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Alice im Wunderland (Wii) // Test // Review

Alice im Wunderland
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
04.03.10
Disney
Etranges Lib.
Action-Adventure
2
Ab 12 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Alice im Wunderland

Das legendäre Buch "Alice im Wunderland" von Lewis Caroll gehört zu den bedeutendsten Kinderbüchern überhaupt und wird bis heute noch gerne als Vorlage für andere Geschichten und Filme genutzt. Seit der Erstausgabe von 1865 sind unendlich viele Neuauflagen, Theateraufführungen und Spielfilme produziert worden. Nach 27 Filmversionen wagt sich nun auch das Regisseur-Genie Tim Burton an eine Umsetzung für die Kinoleinwand. Mit 3D-Effekten, viel CGI und Johnny Depp will Disney mit dem Filmmeister erneut die Kinosäle füllen. Da darf natürlich auch das passende Videospiel nicht fehlen.

Alice im Wunderland Wii

In der Originalgeschichte wird Alice während eines langweiligen Picknicks mit ihrer Schwester auf ein weißes Kaninchen aufmerksam. Aus Neugier folgt sie schließlich dem Hasen in dessen Bau. Dabei landet sie in einer traumartigen Unterwelt, die vor Absurditäten nur so strotzt. Im neuesten Kinoabenteuer flüchtet die junge Frau zehn Jahre später erneut ins Wunderland. Dabei verzichtet das Spiel auf die im Film auftretende Erklärung für ihr Handeln, nämlich ihre bevorstehende Hochzeit, und zeigt Alice anfangs wieder beim Picknicken. Nach ihrer Rückkehr bemerkt sie aber schnell, dass sich in ihrer Zweitheimat einiges geändert haben muss, denn diesmal treibt die Rote Königin mit dem abscheulichen Jabberwocky ihr Unwesen.

Im folgenden virtuellen Abenteuer spielt ihr insgesamt die fünf wichtigsten Mitglieder des Unterlander Widerstands. Den Märzhasen, den verrückten Hutmacher, das weiße Kaninchen, die Grinsekatze und die Haselmaus. Mit dieser Truppe gilt es, der mitlaufenden Alice den Weg durch das Labyrinth zu zeigen. Ihr sollt das Unterland vor seinem dunkeln Schicksal bewahren, indem ihr das berühmte Mrutal-Schwert findet und gegen das Böse einsetzt. Am Anfang habt ihr als Charakter nur das weiße Kaninchen zur Verfügung. Mit ihm könnt ihr die Zeit verlangsamen oder verändern. Das hilft unter anderem bei stärkeren Gegnern und sich sehr schnell drehenden Gegenständen. Danach stoßen der Märzhase und die Haselmaus zu euch. Der Märzhase besitzt telekinetische Kräfte, die Maus zeigt ihr Waffengeschick und ihre Schnelligkeit. Ein weiterer wichtiger Charakter ist der verrückte Hutmacher. Mit ihm erschafft ihr optische Illusionen, indem ihr Gegenstände aufreihen könnt. Als letzte spielbare Figur folgt euch noch die Grinsekatze. Sie kann sich unsichtbar machen und Gegenstände verschwinden lassen. Durch die zahlreichen Spezialfähigkeiten ist man ständig am Wechseln. Dies funktioniert flink über die C-Taste, macht am Anfang auch Spaß, wird aber manchmal auch sehr lästig. Ständig trefft ihr auf kindgerechte Mini-Rätsel oder versteckte Items, für die ihr euch durch die persönliche Armee blättern müsst. Gesteuert wird über die klassische Wii-Kombination. Mit der Wii-Fernbedienung und dem Nunchuk geht es in den Kampf. Mit der Taste B führt ihr eine Aktion aus, mit Z aktiviert ihr eure derzeitige Fähigkeit. Mit der Plus-Taste ruft ihr die verloren gegangene Alice, mit der Minus-Taste wird euch die richtige Richtung im geographischen Wirrwarr gezeigt. Wem es ganz zu bunt wird, kann auch noch eine Kartenübersicht aufrufen. Der Control-Stick dient wie immer natürlich für die Laufrichtung. Die Steuerung ist intuitiv und funktioniert tadellos, nur die Bewegungssteuerung wird nicht genutzt. Aber das muss ja auch nicht immer sein.

Das gesamte Abenteuer ist sehr geradlinig aufgebaut. Ihr lauft immer von A nach B durch die Labyrinth artige Umgebung und erfüllt eure aktuelle Mission. Unterwegs findet ihr Unmengen an Energie, die ihr für die eigene Lebenskraft und für das Ausführen der Spezialfähigkeiten benötigt. Ansonsten gibt es keine besonderen Items. Nur ab und zu lassen sich Schilder und Podeste finden, die euch den richtigen Pfad zeigen. Unterwegs stellen sich euch natürlich auch vereinzelte Gegner in den Weg. Die Kämpfe sind allerdings todlangweilig und enden in einem reinen Schlagabtausch. Nur bei den Endgegnern wird die Spielmechanik abwechslungsreicher. Bei der ersten Endboss-Begegnung mit einem riesigen aggressiven Hund gilt es, zwischen dem Märzhasen und dem weißen Kaninchen zu wechseln. Mit der Telekinese bewerft ihr den Hund provozierend mit Steinen aus der Ferne. Danach rennt ihr mit dem flinken Kaninchen vor ihm davon und wartet, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist, die Zeit anzuhalten. Dann wechselt ihr wieder zum Märzhasen und zaubert aus dem Boden eine Säule empor. Der Hund läuft dagegen und verliert Energie. Habt ihr das dreimal wiederholt, kommt euer kleiner Freund die Haselmaus zum Einsatz. Hier hat Disney erstmals in einem eigenen Videospiel sehr gelungen sogenannte QuickTime-Events eingebaut. Ihr müsst also in verschiedenen Szenen rechtzeitig nacheinander die richtige Taste drücken, um den Schweinehund niederzustrecken. Wirkt sehr gelungen und cineastisch.

Neben dem Einzelspieler-Modus hat Disney auch noch eine Kooperationsvariante auf die Disc gepackt. Wenn ihr diese Version aufruft, könnt ihr das komplette Abenteuer mit einem zweiten Spieler bestreiten. Ist dieser Modus aktiviert, kann der zweite Spieler einen der Charaktere steuern. Allerdings ist dieser komplett festgelegt, was ein wenig schade ist. So fokussiert sich das Spiel trotz Koop-Modus immer noch auf den ersten Spieler. Der zweite Zocker wird zur unterstützenden Randerscheinung. Sollte der zweite Spieler einmal aus dem Bildschirm huschen, wird er übrigens wieder zum ersten Zocker gebeamt. Ist zwar hilfreich, allerdings auch ein bisschen nervtötend.

Alice im Wunderland Wii

Das neue Disney-Abenteuer sieht auf der Wii kurz und knapp einfach schön aus. Ein filmisch märchenhaftes Setting, bunte skurrile Farben, detailliert liebevolle Umgebungen und die famosen Charaktere kratzen an der Filmvorlage von Burton und erzeugen eine dichte Atmosphäre. Sogar haarige "Fur"-Effekte wie bei der Biene aus Super Mario Galaxy wurden von den kreativen Disney-Leuten auf die tierische Besatzung gezaubert. Nur die Animationen wirken hölzern und eher mittelmäßig. Genauso schwankt ganz selten die Framerate, wenn die Action überhand nimmt. Insgesamt bekommt man in der Wii-Fassung eine wirklich gelungene visuelle Darbietung geboten.

Da kommt ein toller Tim Burton Film, der eine packende musikalische Untermalung besitzt und dann wird die Musik im Videospiel eher dahin geschludert. Zwar hört ihr mit einem Orchester eingespielte Klänge, doch wirken diese auf Dauer relativ langweilig und öde. Packende Melodien oder treibende Sounds sind rar gesäht. Große Pluspunkte gibt es aber für die originalen deutschen Synchronsprecher, die 1:1 aus dem Kino-Streifen entnommen wurden.

Fazit (7):
Technik hui, Gameplay pfui? Wenn man es überspitzt zusammenfassen würde, könnte man es so schreiben. Doch insgesamt gesehen reiht sich das Spiel mit sehr wenigen Gameplay-Innovationen in die doch recht solide Reihe der Disney-Filmumsetzungen ein. Versteht mich nicht falsch, das Spiel ist auf keinen Fall schlecht. Auch wurde alles wirklich sehr sauber umgesetzt und die Steuerung funktioniert ebenso, allerdings schwächelt das gesamte Spiel relativ oft durch eintönige und sehr gradlinige Gameplay-Passagen. Manchmal zieht sich das Abenteuer rund um die kleine, süße Alice aus dem Wunderland wie ein schon zehnmal durchgekauter knallbunter Kaugummi. Ebenso ist der Kooperations-Modus nicht wirklich perfekt gestaltet und zu sehr auf den ersten Spieler fokussiert. Nur die recht gelungene Optik, die tolle Story und die dichte Atmosphäre werden Fans des Filmes und Buches in Richtung Warenkorb motivieren.

Autor: Holger Wettstein

Vielen Dank an Disney Interactive Studios und Indigo Pearl für die freundliche Bereitstellung von Alice im Wunderland!


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