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BLASTER MASTER: OVERDRIVE (WiiWare) // Test // Review

BLASTER MASTER: OVERDRIVE
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Nintendo-Points:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
18.06.10
Sunsoft
Sunsoft
Action-Adventure
1
1000
Ab 12 Jahren USK-Siegel
Nicht verfügbar

Review zu BLASTER MASTER: OVERDRIVE

Der WiiWare-Service war anfangs dafür gedacht, neue Spielkonzepte bzw. Spiele für zwischendurch und den kleinen Geldbeutel online zur Verfügung zu stellen. Also Spiele und Ideen zu fördern, die sich schlecht auf einen Rohling pressen lassen, weil entweder die Kosten höher wären als die zu erwartenden Einnahmen oder das Spielprinzip zu Massenuntauglich schien. Mittlerweile wurde jedoch ein neues Geschäftsfeld entdeckt: Das Runderneuern von Klassikern. Besonders Konami mit ihrer Rebirth-Reihe (Castlevania, Gradius, Probotector) hat hier den Vorstoß gewagt. Mit Blaster Master Overdrive bekommt nun ein weiterer älterer Titel eine neue Chance auf dem hart umkämpften Videospielmarkt. Ich habe ihn mir genauer angesehen.



Ein schrecklicher Virus hat die Tierwelt in grässliche Mutanten verwandelt. Ihr besteigt also euer Gefährt und macht euch daran, sie in einem umfangreichen Höhlensystem zu vernichten. Das ist dann auch schon die gesamte Story vom Metroid-inspirierten Spiel. Ihr werdet keine weiteren Videosequenzen als die zu Beginn zu Gesicht bekommen und es gibt auch keine Story-Wendungen oder sonstige Überraschungen. Das ist sicherlich dem Alter des ursprünglichen Spiels zu schulden, denn im Jahre 1988 waren die meisten Geschichten in Videospielen nicht wirklich umfangreich. Doch das ist im Grunde ja auch nebensächlich.

Wichtig ist vor allem das Spiel an sich. Und das ist ganz ordentlich. Wie bereits erwähnt, orientierten sich die Macher von Blaster Master Overdrive an Nintendos Metroid-Franchise. Wie im großen Vorbild gilt es daher, in 2D über Abgründe gelangen, Gegner nieder zu ballern und Upgrades zu finden. Diese werden von übergroßen Insekten bewacht, die ihr erst einmal fertig machen müsst, um Hand an die nützlichen Erweiterungen legen zu können. Anders als in Metroid verbessert ihr aber nicht eure Spielfigur an sich, sondern das Gefährt, mit dem ihr die meiste Zeit über unterwegs seid. Mit diesem dringt ihr immer weiter in die Höhlensysteme vor. Dank gefundener Schwebe-Upgrade oder einem Haken, mit dem ihr euch an Höhlendecken heranziehen könnt, kommt ihr in immer neue Bereiche, die ihr ohne sie nicht betreten konntet. Euer Fortschritt ist also abhängig davon, was euer Fahrzeug kann. Auf diese Weise ist euer Weg immer fest vorgeschrieben, da ihr nicht großartig in neue Gebiete vordringen könnt, ohne das benötigte Upgrade parat zu haben.

Im Gegensatz zum Original könnt ihr auch diagonal nach oben schießen, was gegen lästige Gegner wirklich hilfreich ist. Noch hilfreicher wäre es allerdings gewesen, hätte man auch diagonal nach unten schießen können. Das wäre zwar allein schon von der Konstruktion des Fahrzeugs her nicht möglich, bringt euch aber immer wieder in Situationen, in denen ihr Lebensenergieverlust hinnehmen müsst, um voranzukommen. Sehr ärgerlich. Trefft ihr auf steinerne Tore, müsst ihr aus eurem Gefährt aussteigen und zu Fuß weitergehen. Betretet ihr einen der Zugänge, wechselt die Perspektive von der Seitenansicht in die Von-Oben-Sicht. Mit dem Steuerkreuz bewegt ihr euch in den zumeist nicht sehr großen Abschnitten und ballert mit drei Waffen alles nieder, was euch vor das Fadenkreuz läuft. Ab und zu findet ihr Lebensenergie- oder Waffen-Upgrades. Werdet ihr von einem gegnerischen Schuss oder dem Feind selbst getroffen, verliert ihr nicht nur einen Teil eurer Energie, sondern auch eine Stufe eures Waffen-Levels. Ihr könnt nämlich alle drei Knarren (normaler Schuss nach vorne, Zielsuchende Geschosse und Granaten) um bis zu fünf Stufen upgraden. Dann feuern sie nicht nur schneller, sondern haben entweder einen höheren Radius oder es fliegen mehr Schüsse gleichzeitig auf eure Gegner zu.

Die Entscheidung, euch neben der Lebensenergie auch eine Waffenstufe zu entziehen, wird spätestens bei den Bossgegnern nervig. Denn schon mit hochgerüsteten Waffen vertragen diese unglaublich viele Treffer. Mit jedem verlorenen Waffenlevel zieht sich also auch der Kampf in die Länge. Und glaubt mir, ihr werdet öfter getroffen, als euch lieb sein kann. Das liegt aber nicht unbedingt am relativ niedrigen Schwierigkeitsgrad als vielmehr an der Steuerung. Denn anstatt den Classic Controller zu unterstützen, dürft ihr nur die Wiimote verwenden. Und das kleine Steuerkreuz dieser ist für die präzisen Bewegungen, die ihr manchmal ausführen müsst, um den Angriffen der Bosse zu entgehen, nicht geeignet. Ein ums andere Mal habe ich die Entwickler wegen der Einschränkung auf die Wii-Remote verflucht. So wurde auch das Strafen (also das seitliche Laufen, während der Charakter immer nach vorne schaut) auf den B-Knopf gelegt. Ihr müsst diesen also gedrückt halten und könnt erst dann seitlich ausweichen. Doch das ist meistens sowieso eher kontraproduktiv, da ihr während des Strafings deutlich langsamer werdet.



Wirklich detailliert ist die Umgebung von Blaster Master Overdrive nicht. Und da sich alles in Höhlen abspielt, kommt auch die Abwechslung etwas zu kurz, auch wenn die Unterschiede zwischen den einzelnen Teilen des Höhlensystems gut herausgearbeitet wurden. Dafür sind alle "Bewegungen" des Fahrzeugs schön geschmeidig und auch die mutierten Viecher können sich sehen lassen. Besonders die Bossgegner wie riesige Skorpione kommen hübsch hässlich rüber. Zusätzlich kommt es in den Von-Oben-Abschnitten auch bei sehr vielen umherfliegenden Schüssen nie zu Rucklern. Sagen wir's mal so: Die Grafik erfüllt ihren Zweck voll und ganz.

Der Sound dagegen kann auf voller Linie überzeugen. Jedes Musikstück ist eine Klasse für sich und lässt die etwas langweilige Grafik vergessen. Wenn ihr mit Dauerfeuer auf einen Endgegner ballert, vibrieren eure Lautsprecher. Denn die Effekte sind wirklich klasse und stechen aus dem üblichen WiiWare-Brei heraus. Auch so mancher Vollpreistitel wird hier locker in die Tasche gesteckt.

Fazit (5):
Das Beste an Blaster Master Overdrive ist eindeutig die Musik- und Soundeffekte-Untermalung. Hier können sich auch "richtige" Spiele eine Scheibe von abschneiden. Leider überzeugt der Titel in spielerischer Hinsicht nicht ganz. Das Spielprinzip krankt besonders in den Zu-Fuß-Abschnitten an einer schlechten Steuerung, die euch den Spaß gehörig vermiesen wird. Immerhin sind die 2D-Abschnitte besser ausgefallen und stehen auch mehr im Vordergrund. Uneingeschränkt empfehlen kann ich Blaster Master Overdrive aber nicht. Wer gerne Höhlensysteme bzw. fremde Planeten erkunden will, ist mit der Metroid-Serie deutlich besser bedient.

Autor: Pascal Hartmann

Vielen Dank an Nintendo of Europe für die freundliche Bereitstellung der Nintendo-Points für Blaster Master Overdrive!


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