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Chasing Aurora (WiiUDownload) // Test // Review

Chasing Aurora
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Preis:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
Freundescodes:
30.11.12
Broken Rules
Broken Rules
Geschicklichkeit
5
6,99 Euro
Ab 6 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar
Keine verfügbar

Review zu Chasing Aurora

Mit der Wii U ist Nintendo anscheinend viele große Schritte auf die Indie-Szene zugegangen. Spiele sollen einfach in den eShop zu bringen sein, Preise lassen sich selber festlegen und vom Gewinn sollen die Entwickler einen Großteil abbekommen. Diesen Punkten ist es sicherlich auch zu verdanken, dass wir mit Chasing Aurora einen erfreulich anderen Titel im eShop der Wii U finden können. Ich habe mich mit meinem GamePad auf die Jagd nach Aurora gemacht.


 
Nach der Installation war ich jedoch überrascht: Chasing Aurora ist im Grunde ein reiner Multiplayer-Titel mit zusätzlichem Einzelspielermodus. Doch aufgefallen ist mir auch direkt der wirklich hübsche Grafikstil. So ist das Spiel in einer Art Cel Shading gehalten, sodass Windströme als charakteristische Linien angezeigt werden, wie man es zum Beispiel aus The Legend of Zelda: Wind Waker kennt. Allerdings orientiert sich Chasing Aurora nicht am Cartoon-Link per se, sondern an Origami. Das ist eine japanische Falttechnik, die dafür sorgt, dass die Level aussehen, als bestünden sie aus allerlei geometrischen Formen. Das sorgt für eine originelle, bunte Grafik, die sich sowohl auf dem Fernseher als auch auf dem GamePad sehen lassen kann. Doch nicht nur Bäume, Felsen und Wände sind geometrisch, auch die Vögel sind es.
 
Und die sind auch die Hauptakteure in Chasing Aurora. Es stehen insgesamt fünf verschiedene Flugkünstler zur Auswahl, die allesamt dieselben Flugeigenschaften aufweisen. Sie sollen vor allem dazu dienen, dass alle Spieler ihren eigenen Vogel von den anderen unterscheiden können. Wenn ihr nämlich eine große Gruppe zusammenbekommt, können bis zu fünf Spieler in verschiedenen Turnieren gegeneinander antreten. Diese Turniere bestehen aus verschiedenen Levels und einer unterschiedlichen Anzahl von ihnen. So müsst ihr in den ersten lediglich drei Runden hinter euch bringen, in den späteren können es bis zu fünf sein.
 
Schade ist allerdings, dass es keine großartige Variation in den Regeln innerhalb eines Turniers gibt. Da wäre zum einen Freeze Tag. Der Spieler mit dem GamePad muss hier die Vögel der anderen einfrieren, die mit Wiimotes spielen, und so Punkte sammeln. Er hat auf seinem Controller natürlich einen eigenen Bildschirm, während sich die anderen Spieler den Fernseher teilen und darauf achten müssen, sich nicht zu weit voneinander zu entfernen, da es in diesem Fall keinen Splitscreen gibt. Wer zu lange außerhalb des Bilds bleibt, friert fest. In einem anderen Spielmodus trägt der Vogel mit dem GamePad einen Orb hinter sich her (das/den namensgebende Aurora) und die anderen Spieler müssen versuchen, die leuchtende Kugel zu klauen. Hier kann entweder zusammengearbeitet werden oder jeder versucht auf eigene Faust, in den Besitz des Orbs zu kommen. Besonders spaßig, wenn man ihn sich kurz vor Ende überraschend von einem anderen Spieler mopst und so noch gewinnt.
 
Im dritten Spielchen starten alle Spieler direkt neben dem/der Aurora und am Ende gewinnt derjenige, der es am längsten bei sich trug. Natürlich beginnt eine wilde Jagd nach dem Orb und nur, wer seinen Vogel im Griff, kann sich die Kugel von seinen Mitspielern schnappen. Doch glücklicherweise ist die Steuerung sehr simpel. So steuert ihr die Vögel mit dem linken Stick und könnt mit den Flügeln schlagen, um Höhe zu gewinnen (aber immer darauf achten, nicht zu schnell hintereinander zu drücken, die Flügel müssen ja auch wieder nach oben schwingen) und schnell nach unten abtauchen. Besonders nützlich sind die Windströme, auf denen ihr euch gleiten lassen könnt. Das hört sich nicht nach viel an, aber wer gekonnt mit Flügelschlägen, dem Abtauchen und dem Wind spielt, legt beeindruckende und überaus hübsch anzusehende Manöver hin. Besonders schön üben kann man das im Vogel-Auswahlmenü. Denn hier kann man solange man will das Fliegen üben, ohne dass einem etwas in den Weg kommt. Doch aufpassen, allein das entspannende Herumfliegen in diesem kleinen Bereich kann süchtig machen! So dauerte es beim Austesten des Multiplayer-Modus' mit zwei Freunden teilweise bis zu zehn Minuten, bis wir von diesem Bildschirm zum eigentlichen Turnier gewechselt sind...
 
Wer sich alleine mit Chasing Aurora beschäftigen möchte, findet 20 Level vor, in denen es um die höchste Punktzahl geht. Ihr müsst im Prinzip aber nichts weiter machen, als immer und immer wieder denselben Weg abzufliegen, auf dem ihr die Checkpoints mitnehmt. So steigert ihr nach und nach euren Multiplikator, was mehr Punkte bedeutet. Damit das ganze nicht unendlich lange hinausgezögert werden kann, läuft ein Countdown ab, den ihr mit den Checkpoints zwar verlängert, aber er sinkt trotzdem unausweichlich gegen Null. Die ersten Kurse sind hier auch noch recht einfach, aber schon ab dem vierten Level muss man seinen Vogel so richtig im Griff haben, um einen 3 Sterne-Rang abzugreifen. Das ist quasi die höchste Auszeichnung, die ihr pro Einzelspielerkurs erhalten könnt. Es sei denn, ihr postet euren Highscore in Miiverse. Was den ersten Level angeht, halte ich, zumindest was die geposteten Punkte im Nintendo-eigenen sozialen Netzwerk angeht, noch immer den Rekord. Und wehe, einer von euch schlägt mich!
 
Allerdings leistet sich Chasing Aurora hier einen gewaltigen Patzer. Wieso gibt es keine Highscore-Liste für verschiedene Spieler? Warum gibt es nicht direkt Online-Highscore-Listen? Für ein Spiel, das im Einzelspielermodus so sehr auf möglichst hohe Punktzahlen setzt, schon sehr merkwürdig. Doch man sollte bedenken, dass es sich hier hauptsächlich um einen Multiplayer-Titel handelt. Und um ein Spiel mit einfach toller Musik. So beginnt es gleich im Ladebildschirm mit tollem Akustikgitarrengeklimper und in den Turnieren bekommt ihr je nach Level etwas anderes auf die Ohren. So tauchen die Gitarren auch in den Waldlevels wieder auf, in Höhlenartigen Kursen allerdings klingt alles dumper und nach kleinen Trommeln, die in sanftem Rhythmus geschlagen werden. Leider gibt es in den Highscore-Jagden keine Musik.


 
Fazit (8):
Chasing Aurora ist ein tolles Multiplayer-Spiel und machte mir persönlich auch mehr Spaß als das ähnlich gelagerte Minispiel Jagd auf Mario aus Nintendo Land. Das liegt hauptsächlich an der sehr stimmigen Optik, der tollen Musikuntermalung und dem einfach herausragenden Fluggefühl. Wenn man hinter einem anderen Spieler auf dem Wind reitet, sich mit präzise getimten Flügelschlägen über dem ahnunglosen Opfer positioniert und ihm dann mit einem Sturzflug im letzten Moment den/das Aurora stibitzt, bebt die Bude. Wir hatten schon zu dritt eine Menge Spaß und ich rechne fest damit, dass man in einer Fünfergruppe noch mehr davon haben wird. Zwar gibt es nur drei Disziplinen, aber da das GamePad ständig zwischen den teilnehmenden Spielern hin und her gereicht wird und so jeder mal Jäger, mal Gejagter ist, wiegt das gar nicht mehr so schwer. Der Einzelspielermodus ist vor allem für Highscore-Jagden gedacht, warum ich meine Punkte jedoch in keinerlei Liste mit anderen vergleichen kann, wundert mich. Da muss dann die Screenshot-Funktion von Miiverse herhalten. Was ich allerdings auch zugeben muss: Mit zwölf Euro halte ich Chasing Aurora für leicht überteuert. Trotzdem kann ich das Spiel empfehlen, wenn ihr für Multiplayer-Abende eine Abwechslung von Nintendo Land braucht oder ihr einfach Bock auf ein stimmiges Spielchen habt (allein mit dem sinnlosen Umherfliegen in den Credits oder dem Wartebildschirm vor einem Turnier könnte ich mich stundenlang beschäftigen...).



Autor: Pascal Hartmann

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