SPOILER! Der Türsteherblog #38: Game of Thrones Staffel 6 Folge 6: Blut für mein Blut

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  • Blut für mein Blut


    War die letzte Folge geprägt von einigen emotionalen Momenten, so werden in der sechsten Folge überraschend neue Weichen gestellt und die Ruhe kehrt wieder zurück. Dies tut der Serie noch immer gut allerdings bekommen wir dafür keinen WTF-Moment. Aber am Ende werden wir dennoch vertröstet.



    Wir starten dort, wo wir in der letzten Folge aufhörten. Bran flieht und Meera versucht alles, um die Untoden aufzuhalten. Ich muss ja zugeben, dass ich Untode, Geister oder Zombies auch im Fantasyuniversum sehr langweilig. Das störte mich auch schon im dritten Buch von Herr der Ringe. Zwar gibt es, seit der letzten Folge, eine Erklärung dazu aber diese Fraktion darf für mich nicht zu viel Screentime bekommen. Bran ist in dieser Zeit wieder in der Vergangenheit. Wobei er scheinbar das Ganze nicht kontrollieren kann. So springt er immer wieder hin und her. Interessant dabei sind aber die Bilder. So sehen wir Ned Stark wie er den irren König befragt, wo die Schwester ist, während dieser alle verbrennen lassen will. Dies führte bekanntlich zum Aufstieg der Lannister. Auch hier werden wir wieder angeteasert aber dies ist bei der heutigen Handlung nicht so wichtig.

    Natürlich war klar, dass es Meera nicht alleine schaffen kann und so kommt ein Fremder aus dem Nichts und rettet sie und Bran. Der Fremde ist Benjamin Stark, der Onkel von Bran. Zwar musste ich lange überlegen aber tatsächlich kam dieser schon vor und galt verschollen jenseits der Mauer. Zudem wurde er von den Kindern des Waldes gerettet. Doch die Wunden im Kampf gegen die weißen Wanderer sind klar ersichtlich und man kann gespannt sein, ob diese nicht noch Auswirkungen haben. Zudem gab es in den Kommentaren vom letzten Blog den Hinweis, dass der dreiäugige Raabe Bran selbst ist. Dies wurde wohl indirekt bestätigt. Denn so wurde Benjen von diesem gerufen und auf den Hinweis, dass er bereits gestorben ist, merkte er seine Wiedergeburt an und guckt dabei Bran an. Fragen, die wohl demnächst sicherlich geklärt werden.

    In dieser Zeit passiert, wie erwartet, in Königsmund sehr viel, allerdings anders als gedacht. Cersai, ihr Bruder und Geliebter und Tyrell holen zum großen Schlag gegen den Hohen Spatz aus. Kurz vor dem Bußgang von Margaery stürmen sie die Party und die endlich erwartete Schlacht gegen diese Sekte schien zu starten. Doch tatsächlich muss sich Königsmund weiterhin mit dieser Sekte plagen lassen. Denn der Hohe Spatz hat den König und Margaery ein paar Flöhe ins Ohr gesetzt und diese sind damit vollständig bekehrt. So verzichtet er auf den Bußgang und verkündet die Vereinigung der Krone und der Religion. Ein neues Wappen ist auch zu sehen. Jetzt wird es wirklich interessant. Immerhin bahnen sich viele Bedrohungen an und Königsmund muss sich weiterhin mit den Spatzen rumschlagen. Doch Jamie und Cersai planen schon den nächsten Zug. Jamie soll einen Feldzug anführen, um Schnellwasser wieder einzunehmen den Walder Frey (der plötzlich auch wieder auftaucht) erobert hat, und Cersai verlässt sich auf den Berg. Doch es ist zu offensichtlich, dass der Berg diesmal Cersai nicht retten kann und die Spatzen werden auch einen geeigneten Gegner finden. Meiner Meinung nach ein sehr schwacher Moment in dieser Folge. Zwar gab es von Tommen und Maraery jeweils eine Szene zur Bekehrung, aber so richtig schlüssig ist dies nicht. Besonders weil Tommen vorher eher andere Pläne hatte. Aber hier müssen wir ebenfalls abwarten. Das Margaery das Ganze nur spielt, damit sie Cersai los wird, ist ebenfalls möglich.

    Sam ist auch wieder zu sehen und diesmal treffen wir auf seinen Vater, der Wildlinge hasst. Wie unpraktisch, dass die Frau von Sam nun ein Wildling ist. Der Vater macht Sam einige Vorwürfe und Sam wirkt geknickt. Zusammen mit dem Kind und seiner Frau, haut er nun wieder ab und klaut gleichzeitig das Schwert aus valyrischem Stahl. Damit wird er zu Jon Schnee zurückkehren und damit wäre diese Episode auch fertig. Für mich ist Sam noch immer der langweiligste Charakter und ist nur ein Stichwortgeber. Auch die Szene mit seinem Vater hätte Emotionen erzeugen können, wenn die Geschichte mir nicht so egal wäre.

    Ebenfalls gescheitert ist Arya. Sie hat wieder den Auftrag nicht ausgeführt. Interessant ist dabei, dass sie wieder ein Theaterstück sieht, was die Geschehnisse zeigt, von der sie auch nichts wissen kann. Hier wird klar, sie hat ihre Vergangenheit nicht abgelegt und so passt es, dass der Auftrag nicht ausgeführt wird und sie ihre versteckten Sachen holt und abhaut. Leider muss man sagen, dass hier alles bisher vorhersehbar war und auch wenn in der aktuellen Staffel die Macher sich hier mehr Zeit nahmen und auch einiges besser gestalten, so hat dieser Strang einen sehr bitteren Beigeschmack. Dabei ging dieser sehr vielversprechend los, hielt aber eben nicht das. Zudem kommt Arya ihrer Rache einfach nicht näher und so langsam hatte man das Gefühl, dass sie niemanden mehr hat, an dem sie sich rächen kann. Dafür scheint dies aber nun ein Ende zu nehmen. Ihre Ausbilderin bekam den Auftrag Arya für diesen Verrat zu töden und diese wird wohl eher scheitern. Aber man kann davon ausgehen, dass auch dies nicht ohne Konsequenzen bleibt. Fakt ist, die Ausbildung hat endlich ein Ende und hier ist aktuell zumindest kein Stillstand.

    Die Mutter der Drachen hat wieder in dieser Staffel den wohl besten Auftritt und gleichzeitig feiert ihr Drache, Drogon, sein Comeback. In einer Gänsehautszene spricht sie zu den Pferdeherren und macht sie heiß auf den Kampf um Westeros. Endlich also geht auch ihr Feldzug nun los. Die Frage ist aber, ob sie Mereen nun völlig ignoriert oder dieses zurückerobert.

    Am Ende bleibt zu sagen, dass diese Folge wohl die schwächste aus der aktuellen Staffel ist. Es war allerdings zu erwarten, dass dies irgendwann passieren musste. Zu viele Fehler wurden in der fünften Staffel gemacht, die nun ausgebügelt wurden. Dafür nimmt man im Kauf, dass eine Folge zu viele unerklärliche Wendungen hat oder die eine oder andere Geschichte zu schnell beendet. Dies klingt jetzt negativer als es tatsächlich ist, aber sollte ebenfalls angemerkt werden. Grundsätzlich fand ich die Folge dennoch gut und macht Lust auf die weiteren Folgen. Denn diese, da bin ich mir sicher, werden diese schnell in den Schatten stellen.

    251 mal gelesen

Kommentare 7

  • Dirk Apitz -

    Ich finde halt, er war zu lange weg. Früher zeichnete es die Serie mal aus, solche Charaktere immer wieder zu zeigen bis sie dann mehr Platz einnehmen. Seit der letzten Staffel entfernt man die Charaktere komplett und lässt sie wieder auftauchen.

  • Chris2010 -

    Ich habe schon damit gerechnet, dass Walder Frey irgendwann wieder auftauchen würde. Immerhin steht er immer noch auf Aryas Liste und sein Verrat an den Starks wird hoffentlich noch geahndet werden.

  • Dirk Apitz -

    expanda das stimmt erstmal, sry dafür.

    Ja ich habe mich wegen Arya auch gefreut. Aber alles geht zu plötzlich. Das kreide ich der aktuellen Folge auch nicht an sondern ist eine Konsequenzaus der vergangenen Staffel, die einfach doch einiges verkorkst hat. Alleine dass Frey wieder aus dem Nichts auftraucht. Dachte den würden wir nie wieder sehen.

  • Sandro -

    Die Theaterszene ist wichtig, da sich Arya in die Rolle von Cersei versetzt und sie auch verstehen kann. Mir kam es so vor als würde sie sich nicht mehr an ihr rächen sollen. Vor dem Gesichtslosen Gott sind alle gleichgültig und daher wird es wohl darauf hinauslaufen, dass Arya den Kampf im Dunklen (sie versteckt sich in ihrem Zimmer ohne Licht und wartet mit Stich) gewinnt und mit dem Tod der anderen ihre Schuld begleicht.

    Szene von Daenerys war unnötig und etwas zum Schmunzeln. Wirkte viel zu aufgesetzt.

    Bin schon persönlich ziemlich auf das kommende Cleganebowl gehypt :thumbsup:

  • David Pettau -

    Ich fand die Folge klasse. Man hat extrem viele Gesichter endlich wiedergesehen und die Handlung wird endlich wiedr etwas komplexer, ohne dass es sich nurnoch hauptsächlich darum dreht, Winterfell einzunehmen. Auch Cercei könnte sehr interessant werden... Es gibt schließlich zahlreiche Theorien, die besagen, dass der noch lebende Bluthund diesen gerichtlichen Zweikampf gegen den Berg bestreiten wird.

    Einzig Daenerys finde ich stinklangweilig. So wie ich es verstanden habe, hatte sie ihre Dothraki schon nach der vierten Folge soweit, dass sie ihr überall hin folgen würden. Es läuft einfach darauf hinaus, dass sie nicht vor Staffelende in Mereen ankommen darf, weil man dort ebenfalls noch die Handlung belanglos strecken muss. Tyrion und Daenerys, die eigentlichen Highlights, gehen bisher total unter. Aber wer weiß - vielleicht wird sie sich in kürze mit den Greyjoys verbünden... ich denke da aber eher an Theon und seine Schwester.

  • David Pettau -

    Arya hatte in dieser Folge in meinen Augen den besten Moment seit dem Beginn der fünften Staffel. Als sie den Stein beiseite gelegt hat um ihr schwert wieder herauszuholen... Ich hatte fast schon Tränen in den Augen. Und dort wirds jetzt endlich mal interessant - bin gespannt was sie nun vor hat.

    Samwell finde ich außerdem auch sehr interessant, in dieser Folge mehr als jemals zuvor. Dass er das Schwert aus valyrischem Stahl mitgehen lässt... Super. Wahrscheinlich hat ihn nur dieses Schwert dazu verleitet, überhaupt zu fliehen, schließlich weiß er wie dringend solcher Stahl an der Mauer benötigt wird, sollten die weißen Wanderer einfallen.

  • David Pettau -

    Find ich spannend, wie sehr die Meinungen auseinander gehen können. Für mich war das die bisher stärkste Folge der sechsten Staffel.

    Erstmal ein paar Berichtigungen: Bran sah, wie ich es sehe, nicht, wie Ned Satrk den irren König nach seiner Schwester fragt, sondern ein wildes Durcheinander an Visionen. Und diese Zusammnhänge, die dabei entstehen könnten, sind sehr spannend. Man sah außerdem zum ersten mal den irren König. Die Frage von Ned nach seiner Schwester war direkt aus dem Flashback am Tower of Joy - der durch das auftauchen von Neds Bruder sicher bald weitergeführt wird... Er sollte ja die Wahrheit kennen.

    Dann hält nicht etwa Walder Frey Schnellwasser, wie du schreibst, sondern der Schwarzfisch, der es von den Freys zurückerobert hat. Die Lannisters und Frey arbeiten also zusammen, um es wieder einzunehmen.