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The Legend of Zelda: Four Swords Anniversary Edition (DSiWare) // Test // Review

The Legend of Zelda: Four Swords Anniversary Edition
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
28.09.11
Nintendo
Nintendo
Action-Adventure
4
Ab 6 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu The Legend of Zelda: Four Swords Anniversary Edition

Noch knappe 1 ½ Monate dauert es, bis Link in sein nächstes großes Abenteuer auf dem großen Bildschirm aufbricht; The Legend of Zelda: Skyward Sword ist sicherlich einer der meisterwarteten Titel für Wii. Da die Wartezeit besonders für Fans des grünbemützten Helden sehr lang werden kann, hat Nintendo einen neuen Appetithappen im DSi Ware-Shop veröffentlicht. The Legend of Zelda: Four Swords ist ein Multiplayertitel mit neu eingefügtem Einzelspielermodus und das Beste an ihm ist: Er ist komplett kostenlos.
 
 
Bei dem DSi Ware-Spiel handelt es sich um einen Port vom GBA. Als 2003 die Portierung vom SNES-Klassiker The Legend of Zelda: A Link to the Past für den Game Boy Advance erschien, packte Nintendo ein Multiplayer-Zelda unter dem Namen Four Swords mit auf das Modul. Und genau dieses Abenteuer bietet der japanische Konzern nun für lau als Download an. Doch wie bereits in der Einleitung erwähnt, wurde das Spiel etwas überarbeitet. So befindet sich nun ein Einzelspielermodus in Four Swords, sodass ihr Zelda auch ohne Freunde retten könnt. Denn die Prinzessin wurde wieder einmal entführt. Dieses Mal aber nicht von Ganon, sondern von einem bösen Geist namens Vaati. Link greift daraufhin zum Schwert der Vier und teilt sich in vier verschiedenfarbige Links. Als Einheit zieht das Quartett nun in den Kampf gegen den Unhold. Mehr Story solltet ihr aber nicht erwarten, Four Swords über diese Rahmenhandlung nicht hinaus. Das ist aber auch nicht schlimm, kennen wir es aus den meisten anderen Zelda-Spielen doch auch nicht anders.
 
Im Schwert der Vier ist aber auch schon die Krux begraben: Vier Links bekommt ihr nur zu Gesicht, wenn ihr auch tatsächlich zu viert spielt. Zockt ihr allein, begleitet euch immer nur ein weiterer Link. Der Begriff des Schwertes der Vier wirkt hier also irgendwie fehl am Platz. Zwischen den beiden Figuren könnt ihr dann aber jederzeit hin und her wechseln. Und das werdet ihr oft tun, denn Four Swords lebt von knackigen Koop-Rätseln und dem richtigen Einsatz der Items. Von diesen kann jeder Link übrigens auch nur ein einziges bei sich tragen, im Einzelspielermodus habt ihr also lediglich zwei Items dabei, die auf Sockeln in den Levels darauf warten, von euch aufgenommen zu werden. Ihr wechselt also häufiger unter anderem zwischen Bomben, Pfeil und Bogen, Schwebecape, Bumerang und Pegasus-Stiefeln hin und her. Leider wirkt dieses kooperative Spielen im Einzelspielermodus etwas aufgesetzt, da eigentlich spannende Ideen wie Gegner, die nur in Zusammenarbeit besiegt werden können, durch automatische Abläufe ihren Reiz verlieren.
 
Euer Schwert tragt ihr glücklicherweise jederzeit mit euch herum. In den normalen Levels werdet ihr das aber nicht oft brauchen, da die Gegnerzahl ziemlich nach unten geschraubt wurde. Auch die Endgegner der vier Dungeons mit ihren jeweils drei Ebenen sind nicht sehr anspruchsvoll. Allgemein spielt sich Four Swords in den aus der GBA-Version entnommenen Dungeons sehr eingängig und flott, sodass ihr dem bösen Vaati recht schnell zum ersten Mal die Leviten gelesen habt. Das könnt ihr aber noch zweimal wiederholen, denn ihr erhaltet zuerst silberne Schlüssel, nach der ersten siegreichen Begegnung mit Vaati goldene und nach einem weiteren Sieg über den Obermotz schlussendlich die Heldenschlüssel in den jeweiligen Dungeons. Aber nur, wenn ihr die dafür notwendige Anzahl an Rubinen gesammelt habt. Denn auch in Four Swords regiert Geld die Welt. Es ist nur sehr schade, dass die Anzahl der möglichen Rubine auch mit den zufällig erstellten Welten zusammenhängt. So findet ihr entweder wenige oder viele Truhen mit niedrigen oder hohen Rubinbeständen oder seid je nach Größe und Anordnung der Ebenen länger oder kürzer unterwegs, was den Rubinbonus am Abschluss jeder Ebene beeinflusst. Hier spielt für meinen Geschmack der Zufall eine zu große Rolle und ihr werdet vor allem für die Heldenschlüssel die Dungeons sehr oft wiederholen müssen, um die benötigte Anzahl an Rubinen zusammenzubekommen.
 
Reiz- und anspruchsvoller fand ich da schon die Retro-Abschnitte. Diese basieren auf drei älteren Zelda-Spielen (ich will hier ja nichts unnötig spoilern) und lassen euch die bekanntesten Gebiete dieser Spiele noch einmal erkunden. Dabei wurde die Grafik auf das sehr charmante Niveau des restlichen Four Swords-Abenteuers aufgebessert. Ich bin ja ein großer Freund von SNES-Grafik, daher sagt mir die Optik vom DSi Ware-Spiel sowieso schon sehr zu. Aber die schönen Farben und Details der Spielewelt sind ein gern gesehener Qualitätssprung zu den ursprünglichen 16 Bit. Da brauche ich auch keine Zehntausend Polygone oder hyperrealistischen Texturen. Doch es gibt noch einen Grund, warum ich Four Swords sofort ins Herz geschlossen habe: Die Titelmusik! Dafür wurde das originale A Link to the Past-Theme neu aufgelegt und dieser Remix macht aus einem super Musikstück ein geniales. Ich weiß nicht, wie viel „Spielzeit“ ich bisher im Menü verbracht habe, nur um mir dieses Lied anzuhören.
 
Ebenfalls neu ist die Helden-Herausforderung. Diese beinhaltet ebenfalls drei neue Level, die vom Schwierigkeitsgrad her härter sind als die vorherigen Dungeons, da sie wie schon die Retro-Abschnitte deutlich mehr Gegner enthalten. Wirklich schwer wird es aber auch hier nicht. Nintendo hat trotzdem ordentlich Mehrwert für diejenigen eingebaut, die schon das Original besitzen. Da ist es für mich schon ziemlich unverständlich, dass nicht auch gleich ein Online-Modus eingebaut wurde. Es handelt sich bei Four Swords immerhin um ein Spiel, das sich den Multiplayer auf die Fahnen geschrieben hat. Wer also der einzige in seinem Freundeskreis mit einem DSi oder 3DS ist, hat das Nachsehen. Dabei machen die Partien mit Freunden jede Menge Laune. Auf der einen Seite spielt ihr miteinander, um in den Dungeons voranzukommen, die sich immer an die Anzahl der Spieler ausrichten. Auf der anderen Seite befindet ihr euch aber auch im Wettkampf gegeneinander, wer die meisten Rubine sammelt. Das kooperative Spielen überwiegt jedoch und macht Four Swords zu einem wirklich coolen und recht kurzzeitigen Erlebnis, da ihr sehr schnell alles gesehen habt.
 
 
Fazit (7):
The Legend of Zelda: Four Swords ist ein gelungenes Geschenk an alle Zelda-Fans. Der Titel spielt sich schnörkellos und launig, auch wenn er nicht wirklich herausfordernd ist. Der neue Einzelspielermodus weiß zu gefallen, auch wenn er ein bisschen aufgesetzt wirkt. Das volle Potential entfaltet Four Swords aber wie schon früher in einer geselligen Runde mit menschlichen Mitspielern. Schade, dass es so wenige Settings gibt; das Zelda-Universum hätte noch einiges mehr zugelassen. Nervig ist auch, dass der Fortschritt mit den Schlüsseln durch die zufällig generierten Dungeons viel zu Zufallsbasierend ist. Dass uns Nintendo das Spiel kostenlos zur Verfügung stellt, ist aber natürlich eine feine Sache. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Und bei Zelda erst recht nicht.

Autor: Pascal Hartmann

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