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Metroid Prime Trilogy (Wii) // Test // Review

Metroid Prime Trilogy
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
04.09.09
Nintendo
Retro Studios
Ego-Shooter
4
Ab 16 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Metroid Prime Trilogy

Was würde Franz Beckenbauer sagen: „No ist dönn schon Woihnachten?“ Denn so etwas gab es bis jetzt von Nintendo noch nie. Nintendo bietet exklusiv für die USA und Europa eine Sammler-Edition mit allen drei Metroid Prime-Teilen für die Wii an. Darin enthalten sind die Gamecube- sowie der Wii-Ableger. Und das Beste kommt noch: Die Edition kostet gerade einmal so viel wie ein Vollpreis-Titel! Ob die Metroid Prime Trilogy den Test in unserem Testlabor bestehen konnte, erfahrt ihr im nachfolgenden Text.



Bestimmt hat unser lieber Redakteur Pascal schon ziemlich viel Angst, wenn er diese Zeilen liest. (Hatte ich auch schon vorher.: Anm. von Pascal) Denn ich erkläre ja immer gerne Story sowie Steuerung von jedem Spiel. Aber keine Sorge! Natürlich werde ich jetzt nicht die ganze Geschichte der drei Teile erzählen, sondern nur, wie die Trilogy mit welchem Ereignis überhaupt zustande kam.

Angefangen hat das Metroid Prime-Chaos im Jahre 20X5 (Kosmische Zeitrechnung). Eines Tages wurde in einer schnellen Aktion ein Forschungsschiff der Galaktischen Föderation vom Weltraumpiraten-Schiff angegriffen, welches eigentlich auf der Rückkehr zur Basis war. Leider wurde jedes Besatzungsmitglied von den Weltraumpiraten gnadenlos ausgelöscht. Aber wie ihr Piraten kennt, müssen sie alles klauen, was sie an Bord finden. So haben sie eine wertvolle Fracht gefunden, die mehrere Exemplare von einer unerforschten Spezies namens Metroid beinhaltet. Doch die Galaktische Föderation gibt sich nicht geschlagen und beauftragt Elite-Kopfgeldjägerin Samus Aran mit der vollständigen Eliminierung der Weltraumpiraten sowie der Auslöschung der Metroids. Schon bald eliminierte Samus die gesamte Basis auf der Oberfläche von Zebes und neutralisiert in einer epischen Schlacht die Besitzerin des Planeten, eine biomechanische Kreatur namens Mother Brain. Ihre Mission schien erledigt, man dachte, die Pläne der Weltraumpiraten seien vereitelt worden. Jedoch nicht alle Weltraumpiraten wurden vernichtet und so gelang einigen die Flucht in den Orbit um Zebes. Diese Gruppe kehrt nun auf Zebes zurück, um ihren Stützpunkt neu aufzubauen, während eine andere Gruppe auf andere Planeten gereist ist, um verwertbare Energievorkommen zu suchen. Nach einigen Forschungen registriert ein Suchtrupp eine hoch aktive Energiesignatur auf dem Planeten Tallon IV.  Doch die Piraten stoßen auf mehr: wertvolle Schätze wie zum Beispiel antike Ruinen, Artefakte der hoch entwickelten Chozo-Zivilisation und sogar auf mächtige Ströme reiner Energie, die von einem Meteor abstammen, der tief unter den Überresten des Chozo-Tempels versiegelt wurde. Das Element, welches der Meteor ausstrahlt, nennt sich Phazon – ein äußerst potentes Mutagen. Dieser Stoff veranlasst die Weltraumpiraten zu Experimenten, in denen sie das Phazon mit Lebewesen in Verbindung bringen, die daraufhin zu gefährlichen Kreaturen mutieren. Die Piraten versuchen zusätzlich, die Versieglung des Tempels zu durchbrechen, um an den Meteor zu gelangen, welchen Sie für den Ursprung des Phazon halten. Nichtsdestotrotz verhindert ein Rätsel jede Infiltration des heiligen Tempels. Und hier fängt auch die Geschichte an, in der Samus ein Schiff der Weltraumpiraten erfasst hat und ihnen auf Tallon IV folgt. Diese Story verspricht ein episches Abenteuer, welches auf drei Teile gestreckt wird.

Bevor ihr euch in die Abenteuer von Samus Aran stürzen dürft, erwartet euch in jedem Teil ein Tutorial, welches sehr genau die Steuerung erklärt. Da sich die drei Spiele von der Steuerung her sehr ähneln, werde ich diese zusammenfassen. Mit dem Controlstick des Nunchuk-Controllers habt ihr die Berechtigung, Samus zu steuern. Sie hat immer noch ihre gewohnten Eigenschaften, denn sie kann springen und mit ihrer Waffe, welche irgendwie an ihrem rechten Arm montiert ist, auf ihre Feinde schießen. Jedoch fällt es besonders Anfängern schwer, die Gegner mit dem freien Zielen zu treffen. Deshalb gibt es eine Möglichkeit, den Z-Button zu drücken, um damit Objekte oder Gegner anzuvisieren; das heißt, ihr braucht nur noch zu schießen und schon trefft ihr eure Gegner problemlos. Wenn ihr jetzt denkt, dass dies alles war, habt ihr euch schwer getäuscht. Jedes Spiel der Trilogie beinhaltet auf dem digitalen Steuerkreuz verschiedene Waffen. So gibt es zum Beispiel in jedem Spiel als Standard die durchschlagskräftige Rakete, die euch fast jeden Weg freimachen. Wenn ihr ein Objekt oder Lebewesen mit der Z-Taste anvisiert habt, gelangen auch die Raketen automatisch zu diesem Punkt. Im jeweiligen Spielverlauf habt ihr immer mehr Waffen in eurem Besitz, die Samus fast unbesiegbar machen. Auf der Minus-Taste könnt ihr das Visor-Menü öffnen und euch aussuchen, ob ihr etwas scannen oder etwas anderes machen wollt. Dies dient meistens dazu, dass ihr wichtige Informationen über Boss-Kämpfe oder über andere Gegenstände erhaltet. Da die Schauplätze sehr groß sind und man oft die Übersicht verliert, könnt ihr eine Karte aufrufen, die euch einen Überblick verschafft, wo ihr gerade seid. Das waren jetzt die Grundlagen, die man bei der Metroid Prime Trilogie kennen sollte, um sich in den Spielen wohl zu fühlen. Weitere Aktionen mit der Steuerung lernt ihr in den Spielen selbst besser kennen.

Kommen wir aber zum Spielsystem selbst, denn ihr seid auf unterschiedlichen Gebieten und Planeten, wo ihr diverse Gegner eliminieren, Objekte einscannen und einen Weg finden müsst, um weiter zu kommen. Meistens lassen sich neue Türen erst öffnen, wenn ihr ein spezielles Upgrade eurer Fähigkeiten besitzt. Manchmal erhaltet ihr ein Waffe-Upgrade, mit dem ihr zum Beispiel Felsen wegsprengen könnt, zum anderen gibt es auch ein Update, das es euch ermöglicht, Sachen zum schmelzen oder einfrieren zu bringen. Auf der oberen rechten Seite des Bildschirms wird eine kleine Karte angezeigt, welche euch angibt, in welchem Gebiet ihr euch gerade befindet. Die Karte ist sehr hilfreich, weil die Level sehr groß und komplex aufgebaut sind. Falls ihr schon Räume besucht habt, werden diese farblich vermerkt, damit ihr Bescheid wisst, dass ihr dort schon wart. Im ersten Teil wird euch bereits die gesamte Karte gezeigt, wobei zum Beispiel im dritten Teil die Karte erst angezeigt wird, wenn ihr das komplette Kartensortiment eingesammelt habt. Vom Schwierigkeitsgrad her muss man sagen, dass der zweite Teil klar der schwierigste Teil der Trilogie ist. Macht euch auf was gefasst! Die Bosskämpfe hingegen wurden sehr episch inszeniert und euch erwartet immer ein sehr spannendes Duell, welches von einer Viertel- bis zu einer halben Stunde andauern kann.

Natürlich hat man auch den Multiplayer-Modus aus Teil Zwei übernommen und feiert sein Comeback auf der Nintendo Wii. Zwar könnt ihr immer noch keine Online- und Lan-Matches ausführen, aber nichtsdestotrotz könnt ihr immer noch in einfachen Deathmatches und rasanten Münzjagden im Splitscreen Duelle mit Freunden bestreiten. Bis zu vier Spieler können sich durch verzweigte Levels jagen, die viele Abkürzungen, Treppen oder Etagen bieten. Ihr müsst eure Freunde mit Raketen oder einem Laser abknallen oder könnt als Morphball schnell Punkte einsammeln und euch vom Staub machen. Falls ihr es schafft, eure Gegner zu scannen, könnt ihr ihre Ausrüstung stehlen.

Neben den drei Teilen zur Metroid Prime-Serie bietet euch nicht nur der dritte Teil, sondern jetzt auch die ersten zwei Spiele ein Belohnungs-System. Dieses zeigt euch, was für eine gewisse Anzahl an Gegnern erfolgreich erledigt wurde. Dadurch bekommt ihr spezielle Abzeichen und mit diesen könnt ihr diverse Extras frei spielen. Auch selbst gemachte Screenshots könnt ihr via WiiConnect24 an eure Freunde verschicken.



Die ersten beiden Teile der Metroid Prime-Serie bieten für die damaligen Verhältnisse eine außergewöhnliche Grafik, die sogar bis zur heutigen Wii-Zeit äußerst erstaunlich ist. Natürlich hatte man den dritten Teil damals etwas aufpoliert, welcher natürlich auch noch sehr hübsch inszeniert ist. Aber wenn man sich die ganzen schönen Level-Details anschaut und all das mit The Conduit vergleicht, fällt einem schnell auf, dass viel Abwechslung in Metroid Prime geboten wird. Nichtsdestotrotz sehen Metroid Prime 1, 2 und 3 besonders im EDTV/HDTV-Modus einfach nur gut aus und bieten in allen drei Teilen einen 16:9-Modus und präsentieren sich von der schönsten Seite. Aber anders sind wir es ja nicht von Nintendo gewohnt, denn sie lassen den Spieler mit sehr scharfen Texturen, sehr hoch detaillierten Landschaften und Objekten erstaunen. Jeder Level bietet seine eigene Atmosphäre und die vielen Gegenden haben alle ihren eigenen Charme.

Aber natürlich dürften nicht nur das Gameplay und die Grafik überzeugen, denn auch der Sound hat es wie immer richtig in sich! In den ersten beiden Teilen ist keine großartige Sprachausgabe mit von der Partie, die aber seinen Weg dann in den dritten Teil gefunden hat. Diese ist zwar auf englisch gehalten, aber mit deutschen Untertiteln übersetzt worden. Auch viele Effekte wie zum Beispiel Schüsse oder Explosionen wurden mit passenden Samples untermalt. Jedes Level hat ein eigenes Lied bekommen und passt sich perfekt der Atmosphäre an. Die Lieder wurden mit Synthesizern, gepaart mit Chorstimmen, aufgenommen und bringen die Science-Fiction-Atmosphäre perfekt rüber.

Fazit (10):
Was soll man dazu noch sagen? Einfach spitze, dass Nintendo sich endlich dazu entschieden hat, alle drei Metroid Prime-Teile für die Wii in einer Sammler-Collection heraus zu bringen. Diese Spiele machen einfach eine perfekte Figur und können im Gameplay-, Grafik- und Sound-Bereich richtig punkten. Nach all den Jahren, die die Retro-Studios mit der Metroid Prime-Reihe verbracht haben, können wir uns nun vielleicht sogar auf Neu-Entwicklungen gefasst machen. Zusätzlich erhaltet ihr in der Sammleredition ein paar Artworks, die euch zeigen, wie die Entwicklung zur Metroid Prime-Serie ablief. Mit der Collection seid ihr mehr als 30 Stunden gut bedient und könnt die gelungene Steuerung sowie die anderen Kleinigkeiten in diesem Spiel genießen. Ich kann euch einfach eine 100%ige Kaufempfehlung mitteilen, denn Hardcore-Spieler kommen voll auf ihre Kosten!



Autor: Dennis Meppiel


Vielen Dank an Nintendo of Europe für die freundliche Bereitstellung von Metroid Prime Trilogy!


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