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Disney Micky Epic: Die Macht der 2 (Wii) // Test // Review

Disney Micky Epic: Die Macht der 2
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
17.11.12
Disney
Junction Point
Jump'n'Run
2
Ab 6 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Disney Micky Epic: Die Macht der 2

Mit Micky Epic: Die Macht der 2 wird eine Saga fortgesetzt, die mit dem ersten Teil für viel Aufsehen sorgte. Die ersten Artworks zeigten eine düstere und verfallene Welt, und der Name Epic Mickey (so heißt das Spiel in den USA) ließ auf großes hoffen. Am Ende konnte Micky Epic (die beiden Wörter wurden für den Europa-Release umgedreht) die Erwartungen allerdings nicht ganz erfüllen, da es bunter war als gedacht und die dahinterstehende Idee mit dem Pinsel nicht konsequent genug umgesetzt wurde. Doch Entwickler-Legende Warren Spector wollte trotzdem einen zweiten Teil machen, und diesen haben wir nun mit Micky Epic: Die Macht der 2 vor uns.



Bereits im ersten Teil waren die Figuren aus dem Wasteland dem Vergessen anheimgefallen. Um sich wieder in Erinnerung zu rufen, heckte der Mad Doctor einen teuflischen Plan aus, der jedoch von Micky Maus vereitelt werden konnte. Nun rufen die vergessenen Bewohner aber erneut nach der bekannten Maus, da mysteriöse Beben viele Teile ihrer Welt zerstört haben. Zusammen mit Oswald, dem glücklichen Hasen und Ex-Rivalen von Micky, macht sich der Mäuserich auf herauszufinden, was dahinter steckt. Für Misstrauen sorgt der Mad Doctor, der sich scheinbar gewandelt hat und nun beim Wiederaufbau der Stadt helfen will. Und dieser verrückte Wissenschaftler sorgt auch gleich für eine der Neuerungen: Den Großteil des Spiels über singt er!

Ja, richtig gelesen. Ganz in der Tradition der alten abendfüllenden Disney-Zeichentrickfilme wurden diesmal Sangesparts aufgenommen, die ziemlich cool geworden sind. Schade ist nur, dass sich das Singen fast ausschließlich auf den Mad Doctor beschränkt und die deutsche Übersetzung manchmal etwas holprig ausgefallen ist. Auf die englische Sprache lässt sich die Sprachausgabe leider nicht umstellen, ihr habt nur die Wahl zwischen Deutsch, Französisch und Italienisch. Warum die englische Sprache fehlt, ist mir schleierhaft. Aber ich muss auch zugeben, dass die deutsche Vertonung sehr professionell ist und es wirklich Spaß macht, den Unterhaltungen der Figuren zu folgen. So eine tolle deutsche Sprachausgabe würde ich gerne öfter sehen.

Doch ich möchte gleich noch mehr Lob über das Spiel ausschütten: die Grafik kann sich ebenfalls sehen lassen. Alles ist schön bunt, das Kantenflimmern fällt kaum auf und die meisten Zeit über läuft es absolut flüssig. Man sieht einfach, dass es direkt für die Wii entwickelt wurde. Doch ab und zu geht die Framerate in die Knie und ich hatte sogar schon Angst, gleich würde mir das Spiel abstürzen. Besonders merkwürdig, da es keinen ersichtlichen Grund für die Slowdowns gibt. Sie treten halt einfach urplötzlich auf und dann muss man hoffen, dass sie wieder aufhören. In den knapp neun Stunden Spielzeit bis zur Endsequenz hatte ich dreimal damit zu kämpfen. Es geht also, unverständlich bleibt es mir dennoch.

Was ich ebenfalls nicht kapiert habe: Wie haben es die Entwickler geschafft, dass die Kamera noch schlechter ist als im ersten Teil? Schon in Micky Epic war sie nicht ideal, aber in Micky Epic: Die Macht der 2 ist sie störrisch wie ein alter Esel und ich hatte den rechten Daumen öfter auf dem Steuerkreuz, um die Kamera zu justieren, als ich ihn auf der A-Taste zum Springen brauchte. Und das in einem Plattformer…

Doch wie war das eigentlich noch mal, Micky wird begleitet von Oswald? Ganz genau, Micky Epic: Die Macht der 2 ist vorrangig als Koop-Spiel gedacht, da die Maus und der Hase gemeinsam herumlaufen. Viele Rätsel sind dann auch auf die Zusammenarbeit der beiden ausgelegt. Während Micky wie schon im ersten Teil seinen Pinsel schwingt und mit ihm Farbe und Verdünner verspritzt, um Gegenstände verschwinden oder wieder auftauchen zu lassen, hantiert Oswald mit einer Fernbedienung, mit der er Elektro-Stöße aussenden und Schaltpulte manipulieren kann. Spielt ihr zu zweit, funktioniert das auch wirklich hervorragend, da ihr gut zusammenarbeiten müsst, um voran zu kommen. Solltet ihr jedoch alleine spielen, übernimmt die KI den lustigen Hasen.



Doch dann wird es dann stellenweise so richtig ärgerlich, da die KI auf der Höhe eines Taschenrechners von 1990 zu sein scheint. Immer wieder musste ich die richtige Position finden, um Oswald den Befehl geben zu können, seine Fernbedienung einzusetzen. Ein Endgegnerkampf war dank der Oswald-KI unglaublich zeitraubend, da er hauptsächlich darauf basierte, dass Oswald den Gegner ablenkt und betäubt, indem er dessen Geschosse auf ihn zurückwirft. Doch tat er das nie, sodass ich immer nur wenig Zeit hatte, meinen Teil des Kampfes auszuführen (ich möchte hier nicht zu viel verraten, darum halte ich es allgemein). Recht spät im Spiel musste ich sogar bis zum Anfang des Abschnitts zurück, weil Oswald aus welchem Grund auch immer am Eingang stand und sich nicht rührte. Ohne ihn kam ich jedoch nicht weiter.

Um ihn wieder zu motivieren, schmiss ich ihn in die Luft und hing mich an seine Beine, um so ein Stückchen mit ihm zu schweben. Diese Art der Zusammenarbeit werdet ihr öfter brauchen und hebt den Koop-Faktor noch einmal hervor. Nun ja, er schien sich nach dem kleinen Schwebeflug wieder an seine Aufgabe zu erinnern und dackelte mir endlich hinterher. Getrennt sind Mäuserich und Häserich nur, wenn ihr eines der 2D-Level betretet, die hauptsächlich wieder auf alten Disney-Cartoons basieren. In diesen gibt es immer zwei Wege, und ihr könnt jeden davon entweder zu zweit gehen oder euch dazu entscheiden, dass jeder einen anderen nimmt.

Erfreulich ist die Tatsache, dass der Fokus mehr hin zu den Rätseln verschoben wurde und es nur noch wenige Gegner gibt. Vor allem Farbe und Verdünner kommen bei den Denksportaufgaben zum Einsatz. Doch wie schon im ersten Teil ist der Einsatz des Pinsels stark eingeschränkt. Ihr könnt immer nur dafür vorgesehene Flächen und Gegenstände per Pointer verdünnen, damit sie verschwinden, oder anmalen, um sie wieder sichtbar zu machen. Natürlich muss es irgendwo Grenzen geben, damit man nicht das komplette Level auslöscht, aber es ist schon etwas merkwürdig, wenn man einen Teil der Hausfassade auflösen kann, den anderen aber nicht. Die schon aus den Vorgängern bekannten Skizzen spielen nur noch eine Nebenrolle, zudem tauchen keine neuen, altbekannten Charaktere auf.

Die wenigen Gegner und Endgegner könnt ihr entweder mit der Farbe zu euren Freunden machen oder mit dem Verdünner vernichten. Eure Spielweise hat dann Auswirkungen auf die Endsequenz. Ihr habt zudem fast immer verschiedene Möglichkeiten, Aufgaben anzugehen. So könnt ihr Replikatoren (Tore, die immer wieder neue Gegner ausspucken) entweder zerstören oder umprogrammieren. Oder ihr müsst Türme zerstören und könnt entweder Schrott nutzen, um die Luft-Ansaugventile zu verstopfen, oder ihr betätigt als Micky einen Schalter und müsst einer Verdünner-Fontäne ausweichen, während Oswald seine Fernbedienung einsetzt. Das ist cool, doch werden einem die beiden Möglichkeiten schon beim Betreten des Areals vorgekaut und immer wieder meldet sich der Kobold Gus, der euch ebenfalls begleitet, und weist euch darauf hin, was ihr zu tun habt. Sehr nervig!

Wie bereits geschrieben, hatte ich das Ende nach ca. neun Stunden erreicht. Dabei eingerechnet wurden aber auch schon ein paar Nebenaufgaben und zumindest anfangs recht ausführliches Erkunden der Gebiete. Lange dauert es also nicht, bis ihr den Abspann zu Gesicht bekommt. Aber Perfektionisten haben so einiges zu tun. Etliche Anstecker gilt es zu finden, Nebenaufgaben zu erfüllen, Geister zu erwecken und Kostüme zu kaufen und zu finden. Was den Umfang dieser Sammeldinge angeht, spielt Micky Epic: Die Macht der 2 ganz oben mit.



Fazit (7):
Warum muss die Kamera so ätzend sein? Wieso ist das Spiel mit Farbe und Verdünner dermaßen eingeschränkt, dass ich Rätsel theoretisch einfacher mit dem Verdünner lösen könnte, das aber nicht darf und so den umständlichen Weg gehen muss? Am nervigsten aber ist die dämliche KI von Oswald, sobald ihr keinen Koop-Partner in der Nähe habt. Ich hatte in diesem Fall immer eine zweite Wiimote plus Nunchuk neben mir liegen, um schnell selbst die Kontrolle über Oswald übernehmen zu können. Aber ja, Micky Epic: Die Macht der 2 macht Spaß, besonders im Koop. Ja, die Songeinlagen sind (meistens) toll. Und ja, der Charme, der schon den Vorgänger ausmachte, ist immer noch vorhanden. Doch der große Zauber ist verflogen, vor allem, weil Spieler des Vorgängers alles schon kennen und keine neuen Gesichter kennenlernen und Einsteiger mit den Verweisen auf das erste Spiel nicht viel anfangen können.

Autor: Pascal Hartmann

Vielen Dank an Disney Interactive für die freundliche Bereitstellung von Disney Micky Epic: Die Macht der 2!


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