SPOILER! Türsteherblog #37: Game Of Thrones Staffel 6 Folge 5: Das Tor

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Das Tor


    So langsam bricht die Ruhe in Westeros. Während in manchen Teilen die Weichen neu gestellt werden, richtet sich diese Folge an die etwas außenstehenden Charaktere. Dabei wird das große Geheimnis von Hodor gelüftet und treffen auf einen neuen Charakter.



    Bevor es richtig losgeht möchte ich eins vorweg sagen: was für eine sau starke Folge! Wenn die Qualität weiterhin so steigt, dann wird man diese Staffel schwer toppen können. Diese Folge zählt sogar zu einer der besten Folgen von Game of Thrones. Die Vergangenheit vor der ersten Staffel wird wieder aufgegriffen und mit der Gegenwart verbunden. Eine richtige Meisterleistung und so langsam zeigt sich, dass Brans Flashbacks nicht nur wahnsinnig spannend sind, sondern auch noch wahnsinnig gut erzählt.

    Wir erfahren, woher Hodor eigentlich seinen Namen hat und warum er nur diesen aussprechen kann. Das ist wahnsinnig interessant. Denn sehr viele Geheimnisse hätte man durch die Flashbacks lüften können. Wer ist nun die Mutter von Jon? Ist er ein Targaryen? Und was machte damals Ned Stark im Tower of Joy? Immer wieder wurden wir dabei angeteasert und heiß gemacht. Aber am Ende verschiebt sich unser Augenmerk auf Hodor. Eine Figur, die zwar sehr beliebt war, aber für die Story nie wirklich wichtig und kaum einen Einfluss hatte. Er war ein Diener und wie so viele in diesem Fantasyuniverum, musste er sterben. Das dramatische dabei ist, dass er aufgrund der Gier und der Überschätzung von Bran sterben musste. Denn dieser scheint regelrecht süchtig nach der Vergangenheit zu sein. Dadurch wird auch erklärt, wie die weißen Wanderer entstanden sind und aus welchem Grund. Plötzlich bekommt auch diese Fraktion ein ganz anderes Licht und ein weiteres Puzzleteil wurde gefunden. Zudem sehen wir die Region und den Baum ohne Schnee und so langsam wird klar, dass die weißen Wanderer scheinbar wirklich den Winter mitbringen. Bran dagegen bringt diese gleich zum Baum, da er tatsächlich in der Vergangenheit gesehen werden kann und von dem König markiert wurde. Sie greifen den Baum an und Bran muss fliehen, befindet sich aber mit seinem Lehrer wieder in der Vergangenheit. Er schafft es aber dort in Hodor einzutauschen, damit er getragen werden kann und am Ende kommt es zum dramatischen Finale. Hodor versucht das Tor zu halten. “Hold the Door”, schreit man ihn immer wieder zu. In der Vergangenheit sieht der junge Hodor sein zukünftiges Schicksal und fällt zusammen. Durch dieses traumatische Erlebnis kann er nur noch die kurze Version von “Hold the Door” sagen: Hodor. Ein dramatisches Ende in der Gegenwart, eine interessante Erklärung in der Vergangenheit. Gänsehaut garantiert! Wo geht die Reise von Bran aber nun hin? Wegen seiner Gier, starb die Krähe, Hodor und die letzten Kinder des Waldes. Was für Schlüsse zieht er daraus?

    Tyrion dagegen muss sich nun mit den Konsequenzen seiner Verhandlungen auseinandersetzen. So will er natürlich auch erzielen, dass der Frieden nicht auf seine Kappe geht. Denn immerhin ist die Mutter der Drachen die Königin. Dazu wird ein neuer Charakter eingeführt. Kinvara, ebenfalls eine rote Priesterin, soll die Kunde breit treten und damit hat diese Religion gleichzeitig ein neues und passendes Gesicht. Dabei soll die Stellung im Volk steigen. Varys dagegen sieht das sehr skeptisch. Denn er hat von Mellisandre gehört und ihr Scheitern. Interessant ist jedoch, dass Kinvara über das Geheimnis von Varys weiß und dieser schon sehr früh Kontakt mit dieser Religion hatte. Ob es dennoch so klug ist, sich auf darauf einzulassen? Immerhin stand die Mutter der Drachen nicht unbedingt für eine Religion und immerhin wir schon an Cersai gesehen, was passiert wenn man sich mit Fanatikern einlässt. Auch hier gab es einen richtig guten Gänsehaut-Moment und der nächste sollte auch bei Daenerys folgen, die Mormont vergibt und ihn bittet, eine Heilung zu finden für die Steinkrankheit. Es freut mich, dass Mormont uns damit noch erhalten bleibt. Seine tragische Geschichte und seinen Charakter mochte ich schon immer.

    Daenerys darf sich wohl aber um einen weiteren Liebhaber erfreuen. Euron, von den Eiseninseln, beansprucht und bekommt die Königsposition. Er verspricht eine Flotte um sie zu überzeugen und um mit ihr gemeinsame Sache zu machen. Dieser Plan, der so oder so zum Scheitern verurteilt ist, durchkreuzen Theo und seine Schwester. Denn die klauen die wichtigsten Schiffe und segeln davon. Hier dürfen wir uns wohl auf eine kleine Verfolgungsjagd durch das Meer freuen.

    In Molés Town, weiter südlich der Mauer, kommt es in der Zwischenzeit zu einer weiteren wichtigen Szene. Sansa trifft auf Kleinfinger. Diese Begegnung erinnerte mich erst wieder daran, dass die Frage nie geklärt war, was Kleinfinger wusste. War es wirklich ein Fehler von ihm oder hat er es wissentlich getan? Letzteres kann man sich kaum vorstellen. Immerhin war er in Sansas Mutter verliebt und eine Zuneigung zu Sansa, ist nicht abzustreiten. Sansa, die immer und immer wieder irgendwelchen Sadisten ausgeliefert war, bekommt nun endlich die erhoffte Wendung. Zeitgleich reflektiert die Serie auch die Gewalt und die Misshandlungen als Sansa ihn fragt, was er über ihr Schicksal denkt. Was Bolton mit ihr gemacht hat und warum sie sich nicht dafür an Kleinfinger rächen sollte. Sie berichtet von den Schmerzen, die sie bis heute erleiden musste. Aber Kleinfinger macht sich klein und gibt Sansa einen Rat auf dem Weg. Zudem betont er, dass sie eine Armee nicht brauch und nicht die von ihrem Bruder. Bevor er geht, betont er zudem noch, nicht ganz ohne Hintergedanken, dass es ja nur der Halbbruder ist.

    Ihre Schwester übt fleißig weiter und so richtig scheint man ihr doch nicht zu vertrauen. Arya wird mit einem neuen Auftrag konfrontiert, diesmal soll eine Schauspielerin dran glauben. Das Theaterstück ist aber nicht irgendeins. Es ist das verulkte Nachspiel von Ned Starks Tod. Arya merkt man an, dass diese Prüfung besonders schwer wird. Aber sollte sie es diesmal vergeigen, dann war es das mit ihr.

    Am Ende bleibt zu sagen, dass es echt eine starke Folge war und die berühmte Folge 9, die immer für die größten Momente sorgt, ist noch nicht einmal erreicht. Viele packende Gänsehautmomente und sehr viele Emotionen werden diesmal zugelassen. Grundsätzlich geht die Serie von der unreflektierten Gewalt weg und wie so oft in dieser Serie, sind die Konsequenzen immer dazugehörig.

    Wie fandet ihr die Folge? Habt ihr Fantheorien oder Anmerkungen zu meinem Gesülze? Dann lasst es mich wissen!

    255 mal gelesen

Kommentare 9

  • Roman Dichter -

    Obwohl ich die Hodor-Erklärung auch grundsätzlich gelungen finde, bin ich etwas enttäuscht. Gerade hatte der Charakter Interesse hervorgerufen und schien etwas sehr Interessantes und Relevantes in sich zu tragen, da ist er auch schon wieder Geschichte. Nur ein kurzes Feuerwerk - leider... Und so richtig spektakulär ist sein Abgang auch nich - die Tür zuhalten, naja...

    Und da du nach Fantheorien fragst, Dirk: Mir kam der Gedanke, dass der alte Kerl im Baum eventuell Bran selbst in alt sein könnte. Vielleicht kehrt er irgendwann selbst in die Vergangenheit zurück, um sich selbst zu empfangen und zu unterweisen. :D Der Alte sagte auch etwas wie "Es wird Zeit, dass du ich wirst" oder so ähnlich...

  • Dirk Apitz -

    @splatterwolf

    Das mit Joffrey ist auch das erste was mir in den Sinn gekommen ist. Bin auch schon gespannt wie es nun weiter geht. Aber erstmal muss er fliehen^^

  • Splatterwolf -

    Bei Brans Fähigkeit darf man nicht vergessen, dass er zwar Sachen verändern kann, aber das, was wir bisher gesehen haben, feststeht. Er kann nicht beliebig in die Vergangenheit reisen und bspw. seinen Vater retten, denn der ist gestorben.

    Alles, was er verändern kann, wird bereits verändert worden sein. Das Interessante hieran ist, inwieweit eventuell er schon mit seiner Fähigkeit Dinge verändert hat, die uns aber erst in Rückblicken dann klar werden.

    Ähnlich wie auch Aryas Fähigkeit lässt das einige WTF-Momente zu. Jetzt ist Tür und Tor offen für Theorien, die komplett verrückt sind.

    Hat Bran eventuell Geoffrey vergiftet? Ist Arya eventuell garnicht mehr in Braavos? Ist für mich insofern spannend, dass man jetzt noch vielmehr auf Details achten muss.

  • kirmeswelt -

    das Bran in der Lage ist über die Vergangenheit die Gegenwart zu beeinflussen ist eine zu große Kraft dessen potenzial ich mir nicht vorzustellen vermag.

    Aber ... wieder ist ein Wolf tot... Damit sind es nur noch 2 (Nymeria und Ghost)

    Das von Arya angesehene Theaterstück war echt lustig und erinnerte mich an die letzte Staffel von Avatar wo es so etwas auch schon gab.

    Zuletzt möchte ich noch das Volk von den Eiseninseln erwähnen. Ich bin kein Fan von Yara. Aber auf den Thron hätte ich sie gerne gesehen... Was ist das für eine "Wahl" gewesen...


    PS: Der "Türsteher"-Blog war noch nie so nah von seinem Namen an der Handlung XD

  • Dirk Apitz -

    @green-link

    Meinte das Gleiche bezüglich Mellisandre. Und ja das Theaterstück zeigt natürlich mehr und ist auch eine kleine Metapher. Der Pöbel (wir) sehen zu wie sich die großen die Köpfe einschlagen. Aber denke der wichtigste Moment ist die Erinnerung an Eds Tod.

  • Sandro -

    Finde es auch sehr symbolisch, dass der Wolf mit dem Namen Sommer umgekommen ist....

  • Green-Link84 -

    Die Geschehnisse um die Graufreuds versprechen auch noch interessant zu werden Theon und seine Schwester, die nicht zur Königin gewählt wurde, flüchten mit ein Großteil der Bevölkerung und der Schiffe, während der Krönungszeremonie Ihres Onkels.
    Sansa hat endlich mal gezeigt, dass in ihr das Blut der Starks und Tullys fließt. Den kleinen Petyr hat sie ordentlich die Meinung gegeigt. Zwar mit Brienne als Schutz, aber das hat gereicht. Mal schauen, ob Jon und Sansa die kleineren Häuser des Nordens und die Armee von Schnellwasser Vereinen können, um den Usurpator des Nordens aus Winterfell zu prügeln.
    Nächste Woche wird es wohl größtenteils wieder nach Königsmund gehen. Aber auch dieser Handlumgsstrang verspricht Spannung pur.

  • Green-Link84 -

    Die beste Folge der 6.Staffel bisher. Allein das Ende mit Hodor, WAHNSINN! Und das alles wegen Brans Arroganz... Achja ein weiterer Schattenwolf musste auch sterben. Da waren es nur noch 2.
    Das Theaterstück, dass das Mädchen sieht geht aber nicht nur um den Tod Eddard Starks, sondern um die Geschehnisse von Roberts Tod bis hin zur Enthauptung der Hand. Natürlich alles zur Belustigung des gemeinen Volkes Braavos aufbereitet.
    Kinvara ist nicht nur eine normale Rote Priesterin, sondern die Hohepriesterin, der Spatz nur in rot und gut aussehend. Wobei.... (an Melisandre denkend). Die wird wohl noch für Zündstoff sorgen, besonders wenn die Königin, samt ihres Khalasars nach Meeren zurückkehrt.

  • Sandro -

    Ich würde sagen es ist Zeit Benjen aus der Moderkiste hervorzuholen.