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Alone in the Dark (Wii) // Test // Review

Alone in the Dark
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
20.06.08
Atari
Hydravision
Action-Adventure
1
Ab 16 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Alone in the Dark

Schon damals in den 90ern war die Spiele-Serie Alone in the Dark sehr bekannt. Denn dieses Spiel hat auf dem PC und dem damals gefloppten 3DO den Begriff Survival-Horror ins Leben gerufen. Das Action-Adventure beeindruckte nicht nur an Hand der Grafik und der allgemeinen Technik, sondern auch wegen der gruseligen Momente. Jetzt schreiben wir das Jahr 2008. Der fünfte Teil der Serie ist am 20. Juni für alle Systeme, außer für PS3 und DS, erschienen. Atari möchte mit diesem Spiel an die alten Stärken der damaligen Alone in the Dark Titel anknüpfen. Ob ihnen das gelungen ist, erfahrt ihr im nachfolgenden Text.



In der Geschichte dreht sich alles um Edward Carnby im Jahre 2008, der in einem Raum aufwacht. Am Anfang könnt ihr vielleicht schon wissen, was für ein Problem Edward hat, denn an seinem schläfrigen Blick könnt ihr erkennen, dass ihm irgendetwas zugestoßen ist. Und das stimmt auch, denn er leidet an Amnesie. Warum er an Amnesie leidet, erfährt man anscheinend nicht. Das Schlimme ist aber noch, dass er von irgendwelchen Bösewichtern gefangen genommen wurde, die ihn auf das Dach des Gebäudes bringen wollen, um ihm den Garaus zu machen. Aber das gelingt ihnen nicht, denn auf dem Weg zum Dach passiert das Unmögliche. Ein Erdbeben bringt das Gebäude aus dem Gleichgewicht, die Wände stürzen ein und mysteriöse Kreaturen tauchen wie aus dem Nichts auf. Jetzt heißt es aus dem Gebäude zu flüchten, um sein Überleben zu sichern. Auf der Flucht landet ihr in einigen Sackgassen, weil diese entweder mit Steinen übersät oder dank der Flammen kaum durchgänglich sind. Aber selbst in diesen Situationen müsst ihr Edward helfen, den Geschehnissen zu entfliehen. Schließlich trifft er auf seinem Weg auf Sarah Flores und Theophil Paddington, die er aus einem Fahrstuhl rettet. Theophil kennt anscheinend Edward sehr gut und verrät ihm ein paar Hinweise aus seiner Vergangenheit, die aber Edward, auf Grund der Amnesie, nicht mehr weiß. Jetzt heißt es nur noch mit den Begleitpersonen einen Weg aus dem Gebäude zu finden, um in den Central Park zu gelangen.

Zwar ist die Story nicht gerade von guten Regisseuren, aber sie fesselt einen richtig, da die Geschichte abläuft wie in einem Kinofilm. Insgesamt wirkt die Geschichte zu linear, so dass man sich seine gestellten Fragen im Spiel nicht beantworten kann.

Am Anfang wird der Spieler unbewusst durch ein Tutorial geführt und schon komplett in die Geschichte mit eingebunden. Ihr müsst in dieser Situation Edward helfen, wieder klar zu sehen. Dabei müsst ihr das Steuerkreuz nach unten drücken, um zu blinzeln. Zu Beginn denkt man sich, dass es eine gute Idee ist und einen sehr hohen Realitätsfaktor besitzt, aber nach längerer Zeit nervt es. Ihr müsst das so lange wiederholen, bis ihr wieder richtig sehen könnt; wenn nicht, seht ihr nur ein verschwommenes, helles Bild vor euch. In den ersten Minuten wird euch jede kleine Einzelheit der Steuerung erklärt. So lernt ihr zum Beispiel mit dem Button A gewisse Gegenstände aufzunehmen und auch mit diesen umzugehen. Mit dem Feuerlöscher könnt ihr mit dem B Button + Pointer-Funktion Brände im Gebäude löschen oder sogar ganz andere Sachen machen. Ihr könnt mit diesem Gegenstand Türen zerstören oder auch böse Monster töten. Dazu müsst ihr nur die Wii-Remote nach unten oder nach oben schwingen. Leider gibt es hier schon ein großes Manko, denn ihr könnt das Feuer nur in der Ego-Perspektive löschen, Türen zerstört ihr dann plötzlich in der Third-Person Ansicht. Im späteren Verlauf bekommt der Spieler auch eine Pistole und eine Taschenlampe, die im späteren Verlauf sehr wichtig sind. Ein nettes Feature, welches in den anderen Konsolen-Versionen nicht vorhanden ist, ist, dass man die Taschenlampe oder Pistole in der Hand drehen kann. Dies verursacht aber keinen großen Vorteil für den Spiel-Ablauf, sondern ist nur ein kleines Gimmick am Rande. Besonders in dunklen Ecken werden sich mal böse Zombies verstecken, deswegen solltet ihr am besten die Taschenlampe immer parat haben. Die Waffen oder andere Ausrüstungsgegenstände könnt ihr mit einem kleinen Zusammenstoßen von Wii-Remote und Nunchuk wechseln. Aber auch die Möglichkeit, zwei Gegenstände in jeweils einer Hand zu benutzen, ist vorhanden. So könnt ihr in der linken Hand die Taschenlampe halten und gleichzeitig einen Zombie mit der Pistole, die in der rechten Hand ist, töten. Wie schon erwähnt, besitzt das Spiel auch eine Third-Person-Perspektive, diese ist aber alles andere als gut. Die Kameraperspektive bereitet einem Schwindelgefühle, weil sich diese nur chaotisch herumbewegt. Einen kleinen Vorteil hat man aber jedoch, denn Edward läuft dadurch ein klein bisschen schneller, was aber im Spielverlauf kaum benötigt wird. Auch das Umschauen in der Ego-Perspektive ist nicht gerade gut gelöst. So müsst ihr mit dem Fadenkreuz an den Rand des Bildschirms zeigen, um in die gewünschte Richtung zu schauen. Hierbei muss man noch erwähnen, dass man die Schnelligkeit nicht umstellen kann. Während der Flucht aus dem Gebäude findet man schließlich in der Tief-Garage ein Auto. Nachdem man mithilfe des A-Buttons eingestiegen ist, fahren wir auch gleich los. Nebenbei hat man die Möglichkeit, sich im Auto umzuschauen und die Sonnenblende und das Schließfach des Beifahrers zu benutzen. Auch hier ist der Wechsel zwischen Ego- und Third-Person-Perspektive vorhanden. Mit dem Button B könnt ihr Gas geben und durch eine Lenkradhaltung mit der Wii-Remote und Nunchuk kann die Fahrt auch schon losgehen. Ein kleiner Tipp am Rande: Ihr könnt auch nur die Wii-Remote hoch halten zum Steuern… Atari hat extra die Steuerungsvariante so gezeigt, dass es nach einer Lenkradhaltung aussieht. Aber zurück zum Thema. Am Anfang ist die Steuerung ziemlich kompliziert, aber nach ein paar Übungen gewöhnt man sich an das Fahrgefühl. Seid ihr mit dem Auto im Freien, müsst ihr vor einem bösen, gewaltig großen Monster abhauen, das Spalten in den Boden schlägt. Dabei müsst ihr den Spalten sowie Teilen von zerstörten Gebäuden, die eingestürzt sind, oder Geisterfahrern ausweichen. Ein sehr komisches Feature ist, wenn man keine Lust auf ein bestimmtes Level hat oder wenn man nicht weiter kommt, kann man wie in einer DVD das Kapitel einfach überspringen. Dies gab es bis jetzt noch nie in einem Spiel, ist aber ein netter Zusatz. Einen Multiplayer-Modus unterstützt Alone in the Dark leider nicht.



Leider ist Alone in the Dark grafisch nur auf PS2-Niveau und somit nur ein billiger Port. Warum kapieren die Entwickler nicht, dass die Wii viel mehr auf dem Kasten hat? Denn hätte man die Grafik ein bisschen besser hinbekommen, wäre das Spiel um Längen besser geworden. Die schwammigen Texturen sowie die hässlichen Charaktergestaltungen zaubern die Version nicht gerade ins Positive. Was einen auch verwundert, ist, dass bei dem Port die Grafik nicht sauber entwickelt wurde, denn so sinkt meistens die Framerate in die Tiefe. Auch die hübschen Effekte, die sie noch eingebaut haben, runden das Ganze leider nicht all zu viel ab. Die Animationen der Charaktere sind ganz ordentlich geworden und die Atmosphäre kommt beim Spieler ganz gut rüber. Die Physik des Spiels ist für Wii-Verhältnisse ziemlich gut gelöst. Das Spiel unterstützt nicht den HDTV-/16.9-Modus.

Eins muss man den Entwickler/Komponisten lassen, der Soundtrack des Spiels ist für das Genre Surival-Horror ziemlich gut inszeniert. Die Musik passt sehr gut zum Geschehen. Was leider die Wertung vom Sound total in den Abgrund zieht, ist die schreckliche und miserable deutsche Synchronisation. Die Sprecher sprechen unmotiviert und, die Mundbewegungen passen nicht exakt mit den Sprechern überein, was das Ganze sehr komisch aussehen lässt. Zudem kann man den gut gelungenen Soundtrack nicht im Dolby Pro Logic 2-Modus genießen.

Fazit (3):
Wie man bloß so einen Blockbuster ruinieren kann… Atari hätte dem Spiel viel mehr Feinschliff geben müssen und schon wäre das Spiel viel besser geworden. Stattdessen bekommen wir ein Spiel voller Fehler serviert. Die Steuerung besitzt einfach viel zu viele Kinderkrankheiten und ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Genau dasselbe mit der Grafik. Hätte man die Grafik für die Wii extra entwickelt, hätte sie bestimmt besser ausgesehen und Alone in the Dark hätte eine viel bessere Framerate erreicht. Der Soundtrack des Spiels ist ein kleines Meisterwerk, doch leider muss die Synchronisation alles kaputt machen. Leider fesselt nur die Story, denn man will im Laufe des Spiels immer wieder erfahren, wie es mit Edward weiter geht. Ich weiß, dass das harte Worte sind, aber wie wir alle wissen, hat die Wii viel mehr auf dem Kasten. Schade, dass unsere Lieblingskonsole von solchen Ports gequält wird. Im Endeffekt würde ich Fans von damals raten, das Spiel erst einmal Probe zu spielen, bevor man sich es kauft. Oder es lieber einfach sein lässt.

 

Autor: Dennis Meppiel

 

Vielen Dank an Atari für die freundliche Bereitstellung von Alone in the Dark!


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