Nur die wenigsten unter euch dürften damals mit den Erstproduktionen der Game & Watch-Geräte in Berührung gekommen sein. Schließlich liegen diese schon über 30 Jahre zurück und beschränkten sich nur auf den japanischen Raum. Jedes der insgesamt 59 verschiedenen Game & Watch-Spiele kam damals eingebaut in einem eigenen Mini-Handheld daher und bot simple Minispiele für Zwischendurch. Unter dem Titel Game & Watch Gallery veröffentlichte Nintendo im Jahre 1997 vier (aufgefrischte) Ableger auf einem Game Boy-Modul. Ich habe die Neuveröffentlichung der Virtual Console-Version für euch unter die Lupe genommen und stelle euch zunächst alle vier Spiele im Einzelnen vor.
Fire:
Das Spielprinzip von Fire ist denkbar einfach: Aus dem brennenden Schloss von Prinzessin Peach springen verschiedene Spielfiguren, die von euch mit einem Sprungtuch aufgefangen und in den Krankenwagen befördert werden müssen. Hierfür bewegt ihr eure Spielfiguren mit links und rechts über drei verschiedene Positionen und müsst gerade im späteren Verlauf einen kühlen Kopf bewahren, um alle Figuren zu retten.
Octupus:
In Octupus übernehmt ihr die Rolle eines Schatztauchers und müsst euch den von einem Oktopus bewachten Schatz schnappen. Erschwert wird das Ganze durch die bewegende Arme und umherschwirrende Tinte des Oktopusses, wodurch ihr geduldig auf den richtigen Moment zum Zuschlagen warten müsst.
Manhole:
In diesem Spiel schlüpft ihr in die Rolle von Yoshi und müsst alle Löcher in den euch vorliegenden Brücken stopfen. Läuft ein Fußgänger über die vier empfindlichen Teile der Brücken, so müsst ihr diese erneut stopfen. Und wenn zwei Fußgänger gleichzeitig über beide Brücken laufen? Tja, beeilt euch und lasst euch etwas einfallen!
Oil Panic:
Im vierten Spiel ist es eure Aufgabe, herabfallende Öltropfen von der Decke mit einem Behälter aufzufangen. Doch Achtung: Der Behälter kann nur drei Tropfen Öl fassen. Ihr müsst also die Zwischenzeit nutzen, um die Ölvorräte am Bildschirmrand zu entleeren. Schafft ihr das nicht, gilt dies als Fehler und das Spiel endet.
Als kompletter Neuling der Game & Watch-Reihe sagten mir alle vier Spiele erstaunlich schnell zu. Das Spielprinzip ist in allen vier Spielen blitzschnell verstanden, was durch die simple Steuerung mit meist zwei Tasten nur verstärkt wird. Natürlich habt ihr alle vier Spiele recht schnell absolviert, doch gilt es dann natürlich, euren persönlichen Spielrekord zu knacken und eure vorherigen Versuche zu übertreffen. Für überschaubare drei Euro bekommt ihr vier absolut zeitgemäße Minispiele, die gerade Spieler mit dem Drang zur Rekordjagd beschäftigen werden.
Übrigens könnt ihr euch vor jedem Spiel zwischen den Optionen „Classic“ und „Modern“ entscheiden. Während die Spiele im klassischen Modus in ihrer originalen Grafik aus dem Jahr 1980 daherkommen (und sich auch so spielen lassen), sehen die Spielen in der modernen Variante deutlich schöner und zeitgemäßer aus. Auch wurden die Spiele in dieser Variante um einige Facetten und Aktionen erweitert, die es im Original noch nicht zu finden gab. Jedes Spiel bietet auch ein eigenes Musikstück und gibt den Charme der jeweiligen Situationen gelungen wieder.
Fazit (8):
Es ist eigentlich bereits alles gesagt: Alle vier Spiele wissen definitiv zu unterhalten und wirken auch heutzutage noch absolut zeitgemäß. Natürlich solltet ihr im euch im Klaren darüber sein, dass ihr alle Spiele schon nach rund 15 Minuten gesehen habt und es ab dann nur noch an das Knacken eures Spielrekords geht. Aber ich werde ganz sicher noch viel Zeit mit der Game & Watch Gallery verbringen. Gerade das Spielprinzip von Manhole hat es mir angetan. Ach ja: Es lohnt sich, in allen vier Spielen eine gewisse Punktzahl zu erreichen (dies gilt besonders für Spieler, die das Spiel „vollständig“ erleben möchten und sich schon immer gefragt haben, warum es eigentlich Game & Watch „Gallery“ heißt...).
Autor: Kevin Maßmann
Vielen Dank an Nintendo Deutschland für die freundliche Bereitstellung der Nintendo 3DS Prepaid-Karte!