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Super Metroid (VirtualConsole) // Test // Review

Super Metroid
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
System:
Nintendo-Points:
Preis:
Altersfreigabe:
12.10.07
Nintendo
Intelligent Systems
Action
1
SNES
800
7,99 Euro
Ab 6 Jahren USK-Siegel

Review zu Super Metroid

Nintendo hat viele Maskottchen. Das bekannteste unter ihnen ist wohl Mario, doch auch Link muss sich nicht in dessen Schatten verstecken. Das selbe gilt auch für Samus Aran, eine der wenigen weiblichen Serienhelden der Videospielgeschichte. Ihr neuestes Abenteuer, Other M, ist derzeit für die Wii in Entwicklung. Das haben wir zum Anlass genommen, um einen der besten SNES-Titel noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Rede ist von Super Metroid.

Super Metroid für Virtual Console auf Wiitower.de im Test

Samus kehrt gerade von ihrem Ausflug zurück, auf dem sie den Weltraumpiraten ordentlich den Hintern versohlt hat. Doch sie kommt nicht weit, denn schon bald erreicht sie ein Hilferuf aus eben der Raumstation, die sie vor kurzem verlassen hat. Ob das etwas mit dem Metroid, einer außerirdischen Spezies, zu tun hat, die sie dort zu Forschungszwecken zurückgelassen hat?

Auf der Raumstation herrscht bei ihrer Ankunft ein heilloses Durcheinander, was jedoch dazu genutzt wird, euch mit der Steuerung vertraut zu machen. Dies heißt jedoch nicht, dass ihr wie in modernen Spielen durch ein Tutorial gejagt werdet. Ihr nutzt einfach diesen ersten Level dazu, um euch an die Tastenbelegung zu gewöhnen. Kommt ihr partout nicht mit ihr klar, könnt ihr sie in den Optionen auch ganz einfach euren Vorlieben anpassen. Sehr löblich, und nach ein paar Tastenänderungen spielte sich Super Metroid für mich persönlich schon deutlich flotter. So habt ihr einen Knopf für den Gebrauch eurer Schusswaffe, die an Samus' rechtem Arm montiert ist und einen zum Springen. Mit einem weiteren Button schaltet ihr eure Spezialwaffen durch und aktiviert diese mit dem vierten Knopf des Classic-Controllers. Mit der rechten Schultertaste könnt ihr zudem in alle Himmelsrichtungen schießen. Apropos Classic-Controller: Dieser stellt eindeutig die beste Wahl dar. Zwar könnt ihr auch einen Cube-Controller nutzen, um durch die Gänge zu sprinten, die Tastenbelegung steht euch hier aber eher im Weg. Beiden gemein ist das nicht ganz optimale Steuerkreuz, wodurch Wandsprünge zur Geduldsprobe verkommen.

Ist der erste Level noch absolut linear, und geht es auf Zebes anfangs auch so weiter, wartet nicht lange nach dem Spielstart ein komplexes Höhlensystem auf eure Erforschung. Das Spiel ist darauf ausgelegt, dass ihr neue Bereiche nur mit bestimmten Waffen oder Fähigkeiten erreichen könnt. So steht ihr anfangs vor hohen Wänden und habt keine Möglichkeit, hinauf zu gelangen. Findet ihr im Laufe des Spiels den Supersprung, stellt diese kein Hindernis mehr dar. Die meisten Schleusen, die die vielen Abschnitte voneinander trennen, lassen sich durch einen normalen Schuss öffnen. Ihr werdet aber immer wieder welchen begegnen, die ihr mit fünf Raketen oder einer Superbombe öffnen müsst. Da diese Schleusen farblich hervorgehoben sind, wisst ihr jederzeit, wie ihr sie aufbekommt. Durch diesen Kniff seid ihr ständig gefragt, eure Umgebung genauestens zu untersuchen. Denn nur, wer fleißig geheime Gänge mit versteckten Raketen- oder Lebensenergiecontainern ausfindig macht, hat im späteren Spielverlauf eine reelle Chance, zum Endboss vorzustoßen. Auf eurem Weg begegnet ihr natürlich jeder Menge Gegnern, denen ihr Saures geben müsst. Hervorzuheben sind hier die Zwischenbosse, denen ihr über den Weg laufen werdet. Diese sind meistens spektakulär inszeniert und erfordern neben geschickten Fingern auch das Lernen der Angriffsmuster und Attacken. Zum Glück findet ihr vor jeder dieser Herausforderungen einen Speicherpunkt, so dass ihr nicht wieder einen längeren Weg zu ihm zurücklegen müsst, solltet ihr beim ersten Versuch versagen.

Die meiste Zeit über macht das Erkunden riesigen Spaß. Es kommt aber auch vor, dass ihr einfach nicht weiter wisst. Da es vom Spiel keinerlei Hinweise gibt, irrt ihr dann mehrere Male durch bereits besuchte Kammern und Gänge, um den weiteren Weg zu finden. Hier zeigt es sich, warum Nintendo das Spiel damals direkt mit einem Spieleberater ausgeliefert hat. Auch viele der zusätzlichen Raketencontainer sind teilweise derart fies versteckt, dass ihr es euch schnell zur Angewohnheit macht, jedes Stückchen Decke, Wand und Boden mit Schüssen einzudecken, um ja nichts zu verpassen. Heutzutage wirkt dies eher, als solle damit das Spiel gestreckt werden, denn so kommt ihr natürlich deutlich langsamer voran. Der Sammeleffekt ist jedoch nicht zu verachten: Findet ihr solch einen versteckten Container, um zum Beispiel eure Lebensenergie zu erhöhen, macht sich ein Grinsen in eurem Gesicht breit. Und genau das macht Super Metroid aus. Ständig entdeckt ihr einen geheimen Gang, zusätzliche Raketen, legt euch mit starken und vor allem großen Zwischengegnern an und nähert euch stetig, aber unaufhaltsam, dem Ende.

Super Metroid für Virtual Console auf Wiitower.de im Test

Super Metroid bietet euch die verschiedensten Settings. Von einem "normalen" Höhlensystem über ein abgestürztes Raumschiff bis hin zu tiefen Lavagruben ist jeder Bereich von Zebes sehr detailliert dargestellt. Man sieht dem Spiel deutlich an, dass sich die Programmierer mit der Hardware des guten alten SNES auskannten. Auch die Animationen sind sehr schick anzusehen. In der Virtual Console-Version kann es aber bei Verwendung eines Komponenten-Kabels und dem Zocken auf einem HDTV zu unschönen Tearing-Effekten kommen. Diese sind aber sehr selten und fallen kaum auf.

Wow, was für ein Soundtrack! Sobald ihr zum ersten Mal die Kontrolle der Kopfgeldjägerin in die Hand nehmt, werdet ihr vom Spiel eingenommen. Unheimliche Geräusche und brilliante Melodien lassen Zebes für eure Ohren regelrecht lebendig wirken. Die Waffengeräusche klingen nach einem ordentlichen Kaliber und die Monster erkennt ihr schon vor dem Sehen an ihren charakteristischen Lauten. In Zwischengegner-Kämpfen werdet ihr von der Musik gnadenlos nach vorne gepeitscht. So muss sich die musikalische Untermalung eines Spiels anhören!

Fazit (10):

Wer sich dieses Spiel entgehen lässt, ist selber schuld. Mit Super Metroid hat Nintendo einen der besten SNES-Titel in den Shop geschaufelt, den ihr für eure Nintendo Points erwerben könnt. Atmosphärisch werdet ihr von der ersten Sekunde an in das Spiel gezogen und könnt euch schwerlich davon losreißen. Einzig die manchmal schon fast unfair versteckten Upgrade-Container und langen Laufwege, die ihr aufgrund keiner Hinweise immer wieder zurücklegen müsst, knabbern etwas am grandiosen Spielspaß. Lasst euch davon jedoch nicht abschrecken, denn was Super Metroid ansonsten auffährt, ist jede Mühe wert.

 


Autor: Pascal Hartmann

Vielen Dank an Nintendo Deutschland für die freundliche Bereitstellung der Nintendo Points für Super Metroid!


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