Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Spezial
Netflix ist mit seinen eigenen Serien nicht nur bei den Serien- und Filmnerds angekommen, sondern auch bei den Kindern. Jetzt hat Netflix sogar eine eigene Kinderserie produziert, in Zusammenarbeit mit Activision Blizzard. Es entstand, man hätte es sich denken können, eine Skylanders Serie mit dem Namen Skylanders Academy. Wir konnten uns schon vorab die erste Folge der neuen Netflix-Serie anschauen und uns ein Bild davon machen.

Auch ein Skylander muss büffeln, damit es später das Universum retten kann!

Direkt die erste große Überraschung: Die erste Folge geht 45 Minuten! Für eine Kinderserie ist das sehr ungewöhnlich und ob weitere Folgen auch diese Länge besitzen, wird sich zeigen. Für mich vergingen diese 45 Minuten wie im Flug, was nicht nur an Spyro lag. Spyro, die Hauptfigur der Serie, wurde als kleines Drachenbaby von Meister Eon eingesammelt und später großgezogen. Meister Eon ist auch der Leiter der Skylanders Academy und so wird der talentierte Drache diese Schule besuchen. Sein Rekordwert bei der Aufnahmeprüfung streichelt sein Ego sehr stark und auch Meister Eon lässt den kleinen Drachen mit dem Goldlöffel aufwachsen. So kommt es, dass Spyro sehr eigensinnig, egoistisch und arrogant wirkt und auch seine Freunde, Stealth Elf, die sich schnell zu einem anderen Ort teleportieren kann, und Eruptor, der wie ein Vulkan jederzeit Feuer verschießen kann, müssen darunter leiden. Spyro bereitet sich auch nicht auf den letzten Abschlusstest vor, der für einen zukünftigen Skylander enorm wichtig ist. Doch da ist noch Kaos und sein Diener Glumshanks. Die wollen das Skylanders-Buch klauen, in das Meister Eon hervorragend alle Skylander einzeichnet, um so die Kontrolle über die Skylander zu bekommen. Das Buch ist nur bei dem Abschlusstest für Chaos erreichbar und so sind Spyro und seine Freunde relativ schnell gefragt...

Grundsätzlich sind die Zielgruppe ganz klar Kinder von 7 bis 14. Ganz ehrlich: Da gibt es deutlich schlimmere Serien im TV zu sehen.

In Sachen Handlung liefert die Serie also eine solide Vorstellung und in den ersten Minuten wird auch der Humor sehr deutlich. Skylanders Academy nimmt sich nicht immer selbst ernst, verweist auf ein paar popkulturelle Geschichten und nimmt sogar die eigene Zielgruppe aufs Korn. Man merkt sofort, dass der Showrunner Eric Rogers (Futurama) mitwirkte. Dabei ist schön, dass manche Gags ziemlich überraschend kommen. Das lockert die Geschichte etwas auf, auch wenn dabei das Pacing nicht immer perfekt ist. Zudem sind Menschen wie ich, die mit Skylanders bisher kaum in Berührung kamen, nicht völlig aufgeschmissen. Die Serie ist natürlich die perfekte Werbung für die Spielreihe und wird auch neue Käufer erreichen, sogar die Eltern oder ältere Personen könnten von der Geschichte angefixt werden.


Kaos gegen Spyro! In den weiteren Folgen werden beide bestimmt oft aneinandergeraten.

Man muss auch sagen, dass Skylanders sich auch perfekt als Kinderserie eignet. Die geliebten Figuren aus der Serie können nicht nur als Spielzeug gekauft werden, man kann sie sogar digital verwenden und in der Spielreihe wiederfinden. Das kann man verurteilen und bekanntlich lässt sich mit den Kindersachen die meiste Kohle verdienen, aber geht mal in eure Kindheit zurück! Pokémon, Transformers, Digimon und Co. funktionierten ähnlich. Grundsätzlich sind die Zielgruppe ganz klar Kinder von 7 bis 14. Ganz ehrlich: Da gibt es deutlich schlimmere Serien im TV zu sehen. Die Welt von Skylanders ist bekannt für seine verrückten Kreationen. Spyro sollte jedem Zocker bekannt sein. Schön, dass er nun wieder zu sehen ist und auch einer jungen Zielgruppe nahe gebracht wird. Allerdings wirkt er in der ersten Folge eher nervig und ich hoffe, dass sich das in den zukünftigen Folgen etwas bessert. Eruptor sieht ganz nett aus und bekommt einige witzige Momente. Auch Stealth Elf, eine Mischung aus Elfe, Goblin und Pirat, wirkt vom Charakter her sehr passend und auch ideenreich. Witzig sind auch das Bösewicht-Duo Kaos und Glumshanks sowie die eine oder andere Nebenfigur. So gibt es noch einen zukünftigen Skylander, der immer rülpsen muss, wenn er nervös ist, oder andere haben wahnsinnig Angst vor einem Schaf. Auch hier können wir noch weitere witzige Momente erwarten und besonders der Humor von Meister Eon hat es mir angetan. So können nicht nur die Kids lachen, die wirklich mehr Spaß an der Serie haben werden, sondern auch die Erwachsenen bekommen ihre Szenen.

Die Animationen sind für eine Serie wirklich sehr gut.

Netflix hat sich auch bei der Synchro viel Mühe gegeben. Die deutschen Synchronsprecher machen alle ihren Job gut. Besonders interessant sind aber tatsächlich die englischen Sprecher. Neben der Popsängerin Ashley Tisdale, die Stealth Elf spricht, ist auch Jonathan Banks (Breaking Bad, Better Call Saul) dabei und gibt die wirklich perfekte Stimme für Eruptor. Mit Justin Long (Er steht einfach nicht auf dich), der Spryro spricht, holte man sich sogar einen kleineren Filmstar ins Boot. Dass alle Synchronsprecher, ob unsere oder die aus dem Originalton, hörbar viel Spaß hatten, ist ein gutes Zeichen für zukünftige Folgen.

Meister Eon und seine Schüler machen sich zum Kampf gegen Kaos bereit.

Auch beim Sound kann man nicht meckern, zumal die Serie ein typisches Kinderprogramm-Intro bekommt, was wohl schnell im Kopf bleibt. Die Animationen sind für eine Serie wirklich sehr gut. Besonders die Figuren sind schön detailliert und bewegen sich vernünftig. Auch am Hintergrund hat man nicht gespart und die Umgebung lässt einen sofort an die Videospiele denken. Die Actionsequenzen sind natürlich auf ein Minimum gesenkt, was aber auch am Budget liegen wird. Ein abschließendes Fazit kann man nach nur einer Folge natürlich nicht geben. Doch der Ersteindruck ist sehr solide, und wenn ich da zum Beispiel an die Donkey Kong-Serie denke, ist diese hier deutlich besser. Ich habe definitiv Lust die restlichen Folgen noch zu sehen und freue mich auf weitere kleinere Abenteuer von Spyro und seinen Freunden. Da die Folge auch etwas offen endet, ist eine zusammenhängende und anspruchsvollere Geschichte noch zu erwarten. Für Kids, die diese Spielreihe lieben, ist diese Serie wohl so oder so Pflichtprogramm. Die Eltern kann ich dabei beruhigen, denn das Kind wird das bekommen, was es erwartet, und auch die Eltern können mitgucken ohne ständig mit dem Kopf zu schütteln. Es wird die Zielgruppe erreichen und alle anderen werden eine nette kleine Serie bestaunen können, wo man auch etwas schmunzeln muss. Perfekt für das graue Wetter!

Kommentare 4