Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Spezial

Eigentlich ist es eine tolle Idee: Wenn eine Firma wie Nintendo über eine Reihe erfolgreicher und beliebter Spiele verfügt, dann kann man sie doch auch in Kooperation mit einem Filmstudio ins Kino bringen! Das wäre immerhin ziemlich erfolgsversprechend: Die Präsenz der Marke ausgebaut – Film und Spiel bewerben sich quasi gegenseitig. Einige Kinobesucher werden erstmals auf das Spiel aufmerksam und Fans des Spiels wollen natürlich den Film sehen! Zudem sind ohnehin viele Spiele-Fans begeistert von allen Produkten zu ihren Lieblings-Spielehelden, die neben dem eigentlichen Spiel auf den Markt kommen (denken wir nur an Soundtrack-CDs, T-Shirts oder amiibo). Trotzdem muss man sagen, dass einige solcher Filmprojekte rückblickend wohl nicht wirklich zufriedenstellend waren. Lest im Folgenden, welche Gründe es dafür gibt.

Das Gameplay
In aller Kürze möchte ich das Hindernis Gameplay ansprechen. Was hat das Gameplay eines Spiels mit einer möglichen Verfilmung zu tun? Nichts. Und das ist das Problem! Im Kino beeinflussen wir nicht den Weg des Helden, lösen nicht selbst seine Probleme und scheitern auch nicht an seinen Herausforderungen. Das Erlebnis auf der Leinwand ist also vom Wesen her ein ganz anderes als das Erlebnis mit dem Pad in der Hand. Eine Verfilmung eines Spiels muss es also schaffen, auf einen ganz wesentlichen Teil des Erfolgskonzepts der Vorlage zu verzichten und trotzdem das Publikum zu begeistern. Dafür müssen also andere Aspekte voll überzeugen, die sich auf das Medium Film übertragen lassen. Das ist nicht unmöglich, aber sicherlich alles andere als ein Selbstläufer! Sehen wir uns also diese Aspekte an und überlegen dabei, welche weiteren Hürden diese mit sich bringen.


Viele Spiele wissen besonders durch ihr Gameplay zu überzeugen. Im Kino fällt das weg. Aber was bleibt dann noch übrig?

Die Grafik
Der Grafik-Stil eines Spiels bestimmt zu großen Teilen seine Atmosphäre, seinen Charakter. Wenn ein neueres Spiel einer Serie auf den Markt kommt, dann wird es meist grafisch etwas aufpoliert und an die technischen Möglichkeiten aktueller Hardware angepasst, aber selten wird der gesamte Grafik-Stil über den Haufen geworfen. Wenn dies aber doch geschieht, dann kann man schon erahnen, warum dies für Filmumsetzungen ein Hindernis sein kann. Beispiel Zelda: Beim Gamecube-Spiel The Wind Waker überraschte uns der Protagonist Link mit einem neuen Look. Die comicartige Cel Shading-Optik schlug unerwartet eine ganz andere Richtung ein als noch die letzten Heimkonsolen-Vorgänger.

Die Konsequenz dieser Entscheidung war, dass die Meinungen der Fans sehr stark auseinandergingen. Während sich die einen für den frischen Look begeistern konnten, waren andere enttäuscht oder sogar sauer, dass sie auf einen Zelda-Ableger im Ocarina of Time-Stil verzichten mussten. Beide Meinungen haben ihre Berechtigung, denn beim Thema Grafik-Stil geht es eindeutig um den persönlichen Geschmack! Dennoch – oder gerade deswegen – führt ein deutlicher Stil-Wechsel unweigerlich zu einer mehr oder minder großen Anzahl enttäuschter Fans, die schlicht und einfach mehr von dem haben wollen, was sie in der Vergangenheit liebgewonnen haben.

Was passiert nun, wenn ein Spiel verfilmt wird? Ein Realfilm mit echten Kulissen und Schauspielern bringt optisch zwangsläufig einen Stilwechsel im Vergleich zum Spiel. Selbst Spiele, die mit dem Anspruch grafischer Realitätsnähe programmiert wurden, sehen niemals so aus wie Kinofilme. Das liegt an verschiedenen Dingen – auch Kleinigkeiten – mit denen im Film ein ansprechender Look geschaffen wird. Beispielsweise Kameraschwenks, Schnitte, Nahaufnahmen etc. sind für Filme von großer Bedeutung und darin auch ziemlich frei einsetzbar. In Spielen geht das nur bedingt, da es hier besonders wichtig ist, dass ein Spieler immer eine gute Übersicht hat, um die Steuerung erfolgreich meistern zu können. Darum sieht man auch die Gesichter der Hauptdarsteller in Filmen sehr häufig, in Spielen dagegen sehr selten, weil die Kamera meist hinter ihnen oder seitlich positioniert ist. Ein weiteres Beispiel wäre die Framerate. Während die Anzahl der Bilder pro Sekunde vielen Spielern gar nicht hoch genug sein kann, ist sie in den meisten Filmen sogar sehr niedrig. Auch wenn sich das unbedeutend anhört, sind es solche Kleinigkeiten, die den Look von Spielen und Filmen klar voneinander unterscheiden.

Noch krasser ist der Gegensatz natürlich, wenn schon das Spiel gar nicht den Anspruch hat, realitätsnah zu wirken. Super Mario Bros. Ist das beste Beispiel – kennt ihr den Film? Wenn man ihn sich ansieht und nur auf den Look achtet, dann ist dieser für einen Film der frühen 90er Jahre typisch und sicher nicht schlecht – erinnert aber nicht ansatzweise an die helle, bunte Welt der Mario-Spiele! Schon mit einem einzigen Blick war also schon ein Großteil der Zuschauer wegen des enormen Kontrasts abgeschreckt und enttäuscht von der filmischen Umsetzung, völlig unabhängig von der Frage, ob der Film ansonsten gelungen ist. Es gibt eigentlich nur eine Lösung, die eine Verfilmung nah an die Spiel-Vorlage heranbringen kann: Animation. Filme aus dem Computer sind keine Seltenheit mehr und wären sicherlich die beste Lösung, weil sie natürlich eine nahe Verwandtschaft zu ebenfalls im Computer erzeugten Spielen bieten. Allerdings (aus meiner persönlichen Sicht) würde dies dem Verfilmungs-Projekt schon etwas das Besondere nehmen…


Ein frischer Wind in Spiele-Serien spaltet die Fans: Die einen lieben das Neue, die anderen vermissen das Altbekannte.

Die Story
In diesem Punkt prallen mit Spiel und Film zwei Welten aufeinander, die nicht immer gut zu vereinen sind. Für Filme ist es klar: Die Story ist das A und O! Mit ihr steht und fällt das gesamte Projekt. Eine gute Filmstory lässt uns viele andere Dinge verzeihen, die vielleicht nicht so gut gelungen sind. Nur wenige Filme können mit einer schlechten oder kaum vorhandenen Story einem größeren Publikum gefallen – zumeist sind das dann regelrechte Action-Feuerwerke, die von einer durchgehend spektakulären Inszenierung leben. Aber für die große Masse gilt: Die Story ist das Wichtigste! Dagegen bieten Spiele eine sehr große Bandbreite: Es gibt durchaus Titel, die eine sehr umfangreiche und vielschichtige Story haben. Diese eignen sich natürlich am besten für eine filmische Umsetzung. Andere Spiele dagegen haben eher eine unbedeutende Hintergrundgeschichte, einige verzichten komplett darauf. Und das dürfen sie auch: Was für Filme die Story ist, ist für Spiele das Gameplay.

Schauen wir uns zunächst an, was passiert, wenn man ein Spiel, bei dem die Story eigentlich nur eine Randbemerkung ist, filmisch umsetzen will. Unser Lieblingsbeispiel Super Mario Bros. wird heute auf keinen Fall verschont. Wie war nochmal die Story aus den Standard-Mario-Spielen? Richtig: Die Prinzessin wurde entführt und Mario begibt sich auf die Reise zu Bowser, um sie zu retten. Für Spiele ist das – auch die permanente Wiederholung dieses Motivs – kein wirkliches Problem. Aber damit kann man keinen Film füllen! Man möchte im Kino auch nicht 90 Minuten lang zusehen, wie Mario durch verschiedene Level rennt, über Abgründe springt und Schildkrötenpanzer zweckentfremdet.

Es gibt für dieses Problem nur eine Lösung – und die ist leider nicht wirklich gut: Man muss kreativ werden! Mit anderen Worten: Jemand muss sich eine Geschichte ausdenken. Nun ist es sicher nicht so, dass es keine Menschen gäbe, die sich gute Geschichten einfallen lassen können. Das Problem dabei ist ein anderes. Egal, wer sich die Story ausdenkt (und wenn es Miyamoto persönlich oder der beste Drehbuchautor Hollywoods ist) und egal, wie gelungen die Story am Ende ist: Sie wird sich nicht wirklich passend anfühlen. Wir kennen das Mario-Universum aus diversen Spielen, aber eine Story, die über die Begleitung des Gameplays hinausgeht, ist uns fremd. Sie wirkt wie ein Fremdkörper, der einfach nicht zu unserem Helden gehört.

Trotzdem könnte die Story eines solchen Filmes ja durchaus akzeptabel sein und viele Zuschauer unterhalten. Selbst Super Mario Bros. (wenngleich der Film keinen guten Ruf hat) würde ich als ganz passable Unterhaltung ansehen. Wenn man sich aber vorstellt, dass der Film einen größeren Einfluss gehabt hätte, wäre es denkbar gewesen, dass die gesamte Marke Mario durch ihn geprägt worden wäre. Beim Gedanken, bei jedem Mario-Spiel den Film im Hinterkopf zu haben, wird schnell klar: Ein Film zu einem beliebten Spiel kann eine ziemliche Rufschädigung zu verursachen. Er könnte sogar Einfluss auf weitere Ableger einer Spiele-Reihe haben, sodass diese dann vom Spiel geprägt würden. Das alles muss zwar nicht geschehen, aber die Gefahr lauert stets im Hintergrund.

Und wie ist es bei Spielen, die bereits sehr große Story-Anteile haben? Hier sind die Erfolgsaussichten in jedem Fall größer, aber dennoch ist eine Verfilmung nicht unproblematisch. Dafür muss man sich klar machen, dass eine Spiele-Story stets durch das Gameplay beeinflusst wird. Sie ist ganz fokussiert auf eine Heldin oder einen Helden, weil ihr diese als Spieler durch das gesamte Abenteuer begleitet. Filme bieten da meist vielschichtigere Perspektiven auf das Geschehen. Zudem ist in Filmen besonders in den Bereichen Drehbuch und Schnitt das Timing ganz entscheidend. Mit jeder Szene soll die Geschichte vorankommen, damit der Zuschauer interessiert bleibt. Überflüssige Szenen werden häufig einfach herausgeschnitten.

Ganz anders im Spiel: Hier wird das Timing durch die Spieler bestimmt, da sie selbst entscheiden, wann sie welche Aktion ausführen und wann es somit zum nächsten Story-Part kommt. Zwischendurch kann lange Zeit vergehen und die Spiele werden selten in einem Rutsch komplett gemeistert. Darum verstricken sich Spiele-Storys selten in komplexen Details, die dann wahrscheinlich sowieso wieder vergessen werden. Stattdessen liegt ein Fokus auf den Hauptgeschehnissen, die auch gerne mehrfach wiederholt werden und viele Details der Erzählung sind für das große Ganze unbedeutend, sollen also nur für den Moment unterhalten oder eine aktuelle Mission erklären. Diese Unterschiede verursachen keine unüberwindbaren Hindernisse, verdeutlichen aber, dass das Wesen einer guten Story sich in beiden Medien stark voneinander unterscheidet und man also auch bei storylastigen Spielen damit rechnen muss, eine Kino-Version
der Materie ganz anders zu erleben.


Super Mario Bros. als Film: Neuer Look, neue Story, aber kaum „unser“ Mario!

Die Protagonisten
Die großen Helden in unseren geliebten Videospiel-Welten sind ein weiterer, ganz zentraler Aspekt. Grundsätzlich sind sie einfach auf die Leinwand zu übertragen. Wenn sie von Schauspielern dargestellt werden sollen, sorgen die zwangsläufig auftauchenden Abweichungen von der Vorlage für Irritationen. Das ist nicht zu verhindern, genau wie Diskrepanz zwischen der eigenen Vorstellungskraft, die man beim Lesen eines Buches einsetzt, und dem Blick auf die vorgegebenen Welten einer filmischen Umsetzung. Aber auch unabhängig vom Aussehen eines Schauspielers und seiner Interpretation einer Rolle ist die Übertragung der Charakterzüge eines Protagonisten vom Spiel auf einen Film nicht selten problematisch.

In den meisten Fällen ist das Wesen der Protagonisten nämlich nicht besonders stark ausgeprägt. Oft sind sie sehr eindimensional angelegt, nämlich als strahlende Helden, weil viele Spieler selbst gern in diese Rolle schlüpfen. Für einen Film sind solche festgelegten, nicht wandlungsfähigen Charaktere eher ungünstig. Außerdem überlassen es viele Spiele dem Spieler, den Charakter des Protagonisten zu bestimmen. Hilft der Held jedem Passanten bei seinen Problemen oder verfolgt er zielstrebig seine Missionen? Weicht er seinen Gegnern aus oder provoziert er blutige Kämpfe? Beantwortet er Fragen ehrlich oder lügt er die Gesprächspartner an? Je mehr solcher Freiheiten das Spiel dem Spieler anbietet, desto größer kann die Veränderung wahrgenommen werden, die man bei einer fest definierten Filmfigur beobachten kann.

Vergessen wir auch nicht die Videospielhelden, die durch ihre Spiele kaum in ihren Charakterzügen vorgeprägt sind. Wenn Mario-Spiele auf eine komplexe Story verzichten, formen sie damit auch nicht den Charakter des Protagonisten. Damit muss ein Charakter für den Film neu erfunden werden. Der Film erschafft also etwas ganz Wesentliches neu, das – selbst wenn es gut ist – nicht wirklich zu dem passt, was man aus den Spielen kennt. Die dabei getroffenen Entscheidungen können sehr schnell negativ aufgenommen werden. Will man den eintönigen, rudimentär geprägten Charakter aus den Spielen beibehalten (und ihn damit etwas langweilig wirken lassen)? Oder verleiht man ihm Ecken und Kanten, lässt ihn extreme Trauer oder Wut durchleben oder lässt ihn schmutzige Witze erzählen?


Wer ist Link? Du! Zur Identifikation könnt ihr ihm eure Namen geben und hört ihn nicht sprechen. Im Film geht das nicht.

Abschließende Erkenntnisse
Alle diese Gedanken führen im Wesentlichen zu einer Beobachtung: Bei jeder Verfilmung eines Spiels besteht eine große Gefahr, dass das Erlebnis, ein Spiel zu spielen, sich sehr stark von dem Erlebnis beim Sehen des Filmes unterscheidet. Zu viele Details unterscheiden sich, zu viele neue Erfindungen müssen eingebracht werden und auf zu viele bekannte und geliebte Elemente muss man verzichten. Das Ausmaß der Abweichungen kann stark variieren, was beispielsweise davon abhängt, wie storylastig schon das Spiel ist oder ob man einen Helden von einem Schauspieler darstellen lässt bzw. im Computer animiert. In jedem Fall aber wird es eine Geschmackssache sein, ob man das Ergebnis mag. Während der Mario-Film für einige Fans Kultstatus genießt, sehen ihn andere als große Peinlichkeit an. Und wenn ein Film einigermaßen erfolgreich wird, wie beispielsweise die Tomb Raider-Verfilmungen, dann prägt er dauerhaft die Wahrnehmung der Spiele. Und will man das wirklich? Vielleicht wäre es besser, Spiele Spiele sein zu lassen und auch Filme nicht nur aus Marketinggründen auf die Konsolen zu bringen (das ist auch schon oft genug schiefgegangen). So kann man sich bei jedem Medium auf die jeweiligen Stärken konzentrieren und begibt sich nicht in die riesige Gefahr, geliebten Vorlagen nicht gerecht zu werden.

Seid ihr auch davon überzeugt? Dirk ist es nicht! Lest in seinem Artikel, warum man Videospiele eben doch verfilmen sollte. Wir beide sind allerdings sehr gespannt auf eure Meinungen, die ihr gerne in den Kommentaren hinterlassen dürft!

Autor: Roman Dichter

Kommentare 18

  • Rosalinas Boyfriend - 25.03.2016 - 11:16

    Ich hab mich für die 3. Antwort entschieden, es geht halt so oder so...nehmen wir den letztes Jahr erschienen Hitman Film, er ging fast völlig am eigentlichen Gameplay der Spiele vorbei setzte auf Action statt Stealth und war nunmal ein großer Haufen Müll für Fans...doch es geht eben auch anders wie etwa mit Disneys Animationsfilm "Wreck it Ralph/ Ralph Reichts" denn es wird ein eigenes Spiel/ Probleme von bestimmten Videospielcharakteren aufgeriffen und auf existierende Antagonisten und Videospielhelden als Randcharaktere gesetzt nicht eine bereits bestehendes Spielkonzept sodass es als Film passt umgemodelt was meistens eben den Ursprung flöten gehen lässt....deswegen bin ich eigentlich immer im Vorfeld skeptisch wenn ein Videospiel mit identischer Story verfilmt werden soll oder sich im Film sehr stark von den Spielmechaniken verabschiedet. Am besten man erschafft etwas komplett neues verlinkt das ganze nur mit einem Videospielvorbild...
  • Lucina - 25.03.2016 - 11:22

    Videospielhelden gehören für mich auf die Konsole/Handheld/PC. Filme die mit Spiele zu tun haben können zwar unterhaltsam sein, aber wirklich sehen muss ich so etwas nicht.

    Deswegen entscheide ich mich gegen die Spiele in Filmform.
  • henni4u - 25.03.2016 - 11:37

    Eine sehr schwierige Frage tatsächlich. Kommt auch auf die Marke an.

    Ein Metroid als RealFilm wäre ein Traum. Ronda Roussey o.ä. würde gerne Samus spielen und das passt meiner Meinung nach wie die Faust aufs Auge.

    Mario würde in meinen Augen nur als AnimationsFilm funktionieren. Real wäre es erneut nicht möglich.

    Zelda sollte nicht verfilmt werden und wenn, muss es echt gewaltig werden wie Herr der Ringe, also Real und Computer.

    Castlevania wäre auch ein echter Traum

    Ausserdem wünsche ich mir eine Serie zu Kingdom Hearts. Once upon a Time hat es vorgemacht, könnte also gehen.

    Grundsätzlich bin ich dafür. Man muss aber differenzieren zwischen, Real, Trick und Computer animierter Film.
  • otakon - 25.03.2016 - 11:47

    Wunderbar geschriebenes Special von Roman und Dirk - beiden großes Lob dafür, schön zu lesen und super argumentiert von beiden!
    Nun zu mir selbst:
    Ich bin ganz klar für JA.

    Wichtig ist das man den Film zu nem Spiel halt auch als was eigenes versteht und akzeptiert das nicht alles 1:1 umgesetzt sein kann oder das man feste Charaktere hat (die vielleicht anders sind als man sie sich vorstellt) oder mehr Story als man es vom Spiel gewohnt ist.
    Offen für neues sein und nicht im Voraus immer alles verteufeln!
    Das Beispiel mit den Comic Verfilmungen ist da auch echt gut.

    Ich hab schon einige schlechte Spiele-Verfilmungen gesehen - aber warum sollte es deshalb gar keine geben?
    Ich hab nämlich auch schon eine Menge echt guter gesehen ^_-
    Eins ist sicher und darüber muss man sich im klaren sein, es wird NIE jeder zufrieden sein! Es ist gar nicht möglich das zu erreichen, weder bei dem Spiel selbst und erst Recht nicht im Film zu nem Spiel.
    Filme-Macher und Spiele-Entwickler sollten bei einem gemeinsamen Projekt eng zusammen arbeiten, dann kann sowas auch für möglichst viele gut funktionieren.

    Eins ist ebenfalls klar: Nicht jedes Spiel eignet sich als Film! Aber viele ^_- Selbst Mario könnte man sinnvoll in einen Film packen, wahrscheinlich am einfachsten in einen Animationsfilm. Man müsste viel Story oder drumherum und Persönlichkeit dazu tun aber machbar ist es definitiv.

    Ich bin jedenfalls gespannt wie es in Zukunft mit Filmen zu Spielen weitergeht, es wird immer mal wieder welche geben und es wird mal gut und mal schlechter funktionieren. Ich bin grundsätzlich erstmal immer optimistisch und freu mich wenn welche überhaupt erscheinen und wenn Spiele-Filme nach Comic-Filmen wirklich das nächste große Ding werden bin ich darüber auch eher froh als wütend *gg*
  • Floha258 - 25.03.2016 - 11:59

    Ich würde sagen, weder das Eine noch das Andere...

    Es gibt gute und schlechte Beispiele für Videospielverfilmungen... Es kommt halt eben auf den Regisseur/ die Schauspieler/etc. an, ob ein Film gut werden kann oder nicht.
  • Rikuthedark - 25.03.2016 - 12:29

    Es kommt halt auf das Spiel selbst an. Ein Mario Film bräuchte niemand, es wäre ein 0815 Film indem sich Mario durch Gebiete kämpft, ein paar Gumbas und Coopers umbringt und am Ende Bowser platt macht, um Peach zu retten.

    Bei einem Metroid, Zelda oder Starfox sieht das schon ganz anders aus. Metroid könnte ein schöner Scifi Film werden, mit gut animierten Aliens, ner guten Story sicher ganz Nett. Und ein guter Zeldafilm würde sich eh gut verkaufen, schon weil Zelda draufsteht.

    Ich kann mich zwar kaum bis gar nicht an die Donkey Kong Serie damals erinnern, hatte sie aber gerne geguckt. Vielleicht wäre das heute anders, aber Serien/Filme kann ich mir mit einigen IPs gut vorstellen.
  • RP97T - 25.03.2016 - 12:33

    Wir haben schon oft genug gesehen dass die meisten Verfilmungen einfach grottenschlecht sind, deswegen von mir ein klares Nein!
  • frutch - 25.03.2016 - 12:57

    Ja und nein. Manche wären ein Traum, andere ein Krampf.
  • Akira - 25.03.2016 - 13:37

    Ziemlich nutzlose Frage in dieser Form. Nicht alles funktioniert als Film ohne völlige Entfremdung, was als Videospiel existiert, das kann je nach Umsetzung oder sogar Vorlage verdammt scheitern oder aber aufgehen.

    Der Streifen SuperMarioBros demonstriert perfekt, dass man eine derartige Verfilmung lieber unterlassen sollte, der Real- und Cartoon-Anteil der SuperShow hingegen sind amüsante leicht trashige Inkarnationen auf ihre jeweils eigene Art, die man sich gut antun kann.

    Metroid könnte man möglicherweise gut verfilmen, das heißt, wenn ein gewisser Küpper Regie führen darf.

    Tekken ist kompletter Schwachsinn mit Blutgruppe AB, die Filme VesperiaFirstStrike und AceAttorney wiederum sind die jeweils beste Anime-/Real-Umsetzung von einem Spiel, die ich je gesehen habe.

    Weißt du nix wirklich Gutes mit einer Vorlage anzufangen, adaptier sie nicht.
  • Blo0dFir3 - 25.03.2016 - 15:08

    Ich habe eine andere Meinung. Das Problem ist ja, dass viele Videospielverfilmungen unter der Geldgier und Faulheit der Filmindustrie gelitten haben. Also, ja! Videospielfilme wären super wenn sie richtig produziert würden, mit Liebe zum Spiel und einer glaubhaften Story die zum entsprechenden Universum passt, sowie nicht all zu krassen Abwandlungen der bekannten Charakter.
    Ein Zelda muss episch und groß sein, ein Metroid muss atmosphärisch sein und diese Einsamkeit auf einem fremden Planeten vermitteln können.

    Wenn nicht mit dem Budget gegeizt wird und die Produzenten eine Ahnung von der Materie haben könnten tolle Kinofilme entsehen.
    Bisher wurde ich leider immer wieder enttäuscht. Aber man kann ja noch hoffen, dass es mal jemand richtig macht.
  • Kraxe - 25.03.2016 - 15:45

    Silent Hill 1 war die einzige gute Videospielverfilmung. Mir fällt sonst keine mehr ein. Resident Evil 1 hat mir auch gefallen, hatte mit den Spielen aber nur wenig zu tun. Prince of Persia war auch nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

    Bei Nintendo könnte ich mir gut einen Space-Horrorfilm im Metroid-Universum vorstellen. Aber wahrscheinlich würde man daraus einen Alien-Abklatsch machen. Also lieber doch nicht. :D Zelda, Donkey Kong, Mario wäre schwer vorstellbar. Eher dann sowas wie Ralph Reichts! Das ist ziemlich cool, weil es was Eigenständiges ist.
  • Splatterwolf - 25.03.2016 - 16:32

    Spielehelden wurden für Spiele konzipiert. Die Geschichten wirken oft erst so gut, weil man sie selber spielt. Als Film wären manche Geschichten einfach nur 0815. Ich könnte nicht behaupten, je einen Film gesehen zu haben, der eine Videospiel-Vorlage hat und mich komplett begeistert hat.

    Es geht hier auch nicht darum Anspruch zu bieten, sondern vielmehr mit der Marke Leute in die Kinos zu locken. Funktioniert höchstens, wenn es schön trashig ist wie der Super Mario Bros. Film oder einige Filme zu bekannten Beat em Ups. Hirn aus und gut ist.
  • SCS7 - 25.03.2016 - 17:37

    Habe mich für die 3 Antwort entschieden. Wenn sich ein Film zu sehr an das Spiel hält, kann das einfach nichts für Fans werden, weil ein Spiel da einfach viel interaktiver ist und es langweilig ist die selbe Story "vorgekauter" zu erleben. Der Film muss meiner Meinung nach eine andere Story als die Spielvorlage haben, ohne bestimmte wichtige Elemente des Spiels zu sehr zu verändern - woran viele Videospielverfilmungen scheitern mMn scheitern.
  • StMaster3000 - 25.03.2016 - 20:45

    Es kommt auf das Spiel an.

    Sonic z.B ist geeignet für einen Film wie ich finde, alles könnte perfekt eingefangen werden.
    Aber bei Mario z.B einem Spiel ohne eine richtige Story ist es ziemlich schwer einen Film zu kreieren.
  • Torben22 - 26.03.2016 - 13:25

    Kommt auf die Komplexität der Story an. Super Mario lässt sich von Disney und Pixar sehr gut umsetzen da auch bowser nicht das absolute böse ist und sich gut neben Hopper o.ä macht. Metroid und Zelda fungieren da allerdings eher als Trilogie. Zelda wie the hobbit. Eine große Reise in 3 Filmen oder auch Metroid großes Abenteuer in 3 Filme. Man sollte bei Zelda nicht unbedingt auf die 8 Tempel bestehen. Wenn doch dann eher Serie.
  • FR123master - 26.03.2016 - 17:43

    Obwohl es viele nicht glauben: Theoretisch könnte man sicherlich auch bei Mario eine Verfilmung machen, die sogar eine gute Story hat! Die Frage wäre nur: Würde man sich Mühe geben, eine gute Story einzubinden! Vor allem bei Nintendo Franchises bezweifle ich dies ehrlich gesagt, da sich Nintendo ja nicht mal mehr für RPGs gute Storys überlegt! Wie es bei Zelda U wird, kann ich noch nicht sagen, aber ich hoffe, dass sie da nicht den Weg gehen, wo sie keine besondere Story einbauen!

    Zusammenfassend: Auch Nintendo könnte gute Filme zu ihren Videospielen machen lassen, aber dann müsste man auch einen guten Plot liefern und in einigen Nintendo Spielen gibt es den momentan nicht (Besonders enttäuschend ist dies momentan in Mario RPGs)!
  • Drizzt195 - 30.03.2016 - 15:28

    Eine schwierige Frage.
    Im Grunde bin ich immer für eine Erweiterung des Universums meiner Lieblingsspiele, :thumbup:
    aber meiner Erfahrung nach sind 90% der Videospiel-Verfilmungen einfach nur Müll. :thumbdown:

    Aber wenn so wie Dirk schreibt das große Zeitalter der Videospielverfilmungen jetzt erst beginnt würde mich das natürlich freuen. :thumbsup:
  • Dirk Apitz - 30.03.2016 - 16:35

    Drizzt195 schrieb:

    Eine schwierige Frage.
    Im Grunde bin ich immer für eine Erweiterung des Universums meiner Lieblingsspiele, :thumbup:
    aber meiner Erfahrung nach sind 90% der Videospiel-Verfilmungen einfach nur Müll. :thumbdown:

    Aber wenn so wie Dirk schreibt das große Zeitalter der Videospielverfilmungen jetzt erst beginnt würde mich das natürlich freuen. :thumbsup:


    Wobei ich auch nicht in die Zukunft gucken kann. Nur sieht es gut aus und wenn die Firmen und Studios eng miteinander zusammen arbeiten, kann was großes entstehen.