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NBA 2K13 (Wii) // Test // Review

NBA 2K13
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
19.10.12
Take 2
Visual Concepts
Sport
4
Ohne Altersbeschr. USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu NBA 2K13

Ich bin ein fauler Sack und kann mit Sport nichts anfangen. Fußball-EMs und -WMs sind da das höchste der Gefühle. Dementsprechend kann man mich Sport-Spielen jagen, obwohl mein Davonlaufen ja dann doch irgendwie schon sportliche Betätigung wäre. Und wirklich entkommen kann ich einem Testexemplar für den Turm sowieso nicht, weswegen ich mir meine Puste sparte und mein Schicksal akzeptierte, als ich NBA 2K13 aus dem Umschlag fischte. Aber Überraschung, selbst mir als Sport-Muffel macht der aktuellste Basketball-Titel richtig Laune!



Ich muss allerdings zugeben, dass ich auch nach etlichen Partien noch immer nur an der Oberfläche der taktischen Möglichkeiten kratze. Pässe und Drei-Punkte-Würfe kriege ich hin, aber wenn es um all die komplizierten Manöver wie Faceups, Pump Fakes, Jump-Hooks oder Dropsteps geht, verknoten sich meine Finger noch immer regelmäßig. Basketball-Cracks wissen sicherlich, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, aber als Einsteiger wird man sowohl vom Spiel als auch von der Anleitung allein gelassen. Wobei das kleine Heftchen das Wort Anleitung nicht verdient. Auf nicht einmal zweieinhalb Seiten wird die Tastenbelegung für die Wiimote-Nunchuk-Kombi aufgelistet, über den Classic Controller wird kein Wort verloren. Und wer mehr wissen will, findet einen Hinweis, dass man sich die komplette Anleitung doch direkt bei 2KSports herunterladen könne.

Klar, man kann sich die Controller-Belegung auch Ingame anzeigen lassen, aber was sich hinter den Begriffen verbirgt, wird auch hier nicht klar. Das Tutorial ist zwar sogar ganz umfangreich und geht auf die Grundlagen sowie ein paar Kniffe ein, aber selbst wenn ihr euch hier alles angeschaut und ausprobiert habt, bleibt die Steuerung für Einsteiger überladen und kompliziert. Profis werden aber zu schätzen wissen, dass man Würfe, Antäuschungen und Dribblings nun per rechtem Analogstick des Classic Controllers ausführen kann, was einem eine deutlich bessere Kontrolle über den Ball geben soll. Ich muss aber zugeben, dass ich nicht tief genug in der Materie stecke, um das wirklich zu bemerken. Ich komme auch mit den normalen Tasten ganz gut klar und das Timing des Abwurfs gelingt mir per Button besser als per Analogstick. Doch auch als Außenstehender fällt die sehr gute Ballphysik ins Auge. Er prallt im richtigen Winkel vom Korb ab und die Wurfbahnen bei langen Pässen sind realistisch und können daher gut abgefangen werden.

Für einen erfolgreichen Treffer müsst ihr den Knopf bzw. den rechten Analogstick in Wurfrichtung gedrückt halten und im richtigen Moment wieder loslassen. Spielt ihr mit Wiimote und Nunchuk, schwingt ihr die Fernbedienung nach oben und müsst sie im richtigen Zeitpunkt wieder nach unten schwingen. Hier ist das Spiel großzügiger, was eure Trefferquote angeht, dafür hatte ich aber ein ums andere Mal Probleme mit der Erkennung meiner Wurfbewegung. Genauer gesagt haben meine Spieler immer mal wieder den Ball schon direkt nach dem Einwurf in hohem Bogen in Richtung des gegnerischen Korbes geworfen, weil die kleinste Bewegung der Wiimote anscheinend als Wurf erkannt wurde. Das ist sehr ärgerlich, da man so seinen Ballbesitz verschenkt. Im Großen und Ganzen sollten Einsteiger zur Wiimote greifen, aber eine ruhige Hand bewahren, und wer mit mehr Kontrolle aufs Spielfeld gehen will, schnappt sich einen Classic Controller.

NBA 2K13 wirft euch nach dem Starten auch gleich ins Menü für ein schnelles Spiel. Mit dem rechten Analogstick gelangt ihr dann ins Hauptmenü und könnt das auch aus jedem Untermenü heraus tun. Wirklich gute Sache, weil man so schnell wieder aus den verwinkelten und umfangreichen Menüs an die Oberfläche gelangt. Neben den normalen Spielen könnt ihr euch zum Beispiel an 16 Challenges versuchen, ganze Saisons starten oder direkt in der Endrunde einsteigen sowie eine Karriere starten. In dieser kreiert ihr euch einen eigenen Spieler. Wer sich vorher jedoch nie mit den verschiedenen Positionen auf einem Basketball-Feld beschäftigt hat, sollte sich spätestens hier kundig machen. Denn je nachdem, ob ihr als Guard, Center oder Forward spielt, müsst ihr euch an diese Position anpassen. Zusätzlich müsst ihr euch dafür entscheiden, ob ihr zum Beispiel lieber selber Punkte machen oder ein Assist werden wollt (also mit den richtigen Pässen dafür zu sorgen, dass eure Teamkameraden punkten).



Leider ist der Editor nicht sehr umfangreich, so gibt es nur vier Gesichtstypen und drei Frisuren. Langhaarige Hippie-Basketballer könnt ihr euch nicht erstellen. Vor einem Spiel bekommt ihr dann Ziele angezeigt, die ihr erfüllen müsst. Diese können sein, eine bestimmte Anzahl an Punkten zu erzielen oder das Teamlevel durch das Ausfüllen eurer Position auf ein bestimmtes Level zu heben. Mit der Zeit erhaltet ihr Punkte, die ihr dann in zahlreiche Attribute verteilen könnt, sodass euer Basketballer immer besser wird. Hier solltet ihr auch beachten, dass kleinere Spieler mehr Punkte erhalten als größere, um das Handicap auszugleichen, das mit einer geringeren Körpergröße in dieser Sportart daherkommt. Wer sich hier wirklich reinfuchst, wird jede Menge Zeit damit verbringen können, seinen persönlichen Star heranzuzüchten.

Besonders spaßig wird es aber im Multiplayer, wenn ihr 2 v.s 2 antretet. Dann dreht das Spiel zur Höchstform auf, allerdings werdet ihr erst einmal eine gewisse Zeit brauchen, bis ihr eure Spieler auseinanderhalten könnt. Denn anstatt vier klar voneinander unterscheidbare Farben zu wählen, entschieden sich die Entwickler für nur kleine Unterschiede innerhalb eines Teams, sodass man nicht immer weiß, ob man nun gerade selbst am Ball oder ob das doch der Teamkollege ist, der neben einem auf der Couch sitzt. Online-Modi gibt es in der Wii-Version von NBA 2K13 leider keine, sodass auch einige Features der HD-Konsolen unter den Tisch fallen. So gibt es keine ständig aktualisierten Kader (der Stand der Wii-Fassung beruht auf dem 02. Juli 2012), ihr könnt keine aktuellen Spiele „vorspielen“ und der MyTeam-Modus ist auch nicht enthalten. Gerade letzteres dürfte auf den anderen Konsolen für Langzeitmotivation sorgen, da ihr darin euer eigenes Team anhand realer und ständig angepasster Spielerleistungen erstellt und online gegen andere Teams antretet. Aber wie gesagt, nicht auf der Wii.

Vollständig enthalten ist aber die unglaublich tolle Atmosphäre, die selbst mich als Sportmuffel sofort in den Bann gezogen hat. Das Publikum jubelt und kreischt, die Kommentatoren reden ununterbrochen - wobei es wirklich erstaunlich ist, wie abwechslungreich die Aufnahmen geworden sind und wie gut sie teilweise zu den einzelnen Situationen passen – und die Wiederholungen zeigen die besten Dunks und Korbleger in ansprechenden Kameraperspektiven. Hier fallen nur die doch sehr kantigen Spielermodelle auf, auch die Animationen wirken aus der Nähe nicht ganz rund. Doch meistens seht ihr eh alles von weiter weg und hier gibt es dann nichts zu meckern. Für ein Wii-Spiel sieht NBA 2K13 nämlich wirklich gut aus (die einzigen offiziellen Screenshots zur Wii-Version, die wir hier verwenden, bringen das leider überhaupt nicht rüber). Dass es auch abseits der Halle gut klingt, dafür hat der bekannte Rapper und Produzent Jay-Z gesorgt. Der Soundtrack besteht jetzt nicht aus wirklich vielen Songs, aber dafür haben mir doch alle Lieder sehr gut gefallen. Überrascht war ich, dass selbst die Band U2 mit einem Song vertreten ist. Aber die meiste Musik ist doch eher dem Hip-Hop zuzuordnen.

Doch wenn es eines gibt, womit mich NBA 2K13 wirklich umgehauen hat, dann ist es die schiere Anzahl an Reglern, mit denen man das Spiel seinen Wunschvorstellungen anpassen kann. Treffen die Sportler eurer Meinung nach zu oft? Dann verringert die Trefferwahrscheinlichkeit. Wollt ihr so richtig Adrenalin tanken? Dann erstellt euch ein Spiel, in dem ihr erst im vierten Viertel einsteigt und mit zwanzig Punkten zurückliegt. Wollt ihr die Teamstrategie ändern? Dann nutzt einen Time-Out, um innerhalb des Zeitlimits von der Defense volle Kanne in die Offense zu schalten. Euch nerven die Einwechslungen, weil eure Basketballer zu schnell erschöpfen? Dann raus mit dem Erschöpfungs-Feature! Und so weiter und so fort. Es ist einfach unglaublich, was man alles einstellen kann. Einen wirklichen Nutzen wird man davon aber nur haben, wenn man sich wirklich intensiv mit dem Spiel beschäftigt. Wer einfach nur ab und zu ein paar Dunks hinlegen will, der kann auch alles bei den Standard-Einstellungen belassen und trotzdem jede Menge Spaß haben.



Fazit (9):
Wer auf Basketball steht, kommt um NBA 2K13 nicht herum. Das liegt natürlich hauptsächlich daran, dass es das einzige aktuelle Basketball-Spiel ist. Aber wir können es 2KSports trotzdem hoch anrechnen, dass sie dies nicht ausnutzen und eine halbherzige Portierung auf die Wii bringen, wie es EA mit Fifa 13 getan hat. Ja, Online wurde komplett gestrichen und somit fehlt ein großer Modus der anderen Versionen auf PS3 und Xbox 360, aber auch ohne bekommen Fans des Ballsports eine extrem umfangreiche Packung, die dazu noch toll aussieht. Was hier für eine Hallen-Atmosphäre rübergebracht wird, ist wirklich erstaunlich. Dank der vielen Einstellungsmöglichkeiten könnt ihr das Spiel auch an eure Präferenzen anpassen und euch so zum Beispiel auch ein flottes Arcade-Spielchen basteln, in dem so gut wie jeder Wurf sitzt. Einzig die Steuerung braucht einige Zeit, bis ihr die taktischen Kniffe und Möglichkeiten auch wirklich nutzen könnt. Doch schon mit den Grundlagen allein macht NBA 2K13 Laune ohne Ende und ich freue mich schon auf die Wii U-Version, wenn ich die dann testen darf. Unglaublich, dass ich mich einmal so richtig auf ein Sport-Spiel freue!



Autor: Pascal Hartmann

Vielen Dank an 2KSports für die freundliche Bereitstellung von NBA 2K13!


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