Verfolge unsere neuesten Videos, Casts, Chats und sämtliche Kanäle in den großen sozialen Netzwerken.

Xenoblade Chronicles X (WiiU) // Vorschau // Preview

Xenoblade Chronicles X
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
04.12.15
Nintendo
Monolith Soft
RPG
4
Ab 12 Jahren USK-Siegel
ja
Keine verfügbar

Vorschau zu Xenoblade Chronicles X

Xenoblade Chronicles für die Wii wurde seinerzeit als eines der besten JRPGs aller Zeiten beschrieben. Von uns hat der Titel damals die Höchstwertung erhalten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele auf den Nachfolger, Xenoblade Chronicles X, gespannt sind. Der Titel erscheint am 4. Dezember hierzulande, in Japan ist er bereits seit Ende April zu kaufen. In dieser Vorschau schauen wir uns die deutsche Version näher an.


Auf dem Planeten Mira erkundet ihr die verschiedensten Orte. Hier wachsen beispielsweise riesige, Korallen-ähnliche Pflanzen.

Xenoblade Chronicles X startet im Jahr 2054. Über der Erde bekämpfen sich zwei Alien-Rassen. Kurz bevor unser Planet durch die herabfallenden Trümmerteile und Explosionen zerstört wird, können einige wenige Menschen ins Weltall fliehen. Viele andere Rettungsschiffe werden von einer der beiden Außerirdischen-Parteien zerstört. Viele Monate später wird eines der oben genannten Gefährte im All angegriffen und muss auf dem Planeten Mira notlanden. Die Stadt New Los Angeles, getragen von dem Raumschiff, wird damit zur ersten Siedlung auf dem neuen Planeten. Doch die feindliche Alien-Gruppen, Ganglion, macht auch weiterhin Jagd auf uns. Dort kommt ihr ins Spiel.

Bevor ihr ins Abenteuer aufbrechen könnt, muss zuerst ein Avatar gebastelt werden. Im Editor stehen euch diverse Optionen zur Verfügung, um euren Charakter zu designen. Auf die vielen Möglichkeiten gehen wir im finalen Test näher ein, eine Sache wollen wir weiter unten aber bereits vorab erwähnen. Doch nun erst einmal weiter: Habt ihr das Erstellen erledigt, geht es auch schon los. Nach einem Abstecher in NLA habt ihr rein theoretisch sofort die Möglichkeit, die fünf gigantischen Kontinente zu erkunden. Das solltet ihr jedoch nicht machen, da stärkere Monster in anderen Gebieten leben. Das Problem: Auch in den aktuellen Orten sind starke und zum Teil aggressive Monster zu Hause. Das freie Erkunden wird damit eingeschränkt. Das merkt man auch stark in den Story-Missionen. Es kann sein, dass ein Boss Level 20 ist, aber um zu ihm zu gelangen, muss man Level 40-Gegnern ausweichen. So etwas gab es in Teil 1 nur bedingt.

Wo wir schon bei den Missionen sind: Insgesamt gibt es vier Arten von den Aufgaben. Nebenjobs, die ihr an dem Missionsterminal in NLA annehmen könnt (Monster besiegen, Items sammeln, etc.), Standardmissionen, die ihr direkt von Bewohnern der Stadt erhaltet, sowie Harmonie- und Story-Missionen. Die letzten beiden Typen von Missionen sind besonders. Nehmt ihr eine an, könnt ihr keine der anderen Quests mehr starten, bis die ausgewählte Aufgabe abgeschlossen ist. Harmonie-Missionen sind kleinere Story-Missionen mit Zwischensequenzen, die entweder für das Vorankommen in der Hauptgeschichte benötigt werden oder euch weitere Teamkameraden verschaffen. Die Hauptstory dreht sich um Elma,  Lin und den eigenen Avatar, die zur Organisation BLADE gehören. Diese ist unterteilt in verschiedene Unterorganisationen, die alle ihre Aufgaben haben. Einige sind dafür zuständig, neue Wege zu erkunden, andere sorgen dafür, dass keine Monster die Stadt angreifen. Für eine Gruppierung müsst ihr euch recht am Anfang entscheiden, ihr könnt jedoch nachträglich noch wechseln. Einen wirklichen Effekt hat die Entscheidung auf den ersten Blick jedoch nicht.

Kommen wir nun zum wohl interessantesten Teil des Spiels: Der Welt. Fünf gigantische Kontinente warten darauf, von euch erkundet zu werden. Und diese sind wirklich enorm. Die Größe kann ich nur schwer beschreiben, allerdings bin ich, der als Open-World-Fan von GTA V hellauf begeistert war, auch von Xenoblade X schwer beeindruckt. Insbesondere das Nutzen der verschiedenen Ebenen ist spannend. Während andere Titel häufig nur flach sind, gibt es in X Berge und sogar schwebende Inseln. Mit den Monstern darin wirkt Mira einfach lebendig und kann ohne weiteres mit den Welten von Bionis und Mechonis mithalten. Das trifft auch auf die Abwechslung der Orte zu. Der zweite Kontinent repräsentiert beispielsweise nicht nur den Wald von Makna, sondern auch die Sümpfe von Satorl. Ein atemberaubender Anblick, der noch verstärkt wird, wenn ihr eure Skells erhaltet. Diese können zwar erst später fliegen, aber erst dann könnt ihr wirklich jeden Ort erreichen und die Schönheit von Mira bewundern.

Das Kampfsystem von Xenoblade Chronicles X ähnelt dem Wii-Teil. Wieder einmal kämpft ihr in Echtzeit gegen kleine, große und SEHR GROSSE Monster. Dafür stehen neben eurer Autoattacke auch diverse Techniken zur Verfügung, die alle bestimmte Eigenschaften haben. Nach ihrer Benutzung müssen sie sich jedoch erst einmal auffüllen. Wartet man noch länger, kann man sogar auf die doppelte Stärke zurückgreifen. Typische Heilfähigkeiten gibt es so nicht mehr,  die Kampfrufe-Mechanik übernimmt das Ganze. Im Großen und Ganzen rufen euch eure bis zu drei Teammitglieder zu, welche Attackentypen jetzt passen würden. Setzt ihr sie ein, erhaltet ihr Kraftpunkte zurück. So ähnlich könnt ihr auch besiegte Teamkameraden zurückholen. Leider hatten die NPCs nur selten Lust, mich zu retten. Sollten sie dann nach 30 Sekunden nicht gewonnen haben, hat das Team verloren.


Die deutsche Version wird mit englischer Sprachausgabe ausgestattet. Für den japanischen Originalton war kein Platz übrig.

Im späteren Verlauf des Abenteuers bekommt ihr eine weitere Fähigkeit, die jedoch unglücklicherweise einen großen Teil der Story verrät, daher nenne ich den Namen nicht. Dieses ersetzt jedoch die Kettenangriffe und wird aktiviert, nachdem ihr 3000 TP im Kampf erhalten habt. Für einen kurzen Moment laden sich dann die Techniken schneller auf. Die Skells sind ebenfalls für den Kampf geeignet. Ihre Angriffe sind deutlich stärker, dennoch haben sie zwei Schwächen. Erstens ist der Treibstoff begrenzt. Danach müsst ihr warten, bis sie sich wieder aufladen. Ein weiteres Problem ist, dass sie kaputt gehen können. Im Gegensatz zu den Kämpfen zu Fuß, wo ein Game Over keine bleibenden Schäden hinterlässt, ist man bei den Skells deutlich angespannter. Solltet ihr doch einmal nicht aufgepasst haben, könnt ihr sie für viel Geld (Credits genannt) reparieren lassen. Zuvor habt ihr jedoch dreimal eine Versicherung.

Das Erkunden einer solchen großen Welt kann natürlich zu Problemen führen. Man verliert sehr schnell, trotz kleinem Radar auf dem Fernseher, die Orientierung. Glücklicherweise gibt es das Wii U GamePad. Dort ist dauerhaft eine große Karte eingeblendet. Diese könnt ihr zum Beispiel zum Teleportieren nutzen. Bei manchen Gebieten erscheinen Schnellreisepunkte, wenn ihr sie betretet, bei anderen müsst ihr an roten Lichtsäulen Datenproben entnehmen. Ihr könnt jedoch nicht von Beginn an alle Punkte aktivieren, da verschiedene Level vorausgesetzt werden. Um euren Rang zu erhöhen, müsst ihr viele Missionen abschließen. Eine weitere Hilfe zum Zurechtfinden ist der Kugelflitz, der euch den richtigen Weg zum nächsten Ziel zeigt. Auch gibt es eine Art Kamera, die in den Himmel fliegt, um euch einen 360 Grad-Blick aus der Luft zu verschaffen.

Kommen wir zur Technik. Grafisch brauchen wir nicht viel sagen. Das Spiel sieht grandios aus. Die Welten sind fantastisch designt und ich kann jetzt schon sagen, dass Mira zu den schönsten Orten gehört, die ein Videospiel je hervorgebracht hat. Die Übergänge zwischen den einzelnen Gebieten haben keinerlei Ladezeiten. Lediglich bei der Schnellreise oder bei Cutscenes wird kurz nachgeladen. Ich habe das Spiel digital auf einer externen Festplatte, kann also nicht sagen, wie es bei der Retail-Fassung aussieht. Ich gehe aber davon aus, dass es, zumindest mit den zusätzlichen Download-Paketen, eine ähnliche Performance abliefern wird. Es sei jedoch zu erwähnen, dass die japanische Version, die ich auf der internen Wii U-Festplatte habe, noch ein Stückchen besser lief.

Bei der Musik liegt der Fall nicht ganz so einfach. Die Tracks sind zwar alle großartig, doch sind Lieder mit Gesang während des Spielens sind nicht für jeden etwas. Manchmal habe ich mich schon gefragt, ob dieser Track wirklich zu der jeweiligen Situation passt. Ich habe Xenoblade Chronicles X zwei Freunden gezeigt. Der eine war wenig begeistert, während der andere der Ansicht ist, dass es der beste Spiele-Soundtrack überhaupt sei. Es ist also reine Geschmackssache. Die lokalisierten Stimmen konnten mich fast alle überzeugen. Gerade die Auswahl der Stimmen der Avatare im Kampf ist klasse. Sogar die Synchronsprecher von Shulk und Fiora sind mit an Bord. Im Gegensatz zum Vorgänger bietet Xenoblade Chronicles X nur eine englische Sprachausgsbe. Der japanische O-Ton wurde aus Platzgründen entfernt.

Nun noch ein Wort zum Onlinemodus. Neben dem Vierspieler-Multiplayer gibt es einen passiven 32-Spieler-Modus. In diesem gibt es Aufgaben wie das Besiegen von speziellen Monstern oder das Sammeln von gewissen Items. Sollte euer Team die Aufgabe im passenden Zeitraum abgeschlossen haben, werden alle belohnt, auch wenn ihr nichts dazu beigetragen habt. Den Gewinn könnt ihr dann gegen Items aus dem Spiel eintauschen. Solltet ihr für eine Quest also einen bestimmten Gegenstand suchen, könnt ihr ihn so ganz leicht erhalten.


Mithilfe eines der als Skell bezeichneten Riesenroboter legt ihr große Strecken schnell zurück und entdeckt neue Gebiete.

Kommen wir nun auch kurz zum Thema Zensur: Es ist schon länger bekannt, dass einige recht anzügliche Kostüme für die 13-jährige Lin in der westlichen Version entschärft wurden. Doch das ist nicht alles. In der japanischen Version hattet ihr die Möglichkeit, die Oberweite des weiblichen Avatars zu ändern. Diese Option wurde in der westlichen Version ersatzlos gestrichen, nun gibt es eine Einheits-Körbchengröße. Während ich die erste Zensurmaßnahme noch nachvollziehen kann, ist es mir unbegreiflich, warum man den Brustumfang nicht mehr selbst einstellen kann. Auch in der echten Welt gibt es, was die Größe der weiblichen Brust betrifft, Unterschiede. Daran ist nichts verwerflich oder sonst irgendwie negativ, sodass eine Zensur in meinen Augen nicht gerechtfertigt ist. Ich kann nicht nachvollziehen, was sich das Lokalisationsteam dabei gedacht hat. Das ist aber der einzige größere Fauxpas der lokalisierten Version, der mir bisher aufgefallen ist. Meine abschließende Meinung, sowie viele weitere Details werdet ihr im finalen Spieletest nachlesen können.

Autor: Niels Uphaus

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Download-Codes von Xenoblade Chronicles X!


Veröffentlicht am 13.11.15 von Roman Dichter
Unsere Partner:
Rawiioli, NMag, jpgames, N-Insider, Zelda Europe, Preisfieber, Cheats

ntowerCMS v1.5.1 | © 2007-2016 ntower | Forensoftware: Burning Board® 3.1.8, entwickelt von WoltLab® GmbH | Design und Programmierung: Holger Wettstein und Andreas Hansen | Alle Rechte vorbehalten | Original Grafiken und Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Firmen. ntower ist ein inoffizielles und unabhängiges Informationsmagazin für Nintendo-Produkte.
Die Redaktion
Mediadaten
Kontakt
Impressum
Datenschutz