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Donkey Kong Jr. Math (VirtualConsole) // Test // Review

Donkey Kong Jr. Math
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
System:
Nintendo-Points:
Altersfreigabe:
20.04.07
Nintendo
Nintendo
Edutainment
2
NES
500
Ohne Altersbeschr. USK-Siegel

Review zu Donkey Kong Jr. Math

1983... das waren noch Zeiten. Da war ich ganze 2 Jahre alt und die Japaner haben sich schon an Automaten in epileptische Sphären gedaddelt. Nur der gute alte Atari ermöglichte uns einen ersten Einblick in die wunderbare Welt der Videospiele. Doch dann kam irgendwann Nintendos Entertainment System auf den Markt und brachte Miyamotos Erstlingswerk Donkey Kong auf das 8-Bit Flaggschiff. Auch das mathematische Spin-Off schaffte es auf die Konsole und muss sich diesmal in Form einer Virtual Console Fassung durch unser Testlabor quälen. Dabei habe ich es unseren Usern zu verdanken, diesen hoffnungsvollen Titel zu testen. Denn dieser wurde in einer Umfrage in unserem Forum für mich auserwählt. Danke, liebe Community, ich freue mich so.... (Wir uns auch! Anm. d. Red.)



Ich glaube, das wird mein kürzestes Gameplay-Geschreibsel aller Zeiten. Denn in Donkey Kong Jr. Math gibt es sozusagen keinen Umfang. 2 Spielvarianten und ein Übungsmodus sind alles. Im Übungsmodus wählt ihr eure gewünschte Rechenart aus und dann gilt es, 10 Aufgaben zu lösen. Das geht je nach persönlichem Matheverständnis von unglaublich einfach bis mittelschwer. Abiturienten werden hundertprozentig darüber lächeln.

Die beiden Hauptmodi des mathematischen Affenzirkus' sind ebenso langweilig und können kurioserweise nur im Zweispieler-Modus gespielt werden. Ja, ihr habt richtig gelesen, das Spiel besitzt sozusagen keinen Einzelspieler-Modus. Dazu kommt, dass sich die beiden Spielvarianten nur dadurch unterscheiden, dass man bei A einen Pluswert und bei B einen Minuswert erreichen muss. Links sitzt in Form von DK Junior Spieler 1 und rechts ein Klon als Spieler 2. Über euch fliegen Lianen herum, die mit Zahlen und mathematischen Symbolen bestückt sind. Am oberen Ende des Bildschirms sitzt der große Donkey Kong, der euch Aufgaben erteilt. Dann gilt es, schnellstmöglich an den Gewächsen herum zu hangeln und die Zahlen zu ergattern, die man für die Lösung benötigt. Am Anfang ist dies ziemlich gewöhnungsbedürftig, geht aber nach ein paar misslungenen Versuchen recht schnell von der Hand. Der Spieler, der zuerst die richtige Lösung hat, gewinnt natürlich das Match. Und so geht das den ganzen Tag weiter. Die Aufgaben werden mit der Zeit schwerer, aber sonst gibt es keine Abwechslung. Nach einigen Minuten verliert man schnell die Lust und der eigentliche Lernfaktor wird zum Langeweilefaktor.

Gesteuert wird, wie so oft auf dem NES, ziemlich simpel. Mit quer gehaltener Wii-Fernbedienung gilt es, den jeweiligen Affen per Steuerkreuz zu bewegen. Mit der Taste 2 wird wie immer gesprungen. Das war alles und funktioniert auch wie zu erwarten problemlos. Gamecube- und Classic-Controller werden ebenfalls unterstützt, haben aber keinen nennenswerten Sinn und erschweren das Spielerlebnis, wenn man es so nennen kann, mit unnötigem Herumstöpseln.

Zu guter Letzt fragt ihr euch sicherlich, was das Ganze mit Donkey Kong zu tun hat? Ich kann es euch nicht sagen. Nur, dass der kleine Vorschulaffe anhand von Lianen die Aufgaben lösen muss, Papi Donkey Kong am Gipfel der Aufgaben sitzt und ihm wahrscheinlich die Rübe zermalmt, wenn er schlecht abschneidet. Sozusagen das Gleiche, das ich irgendwann mit den Leuten mache, die mich zu diesem Test gequält haben.



Da gibt es wesentlich hübschere 8-Bit Titel auf dem Nintendo Entertainment System. Die Grafik beruht auf dem Ur-Donkey Kong und ist nicht gerade ein Meisterwerk. Schwarzer Hintergrund mit grünen Lianen, das war's. Keine Abwechslung, keine besonderen Animationen, kein gar nix. Und ich habe gedacht, das Donkey Kong Franchise wurde erst in den letzten Jahren für unterdurchschnittliche Spiele missbraucht.

Der übliche Retro-Sound, allerdings nur mit weniger Charme. Oftmals sind die Midi-Loops nur drei Sekunden lang und wiederholen sich wie ein leiser Presslufthammer. Auch der Bewegungssound lässt erahnen, dass der Junior ein Cyborg zu sein scheint. Der Rest, wenn man das als Rest bezeichnen möchte, ist das übliche Nintendo-Gedudel. Auf jeden Fall ist der Hörgenuss eine langweilige Sache, die keine gute Bewertung verdient hat. Da gibt es wesentlich kultigere Melodien und Ohrwürmer auf dem NES.

Fazit (1):
Ich würde gerne mal wissen, was sich Nintendo damals bei diesem Spiel gedacht hat. Grottige, lieblose Grafik, schrecklich eintöniger Sound, ein fehlender Einspieler-Modus und ein Umfang, der so groß ist, wie Donkey Kongs linker Zehennagel, runden das negative Gesamtbild ab. Allerhöchstens Mathefreaks, die damals in der Schule schon lieber dem Rechenschieber als Mädels nachgesabbert haben, können sich hier in die Schulzeit zurück hangeln. Wer 500 Nintendo-Punkte übrig hat, sollte sie bitte nicht in diese Donkey Kong Vergewaltigung stecken.

Autor: Holger Wettstein

Vielen Dank an Nintendo of Europe für die freundliche Bereitstellung der Nintendo-Points für Donkey Kong Jr. Math!


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