer Abenteuer, wer hätte das gedacht, erschwert. Stellt sich die Frage, warum man diese Möglichkeit erst nach den Top Vier erhält. Der Grund ist einfach: Ihr könnt diese Schlüssel an andere Spieler weiterverschicken. So auch an ein Spiel, das gerade erst gestartet wurde. Auf diese Weise könnt ihr gleich das schwerere/leichtere Abenteuer beginnen. Doch was sind die Unterschiede? Einerseits unterscheiden sich die Level der gegnerischen Pokémon, weiterhin wird die KI der Konkurrenten entweder besser oder schlechter. Ein Feature, das sich viele Spieler gewünscht hatten, ist so nun endlich Realität geworden.
 
Weiterhin könnt ihr den Schwarze Stadt-/Weißer Wald-Schlüssel verschicken. So könnt ihr in der Weißen Edition nun auch die Schwarze Stadt besuchen und umgekehrt. Das ist richtig klasse. Es gibt weiterhin ein legendäres Trio, das ihr lediglich mit dieser Funktion fangen könnt. Nachdem ihr das erste Pokémon davon gefangen habt, erhaltet ihr einen Schlüssel. Diesen könnt ihr einerseits selbst verwenden, um euch das zweite Pokémon zu besorgen, ihr könnt ihn danach aber auch auf die andere Edition schicken, damit ihr so auch das dritte schnappen könnt. Dies ist auf jeden Fall besser als das Versions-exklusive Pokémon zu tauschen. So kann jeder jedes legendäre Pokémon erhalten. Ich hoffe, dass dies in den nachfolgenden Editionen fortgeführt wird. Übrigens könnt ihr euch über das gleiche Menü auch mit dem Pokémon Traumradar verbinden. Zu diesem gibt es aber ein gesondertes Review.
 
Apropos legendäre Pokémon: Nachdem die Beschränkung auf neue Pokémon aufgehoben wurde, könnt ihr nun auch seltene Pokémon aus älteren Spielen fangen. Weiterhin gibt es keine fliehenden Pokémon mehr. Auch haben alle Legendären Pokémon ihre eigene Musik aus den Vorgängern behalten. Wenn wir jetzt schon bei der Musik sind: Auch diese basiert auf der Soundengine, die in HeartGold und SoulSilver eingeführt wurde. Die einzelnen Lieder sind einfach super und tragen hervorragend zur Stimmung bei. Die Remixes der alten Lieder sind allesamt gelungen. Besonders herausstechend sind die Arena-Musikstücke. So hat jede der Kampfstätten ihren eigenen Sound, was hervorragend zu den jeweiligen Situationen passt. Die Kampfmusik des Black Kyurem bzw. White Kyurem ist noch einmal eine Klasse für sich. Die ersten 20 Sekunden hören sich an, als wären sie aus dem finalen Kampf eines noch nicht angekündigten Metroid Prime-Teils entnommen. Dabei wirkt Kyurem so böse, dass selbst Mewtu wie ein frommes Lämmchen dagegen wirkt. 
 
Ein großer Streitpunkt ist das Design der Spiele. Immer mehr Spieler wünschen sich ein komplett dreidimensionales Spiel mit Polygonfiguren. Mir persönlich gefällt zumindest der Look der Oberwelt sehr, sehr gut, ich kann aber auch nachvollziehen, dass für viele Pokémon-Kämpfe mit 3D-Figuren ein echter Fortschritt wären. Zwar sehen die Spiele schick aus, basieren vom Konzept her aber immer noch auf den allerersten Teilen. Pokémon Schwarz & Weiß sollten die Serie grundlegend verändern, was sie aber in meinen Augen nicht wirklich getan haben. Zwar konnte man nun TMs immer wieder verwenden und auch das Design der Kämpfe war dynamischer, schlussendlich war es aber „wieder nur“ eine neue Welt mit neuen Pokémon. Einen ebenso „großen Sprung“ machen nun die Nachfolger mit dem Einall-Link (in dem sehr viel Potenzial steckt) und dem noch nicht erwähnten Memory-Link, bei dem Ereignisse des Vorgängers den Ablauf der jetzigen Story erweitern. Auch kleinere Features wie das erneute Verwenden eines Schutzes nachdem er aufgebraucht ist, ohne ins Menü zu wechseln, verstärken das Gefühl, ein wirklich tolles Pokémon-Spiel in den Händen zu halten. Mir gefallen Schwarz 2 & Weiß 2 sehr gut, weil ich das Konzept und die Grafik perfekt finde. Daher halte ich diese beiden Ableger für die besten Pokémon-Spiele auf dem Nintendo DS. 
 
Aus objektiver Sicht handelt es sich bei den neuen Spielen aber „nur“ um typische Pokémon-Spiele ohne große Änderungen. Lediglich das Konzept einer Premiumedition wurde mit mehr Inhalten verbessert.
 
 
Fazit (9):
Ich liebe Pokémon Schwarz 2 & Weiß 2 wirklich! Jeder Pokémon-Fan, der bereits das alte Einall liebte, wird mit den Nachfolgern in den siebten Himmel aufsteigen. Dies steht außer Frage. Doch aus objektiver Sicht tauchen wieder einmal die Schwächen der Serie auf, die im letzten Abschnitt erwähnt wurden. Es ändert sich zu wenig. Spieler, die mit der Serie bisher absolut nichts anfangen konnten, werden auch mit S2/W2 nicht glücklich. Pokémon Fans, die Einall nicht mochten, werden auch die aktualisierte Region nicht mögen. So sind die neuesten Spiele aus dem Hause Game Freak großartige Pocket Monsters-Titel, aber „nur“ gute RPGs.
 
 
Autor: Niels Uphaus

Veröffentlicht am 17.10.12 von Pascal Hartmann
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