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Hydroventure (WiiWare) // Test // Review

Hydroventure
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Nintendo-Points:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
24.12.10
Nintendo
Nintendo
Puzzle
1
1200
Ohne Altersbeschr. USK-Siegel
Nicht verfügbar

Review zu Hydroventure

„Man, hab' ich einen Durst. Jetzt einen Schluck Wa... Ohh... Mist! Da ist mir doch glatt das ganze Glas Wasser umgekippt.“ Ob so die Idee zum WiiWare-Titel Hydroventure entstanden ist oder einfach jemand zu lange in der Badewanne geplanscht hat? Man weiß es nicht. Ich jedenfalls habe das Spiel einmal genauer unter die Lupe genommen und kann euch versichern: Wer gedacht hat, trockenen Fußes durch die Level zu kommen, der kann schon mal seine Gummistiefel anziehen. Also Wasser marsch!


 
Blöderweise ist über dem Buch Hydroventure ein mit einem Totenkopf gekennzeichnetes Tintenfässchen umgekippt und die gesamte schwarze Tinte ist zwischen die Seiten gelaufen. Damit die bösen Tintenflecken nicht allzu großen Schaden anrichten, sollt ihr nun mithilfe der Wasserpfütze Aquaticus die Seiten reinigen. Also schnell noch ein Lesezeichen als Speicherpunkt ausgewählt und schon kann die Geschichte rund um die flüssigen Angelegenheiten auch schon beginnen. Das Spiel ist in vier Kapitel unterteilt, die in dem als Startbildschirm dienenden aufgeschlagenen Buch ausgewählt werden können. Doch bevor die spritzige Tintenjagd losgehen kann, muss zuerst das Tutorial bewältigt werden, welches euch einen kleinen Überblick über Steuerung und das Spielgeschehen verschafft. 
 
Hier wird sofort das ausgefallene Spielprinzip sichtbar, welches zunächst eher an eine Rutschpartie im Schwimmbad erinnert als an ein Videospiel. Denn ihr bewegt nicht etwa eine Figur oder ähnliches, sondern steuert stattdessen eine kleine Menge Wasser durch die Welten. Mittels der waagerecht gehaltenen Wii-Fernbedienung kippt ihr das komplette Bild, in dem sich euer nasses Etwas nun befindet, nach links und rechts. Dabei fließt das Wasser logischerweise immer in die Richtung, in welche ihr eure Fernbedienung gerade kippt. Dies klappt erstaunlicherweise sehr gut und die Bewegung wird fast eins zu eins umgesetzt. Kippt ihr die Wii-Fernbedienung beispielsweise nur ganz langsam in eine Richtung, so fließt das Wasser auch deutlich langsamer. Durch eine schnelle, ruckartige Aufwärtsbewegung mit der Fernbedienung hüpft das Wasser nach oben. Diese Bewegung ist sehr hilfreich, um an höher gelegene, schwieriger erreichbare Stellen zu gelangen und wird daher auch sehr häufig gebraucht. Ihr merkt schon, das Spiel ist nichts für unruhige Hände und in manchen Passagen im Spiel braucht ihr ziemlich viel Fingerspitzengefühl, um nicht das ganze Wasser zu verlieren. Ich jedenfalls brauchte eine kleine Eingewöhnungszeit, um mich an die Steuerung zu gewöhnen. Da die Anfangslevel jedoch nicht sehr anspruchsvoll sind und die Komplexität erst im Laufe der Geschichte steigt, gibt es keinen großen Frust-Faktor. 
 
Habt ihr im Tutorial also die ersten Eindrücke des im Comic-Stil gehaltenen Spiels erhalten, dürft ihr auch schon mit dem ersten Kapitel beginnen. Die folgenden drei Kapitel werden im Verlauf des Spiels freigeschaltet. Ihr startet in einer relativ großen Oberwelt, in der mehrere bunte Regentropfen verteilt sind. Diese müsst ihr, wie etwa in Super Mario 64 die Sterne, nach und nach einsammeln, um weitere Teile der Oberwelt freizuspielen. Zusätzlich versteckte Puzzleteile schalten verschiedene Bonuslevel im Spiel frei. Wie ihr euch sicher denken könnt, sind die Wassertropfen nicht einfach nur frei zugänglich in den Levels verteilt. So müsst ihr unter anderem verschollene Goldfische in ihre Aquarien zurückbringen oder mithilfe von Zahnrädern verschlossene Türen öffnen. Die Entwickler haben es hier wirklich nicht an kreativen Elementen mangeln lassen. So haben sie sich immer wieder neue Mechanismen und Wege einfallen lassen, über die ihr mit eurer Wasserpfütze an die Tropfen gelangt. Den richtigen Weg zu finden erfordert daher nicht nur Geschicklichkeit, sondern oft auch ein gewisses Maß an Rätsellöse-Kompetenz. 
 
Habt ihr nun ein paar Level gespielt und einige der bunten Wassertropfen eingesammelt, spielt ihr Upgrades für eure Wassermasse frei. So könnt ihr zum Beispiel bereits nach kurzer Spielzeit die Fähigkeit Sammeln verwenden. Dabei haltet ihr den 1-Button gedrückt und euer Wasser sammelt sich an einem Punkt zusammen. Dies ist sehr häufig notwendig, da das Wasser, vor allem durch schnelle Bewegungen und Sprünge, oft sehr weit verstreut ist und kleine Wassermengen daher schnell verloren gehen und euch Lebenspunkte abziehen. In den späteren Oberwelten könnt ihr sogar den Aggregatszustand eures Wassers ändern. An bestimmten Stationen könnt ihr dann eure Wassermasse in einen Eisblock oder eine Wolke verwandeln. Diese Verwandlungen bringen noch einmal ganz neue Gameplayelemente ins Spiel und sorgen dafür, dass auch nach ein paar Spielstunden keine Langeweile entsteht.
 
Grafisch gesehen reißt das Spiel keine Bäume aus. Wie bereits erwähnt, ist alles im Comicstil aufgebaut. Dieser kommt recht gut rüber und passt zum Gesamteindruck des Spiels. Die Hintergründe punkten durch ihre abwechslungsreiche Gestaltung und geben dem Spiel einen gewissen Charme. Die leicht dahinplätschernde Hintergrundmusik soll dieses Gefühl noch unterstreichen, kann einem jedoch nach einiger Zeit mangels Abwechslung schon ein wenig auf die Nerven gehen. Doch die Sounds vom fließenden Wasser sind einfach toll gemacht und passen wirklich gut zu den ausgeführten Aktionen. 


 
Fazit (9):
Auch wenn 12 Euro für ein WiiWare-Spiel recht viel sind, bekommt ihr hier wirklich einiges geboten. Wenn man sich beispielsweise überlegt, wie wenig Umfang im Gegensatz dazu einige Retail-Spiele haben, lohnt sich das Geld allemal. Bei Hydroventure passt einfach alles zusammen. Die Comicgrafik hätte nicht besser für das Spiel umgesetzt werden können und die Steuerung klappt auch super. Einzig allein bei der Hintergrundmusik hätte ich etwas mehr Abwechslung erwartet. Über diesen Kritikpunkt kann man jedoch getrost hinwegsehen, da der Spielspaß im Vordergrund steht und die abwechslungsreichen Levels mit immer neuen Rätseln wirklich lange motivieren können. Also ein Appell an die Entwickler: Wir bitten um eine Fortsetzung mit noch genauerer Wii MotionPlus-Steuerung und noch mehr Umfang! 



Autor: Lukas Opheiden

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung der Nintendo Points für Hydroventure!

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