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Ralph reichts (Wii) // Test // Review

Ralph reichts
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
30.11.12
Activision
Activision
Jump'n'Run
1
Ab 6 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Ralph reichts

Mit Ralph Reichts brachte Pixar einen Film in die Kinos, der Gamern wegen dutzenden Anspielungen auf die Branche das Herz höher schlagen lässt. Doch der Film lohnt sich nicht nur für diejenigen, die ihre Zeit gerne mit Videospielen verbringen, sondern auch für alle anderen. Ich persönlich habe mich in den Film regelrecht verliebt und kann jedem empfehlen, sich Ralph Reichts einmal anzuschauen. Doch als das Spiel zum Film (über Spiele, alles so verwirrend) bei mir im Briefkasten lag, war ich skeptisch. Hat Activision das Potenzial des Films genutzt und eine ordentliche Filmumsetzung auf den Markt gebracht?


 
Die „Story“ des Spiels setzt quasi direkt an den Ereignissen am Ende des Films an, weshalb diejenigen, die den Film noch nicht gesehen haben und nicht wissen wollen, wir er endet, besser schon zum nächsten Absatz springen. Die Welt von Sugar Rush ist also gerettet und Vanillope will ihr erstes Rennen als Prinzessin des Spiels absolvieren. Als Ralph plötzlich über ein übriggebliebenes Cybug-Ei stolpert, fällt dieses auch direkt in einen Sirup-See und vervielfältigt sich rasend schnell. Es kommt also (erneut) zu einer Cybug-Invasion, dieses Mal jedoch nicht nur in Sugar Rush, sondern auch in Fix It, Felix und Heroes of Duty. Nun machen sich Ralph und Felix gemeinsam auf in den Kampf gegen die schrecklichen Cybugs, bevor sie die gesamte Gaming-Arcade zerstören!
 
Doch wie sieht nun die Umsetzung eines Films aus, in dem verschiedene Gaming-Genres vorkommen? Ist Ralph Reichts ein spannender Shoter, so wie es bei Heroes of Duty der Fall ist, rast man mit leckeren Süßigkeitenautos durch die Gegend oder vielleicht sogar beides zusammen auf einem Haufen? Oder bringt uns Activision einen spannenden Genre-Mix mit viel Abwechslung, bei dem einem die Spucke im Mund wegbleibt? Die Antwort: Nein. Ralph Reichts ist ein einfaches Jump'n'Run-Spiel, wie es schon hunderte davor gab. Ihr übernehmt die Rollen von Ralph und Felix, zwischen denen ihr jederzeit wechseln könnt. Dabei hat jede der beiden Figuren ihre eigenen Fähigkeiten. So beherrscht Felix einen Doppelsprung, kann kaputte Schalter reparieren, wirft seinen Hammer auf die Feinde und beherrscht sogar einen Wandsprung. Bei Ralph hingegen zählt nur rohe Kraft. Mit ihm könnt ihr Kisten zerschlagen, die Feinde schneller besiegen, Kisten verschieben und Leitern hinaufklettern. Warum Felix nicht zu letzterem in der Lage ist, erschließt sich mir übrigens nicht so ganz.
 
Nach einem kurzen Tutorial-Level, in dem die Steuerung von Ralph reichts erklärt wird, habt ihr die Wahl, in welchem der drei Spiele ihr mit der Ungezieferentfernung beginnen wollt. Jedes Spiel besteht aus fünf Stages, wovon eine davon einen Bosskampf darstellt. Unverständlicherweise jedoch kann man die Bosskämpfe erst dann bestreiten, wenn ALLE zwölf normalen Jump'n'Run-Level abgeschlossen sind. Warum man nicht einfach direkt jedes Spiel in einem Rutsch beenden kann, verstehe ich nicht. Auf diese Weise spielt man die zwölf Level (was übrigens nicht besonders lange dauert) und bekämpft dann direkt alle drei Bosse, entschuldigt, vier Bosse hintereinander. Gegen den letzten Boss geht es dann nämlich direkt nach dem Sieg über die anderen drei. Eine sehr merkwürdige Design-Entscheidung.
 
Grafisch hat Ralph Reichts sicherlich keinen Pokal verdient, aber dennoch versprüht die Aufmachung einen gewissen Charme. Schon das Titelbild, das komplett im Retro-Stil gehalten ist, weiß zu gefallen. Auch Felix und Ralph sind absichtlich sporadisch animiert, beispielsweise beim Sprung, da man sich somit an die „guten, alten Zeiten“ anlehnt. Die Level zu Fix It, Felix und Heroes of Duty sind nun nicht besonders spannend, allerdings überzeugt dann Sugar Rush ziemlich. Das Setting an sich birgt ja generell schon viel Potenzial, was auch im Film gut genutzt wird. So stößt man auf Pudding, der als Spungplattform genutzt wird, man darf nicht in die heiße Cola fallen, springt von Zuckerstange zu Zuckerstange, muss den gefährlichen Gummi-Würmer ausweichen und vieles mehr.
 
Das Design der Level hat es mir wirklich angetan und ich bin enttäuscht darüber, dass man hier scheinbar seine gesamte Kreativität verballert hat. Der musikalische Aspekt ist übrigens nicht wirklich erwähnenswert, denn die Musik dümpelt so im Hintergrund vor sich hin und überzeugt nicht wirklich, aber nervt auch nicht. Nervig hingegen ist die deutsche Sprachausgabe, die nicht von den deutschen Sprechern aus dem Film stammt und dessen Qualität stark darunter leidet. So nerven die Sprüche von Felix und Ralph schnell. Schaltet man jedoch das Spiel auf Englisch, hat man dort die originalen englischen Sprecher, welche auch viel coolere Sprüche auf den Lippen haben. („If you're bored, call a plumber!“)
 
Hat man die 15 Level durchgespielt, rollt der Abspann über den Bildschirm und das Spiel ist geschafft. Dies ist alles an einem Abend machbar, ich habe für einen Durchgang nicht einmal dreiStunden gebraucht. Das ist schon ein wenig enttäuschend. Jedoch schaltet ihr dann ein New Game+ frei, das stärkere Gegner und keine Checkpoints beinhaltet. Dies ist dann für Highscore-Jäger, die sich einer Herausforderung stellen wollen, durchaus interessant. Alle anderen legen das Spiel wohl weg und werden es wahrscheinlich nie wieder spielen. Da helfen auch die sammelbaren Medaillen und Easter Eggs (natürlich in Form eines Ostereis) nichts. Für kurze, spaßige Freude sorgt der Cheat-Modus, welcher euch bei richtiger Code-Eingabe Dinge wie Unbesiegbarkeit oder One-Hit-Kills beschert.


 
Fazit (5):
Ein Spiel zu Ralph Reichts hatte großes Potenzial und Activision hat es erfolgreich gegen den Baum gefahren, da man auf schnelles Geld aus war. Ich wurde beim Spielen gut unterhalten und die Jump'n'Run-Action ist durchaus gut, aber mehr auch nicht. Die nervige Synchronisation und der praktisch gar nicht vorhandene Inhalt sind jedoch wirklich traurig. Hätte man doch wenigstens noch einen Koop-Modus eingebaut (mit dem in den USA übrigens geworben wird, obwohl es ihn nicht einmal gibt)! So bleibt das Ralph reichts-Videospiel ein Titel, den man sich höchstens für einen Zwanziger (oder weniger) auf dem Grabbeltisch kauft oder einfach in der Videothek ausleiht. Schade.

Autor: Eric Sohr

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung von Ralph reichts!

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