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Batman: Arkham City - Armoured Edition (WiiU) // Test // Review

Batman: Arkham City - Armoured Edition
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
30.11.12
Warner Bros
Rocksteady Studios
Action
1
Ab 16 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Batman: Arkham City - Armoured Edition

Wenn Videospieler eines fürchten, dann sind es Lizenzspiele. Meist sind dies nämlich nur lieblose Versoftungen bekannter Marken, um noch ein wenig Geld in die Kasse zu spülen. Ab und an kommt es aber dann doch einmal vor, dass sich ein Entwickler die Mühe macht, mit einer Lizenz ein wirklich tolles Spiel zu kreieren. Besonders gute Beispiele findet man mit Batman: Arkham Asylum und dessen Nachfolger Batman: Arkham City. Letzteres erschien bereits vor einem Jahr für PC, Xbox 360 und Playstation 3. Warner Bros. ließ es sich aber nicht nehmen, Arkham City auch für die Wii U umzusetzen. Pünktlich zum Launch stand Batman: Arkham City - Armoured Edition in den Händlerregalen. Ob die Wii U-Version die Fans des dunklen Ritters überzeugen kann?



Einige Monate sind vergangen, seit Batman das Arkham Asylum so richtig aufgemischt hat. Der ehemalige Leiter der Anstalt ist in Zwischenzeit Bürgermeister von Gotham City und hat sich etwas Neues einfallen lassen, um die zahlreichen Verbrecher irgendwo unterzubringen. Mit Hilfe von Hugo Strange wurden Teile von Gotham City abgeriegelt, um so eine eigene kleine Stadt für die Schurken zu erschaffen: Arkham City. Zu Beginn des Spiels hält Bruce Wayne eine Rede vor den Toren von Arkham City und fordert die Schließung der Einrichtung. Daraufhin wird er verhaftet und findet sich kurz darauf selbst in Arkham City wieder. Zu allem Übel scheint Hugo Strange auch noch zu wissen, dass Bruce Wayne Batman ist. Bruce kann sich nach ein paar Schlägereien mit einigen Insassen befreien und lässt sich über seinen Butler Alfred seinen Batman-Anzug und seine Ausrüstung zukommen. Anstatt sich aus dem Staub zu machen, entscheidet sich Batman dazu, noch eine Weile in Arkham City zu bleiben und bekommt bei seinen Ermittlungen einige Hindernisse in den Weg gestellt…

Während eurer Ermittlungen in der großen, offenen Spielwelt von Arkham City werdet ihr auf viele altbekannte Gesichter aus dem Batman-Universum treffen, wie zum Beispiel den Pinguin, Mr. Freeze, Bane, Harley Quinn und natürlich auch den Joker. In so einer großen Stadt warten an fast jeder Ecke gewalttätige Insassen darauf, euch zu Kleinholz zu verarbeiten. Und hier bekommt es der dunkle Ritter nicht nur mit drei oder vier Gegnern auf einmal zu tun, meistens wollen euch gleich mehr als zehn Schurken ans Leder. Als Batman wisst ihr euch aber bestens zu wehren und verpasst ihnen mit nur wenigen Tastendrücken harte Schläge, weicht aus und kontert Angriffe. Das Kampfsystem ist im Prinzip sehr simpel gehalten, dadurch aber sehr eingängig und macht verdammt viel Spaß.

Im weiteren Spielverlauf lassen sich noch einige Combos freischalten, die ihr in den Kämpfen einsetzen dürft. Wer nicht unbedingt auf Massenschlägereien steht, kann sich auch im Schatten der Nacht verstecken und die Feinde nach und nach ausschalten. Dafür begebt ihr euch an höher gelegene Stellen wie auf Wasserspeier und beobachtet die Insassen, während sie auf der Suche nach euch sind. Nun könnt ihr euch zum Beispiel von oben herabhängen lassen und einen Gegner umgehend ausschalten, sobald er sich unter euch befindet. Oder ihr schießt einen Batarang ab, der ihn kurzzeitig betäubt. Auch der Detektiv-Modus ist wieder mit dabei, mit dem ihr eure Umgebung genauestens scannen könnt. Mit nur einem Druck auf den L-Button könnt ihr dann sehen, wo sich eure Gegner gerade befinden und ob sie bewaffnet sind.

Da ihr bewaffneten Feinden nicht einfach blindlings in die Arme laufen solltet, stehen euch nach und nach immer mehr Gadgets zur Verfügung. Ob Rauchgranaten, Stromladungs-Kanone oder Explosivgel, dies alles wird euch auch außerhalb von Kämpfen sehr von Nutzen sein. Die Wii U-Version bringt als exklusives Feature den Battle-Armoured-Tech-Modus mit, kurz B.A.T. Genannt: Während ihr euren Gegnern eins auf die Mütze gebt, lädt sich eine Energieleiste auf. Ist sie voll, könnt ihr den B.A.T.-Modus aktivieren, der euch kurzzeitig mehr Schlagkraft verleiht. Das ist zwar ein nettes Feature, mehr allerdings auch nicht. Da diese neue Fähigkeit eigentlich die namensgebende der Armoured Edition ist, ist das Endergebnis ein klein wenig enttäuschend. Klar, es geht nicht immer einfach in den zahlreichen Gefechten zu, allerdings bringt euch die neue Fähigkeit auch nicht viel weiter.



Die Wii U-Version von Batman: Arkham City bindet selbstverständlich auch das GamePad der neuen Konsole mit in das Spielgeschehen ein. Während eurem Streifzug durch Arkham City dient es euch als Übersichtskarte, auf der ihr Wegpunkte markieren und eure derzeitigen Zielpunkte einsehen könnt. Außerdem werden Upgrades nun ebenfalls über den Touchscreen des GamePads ausgewählt, genauso wie die Gadgets von Batman. Der neue Controller wird quasi zu eurem eigenen kleinen Batcomputer. Auch an anderen Stellen kommt das GamePad zum Einsatz: Wollt ihr Passwörter knacken, spielt ihr auf dem Touchscreen ein kleines Minispiel, in dem ihr Buchstaben suchen müsst. Dabei müsst ihr auf Laserstrahlen achten, denn wenn sie euch berühren, werden die Buchstaben wieder durcheinandergewirbelt.

Den Beweisscanner bewegt ihr durch das GamePad in Echtzeit. Bewegt ihr den Controller in euren Händen nach rechts, schaut auch Batman nach rechts und so weiter. Auch der ferngesteuerte Batarang wird durch Neigen des GamePads gesteuert. Dies funktioniert leider nicht immer so wie gewollt, daher kann man die letzteren beiden Aktionen glücklicherweise auch über die Analogsticks bedienen. Funksprüche hört ihr übrigens auch nur noch über das GamePad, was der ohnehin schon dichten Atmosphäre des Spiels noch einen kleinen Funken mehr Glaubwürdigkeit verleiht. Im Menü könnt ihr zudem auch auswählen, dass ihr das Spiel nur über das GamePad spielen wollt.

Arkham City wird euch gewiss in seinen Bann ziehen, aber nicht nur in spielerischer, sondern auch in grafischer und akustischer Hinsicht. Während sich die Wii U-Version eigentlich nicht vor den anderen Fassungen zu verstecken braucht, trüben einige Ruckler und insbesondere in den Zwischensequenzen Slowdowns das ansonsten tolle Spielvergnügen. Gerade, da sich das eigentliche Gameplay sehr geschmeidig und flüssig anfühlt, fällt dies doch ein wenig negativ auf. Arkham City und die Bewohner sind aber alle unglaublich gut detailliert und die Stadt wartet mit jeder Menge an abwechslungsreichen Gebieten auf. Der Soundtrack fügt sich indes perfekt ins Gesamtbild ein. Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls gelungen und wartet mit vielen bekannten Sprechern auf, allen voran David Nathan, der Batman auch in den letzten Batman-Filmen gesprochen hat, und Bodo Wolf, der wieder die Stimme des Jokers übernimmt.

Abseits der spannenden Haupthandlung, die euch mehr als 12 Stunden beschäftigen sollte (die Abschnitte, in denen ihr die Kontrolle über Catwoman übernehmt, sind übrigens direkt in die Hauptstory eingefügt worden), hält Batman: Arkham City - Armoured Edition noch viele weitere Nebenmissionen und Herausforderungen für euch bereit. Zusätzlich befinden sich auf der Scheibe „Harley Quinn’s Rache“ und die Challenge Map Packs von Robin und Nightwing. Für lange Unterhaltung dürfte also gesorgt sein. Etwas schade ist, dass es für die Herausforderungen keine Online-Ranglisten gibt, mit denen ihr euren erspielten Highscore mit anderen Spielern vergleichen könnt. Aber auch ohne Online-Features ist das Spiel jeden Cent wert!



Fazit (9):
Batman zeigt auch auf der Wii U, wie man Lizenzspiele zu einer großartigen Spielerfahrung machen kann! Die Atmosphäre von Arkham City ist bedrückend und überwältigend zugleich und Fans der Reihe werden auf zahlreiche alte Gesichter treffen. Das Gameplay weiß zu überzeugen und die Steuerung geht nach kurzer Eingewöhnungsphase schon fast in Fleisch und Blut über. Die Wii U-exklusiven Features wurden mal mehr, mal weniger gut ins Spielgeschehen integriert, der Spielspaß bleibt aber unverändert. Wer nur eine Wii U zu Hause stehen hat, sollte sich Batman: Arkham City - Armoured Edition auf keinen Fall entgehen lassen. Wer das Spiel aber bereits auf einer anderen Konsole gespielt hat, dem wird hier nichts Neues geboten.



Autor: Benjamin Böttcher

Vielen Dank an Warner Bros. für die freundliche Bereitstellung von Batman: Arkham City Armoured


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