Verfolge unsere neuesten Videos, Casts, Chats und sämtliche Kanäle in den großen sozialen Netzwerken.

MotoHeroz (WiiWare) // Test // Review

MotoHeroz
Release:
Publisher:
Entwickler:
Genre:
Spieler:
Nintendo-Points:
Altersfreigabe:
Online-Multiplayer:
15.09.11
Red Lynx
Red Lynx
Rennspiel
4
1500
Ohne Altersbeschr. USK-Siegel
Nicht verfügbar

Review zu MotoHeroz

Alle meckern immer wieder wegen der mangelnden Hits im viel beschimpften WiiWare-Service von Nintendo. Meiner Meinung nach gibt es zwar tatsächlich viel schlechtes, aber auch einige Prunkstücke im virtuellen Shop-Regal. Spiele wie Lost Winds, TV Show King, Toki Tori, Tetris Party, LIT, Pop, World of Goo, die Bit.Trip-Reihe, NyxQuest, Mega Man 9 und 10, Hydroventure, die Pearl Harbor Trilogy, Max and the Magic Marker oder chick chick Boom sind dabei nur einige der Spiele, die für einen kleinen Geldbeutel jede Menge Spaß machen. Und wenn dann ein kleines Entwicklerstudio wie Red Lynx, die auf der Xbox360 schon sehr erfolgreich waren, ein viel versprechendes WiiWare-Spiel ankündigt, bin ich umso mehr gespannt. Vielleicht reiht sich ja auch das im Vorfeld hoch angepriesene Motoheroz in die Riege der WiiWare-Erfolge ein?


 
Die bisherigen erfolgreichen WiiWare-Spiele überzeugten durch einen eigenwilligen Grafikstil, innovatives Gameplay und skurrile Ideen. Und hierzu gehört zweifelsohne auch dieses neuartige Rennspiel. Denn ihr fahrt mit einem Mini-Monstertruck von links nach rechts durch eine 2,5D-Umgebung. Quasi wie in einem klassischen Sidescroller düst ihr geschickt über die sehr schräg aufgebauten Parcours. Realismus ist diesem Spiel komplett fremd und das in jeglicher Hinsicht: riesige schräge Stunt-Aufbauten, zahlreiche Settings und eine herrlich unrealistische Physik laden zum spannenden Flitzen ein. Euer Truck springt und hüpft eher wie ein Ball als ein Auto durch die Gegend. Einmal auf dem Dach gelandet schüttelt ihr einfach mit der quer gehaltenen Wii-Fernbedienung und schwups steht das Fahrzeug wieder standfest auf den Rädern. Die einzelnen Strecken sind jeweils recht kurz, überzeugen aber von Level zu Level mit immer neuen motivierenden Ideen. Abgedrehte Dreifach-Loopings und große Sprungschanzen gepaart mit der comicartigen und abwechslungsreichen Umgebung sind an der Tagesordnung. Oftmals fliegt ihr aber gerade am Anfang recht unkoordiniert durch die Gegend.

Um am Lenkrad eines Motoheroz-Trucks zu sitzen, benötigt ihr einiges an Übung. Aber genau hier liegt die Motivation in diesem Spiel. Ihr wollt das KFZ immer besser beherrschen und immer schneller durch die Landschaft düsen. Schöne Detailverliebte Comic-Umgebungen, und butterweiche Animationen zusammen mit 60 FPS erhöhen dabei ordentlich die Laune. Die recht gelungene aber sich ständig wiederholende Musik ist dabei nicht wirklich im Vordergrund und zieht sich lieber in den Hintergrund zurück. Unterwegs findet ihr übrigens wichtige Items, die euch noch schneller über die zahlreichen Hindernisse bringen. Manchmal sind sie sogar zwingend erforderlich. So könnt ihr zum Beispiel ohne den Klebereifen keine Steigungen über 90° überwinden. Aber auch Klassiker wie der obligatorische Turbo heizen eurem Gefährt ordentlich ein.
 
Der Kern des Spiels ist das Story-Abenteuer. Nach einer kleinen Einweisung düst ihr hier durch über 100 abwechslungsreiche Pisten. Jeder Level hat eine ungefähre Spielzeit von 45 Sekunden. Wenn ihr also ein großartiger Michael Schumacher seid und jedes Rennen sofort meistert, könntet ihr den Hauptmodus innerhalb von 75 Minuten meistern. Realistisch gesehen aber wiederholt ihr einige Level aber locker drei bis fünf Mal. Demnach könnt ihr es recht schnell auch auf ein Gesamtpensum von drei bis vier Stunden bringen. Dazu kommt aber noch der persönliche Ehrgeiz, immer bessere Zeiten herauszuholen. Die einzelnen Level bestechen dabei durch witzige Herausforderungen. Oftmals flitzt ihr aber gegen einen Geist, der euch eine gewisse Zeit vorgibt. Dabei ist das Fahrzeug im Gegensatz zu Mario Kart physisch vollkommen da. Das beeinflusst natürlich euer Fahrverhalten und kann hier und da auch mal eure wunderschöne Zeit vermiesen. Aber auch einige Abkürzungen und Mini-Rätsel stellen euch vor kleine Herausforderungen oder retten euch vor der Niederlage. Unterwegs findet ihr neben den Items auch noch Münzen. Mit diesen könnt ihr dann neue Fahrzeuge mit verbesserten Eigenschaften erwerben. Warum der Modus allerdings Story-Adventure heißt, habe ich nicht verstanden. Denn bis auf kleinere spaßige Dialoge gibt es einfach keine Geschichte, die euch durch das Abenteuer führt.
 
Einen waschechten lokalen 4 Spieler-Multiplayermodus besitzt der Renner auch. Mit bis zu drei weiteren Freunden düst ihr über die aus dem Solo-Modus bekannten Strecken. Währenddessen kommt echtes Chaos auf. Stellenweise fühlte ich mich an das unkoordinierte Herumgehüpfe aus New Super Mario Bros. Wii erinnert. Auch wenn das dann nicht mehr viel mit dem eigentlichen Spiel zu tun hat, macht es einen Heidenspaß. Ein kurzweiliger Partyabend ist somit garantiert. Neben dem sehr gelungenen Multiplayer haben die Entwickler auch noch einen Onlinemodus oben drauf gepackt. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um einen echten Online-Multiplayermodus. Stattdessen steigt ihr in Echtzeit-Events ein und fahrt gegen Geister. Im Endeffekt also genauso wie in den Mario Kart Wii-Events. Einige Events können mehrmals gefahren werden, andere nur einmal. Das macht auch eine gewisse Zeit Spaß und wird online durch immer neue aktualisierte Aufgaben eine Zeitlang motivieren. Trotzdem ist es nur ein Zeitvertreib und bietet Potenzial für Verbesserungen. Nichts ist immerhin durch echte Onlineschlachten gegen andere Kontrahenten aus der ganzen Welt zu ersetzen. Zusätzlich wurde noch die Möglichkeit für kostenpflichtige Downloads bereitgestellt. Zum Testzeitpunkt konnte ich allerdings noch nichts kaufen.


 
Fazit (9):
Red Lynx können auch auf der Wii überzeugen. Motoheroz darf sich zweifelsohne in die Riege der Wiiware-Hits stellen und bringt auch noch gegen Ende der Wii-Generation frische Innovationen auf Nintendos weiße Heimkonsole. Ein skurriles Sidescroll-Rennspiel und ein für 15 Euro mehr als ordentlicher Umfang sollten alleine schon für den nötigen Kaufanreiz sorgen. Obendrauf bekommt ihr einen sehr spaßigen Multiplayermodus und eine etwas abgespeckte Onlinevariante. Der fehlende Online-Multiplayer knabbert etwas an der Meister-Wertung und bietet Potenzial für einen zweiten Teil. Und diesen Nachfolger, egal ob auf Wii oder einer anderen Plattform, würde ich mir jederzeit zulegen. Genauso wie diesen ersten Teil.

 
 
Autor: Holger Wettstein

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung der Nintendo-Points! 

Unsere Partner:
Rawiioli, NMag, jpgames, N-Insider, Zelda Europe, Preisfieber, Cheats

ntowerCMS v1.5.1 | © 2007-2014 ntower | Forensoftware: Burning Board® 3.1.8, entwickelt von WoltLab® GmbH | Design und Programmierung: Holger Wettstein und Andreas Hansen | Alle Rechte vorbehalten | Original Grafiken und Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Firmen. ntower ist ein inoffizielles und unabhängiges Informationsmagazin für Nintendo-Produkte.
Seitenanfang
Die Redaktion
Mediadaten
Kontakt
Impressum