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Warriors Orochi 3: Hyper (WiiU) // Test // Review

Warriors Orochi 3: Hyper
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
30.11.12
Koch Media
Koei Omega Force
Action
2
Ab 12 Jahren USK-Siegel
ja
Keine verfügbar

Review zu Warriors Orochi 3: Hyper

Die japanische Geschichte ist faszinierend und spannend. Insbesondere die Zeit der vielen Kriege und Machtkämpfe um Japan, als das Land unter dutzenden Herrschern aufgeteilt war und jeder am liebsten das gesamte Land für sich haben wollte. Diese spannende Geschichte ist Mittelpunkt der Samurai Warriors, während sich Dynasty Warriors mit der chinesischen Historie beschäftigt. Natürlich wird alles ein wenig spannender und imposanter dargestellt, als es damals war. In beiden Reihen gibt es dutzende Charaktere und Kriegsherren, über die man die Kontrolle erlangen kann. Warum also nicht beide Serien zusammenwerfen und NOCH mehr spielbare Figuren in nur einem Titel haben? Genau das dachten sich die Jungs von Tecmo Koei und entwickelten Warriors Orochi. Mittlerweile gibt es bereits den dritten Ableger der Crossover-Reihe, welcher nun auch für die Wii U erschienen ist und sogar zusätzliche Inhalte anbietet.



Die Story von Warriors Orochi 3 Hyper, wie der Titel auf der Wii U heißt, steht so nicht in den Geschichtsbüchern (zumindest nicht in denen, die wir in der Schule hatten). Wenn ihr die Story startet, werdet ihr mit drei recht hilflosen Generälen in eine Schlacht geworfen, in der ihr neben massig Dämonenkriegern auch eine gigantische Hydra bekämpfen müsst. Da jedoch in dieser und den Schlachten zuvor abgesehen von diesen drei verfügbaren Figuren jeder andere wirklich starke Krieger bereits getötet wurde, sehen die Chancen nicht gut aus. Nach einer Weile realisieren das auch die drei Generäle, bis eine mysteriöse Frau auftaucht und die Kämpfer mit in die Vergangenheit nimmt. Mithilfe dieser mystischen Person machen sich die Krieger nun auf, um die zahlreichen Tode der Generäle zu verhindern und auf diese Weise genügend Krieger für den kommenden Kampf gegen die Hydra zu gewinnen.

Und mit „genügend“ Krieger meine ich über 130 spielbare Charaktere (!), welche es nach und nach freizuschalten gilt. Der Hauptplatz in der Story ist das Camp, von dem aus ihr diverse Möglichkeiten habt und das ihr im Laufe der Handlung sogar noch vergrößert. So gibt es einen Waffenhändler, ein Teehaus, die Möglichkeit zum Online-Spiel und natürlich die Levelauswahl, mit der ihr die kommende Schlacht aussuchen könnt. Die Level (und die Story) sind in mehrere Kapitel unterteilt und die Schlachten in einzelne Stages. Neue Regionen spielt ihr durch Voranschreiten der Story oder Gespräche mit anderen Generälen im Camp frei. Startet ihr einen Kampf, gibt es erst einmal noch ein wenig Storygeplänkel mit einer Erklärung darüber, wo und wieso man gleich dutzende Feinde niedermetzelt, gewürzt mit verwirrenden Namen und Orten, dann gehts auch schon los.

Das Prinzip einer Schlacht hat sich seit dem ersten Warriors-Spiel nicht wirklich geändert. So kämpft ihr eich wie immer mit einem General durch hunderte von Feinden, drückt dabei immer und immer wieder den Angriffs-Button, kombiniert diesen mit einem Spezialangriff und führt dabei stylische Komboattacken aus. Jedoch könnt ihr in Warriors Orochi 3 Hyper jederzeit zu einem der anderen beiden Charaktere wechseln, denn ihr zieht mit drei Kriegern gleichzeitig in den Kampf. Zwischen ihnen könnt ihr nahezu jederzeit wechseln und dabei noch bessere Kombo-Angriffe durchführen und die Feindesmassen schneller dezimieren. Ist eure Musou-Leiste gefüllt, könnt ihr mit einem Tastendruck einen Musou-Angriff durchführen, welcher noch einmal so richtig reinhaut. Dabei gibt es jedoch verschiedene Ausführungsarten. Beispielsweise müsst ihr bei manchen Angriffen den Button gedrückt halten, um die Attacke auch richtig auszuführen. Eine weitere Möglichkeit zum Angriff ist die Teamattacke, bei welcher ihr mit allen drei Charakteren auf einmal angreift (die anderen beiden Figuren übernimmt kurz die CPU), Feinde mit den Attacken markiert und nach Ablauf einer kurzen Zeitspanne noch einmal mit einem mächtigen Blitz die Feinde endgültig ausradiert.

Aber so wirklich oft nutzt man diesen Angriff im normalen Schwierigkeitsgrad eher selten. Generell ist der Titel erst dann richtig fordernd, wenn man die höheren Schwierigkeitsgrade gewählt hat, ansonsten ist er recht einfach. Übrigens könnt ihr auch durch die Gegend hüpfen, dies bringt jedoch nur selten etwas. Ganz klar ist mir auch nicht, warum man auf diverse Türme klettern kann, da ich diese Aktion kein einziges Mal wirklich durchführen musste. Außerdem ist das Pferd, das man immer herbeirufen kann - und das dann auf magische Weise auf einmal neben euch steht - nur ein kleines bisschen schneller als euer Charakter und somit auch eher weniger nützlich.



Während man die erste Schlacht bestreitet, merkt man schnell, dass irgendwie alles gleich aussieht. Die Gegenden im Spiel sind nicht wirklich abwechslungsreich, doch wenn man sich mal etwas vom Allgemeinheitsbrei der Level abhebt, dann so richtig: ein Strand mit Sonnenschirmen oder eine Stadt mit Hochhäusern? Warum nicht! Aber so richtig beeindruckend ist die grafische Qualität der Umgebung nicht. Ebensowenig überzeugt die Darstellung der Feinde, die im Vergleich zu den PS3- und Xbox360-Fassungen sehr gering ausfällt. Während man auf den anderen beiden HD-Konsolen bereits aus der Ferne massig Gegner aufploppen sieht, so ploppen sie auf der Wii U in viel kleinerer Anzahl viel näher an euch auf. Zwar ist der Bildschirm dann dennoch oftmals mit Feinden gefüllt, aber im direkten Vergleich wirkt es dann doch ein wenig leer. Ebenfalls passiert es manchmal, dass man gerade einen Haufen Feinde weggekloppt hat, aber dann direkt an derselben Stelle eine Truppe von Gegnern nachträglich hineinploppt. Unschön, aber fällt in der Hitze des Gefechts irgendwann dann auch nicht mehr auf. Auch gibt es gelegentliche Slowdowns, wenn der Bildschirm so richtig gefüllt ist und ihr auch noch einen Musou-Angriff startet. Die Generäle jedoch sehen alle wirklich schick aus, haben tolle Details und sind ordentlich animiert. Und vor allem die weiblichen Figuren sind sehr detailliert gestaltet, wenn ihr versteht, was ich meine. Boing.

Habt ihr eine Schlacht geschlagen, schaltet ihr (beim ersten Abschließen) oft neue Charaktere frei, bekommt Waffen, Items und die sogenannten „Growth Points“. Letztere könnt ihr im Camp nutzen, um eure Charaktere schneller zu leveln. Die Waffen könnt ihr beim bereits erwähnten Waffenhändler managen, neue Kampfwerkzeuge kaufen oder bereits erhaltene Kriegsgeräte fusionieren. Hierbei könnt ihr einer Waffe flott viele Eigenschaften hinzufügen, beispielsweise schnelleres Aufleveln, ein Feuer-Attribut oder höhere Reichweite. Ebenso wird euer Charakter mit dem Umgang einer Waffe nach und nach besser, was ihm dann auch noch einmal einen Stärkebonus verleiht. Ebenfalls bekommt ihr gelegentlich ein Lotterie-Ticket, mit dem ihr zufällig ausgewählte Waffen bekommt. Ebenfalls im Camp vorhanden ist das Teehaus, in dem ihr die Beziehung zwischen den Charakteren stärkt. Dies wirkt sich dann auch auf die Schlachten aus, denn so bekommt man beispielsweise mehr Hilfe oder hat auf dem Feld mehr Dialoge zu lesen.

Generell sind die CPU-Generäle dieses Mal wirklich hilfreich: Während man in manch anderen Ablegern der Warriors-Spiele regelrecht auf andere Generäle aufpassen musste, so kommen sie dieses Mal alleine sehr gut zurecht. Es sei denn, sie sollen aufgrund der Story den Löffel abgeben. Aber das kann man dann zu dem Zeitpunkt eh nicht verhindern. Und das hebt den Spielspaß um einen hohen Grad. Den Freundschaftsgrad kann man jedoch auch durch die Missionen erhöhen, welche man zu Beginn einer Schlacht auswählen kann. Vorausgesetzt natürlich, man absolviert sie. Diese bestehen jedoch meist nur aus „Besiege 800 Gegner“ oder „Besiege 3 Generäle und halte die Gesundheit über 30%“. Ebenfalls vor den Kämpfen könnt ihr noch weitere Informationen zum Kampf einholen, die Karte genauer studieren oder Items anlegen, die eure Statuswerte erhöhen.

Musikalisch haut Warriors Orochi 3 Hyper einen nicht um, aber es gibt definitiv ein paar wirklich schöne Musikstücke im Spiel. Leider hat sich Koei dieses Mal dafür entschieden, dem Titel keine englische Sprache zu verleihen, was aber bei über 130 Charakteren nicht ganz unverständlich ist. Dennoch ist dies ein wenig hinderlich, wenn man während der Kämpfe nur japanisches Gebrabbel hört und dann noch die Untertitel lesen muss. Wenn man gerade einen Haufen Feinde niederschlachtet, dann funktioniert gleichzeitiges Lesen eher schlecht. Wenn die Sprachausgabe wenigstens auf Englisch wäre, dann wäre dies ein wenig einfacher. Übrigens sei an dieser Stelle gesagt, dass alle Texte im Spiel auf Englisch sind. Eine deutsche Fassung gibt es nicht.



Mit der Wii U hat Warriors Orochi 3 Hyper einen ganz bestimmten Vorteil gegenüber den anderen Versionen: Das Wii U GamePad! Doch leider nutzt der Titel diesen Aspekt nicht wirklich. Ihr könnt das gesamte Geschehen auf euer GamePad streamen, jedoch erkennt ihr dort die Karte nur recht schwer und müsst diverse Male das Pausemenü aufrufen, um dort die größere Version der Map zu sehen. Auch die Untertitel sind dann logischerweise recht klein, lassen sich aber noch lesen. Spielt ihr ihngegen auf dem Fernseher, habt ihr während einer Schlacht die Karte auf dem GamePad und im Camp kleine Shortcut-Buttons, mit denen ihr direkt zu einer Schlacht, zum Waffenhändler, zum Teehaus oder zum Network Assistant kommt. Besonders nützlich ist das GamePad im lokalen Multiplayer, in dem ein Spieler auf dem GamePad spielt, während der andere den gesamten Fernseher für sich hat.

Apropos Network Assistant: Ihr könnt die Schlachten auch online bestreiten, vorausgesetzt, ihr habt sie bereits in der Story abgeschlossen. Leider scheint es momentan regelrecht unmöglich, jemanden online anzutreffen. Ich konnte erst auf Absprache mit einem Freund eine Runde online zocken. Währenddessen bemerkte ich dann noch diverse, technische Probleme. So gab es noch weniger Feinde auf dem Bildschirm und mein Mitspieler schlug meistens einfach ins Leere. Ich konnte also gar nicht sehen, welche Feindesmassen der andere gerade verprügelt. Er selbst jedoch hatte damit keine Probleme. Vielleicht deswegen, weil er das Spiel hostete. Andere Erfahrungen konnte ich persönlich leider nicht sammeln, da sich auch im Miiverse nie jemand zu einer Koop-Runde bereit erklärte oder auch nach zwei Stunden warten (!) niemand meinem Spiel joinen wollte. Und Miiverse: Screenshots können in Warriors Orochi 3 Hyper nicht gemacht und in der Community gepostet werden. Schade.

Neu in der Wii U-Fassung ist der Duel Modus. In diesem tretet ihr in zwei Dreier-Teams gegen die CPU oder einen Freund an. Letzteres kann offline sowie online geschehen. Nach der Auswahl eines Teams, vier Karten (näheres dazu gleich) und einer Arena geht die Action auch schon los. Im Duel Modus lauft ihr nicht gemeinsam über ein Schlachtfeld, sondern kämpft gegeneinander. Hierbei sind Steuerung und Kombinationsangriffe genau dieselben wie im normalen Spiel auch, ebenfalls kann man jederzeit wechseln. Jedoch gibt es noch ein paar besondere Kniffe: In manchen Arenen warten noch diverse Fallen auf euch, beispielsweise die Hydra, welche euch mit einem Flammenangriff die Hölle heiß macht. Die bereits erwähnten Karten machen das Spiel dann noch einmal richtig interessant.

Mit jedem Angriff sammelt ihr Kartenpunkte, welche ihr dann dafür nutzen könnt, um eine Karte zu spielen. Diese aktivieren dann ganz unterschiedliche Effekte, beispielsweise einen Elementarangriff, eine bessere Abwehr oder eine kleine Heilung. Hierbei ist die richtige Anwendung der Schlüssel zum Erfolg. Der Duel Modus macht mit anderen Spielern wirklich viel Spaß und bringt ordentlich Abwechslung ins Spiel. Neue Karten schaltet ihr übrigens in der Story frei, was Fans des Duel Modus zum Durchspielen der Story motivieren dürfte.



Fazit (6):
Ich persönlich liebe Warriors Orochi 3 Hyper, weshalb meine subjektive Wertung wohl über 9000 liegen würde. Über 130 Charaktere und die Möglichkeit, auf dem GamePad zu spielen, bringen mich einfach dazu, den Titel toll zu finden. Schaue ich jedoch einmal ohne meine rosarote Fanboybrille auf das Spiel, dann fallen die üblichen Probleme auf: das Spiel sieht technisch einfach nicht so prickelnd aus, das Gameplay ist recht eintönig und trotz eines recht großen Umfangs wird nicht jeder dazu motiviert sein, alle Wallpaper, Kostüme und Charaktere freizuschalten. Der Duel Modus jedoch rettet den Titel vor einer niedrigeren Bewertung. Und wenn man generell über die technischen Macken hinwegschauen kann und Spaß damit hat, massig Feinde abzuschlachten, dann wird man mit Warriors Orochi 3 Hyper viel Spaß haben. Und darauf kommt es schließlich an.

Autor: Eric Sohr

Vielen Dank an Koch Media für das freundliche Bereitstellen von Warriors Orochi 3 Hyper!


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