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Merida: Legende der Highlands (Wii) // Test // Review

Merida: Legende der Highlands
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
19.07.12
Disney
Behaviour Interactive
Action-Adventure
2
Ab 12 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Merida: Legende der Highlands

Animationsfilme sind heutzutage gar nicht mehr aus dem aktuellen Kinoprogramm wegzudenken. Angefangen mit Klassikern wie Toy Story, Die Monster AG oder Findet Nemo erscheinen die knallbunten Animationsfilme heute fast im Monatstakt. Und um das Ganze noch realitätsnäher (und für den Kunden teurer) anzubieten, können sich Kinobesucher seit einiger Zeit die meisten Animationsfilme auch in 3D anschauen. Als Disney und Pixar vor einiger Zeit die Verfilmung von Merida: Legende der Highlands ankündigte, lag die Vermutung natürlich nicht allzu fern, dass wir auch in den Genuss eines gleichnamigen Videospiels kommen würden. Ich bin in den vergangenen Tagen durch die raue Landschaft Schottlands gezogen und habe die Wii-Version von Merida: Legende der Highlands getestet.



Die Geschichte der Wii-Version von Merida: Legende der Highlands ist schnell erzählt: Meridas Mutter wurde verflucht und in einen bösartigen Braunbären verwandelt. Doch es kommt noch schlimmer, denn auch die Welt des Spiels wurde vom bösen Mor´du mit einem schrecklichen Fluch belegt. Ihr schlüpft also in die Rolle der jungen Merida, um mit Schwert und Bogen bewaffnet wieder Frieden nach Schottland zurückzubringen. Dabei trefft ihr schon früh auf eine mystische Hexe, welche euch verrät, dass ihr alle acht Areale aufsuchen und vom Bösen befreien müsst. Erst dann kehrt Frieden und Harmonie zurück in die triste Spielwelt von Merida.

Jedes der acht Areale spielt in einer einzigartigen Umgebung. So findet ihr euch im Laufe eures rund sechstündigen Abenteuers im ländlichen Hain, im frostigen Bach oder in einer verschütteten Bergwand wieder. Ihr lauft nun mit dem Control-Stick des Nunchuks einen linearen Weg entlang, besiegt auftauchende Gegner und springt über Hindernisse. Die Gegner könnt ihr dabei auf unterschiedliche Art und Weise besiegen, schließlich ist Merida sowohl im Nahkampf als auch aus weiter Ferne effektiv. Entscheidet ihr euch für den Nahkampf, lauft ihr zu eurem Gegner, schüttelt die Wii-Fernbedienung und trefft euren Widersacher so mit eurer Klinge. Dabei habt ihr übrigens nur einen Schwerthieb zur Auswahl, egal, in welche Richtung oder mit welcher Intensität ihr schüttelt.

Entscheidet ihr euch für euren Bogen, könnt ihr dies mit dem Steuerkreuz eurer Wii-Fernbedienung tun. Drückt ihr nämlich beispielsweise auf die linke Taste des Steuerkreuzes, so schießt Merida automatisch auf einen Gegner auf ihrer linken Seite. Warum sich die Entwickler hier für diese vereinfachte Form des Bogenschießens und gegen den Pointer der Wii-Fernbedienung entschieden haben, ist mir nicht ganz klar geworden. Zumindest optional hätte man diese Variante anbieten können. Im Laufe eures Abenteuers findet ihr übrigens vier verschiedene Medaillons, welche allesamt unterschiedliche Typen aufweisen. Rüstet ihr euren Bogen beispielsweise mit dem Feuermedaillon aus, sollte es für euch ein Leichtes sein, aufkreuzende Gegner im Waldgebiet zu besiegen. Da ihr eure Medaillons ganz einfach mit der C-Taste austauschen könnt, bietet sich der Gebrauch dieser taktischen Funktion sicherlich an.

Grafisch ist das Spiel nicht wirklich schön anzusehen. Man könnte ja meinen, dass die Entwickler zum Ende der Wii-Ära es langsam verstanden haben, optisch ansprechende Spiele zu entwickeln, aber Merida ist definitiv kein Beispiel für diese Theorie. Die Charaktermodelle sind sehr einfach gestaltet, Farben wirken matschig und auch schicke Texturen sucht man vergeblich. Dafür kann der Ton mit deutscher Sprachausgabe und netter Musik aus dem Film punkten. Ihr verfolgt das Spiel übrigens aus einer Art Vogelperspektive, wobei sich die Kamera dabei dynamisch bewegt, je nach Situation. Gerade in Sprungpassagen, in denen ihr über kleine Plattformen springt, hat sich dies teilweise als nachteilig erwiesen, da ihr die Abstände zwischen den Plattformen nicht wirklich abschätzen könnt.

Das Spiel bietet euch übrigens auch Passagen, in denen ihr eure grauen Zellen anstrengen müsst. Denn auch Meridas drei kleine Brüder wurden in Tiere verwandelt und versuchen euch gelegentlich zu helfen. Dies tun sie, indem sie sich in für Merida unerreichbare Gebiete einschleusen. Hier könnt ihr dann zwischen den drei Brüdern hin- und herwechseln und die recht offensichtlichen Schiebepuzzles lösen. Auch gibt es bestimmte Kampfpassagen, in denen ihr in die Rolle eurer Mutter schlüpft. Als Bär habt ihr dann natürlich andere, wesentlich effektivere Angriffe drauf, die den Spielablauf angenehm auflockern. In der Welt von Merida sind darüber hinaus tausende Münzen versteckt, welche ihr auf eurer Reise einsammeln könnt. Passiert ihr zwischendurch mal einen Laden, könnt ihr euch dort Verbesserungen, Erweiterungen oder sogar neue Kampftechniken erwerben. Auch sind in jedem Level neue Kleidungsstücke, Waffen und Erweiterungen für eure Energieleiste versteckt. Es lohnt sich also, bestimmte Levels noch einmal zu spielen. Außerdem könnt ihr das gesamte Abenteuer auch zusammen mit einem Freund bestreiten. Hier nimmt der zweite Spieler die Rolle eines unbekannten Geistes ein und verfügt über nahezu alle Angriffe, die auch Merida beherrscht.



Fazit (6):
Bei der Umsetzung von Merida: Legende der Highlands für die Wii-Konsole handelt es sich um ein solides Abenteuer, auch wenn es euch nur selten positiv überraschen kann. Solides Gameplay mit Schwert und Bogen, abwechslungsreiche Umgebungen und motivierende Sammel- und Upgrademöglichkeiten fesseln euch für einige Stunden an eure Konsole. Sollte euch der Film also gefallen haben und ihr bekommt die Möglichkeit, das Spiel preisgünstig zu erwerben, könnt ihr zugreifen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Kinofilm im August mit mehr Innovationen aufwartet!

Autor: Kevin Maßmann

Vielen Dank an Disney Interactive für die freundliche Bereitstellung von Merida: Legende der Highlands für die Wii!


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