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CHRONO TRIGGER (VirtualConsole) // Test // Review

CHRONO TRIGGER
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
System:
Nintendo-Points:
Altersfreigabe:
20.05.11
Square Enix
Square Enix
RPG
1
SNES
900
Ab 6 Jahren USK-Siegel

Review zu CHRONO TRIGGER

Mit Planet Crashers aus dem eShop des Nintendo 3DS musste ich ein schlechtes RPG ertragen. Doch glücklicherweise konnte ich kurz davor eines der besten Rollenspiele aller Zeiten beenden: Chrono Trigger. Damit war die Fallhöhe zwar umso schlimmer, aber ich konnte noch an den Erinnerungen an das SNES-Spiel zehren. Doch was macht Chrono Trigger so gut? Dem versuche ich, in diesem Test auf den Grund zu gehen. Dank der Virtual Console im Wii-Shop kann dies dann auch jeder selbst nachempfinden. Oder ihr besorgt euch das Remake für den Nintendo DS, das noch ein paar Zusatzinhalte spendiert bekam. Hier soll es aber um die Ur-Fassung auf Wii gehen.


 
Chrono Trigger erschien bis zum Release der DS-Version nie offiziell in Europa. Das ist eine Schande, da das RPG eine fantastische Story quer durch die Zeit vorzuweisen hat. Alles beginnt damit, dass der Held Crono auf einem Fest mit einem Mädchen zusammenstößt. Die beiden freunden sich direkt miteinander an. Doch bei der Präsentation einer neuen Erfindung von Cronos' Freundin Lucca passiert etwas Unvorhersehbares: Das gerade erst getroffene Mädchen namens Marle landet in einem Zeitstrudel und Crono nebst Lucca folgen ihr, um sie zu retten. Im Laufe der Geschichte bereist das Heldenteam nun Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, um die Vernichtung der Welt zu stoppen.
 
Einen großen Reiz machen die verschiedenen Zeitzonen aus. So ist die Gegenwart ein Zwischenschritt aus Altertum und Moderne mit Rittern und Dampfbetriebenen Maschinen. In der Zukunft ist die Menschheit fast ausgerottet und kämpft in zerstörten Kuppeln, umgeben von kaltem Metall, gegen den Hunger. Etwas zurück in der Vergangenheit ist das Altertum allgegenwärtig und die Menschen befinden sich im Krieg gegen die Monster. Noch weiter zurück trefft ihr in der Steinzeit auf Dinosaurer-artige Reptilien und die ersten Menschen, welche diese Welt bevölkerten. Außerdem gibt es da noch die Ära der Magie, in der es eine strikte Teilung zwischen Menschen mit magischen Fähigkeiten und denen ohne gibt.
 
Super rübergebracht werden diese Unterschiede durch die liebevolle Grafik, die einfach typisch Super Nintendo ist. Die Zeitzonen können direkt anhand der Farbwahl und der Gestaltung der Spielwelt auseinandergehalten werden. Es gibt auch schöne Effekte wie zum Beispiel Nebel über der Weltkarte, wenn ihr euch im Altertum bewegt. Auch die Figuren und Monster können sich sehen lassen. Musikalisch hat Chrono Trigger einiges zu bieten, auch wenn ich die Kampfmelodie persönlich nicht sehr treibend finde. Ein Klassiker ist natürlich Robo's Theme, das erschreckende Ähnlichkeiten mit Rick Astleys „Never gonna give you up“ aufweist. Laut Yasunori Mitsuda, verantwortlich für die Musik im Spiel, sei das aber nur ein Zufall und er kannte den Song damals gar nicht. Inwieweit das stimmt, soll bitte jeder für sich selbst entscheiden.
 
Aus so gut wie jeder Zeitzone schließt sich euch nach und nach ein weiterer Charakter an, der jeweils mit eigener Motivation an eurer Seite kämpft. Da hätten wir zum Beispiel den Roboter Robo, der euch aus Dankbarkeit für seine Instandsetzung begleitet und so auch den leidenden Menschen der Zukunft helfen kann. Oder Frog, ein Krieger in Froschgestalt, der auf der Jagd nach seinem Erzfeind ist. Zauberhaft ist auch Ayla aus der Steinzeit, die ihre Gegner mit bloßen Fäusten verprügelt und Crono als Freund betrachtet. Zu einem bestimmten Zeitpunkt im Spiel könnte sich euch auch ein weiterer Charakter anschließen. Dazu müsst ihr aber die richtige Entscheidung treffen.
 
Während ihr der Geschichte von Chrono Trigger folgt, werdet ihr ständig in der Zeit hin und her reisen. So erlebt ihr die verschiedenen Zeitzonen nicht nacheinander, sondern nach und nach. Auf diese Weise ist für optische Abwechslung gesorgt. Spielerisch hingegen präsentiert sich das SNES-RPG allerdings fast ausnahmlos abwechslungsarm. Ihr werdet also hauptsächlich Kämpfe austragen und ordentlich aufleveln. Das ist aber gar nicht schlimm, da die Kämpfe wirklich Laune machen. Anstatt euch ein striktes Rundenbasiertes Kampfsystem vorzusetzen, funktioniert es wie in Final Fantasy VII mit Zeitleisten, die sich für jeden Charakter individuell und automatisch füllen. Ist die Leiste voll, könnt ihr einen Angriff, einen Zauber, eine Spezialfähigkeit oder ein Item auswählen, die Aktion wird danach ausgeführt. Wollt ihr einen Combo-Angriff durchführen, müsst ihr also warten, bis die Zeitleisten der beiden sich am Angriff beteiligenden Charaktere gefüllt sind.
 
Die Kämpfe sind auch nicht so steif wie in anderen Vertretern des Genres, da sich Freund und Feind nicht einfach nur gegenüberstehen. Alle wandern frei und von der CPU gesteuert über den Kampfbildschirm (der nicht extern ist, da immer dort gekämpft wird, wo ihr gerade in einen Feind gelaufen seid), sodass Bewegung herrscht. Manche Spezialangriffe greifen alle Gegner an, die auf einer Linie stehen, andere alle Monster in einem bestimmten Umkreis. Wieder andere konzentieren einen besonders mächtigen Angriff auf einen Gegner oder attackieren einfach alles, was euch feindlich gesinnt ist auf einmal. Hier ist ein kleiner Kritikpunkt angebracht, da ihr die Position eurer Kämpfer nicht beeinflussen könnt. Ihr habt jedoch immer genügend Fähigkeiten zur Auswahl und später werdet ihr euch sowieso auf die stärksten konzentieren, die nicht auf bestimmte Positionen angewiesen sind.
 
Die meiste Zeit über folgt ihr der Hauptquest, erst kurz vor Ende könnt ihr euch ein paar Nebenquests widmen. Hier wird dann leider deutlich, dass es zwar verschiedene Zeitzonen gibt, diese unterschiedlichen „Welten“ dann aber doch recht klein geraten sind. Mit den großen Welten eines Secret of Mana, Lufia oder Final Fantasy kann Chrono Trigger nicht mithalten. Dafür wirkt alles sehr lebendig und die Nebenquests sind schön eingeflochten in die entsprechenden Epochen und Charaktere. So zum Beispiel, wenn ihr einen abgestorbenen Wald wieder zum Wachsen bringen wollt. Mehr will ich hier nicht verraten. Ihr habt es also mit einem recht linearen Spiel zu tun, was aber aufgrund der spannenden Geschichte und unerwarteten Ereignissen und Wendungen jederzeit zu unterhalten weiß.


 
Fazit (10):
Wer auf RPGs steht, sollte Chrono Trigger gespielt haben. Dabei ist es völlig unerheblich, ob ihr euch für die Wii-Shop-Variante oder das Remake auf dem Nintendo DS entscheidet. Die tolle Geschichte zieht euch sofort in ihren Bann und das interessante Kampfsystem bringt Leben in die normalerweise starren Kämpfe anderer Genre-Kollegen. Das Spiel ist aber insgesamt eines der einfacheren seines Fachs, auch wenn einige Endgegner ganz schön hart sein können. Nach dem Beenden des Spiels könnt ihr mit dem Level-Stand etc. ein neues Spiel beginnen und so unter bestimmten Voraussetzungen verschiedene Enden freischalten, weil ihr schon recht früh gegen den letzten Endboss antreten könnt, wenn ihr das denn wollt. Nur im New Game + seid ihr allerdings zu diesem Zeitpunkt stark genug dafür. Doch noch einmal: Zockt Chrono Trigger! Ihr müsst nur gute Englisch-Kenntnisse mitbringen, da alle Texte auf Englisch sind.



Autor: Pascal Hartmann

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung der Nintendo Points für Chrono Trigger!

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