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Spezial
Neben den unglaublich beliebten Spielen und Merchandise, gibt es auch die erfolgreiche Pokémon-Serie und viele Filme fanden ebenfalls den Weg ins Kino. Oft stellt man sich dabei folgende Frage: "Was war zuerst da? Die Serie oder die Spiele?" Nun, die Spiele wurden in Japan eher veröffentlicht. Zur großen Popularität hat aber eben auch die Serie beigetragen und in Deutschland sollte der Pokémon-Boom wohl besonders dadurch enorm wachsen. Ich, der ich mit der Serie und besonders mit den Filmen nichts anfangen kann, wollte diesem Phänomen schon lange mal ergründen, und warum soll ich dazu nicht gleich ein Spezial für den Turm scheiben?

In Pokémon Generations sieht man nur kurze Clips. Dabei würde ich mir längere Folgen in diesem Stil wünschen.

Fangen wir mit der TV-Serie an. Das Ganze ist im Anime-Style gehalten und ich vermute, dass die Serie Pokémon zusammen mit Dragonball wohl den Anime- und Mangahype erst richtig rollen ließ und viele weitere Serien kamen aus Japan nach Deutschland. Produziert wird das Ganze von OLM (Oriental Light and Magic). Hierzulande konnte dieses Studio, das auch die Serie Berserk produzierte, kaum Aufmerksamkeit erlangen. In Japan konnte man die Serie 1997 auf dem Sender TV Tokyo sehen. Bei uns erst 1999 auf dem Sender RTL 2, der auch dadurch schnell zu einem Animesender wurde und noch nicht mit Trash-TV glänzen sollte. Die erste Staffel war in Japan wahnsinnig erfolgreich, und so war es klar, dass weitere Staffeln folgen sollten. Auch in Deutschland sollte die Serie sehr erfolgreich anlaufen und jeder, der 1999 ein Kind war, konnte sich dem Hype nicht wirklich entziehen. Egal wo man war, Pokémon war am Start und wenn eine neue Folge lief, waren die Höfe wohl leergefegt.

Die Serie baut auf den Editionen Rot und Blau auf, während die gelbe Edition wieder sich wieder an der Serie bedient. Mit Pokémon Origins sollte es später zudem eine Animeserie geben, die sich ganz streng an Rot und Blau orientieren soll. Das allgemeine Konzept sollte aber sehr lange Bestand haben. Sobald eine neue Edition auf dem Markt kam, war eine neue Staffel nicht weit. Im Grunde ein genialer Schachzug: Die Serie bewirbt die neuen Spiele und die Spiele bewerben wieder die Serie. Das, was man im Spiel erlebt, kann man so auch in einem weiteren Abenteuer sehen und andere Abenteuer aus der Serie kann man auf den Editionen nachspielen. Nicht zu vergessen, dass man durch die Serie auch mehr über die Pokémon erfährt und man direkt Lust hat, diese dann ins Team zu holen. Auch wenn die Serie kürzlich nicht mehr so erfolgreich war, so könnte dieses Phänomen dank Pokémon GO auch wieder eine hohe Reichweite erfahren. Immerhin haben viele Kids wieder Lust auf Pokémon! Kein Wunder also, dass man die ersten Folgen auch nun auf Netflix sehen kann.

Aber worum geht es da eigentlich? Der Hauptcharakter ist Ash Ketchum! Ash sollte bald eine Kultfigur werden, aber gerade bei den älteren Pokémonfans soll er nicht viel Gegenliebe erfahren. Ash will Meistertrainer werden, den Pokédex für Prof. Eich vervollständigen und seinem Rivalen, Gary, voraus sein. Dass der gute Ash es nun bereits im dritten Jahrzehnt nicht schaffte, ein Meistertrainer zu werden, ist dann wohl der größte Witz. Immerhin schafften die Spieler dies relativ schnell. In der neuen Staffel soll Ash nun auch eine Schule besuchen. Ash hat vorher nie eine Schule besucht? Böse Zungen könnten meinen, dass dies einiges erklären würde. Ich habe mir, da der Pokémon-Hype ja auch bei mir wieder Einzug fand, die ersten zwei Staffeln wieder angeguckt. Natürlich richtet sich diese Serie ganz klar an Kinder und trotz meiner Ablehnung muss ich zugeben, dass es doch deutlich schlimmeres gibt. Man taucht in eine neue Welt ein und zusammen mit Pikachu, einem Pokémon, was durch die Serie zur japanischen Mickey Mouse wurde, erlebte man einige Abenteuer gegen Team Rocket (was durch deren Begrüßungstext wohl ebenfalls Kultstatus erlangte) und erfuhr einiges aus dieser Welt, die man ja nur aus den Spielen kannte. Am Anfang bereist Ash, zusammen mit Misty und Rocko, Kanto und später Johoto. Danach hat Ash neue Mitstreiter gefunden. Beide Regionen sind Regionen aus Japan nachempfunden. Später gab es dann auch Regionen, die nicht auf japanischen Regionen basieren sollten.

Allein der Plot ist eine Katastrophe. Klone gegen richtige Pokémon. Da wird selbst George Lucas den Kopf schütteln.

Durch den unglaublichen Erfolg der Spiele und der Serie sollte es nicht lange dauern, bis wir dann auch die ersten Filme bekamen. Der 18. Juli 1998 sollte der Premierentag des ersten Kinofilms in Japan sein. Bei uns kam dieser erst am 13. April 2000, unter den Namen Pokémon - Der Film: Mewtu gegen Mew, heraus. Mit einem Einspielergebnis von 163,64 Mio. US-Dollar war dieser Film weltweit ein Erfolg. Nur Prinzessin Mononoke sollte erfolgreicher sein. In Deutschland war er auf Platz 6 der erfolgreichsten Filme des Jahres 2000. Interessant dabei, dass Warner Bros, die außerhalb für den Vertrieb zuständig waren, nur eine gekürzte Fassung zu uns brachten. So gibt es im Film noch eine Vorgeschichte. Dort sieht man, wie Mewtu eine Freundschaft mit einem Mädchen beginnt und auch warum er so bösartig wurde. Der Film selbst ist wirklich keine goldene Perle in der Animationsgeschichte. Neben einer sehr schlechten und langweiligen Handlung versuchte man sich auch in billiger Dramaturgie. Das Drehbuch war schlichtweg schlecht. Dazu noch tolle Dialoge wie:

Ash: "Warum sind wir hier?"

Misty: "Na ich denke, wir sind hier damit wir hier sind!"

Bravo! Dazu gab es in der Synchro viele Fehlbeschreibungen von Pokémon und grundsätzlich wirkte es sehr hingeklatscht. Kein Wunder also, dass dieser Film auch für die goldene Himbeere nominiert wurde. Dies ist der Anti-Oscar und zeichnet die schlechtesten Filme des Jahres aus. Allerdings war ich schon als Kind, das damals eigentlich alles ziemlich cool fand, was mit Pokémon zu tun hat, auch nicht davon begeistert und heute kann ich diesen Film auch nicht mehr ohne Schmerzen angucken.

Dennoch kann man den wahnsinnigen Erfolg nicht abstreiten und so sollte es natürlich weitere Filme geben. Jedes Jahr um es genau zu sehen. In Pokémon 2 - Die Macht des Einzelnen und in Pokémon 3 - Im Bann der Icgognito ging es diesmal in die Welt der zweiten Generation. Später sollten nicht alle Filme in Deutschland ein Kinorelease bekommen und teilweise lange auf sich warten lassen. Der Zeichenstil sollte sich zudem zwar verbessern, aber die Qualität der Handlung blieb leider gleich. Außerdem wurde dieses Jahr auch bekannt, dass wir wohl bald eine Realverfilmung erleben werden. Wie sich diese dann schlagen wird, bleibt abzuwarten. Grundsätzlich sind die Filme bisher nur was für Fans, und selbst die müssen leiden. Grundsätzlich wäre es schön, wenn man hier mehr Wert auf Qualität legen würde. Denn Pokémon Origins, aber auch die neuen kurzen Clips von Pokémon Generations zeigen, dass diese Franchise einiges liefern kann.

Kommentare 5

  • Torben22 - 26.11.2016 - 15:12

    Ich finde den Text zwar gut geschrieben, aber man merkt zu sehr, dass es eine gewisse Abneigung gibt.
    Gut Ash basiert auf Satoshi Tajiri und altert in der Serie quasi nicht. Passt wunderbar, dann kann jede Generation die mit Pokemon neu beginnt "neu" beginnen ohne das Gefühl zu haben was verpasst zu haben. Cleverer Zug der Autoren für Neuankömmlinge, aber Logik Loch für langjährige Seriengucker. Was auch komisch ist sind Ashs verschiedene Persönlichkeiten, mal ernst, jetzt kindlicher ... Manchmal quasi auch kein Lerneffekt, aber der für mich hrößte Gau ist, dass die Serie und die Filme quasi nicht im selben Universum sind. Ash hat noch nie Mewtu gesehen? Äh doch und auch ein Gau ist es, dass Ash in jeder Generation ein Anfänger ist, ABER wie ich ja gesagt habe dient das als Einführung für jede neue Generation. Man kann fast vermuten, dass der Ash immer ein neuer Ash ist ^^
    Man kann zum Anime sagen was man will: er ist Kindheitsbestandteil und Teil einer großen perfekten Marketingstrategie. Pokemon überall. Pikachu schon fast so bekannt wie Micky Maus.
    Zum Film:
    Ist doch sehr negativ beschrieben. Also ich kann nicht von einem schlechten Drehbuch reden. Die Thematik Klonen, Sinn des Lebens etc. sind nur vll zu erwachsen für die Zielgruppe. Er gehört noch zu meinen Lieblingsfilmen wenn man von der Nostalgie ausgeht. Die Dialoge wurden natürlich amerikanisiert und von uns in deutsche übersetzt. Wer weiß wie es im Originalen klingt, was die reden ^^ Das einzig negative für mich ist, dass der Film plötzlich ein Sprung macht und dann zu einem Ende kommt. Der Film sollte auch einst das Ende der Serie sein laut einigen Insidern. Wegen dem Erfolg war es dann doch nicht das Ende.
  • RPGKING.FOREVER - 26.11.2016 - 16:46

    Finde ich sehr gut beschrieben. :) :D :thumbsup: 8) :thumbup: :mario: :luigi: :wario: :mldance: :rover: :kirby_happy:
  • otakon - 26.11.2016 - 21:08

    Hmmm also die Pokemon Serie hab ich die ersten paar Staffeln (weiß nicht wieviele) sehr regelmäßig und mit großer Begeisterung geguckt - wenn ich heute so zurück denke waren die schon sehr flach aber ich hatte Spaß beim gucken. Reizen tut mich die Serie heute aber nicht mehr.
    Die Filme hab ich damals auch im Kino gesehen und hab auch die späteren alle geguckt - auch wenn die in der Qualität seeeehr nachgelassen haben ^^;;
    ist wohl mehr aus Gewohnheit.
    Den ersten FIlm find ich auch heute noch nicht schlecht und ist für mich definitiv einer der besseren.
  • Wowan14 - 27.11.2016 - 01:16

    Diese Abneigung zum ersten Film verwundert mich hier aber. Ich finde diesen sehr gelungen und es hat auch viele typische Bereiche gut präsentiert besonders in Hinsicht des Sinns des Lebens und wie damit teilweise umgegangen wird. Und Mewtu's Story ist immernoch stets eine sehr beliebte unter den Fans. Ich finde eher, dass die später Filme deutlich langweiliger wurden, 2,4 und 5 waren noch super aber alles danach war irgendwie mäh.
    Klar sind die Texte nicht immer gut gewählt oder gar falsch, aber das hat die Serie ebenfalls vorne und hinten zu hauf. Dennoch gehört der erste mit zu den besten für mich.

    Aber ja ich finde auch, dass die Serie im Stil von Origins und Generations viel besser wäre, die eigentliche Serie ist einfach zu flach und nicht abwechslungsreich und dieser Reset nach jeder Staffel + extra Portion Dummheit für Ash nervt einfach nur. Damals konnte man das leicht hinnehmen aber wenn man älter und somit Intelligenter wird merkt man doch wie dämlich sich da die Charaktere immer wieder anstellen dass es regelrecht wehtut beim schauen. Zielgruppe hin oder her man sollte dennoch auch jüngeren Leuten nicht beibringen ständig das gelernte zu vergessen oder falsch umzusetzen... oder nach jedem Schuljahr das Wissen zu resetten :troll:
  • kakiss4 - 27.11.2016 - 06:27

    Also als Teenager fand ich die Pokemonserie und Filme weitaus schlechter, da fehlte wohl die Progression und Action.

    Dieses Jahr habe ich recht viel Pokemon gesehen und finde es richtig gut ;)
    Es hat mich sogar überrascht, wie gut der erste Film ist, ganz im Gegensatz zu meiner Erinnerung.


    Wenn man akzeptiert, dass Ash zu jeder Generation bei 0 anfängt, dann hat man eine super Serie, die man ohne Bedenken ansehen kann um mal etwas Abseits der oft eher düsteren Dinge zu sehen.

    Mein derzeitiges Highlight sind Team Rockets Fantasien, wie sie Giovanni beglücken können.
    Einfach herrlich absurd.

    Serien haben sowieso immer ein gewisses Konzept, welches mich persönlich am meisten langweilt, ist jenes dass mit Geschlechtsverkehr, Intrigen und Gewalt schockieren möchte und daher tiefgründiger erscheinen will.
    Das langweilt mich persönlich um einiges mehr.