Verfolge unsere neuesten Videos, Casts, Chats und sämtliche Kanäle in den großen sozialen Netzwerken.

Marvel Avengers: Kampf um die Erde (WiiU) // Test // Review

Marvel Avengers: Kampf um die Erde
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
14.12.12
Ubisoft
Ubisoft
Action
4
Ab 12 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Marvel Avengers: Kampf um die Erde

Ich bin ein riesiger Fan von Superhelden und ich wünschte, ich könnte auch einer sein. Ich wäre so gern eine menschliche Fackel, würde mich am liebsten unsichtbar machen oder ganz einfach Gedanken lesen können. All diese Fähigkeiten gibt es im Marvel-Universum und sie machen mich total neidisch. Darum freut es mich, dass ich mithilfe von Marvel Avengers: Kampf um die Erde ein weiteres Mal in die Rolle von meinen liebsten Superhelden schlüpfen konnte. Aber ist das Spiel denn wirklich so super? Schauen wir einfach mal.



Die Story ist ein wenig konfus, da sie innerhalb des Spiels selbst nicht wirklich erklärt wird, sondern nur in kleinen Teilen. Die Geschichte behandelt die Skrull-Invasion, also den Angriff einer Alien-Rasse, die schon seit Jahren die Menschen mit Duplikaten austauscht. Dabei wurden auch Superhelden ausgetauscht und so lebten die Skrull-Klone schon lange unter den anderen Helden. Nun beginnt jedoch die Invasion und die Alien-Rasse möchte die Erde an sich reißen. Die restlichen Helden, die nicht von den Außerirdischen entführt wurden, wollen dies natürlich verhindern. Ihr schlüpft also nun in deren Rolle und bekämpft die Skrulls, welche die Erde angreifen. All das wird euch in kurzen Einspielern mit Ausschnitten aus dem Comic und einem Erzähler, der die Ereignisse kommentiert, gezeigt. Jedoch wird man am Ende des Spiels recht verwirrt vor dem Fernseher sitzen und die Geschichte nur zum Teil verstanden haben. Zumindest, wenn man die Comics nicht gelesen hat (oder ich bin einfach zu doof, aber das schließe ich an der Stelle einfach mal aus).

Im Hauptmenü hat man diverse Möglichkeiten. Ihr könnt euch durch die Story kloppen und Charaktere freischalten, einen Versus-Kampf mit einem Freund oder ein ganzes Turnier starten, ein Tutorial beginnen oder diverse Herausforderungen bewältigen. Natürlich wird man sich zu Beginn des Spiels wohl erst einmal mit der Story beschäftigen, welche jedoch nur wenige Stunden in Anspruch nimmt. Ihr könnt dann entscheiden, in welcher Arena ihr zuerst vorankommen wollt. Schade ist, dass es insgesamt nur fünf Arenen zur Auswahl gibt. Diese unterscheiden sich außerdem auch nur im Aussehen, interaktiv ist leider keine von ihnen.

Doch wie läuft denn nun ein Kampf ab? Das kommt ganz darauf an, wie ihr das Spiel angeht. Ihr habt die Wahl zwischen GamePad und Wii-Fernbedienung+Nunchuk-Kombo. Je nachdem müsst ihr die Angriffe entweder mit dem Touchscreen oder durch absolut spaßige Bewegungen mit Wiimote und Nunchuk durchführen (Achtung, in diesem Satz war ein kleines bisschen Ironie versteckt!). Die Möglichkeiten in einem Kampf selbst sind nicht wirklich viefältig: ihr könnt einen normalen Schuss-Angriff, einen Tritt und drei Spezialangriffe ausführen. Zudem gibt es noch das Break- und das Ultra-Kommando, die durch eine Leiste aufgefüllt werden, wenn ihr angreift und selbst angegriffen werdet. Der Tritt-Angriff führt, wenn er aufgeladen ist, zu einem Supertritt, mit dem ihr den Feind in die Lüfte befördert und ihn dann durch Schütteln der Wiimote/schnelles Antippen des Touchscreens ordentlich mit heftigen Schlägen eindeckt.

Die Superangriffe stellen jedoch den Hauptaspekt eines Kampfes dar, denn nur damit kann man so richtig Schaden verursachen. Diese löst ihr durch Knopfdruck/Antippen aus und müsst dann die angegebene Pose nachahmen bzw. auf dem GamePad ein Symbol zeichnen. Führt ihr es korrekt durch, ist der Angriff stärker. Kombos sind ebenfalls möglich, jedoch nur in einer bestimmten Reihenfolge (quasi die Angriffe von links nach rechts ausführen). Steckt ihr in einer feindlichen Kombo fest, könnt ihr euch mit dem Break-Befehl freibrechen; dies ist auch bei einem Ultra-Angriff möglich. Letztere sind manchmal recht lahm inszeniert, wenn man bedenkt, dass dies eigentlich der stärkste Angriff eines Charakters sein sollte.

Generell sind diese Attacken ein wenig enttäuschend, da hier die Superhelden den Feind nur mal eben in die Lüfte befördern und ihr dann dem Feind wieder mit Schütteln bzw. schnellem Screen-Antippen Schaden zufügen müsst. Ein wenig mehr hätte dem Spiel da sicher gut getan. Neben den Angriffen könnt ihr auch noch ausweichen und zwischen den Figuren wechseln. Ein Kampf ist immer ein 2 vs. 2, wobei nur eine der Figuren besiegt werden muss, um einen Sieg einzufahren. Übrigens spielt ihr den Titel beim Nutzen des GamePads quasi NUR auf dem GamePad, den Fernseher braucht man da wirklich absolut gar nicht. Anders ist es auch gar nicht möglich, ihr könnt also nicht das GamePad nutzen und auf dem TV spielen.

Grafisch ist Marvel Avengers: Kampf um die Erde ein wenig enttäuschend. Die Charaktere sind schick animiert und der Grafikstil an sich ist hübsch, aber recht detailarm. Zwar sind alle Superhelden glatt gestaltet, die Framerate geht nicht in die Brüche und die Attacken sehen teilweise wirklich hübsch aus, aber trotzdem hatte ich beim Spielen das Gefühl, ein Xbox360-Spiel von vor ein paar Jahren zu zocken. Die Arenen sind ebenfalls nicht besonders berauschend, auch wenn in einer davon ein T-Rex im Hintergrund entlangläuft. Das ist natürlich ziemlich cool, aber bessert den Gesamteindruck nicht wirklich auf. Während das Spiel auf dem GamePad zwar noch recht gut ausschaut, erkennt man die angesprochene Detailarmut auf dem TV-Bildschirm aber schon ein wenig besser.

Musikalisch überschlägt sich das Spiel auch nicht wirklich, dafür ist der Titel komplett auf Deutsch lokalisiert und alle Figuren haben eine deutsche Sprachausgabe verpasst bekommen. So schön das ist, umso weniger passend sind die Stimmen meiner Meinung nach bei manchen Figuren. Iron Man hat eine total jugendliche Stimme, was einfach nicht passt, da der Mann im Metall-Anzug nun einmal erwachsen ist. Trotzdem gefällt mir die Lokalisierung im Allgemeinen und Ubisoft hat sich Mühe damit gegeben.

Hat man den Storymodus durchgespielt, gibt es an sich nicht mehr viel zu tun. Die Herausforderungen sind ein kurzweiliges Vergnügen, bei dem man neue Profilkarten oder Kostüme freischalten kann. Natürlich ist der Arcade-Modus eine weitere Option, leider ist er für meinen Geschmack ein wenig zu lang, da man dort gegen JEDEN Charakter kämpfen muss. Wer möchte, kann auch einfach ganz viele Kämpfe bewältigen, um die recht belanglosen Erfahrungspunkte zu sammeln und im Level aufzusteigen. Ein wenig verwirrend ist jedoch, dass man im Charakter-Info-Modus bei manchen Figuren angezeigt bekommt, dass man im eShop der Wii U neue Kostüme downloaden kann, dies aber bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist, da sie einfach nicht zu finden sind. Leider gibt es keinen Online-Modus, welcher das Spiel ordentlich aufgewertet hätte. Denn der wirklich spaßige Aspekt ist der Multiplayer-Modus, denn es macht einfach verdammt viel Spaß, mit oder gegen einen Freund zu kämpfen.



Fazit (6):

Es macht wirklich Spaß, die Kämpfe in Marvel Avengers: Kampf um die Erde zu bestreiten, obwohl sie eigentlich total simpel sind. Und auch wenn die Story nur schwach ist, so kann man sich mit den Herausforderungen weiter bei der Stange halten. Grafisch wäre sicher noch ein wenig mehr drin gewesen, wobei das Spiel sicher nicht hässlich ist. Wer also Lust auf ein simples, aber spaßiges Beat'em Up mit Superhelden hat, kann ruhig zugreifen. Alle anderen, die nach komplizierten Kombos suchen, sollten sich ein wenig mehr umschauen.

Redakteur: Eric Sohr

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung von Marvel Avengers: Kampf um die Erde!


Unsere Partner:
Rawiioli, NMag, jpgames, N-Insider, Zelda Europe, Preisfieber, Cheats

ntowerCMS v1.5.1 | © 2007-2014 ntower | Forensoftware: Burning Board® 3.1.8, entwickelt von WoltLab® GmbH | Design und Programmierung: Holger Wettstein und Andreas Hansen | Alle Rechte vorbehalten | Original Grafiken und Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Firmen. ntower ist ein inoffizielles und unabhängiges Informationsmagazin für Nintendo-Produkte.
Seitenanfang
Die Redaktion
Mediadaten
Kontakt
Impressum