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LIT (WiiWare) // Test // Review

LIT
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Nintendo-Points:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
30.10.09
WayForward
WayForward
Action-Adventure
1
800
Ab 16 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar

Review zu LIT

Ein Horrorspiel für WiiWare und läppische 800 Nintendo Points? Das dachte sich wahrscheinlich jeder bei der Ankündigung von WayForwards Spiel im Jahre 2009. Ob Lit wirklich so schauderhaft ist, erfahrt ihr hier und jetzt in diesem Review.



Nachdem das Zimmer abgedunkelt wurde und Wii-Remote und Nunchuk in der Hand liegen, starte ich das Spiel: Ein Teenager rennt außer Atem durch einen dunklen Raum und lehnt sich zitternd an die Wand. An der grünen Schiefertafel habe ich die Auswahl aus drei Spielständen, die mithilfe einer Taschenlampe per Pointerfunktion in der Egoperspektive ausgewählt werden können. Leider könnt ihr diese nicht selbst benennen, alle Slots heißen wie der jugendliche Protagonist, also Jake. Nachdem ich mich für einen Spielstand entschieden habe, werde ich ohne Tutorial ins Geschehen geschmissen. In Klassenraum 201 (alle Level sind nach Schulräumen benannt, denn wir befinden uns ja auch in einer Schule) ist es düster und überall dringen ominöse Geräusche aus dem wabernden Boden. Nun zeigt sich zum ersten Mal das wahre Genre dieses Titels. Wer ein Resident Evil erwartet hat, wird enttäuscht sein, denn es handelt sich bei Lit um einen Puzzler mit Horrorsetting.

Mithilfe des Nunchuks bewegt ihr Jake in der Vogelperspektive sehr präzise. Für meine Verhältnisse zu präzise, aber dazu komme ich später noch. Wie schon zu erwarten war, ist die schwarze Materie auf dem Boden tödlich. Da Jake aber von ihr umgeben ist, muss er sich ihr irgendwie entledigen. Glücklicherweise hat er eine Taschenlampe dabei und ich finde alsbald eine Tischlampe auf einem Pult, die ich mithilfe der C-Taste einschalten kann. Sofort lichtet sich die schwarze Masse und ich kann voranschreiten. In der nächsten Ecke finde ich eine Steinschleuder. Also schnell in die Egoperspektive gewechselt und eines der Fenster kaputt geschossen, damit die Sonne ihr Licht in den Raum werfen kann. Durch den nun entstandenen Lichtkegel erreiche ich schließlich die gegenüberliegende Tür und gelange so in den nächsten Level bzw. den nächsten Klassenraum. So läuft eigentlich das gesamte Spiel ab. Das heißt aber nicht, dass das schlecht ist, denn mithilfe dieser Elemente und den verschiedenen Hindernissen lassen sich zum Teil sehr komplexe Rätsel schaffen, die vor allen Dingen im späteren Verlauf einiges an Hirnschmalz abverlangen.

Zwischendrin wurde ich per Wandtelefon von einem Mädchen angerufen, das ebenfalls in der Schule gefangen ist und sich bei mir ausweint. Das Gespräch kam aus der Wiimote, was mir sehr gut gefallen hat. Die Sprachausgabe war zwar nicht fantastisch, macht ihren Job aber trotzdem gut und fördert so weiterhin die düstere Stimmung. Nach einigen Räumen taucht dann ein Bossgeist auf. Im ersten Block ist dies eine Lehrerin, die Texte an eine Tafel schreibt. Geister fürchten Licht, aber trotzdem ist es nicht ratsam, sie mit der Taschenlampe anzuleuchten, denn dann wird man selbst kurzerhand ausgeschaltet. Diesmal hilft eine Kirschbombe (Abwandlung der Steinschleuder), mit der ich die Fenster im Raum zerstören kann. Durch den Lichtstrahl verliert das Monster Kraftpunkte. Auch eine TV-Fernbedienung, mit der ihr einen Fernseher einschalten könnt, kann dieses Mal gefunden werden. Das Flackern der Röhre zehrt ebenfalls an der Lebensleiste der bösen Lehrerin. Leider funktioniert jede Möglichkeit nur einmal, bevor die Lichtquelle vom Gespenst zerstört wird.

Nachdem der Boss Geschichte ist, geht es direkt weiter. Leider sehen auch im nächsten Schultrakt die Räume fast gleich aus. Diese reißen zwar keine Bäume aus, sehen aber für WiiWare-Verhältnisse noch ganz passabel aus. Ab Raum 301 kommt ein neues Element des Gameplays hinzu. Schaltet ihr in einem Raum zu viele Lampen ein, explodieren diese und der Level ist vorbei. Zu erkennen ist die Überladung an einer Leiste am oberen Bildschirmrand. Ist sie voll, ist es vorbei. Leider werden beim Neustart des Levels die Lampen nicht repariert, also musste ich den Spielstand neu starten.

Wenn ich schon einmal bei den negativen Punkten bin: Weiter oben im Artikel habe ich die präzise Steuerung kritisiert. Manchmal ist dies ganz schön, doch wenn man zwei Minuten lang langsam den Raum erkundet und dann aus Versehen den Joystick ein bisschen zu weit nach links oder rechts neigt und mit der Fußspitze das Nichts berührt, erscheint eine knochige Hand und zieht Jake in den Tod. Nach dem vierten Mal in einem Level war ich kurz davor, die Controller an die Wand zu schmeißen, weil das zum Teil echt nervig ist. Nicht kritisieren hingegen kann ich die Musik. Diese ist zwar nicht orchestralisch, tut aber ebenfalls ihren Zweck und fördert die Stimmung. Ob diese ganzen Dinge die USK ab 16 wirklich rechtfertigen, darf aber bezweifelt werden, denn der stumme Protagonist zeigt sonst keine emotionale Regung wie Angst oder ähnliches.



Fazit (8):
Ist Lit ein gutes Spiel? Ja, meiner Meinung nach schon. Zwar ist die Grafik nicht überragend und der Soundtrack nicht bombastisch, aber insgesamt macht der Titel viel Spaß, denn die vielen Level (und der Time Attack-Modus, den ihr später freischalten könnt) sind mit den beschränkten Möglichkeiten doch abwechslungsreich und fordernd gestaltet worden. Man hätte allerdings das Horrorszenario bei der Veröffentlichung des Titels nicht zu sehr in den Vordergrund stellen müssen, denn jedes andere Setting hätte seinen Dienst genauso gut erledigt. Wer gerne knobelt, kann mit den 800 Nintendo Points und Lit nichts falsch machen.



Autor: Niels Uphaus

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung der NIntendo Points!


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