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Spezial
"Pokémon gehört nicht auf die Heimkonsole." "Pokémon gab es früher nur auf der Konsole, um sie in 3D zu bestaunen." "Es wird nie ein vollwertiges Pokémon auf dem TV geben." Schon gut, Leute. Ich habe auch schon oft genug Aussagen darüber gehört, dass wir kein Pokémon auf einer Heimkonsole mehr erwarten sollten, von kleineren Spin-Offs einmal abgesehen. Doch ganz gleich wie oft sich dies herumerzählt, ich selber werde wohl niemals von dem Gedanken loskommen, der sich bereits vor langer Zeit in meinem Kopf festsetzte. Und ich wette, unter euch werden bestimmt auch noch Gleichgesinnte zu finden sein. Schließlich spielten schon viele mit etwa dem Gedanken, den ich auch gerade habe. Nennen wir es zunächst einfach PokémOnline. Der Name macht es offensichtlich: Ein Pokémon-MMORPG!

Stellt euch diese Szene mit einer frei beweglichen Kamera vor.

In diesem dreht es sich um die verschiedensten Aspekte, die man so in der Pokémon-Welt antreffen kann. Fangen, trainieren, kämpfen, koordinieren, aufziehen, wirtschaftliches, alles kann mehr oder minder in Anspruch genommen werden. Bei diesem Traum-Spiel würde sich um ein vollständig dreidimensionales Spiel mit Always-Online-Bindung (als MMO irgendwie logisch) handeln.

Die Rolle der Spieler

Angetrieben mit dem Ziel, den Pokédex zu füllen, sowie eine Hauptgeschichte abzuschließen, beginnt eure Reise meiner Vorstellung nach zunächst als einfacher Pokémon-Trainer. Euch stehen ungefähr die Möglichkeiten offen, die man so aus den Editionen kennt. Kämpfen, tauschen, mit den Pokémon spielen, Pokémon sammeln... Also die üblichen Aktivitäten, die ein Pokémon-Trainer so macht. Schreitet ihr voran, wird die Sache etwas interessanter. Im Kopf habe ich drei grobe Richtungen, in die es weitergehen kann.

Als Ass-Trainer geht ihr verstärkt aufs Kämpfen ein. Turniere und das altbekannte Competitive Play gehören zu eurem Alltag und ihr nehmt darüber hinaus an speziellen Kampfevents teil. Gegenüber anderen Trainerklassen könnt ihr und eure Pokémon von Fähigkeiten und speziellen Attacken Gebrauch machen (in dem Fall wären es neue Attacken), die anderen Klassen nicht zugänglich sind. Außerdem habt ihr eigene Mittel, die euch das Fangen diverser Pokémon erleichtern.

PokéPause mit ganz vielen Features? Züchter werden den ganzen Tag damit verbringen!

Als Züchter haltet ihr euch bevorzugt eher aus solchen Konfrontationen heraus. Wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, züchtet ihr Pokémon, zieht diese auf und geht spielerisch mit ihnen um. Ihr könnt etwas leichter Pokémon mit maximalem Potential (6IVs) züchten und ihnen die Möglichkeit erbringen, später von einem Ass-Trainer die zuvor genannten speziellen Fähigkeiten & Attacken beibringen zu lassen. An dieser Stelle merkt man also, dass ein Zusammenspiel aus Ass-Trainer und Züchter große Vorteile mit sich bringt. Abseits davon stellt ihr auch Konsum-Items her, deren Effizienz gewöhnliche Supermarkt-Items übertreffen. Diese könnt ihr natürlich auch an andere Trainer vergeben oder verkaufen.

Seid ihr Koordinatoren, wollt ihr schlicht und einfach auf eine andere Art im Mittelpunkt stehen: Wettbewerbe! Mit euren Techniken wollt ihr die Schönheit der Pokémon sowie die Möglichkeiten der Freundschaft mit ihnen zur Schau stellen. Beeindruckt das Publikum und erlangt endlosen Ruhm. In Wettbewerben ein hohes Ansehen zu erzielen sollte nicht einfach sein. Aber dafür ist es vielleicht die effizienteste Möglichkeit, Ruhm und Geld zu verdienen. Pokémon, die für Wettbewerbe trainiert sind, könnten vielleicht im Alltag von Techniken profitieren, die sehr trickreich sind und bei bestimmten Situationen aushelfen können.

Dies wären einige Möglichkeiten, die den obenstehenden Trainerklassen zur Verfügung stehen. Natürlich könnten noch mehr Exklusivitäten zur Verfügung stehen, aber das ist der Job der Spieldesigner. Und beachtet nochmals: Jeder Spieler wird zu etwa dem fähig sein, was man auch in den Editionen anstellt. Nur die Erfolgschancen der Tätigkeiten und manche exklusiven Zusätze(!) sind von der Klasse abhängig. So könnt ihr euch besonders mit eurer Vorliebe herausragend beschäftigen.

Die Pokémon-Welt

Wie in OR/AS frei fliegen. Mit noch mehr Dynamik.

Das Geschehen würde in einer ganz eigenen Region mit MMO-tauglicher Kartengröße abspielen. Dabei sollte die gesamte Region auch auf verschiedene Biome aufbauen und Bauwerke enthalten, die von anderen Regionen abstammen und z.B. den Legendären Pokémon dienen. Dazu komme ich später nochmal. Die Städte dieser Region sind größtenteils mit einer guten Infrastruktur verbunden, ebenso sind aber auch abgeschiedene Orte vorhanden. Die Welt ist natürlich sehr lebendig gestaltet. Zu Lande, zu Wasser und in der Luft begegnet ihr wilden Pokémon, deren Arten mit den Biomen variieren. Pokémon OR/AS und Sonne/Mond haben schon gut vorgemacht, wie man Pokémon auch außerhalb von Kämpfen antreffen kann und welche Freiheiten unter anderem der Luftraum (Überflieger) bieten kann. Aber da kann man immer noch bestimmt mehr rausholen, oder nicht?

Kämpfe

Battle Revolution hatte damals einen ansehnlichen Detailreichtum. Jetzt mal sowas für Nintendo Switch...

Die Kämpfe bleiben hauptsächlich im gewohnten Format. Einzel-, Doppel-, Dreier-, Reihum-, Umkehrkämpfe oder Battle Royal... Was ihr alles schon mal gesehen habt. Je nach Spielerzahl sind auch eher ungewöhnliche Match-Ups, zum Beispiel 2 vs. 1 Spieler (mit 2 vs. 2 Pokémon) möglich. Wird ein Kampf unter Trainern geführt, wird er als eine neue Instanz ausgetragen. Wenn andere Spieler im Nachhinein auf den Kampf stoßen, können sie diesem eventuell zuschauen, falls die Spieler es erlauben. Inwiefern überhaupt die Beteiligung Dritter möglich ist, hängt von der Art des Kampfes ab. Ob es also ein Freundschaftskampf ist, ein Kampf gegen wilde Pokémon, ein Kampf im Rahmen der Story oder ein ernster Kampf, zum Beispiel zwischen Organisationen: Die Bedingungen sind entsprechend variabel. Turnierkämpfe sind Events und somit absolut öffentlich, falls sie nicht exklusiv für den folgenden Punkt dienen.

Teams, Organisationen & Fraktionen

Habt ihr ein paar Freunde gefunden, könnt ihr euch kurzweilig oder langfristig zu einer Truppe/einem Squad zusammenschließen und gemeinsam durch die Pokémon-Welt streifen, Pokémon fangen, gegeneinander oder zusammen gegen andere Trainer kämpfen oder einfach mal die Natur in voller Pracht genießen.

Eventuell wollt ihr aber größeres erreichen? Habt ihr eine Truppe, könnt ihr nach Management eines Bosses sowie Vorstandes eine eigene Organisation gründen oder einer bestehenden beitreten. Diese Organisationen verfügen natürlich über einen eigenen Namen, das "Team"-Präfix, ein eigenes Emblem (z.B. Hintergrund, Hintergrundfarbe, Logo, Logofarbe, aus einer Auswahl zusammengestellt) und eine Art Aufgabenfeld, also wofür sich diese Organisation hauptsächlich einsetzen möchte (kann auch allgemein gerichtet sein). Für die Aktivitäten, die im Namen dieser Organisation ausgeführt werden, bildet sich diese einen Ruf. Je höher dieser Ruf, desto mehr wird sie anerkannt, macht sie professioneller und vertrauenswürdiger. Warum Vertrauen? Sagen wir, eine neue Organisation beginnt mit einem Wert von 500 Punkten (50.000 Maximum). Jedoch liegt der Tiefpunkt nicht bei 0, sondern kann sogar in einen negativen Wert reichen. Der Sinn dahinter ist ganz einfach. Denn dann definiert sich diese Organisation als Verbrecherorganisation. Ihr Verdienst? Diebstahl und Verkauf (von Waren, nicht von Pokémon, die sind natürlich bei euch sicher)!

Für einen starken Verbund oder dem Fall einer großen Konfrontation (sowas kann man schlecht als Krieg bezeichnen) können sich gleichgesinnte Teams zu einer Art Fraktion zusammenschließen. Diese können dann besondere, große Events austragen, wie den Kampf gegen eine große Bedrohung für die Region.

Was ergeben diese Organisationen und deren Aufgaben denn nun für Gelegenheiten? Ich gebe mal ein konkretes Beispiel: Team A bekommt von einem Pokémon Center einer beliebigen Stadt den Auftrag erteilt, diesem Pokébälle aus einer Fabrik zu liefern. Mit einer Gruppe von (sagen wir mal) vier Spielern macht ihr euch mit Kleintransporter (Organisationen haben in der Regel eigene Fahrzeuge) auf den Weg, um die Lieferung durchzuführen. Dadurch könnt ihr für euch sowie für die Kasse eures Teams Geld verdienen und damit Items erwerben, die Organisation ausbauen oder was euch sonst in den Sinn kommt. Doch besteht ein gewisses Risiko! Wenn ihr Pech habt, könnte der Transport von Team B, einem Verbrecherteam, überfallen werden. Folglich kommt es zum Kampf um die Lieferung. Gewinnt Team A, kann es ohne weitere Gefahr seine Mission beenden und bekommt sogar einen satten Bonus. Gewinnt Team B, übernimmt es den Transport und kann damit eigenwillig handeln.

Legendäre & Mysteriöse Pokémon

Wie ich weiter oben bereits sagte, gibt es in der Region von PokémOnline an verschiedenen Orten mysteriöse Bauwerke oder Dungeons, die jene aus den Editionen repräsentieren. Diese Orte trennen euch bei Betreten in neue Instanzen, sodass ihr nicht von anderen Spielern gestört werdet oder gewollt mit bestimmten Spielern (eure Truppe oder euer Team) dieses Abenteuer bestreitet. Der Vorteil wenn man diese Orte besucht, ist, dass man kontrolliert bestimmte Pokémon antreffen kann, abhängig vom Dungeon.

Habt ihr das entsprechende Legendäre Pokémon gefunden, stehen verschiedene Methoden offen, um mit ihnen umzugehen. Ihr könntet gegen sie antreten, um euer Team, aber auch sie damit effizient zu trainieren (darauf komme ich gleich zurück). Unabhängig des Resultates könnt ihr dann eine Freundschaft zu ihnen aufbauen und sie je nachdem dann sogar leihweise (!) in das eigene Team aufnehmen, um es drastisch zu verstärken. Legendäre Pokémon lassen sich nicht endgültig fangen, das würde ihrem Status als einzigartige Pokémon nicht guttun. Die Freundschaft bleibt aber bestehen, daher könnt ihr sie jederzeit wieder in ihren Dungeons aufsuchen und mal etwas mit ihnen chillen. Sie zu sehen reicht übrigens bereits für den Pokédex.

Eine etwas unkonventionelle Art, auf ein Legendäres Pokémon zu stoßen.

In gelegentlichen Fällen kommt es vor, dass sie sich außerhalb ihres Gebiets befinden und durch die ganze Region streifen. Siehe den Anfang vom 11. Kinofilm: Wäre es nicht cool, einfach mal auf Dialga anzutreffen, während es ganz genüsslich aus einem See trinkt? Bei einer solchen zufälligen Begegnung stehen euch dieselben Optionen wie in den Dungeons zur Verfügung, nur spart ihr euch die Mühe mit dem Weg zu ihnen.

Gerade sagte ich, durch einen Kampf gegen sie trainiert ihr euer Team und auch sie? Sagen wir, jeder Kampf gegen die Legenden verstärkt sie solange, bis eine zuvor genannte, regionale Bedrohung auftaucht. Eventuell werden sie bei solchen Ereignissen dann eigenwillig auftauchen und an eurer Seite gegen diese Bedrohung antreten, um ihren eigenen Teil zur Rettung der Pokémon-Welt beizutragen. Dieses Training wird nach dem Event wieder zurückgesetzt und sie lassen sich erneut für den nächsten Fall trainieren.

Verwaltung der Pokémon

Zunächst einmal ist das Fangen, Trainieren und Entwickeln der Pokémon mit mehr Zeit und Aufwand verbunden als in den Editionen. Das liegt einfach im Rahmen darin, dass es sich um ein langfristiges Online-Spiel handelt. Dafür wird es noch lohnenswerter sein, wenn man erst mal so weit gekommen ist. Gefangene Pokémon werden wieder in Boxen aufbewahrt, die man sich aber mit seinen besten Online-Freunden teilen kann. Unter gewissen Einschränkungen, zum Beispiel eine kleine Schwächung, kann man also einem Anfänger ein immer noch recht starkes Pokémon zuteilen, auch wenn es in Händen seines Besitzers die volle Stärke hätte. Pokémon in Boxen kann man bei aktivierter Lizenz auch direkt auf die Pokémon Bank verschieben, aber nur einseitig! Pokémon können aus der Bank nicht nach PokémOnline übertragen werden. Der Grund ist absolut simpel: Anhand Always-Online und serverseitiger Generierung der Pokémon, sowie der Berechnung des Zufallsgenerators, wird somit sämtliche Art von Cheats/Hacks unterbunden. Damit aber auch wirklich alle Pokémon legitim sind, darf es auch keine externen Quellen von Pokémon geben.

Problematisches

Es verbleiben immer noch allgemeine Schwierigkeiten, die ich in meinem Kopf noch nicht lösen konnte. Das erste wäre die Kommunikation. Wir wissen alle, dass Nintendo eine Allergie gegen Voice-Chats in öffentlichen Online-Spielen hat. Einige Spiele unterstützen zwar einen Voice-Chat, doch dieser beschränkt sich auf Freundesräume. Und ganz ehrlich: Die meisten Spielerverbände benutzen dann sowieso externe Dienste wie Discord, TeamSpeak oder Skype. Was aber möglich sein sollte, ist ein Textchat, am besten mit Hilfe einer USB-Tastatur. Um sich schneller austauschen zu können, könnte man ein Commorose mit vorgefertigten und übersetzen Nachrichten anbieten. (Ein Commorose ist ein Menü mit Nachrichten, welches per Tastendruck aufgerufen wird. Bekannte Beispiele dafür wäre die Battlefield-Serie oder Overwatch.)

Und außerdem wäre da die Spielerbevölkerung. Ich habe ehrlich gesagt keinen Plan, mit welchen Mengen an Spieler die Server bevölkert werden sollten. Ob es einen oder mehrere pro Kontinent gibt oder sogar zur weltweiten Nutzung? Anhand rundenbasierter Kämpfe sollte eine Latenz von bis zu 150 Millisekunden nicht das Problem sein. Wichtig ist einfach, nicht pausenlos auf andere Spieler anzutreffen, die Welt sollte natürlich wirken und somit nicht hinter jeder Ecke einen Trainer herumlatschen haben. Trotzdem sollte genug Platz vorhanden sein, damit man stets mit seinen Freunden spielen kann. An dieser Stelle habe ich mir überlegt, ob man nicht einfach nahtlos zwischen den Servern weltweit oder seiner eigenen Region wechseln kann, wenn ein anderer mal überfüllt wirkt. Ob man überhaupt global oder regional spielt, sollte dann von der gesamten Spielerzahl abhängig sein. Wenn es denn Nintendo wert ist, so viele Server für den Start bereitzustellen und sich anschließend zu entscheiden...


Wie sieht es bei euch aus? Weitere Sonderwünsche? Oder absoluter Schwachsinn? Das wäre soweit meine Vorstellung zu dem wohl niemals erscheinenden, ultimativen Heimkonsolen-MMORPG zu Pokémon. Meine größte Besorgnis wären halt diverse Dinge zum Balancing, aber ansonsten hoffe ich doch eine einigermaßen gute und realistische Vorlage beschrieben zu haben.

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