Animal Crossing: amiibo Festival - ein unterschätzter Mario Party-Klon

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  • 20. November 2015 - Animal Crossing: amiibo Festival erscheint weltweit.

    Die Fans sind zu diesem Zeitpunkt weitestgehend schon lange enttäuscht. So auch meine Wenigkeit.

    Schon kurz nach der Ankündigung der Wii U damals hoffte ich auf ein neues Animal Crossing für Konsole.

    So sollte es auch kommen.

    Nintendo veröffentlichte einige Jahre nach dem Release der Wii U einen ersten Trailer.
    Zu Beginn des Trailers war einem noch nicht klar, dass es sich lediglich um ein Party-Spiel handelt. Dann fiel der erste Würfel. Die Freude, die sich zuvor in mir aufgebaut hatte wurde mit einem Schlag zerstört. Wut und Frustration machten sich, für den Moment, in mir breit.
    Erneut hatte Nintendo seine Fans vermeintlich enttäuscht.



    Ich fühlte mich vor den Kopf gestoßen und wollte nichts mehr von diesem Pseudo-Animal Crossing hören.

    Dann kam das Jahr 2016 und es wurden mittlerweile einige Animal Crossing amiibos veröffentlicht. Liebenswerte Charaktere, die meine Sammlung gut ergänzen konnten. Sie trugen allerdings einen bitteren Beigeschmack, denn jedes Mal erinnerten sie daran, wie es hätte sein können, wenn wir ein echtes Animal Crossing für Wii U bekommen hätten.

    Ich begann wieder mich nach dem Animal Crossing Spin-Off zu erkundigen und las einige Tests und Kritiken. Diese fielen fast immer negativ aus.

    Eine Wertung von 35% hier, eine 3/10 da.

    Der geringe Umfang, die wenige Abwechslung und der zwingende Besitz von amiibos waren allgegenwärtige Kritikpunkte.

    Das einzige was in meinem Kopf vor sich ging war: "Hat Nintendo denn nichts aus Mario Party 10 und Wii Party U gelernt?"

    Mittlerweile hatten wir den Sommer im Jahr 2016 erreicht. Ich hatte eine gute Glückssträhne und ergatterte einige Spiele, sowie amiibos für einen sehr stark reduzierten Preis.
    Diese amiibos, die ich mir besorgt hatte, waren aus der Animal Crossing-Reihe. Für einen Preisvergleich beschloss ich auf Amazon.de nachzusehen und kam bei der Suche dann auch recht schnell auf das Spiel, welches die Ursache für diesen Blog ist - Animal Crossing: amiibo Festival (dramatischer Plot-Twist).

    Es wurde inzwischen auf lediglich 15,00 € heruntergesetzt und ich dachte mir: "Was soll's, hab ja nichts zu verlieren."

    Einen Tag später, um genau zu sein am 17. Juni 2016, hatte ich es dann in meinen Händen.

    Das Paket umfasste oben genanntes Spiel, zwei amiibo-Figuren und drei amiibo-Karten. Kein schlechter Preis, wenn man bedenkt, dass viele amiibos alleine schon 15,00 € kosten.



    Ich legte es in Vince, meine Wii U (ja, ich gebe meinen Konsolen Namen) und war im Hype. Sofort packte mich das bekannte Gefühl, welches man hat, wenn man eine geniale Nintendo IP spielt.

    Dieses Spiel nannte sich nicht einfach nur Animal Crossing. Es war auch eines.

    Es machte mir auf Anhieb Spaß, trotz einiger, tatsächlich zutreffender, Kritikpunkte.

    Klar, es fehlten die Minispiele während einer Party und manche extra Spiele kann man nur alleine Zocken, aber der Rest war dummes Gerede!
    Es hatte den typischen Animal Crossing Look, schöne Soundtracks (inklusive einiger Ohrwürmer) und die bekannten, sympathischen Charaktere.

    Am meisten stört mich seit dem, dass in den Kritiken immer der amiibo-Zwang bemängelt wird. Leute die das behaupten, haben dieses Spiel noch nicht gespielt.

    Okey zugegeben, du brauchst einen amiibo für den ersten Spieler. Aber hey, es werden zwei mitgeliefert! Die restlichen Spieler können dann immer noch unter einem ausgewogenen Feld an Bewohnern entscheiden. Das reduziert den Spielspaß um keinen Punkt. Lediglich das Leveln der Charaktere bleibt dann aus.

    Du kannst auf einem Spielbrett spielen, welches sich zu den jeweiligen Jahreszeiten ändert und jeden Monat die entsprechenden Feiertage beinhaltet.
    Nicht nur monatlich ändert es sich, sondern auch jährlich (wenn auch nur minimal).
    Obendrein hast du, in gewohnter Animal Crossing-Manier auch noch die Möglichkeit neue Dorfbewohner einziehen zu lassen (hierfür werden allerdings wieder amiibo-Karten benötigt) und du kannst sogar dein Dorf verschönern, indem du beispielsweise ein Café, einen Pool oder ein Blumenbeet baust.
    Dadurch sieht eure Stadt nicht nur schöner aus, sondern es entstehen auch neue Routen und Ereignisse auf dem Spielbett!

    Ein sehr unterhaltsamer Teil dieses Spiels sind auch die, oben bereits erwähnten, extra Spiele, bei denen 1-4 Spieler (spielabhängig) verschiedene Challenges bestreiten.

    Am Besten hat mir dabei die "Einsame Insel" gefallen. Bei diesem Modus benötigt ihr drei amiibo-Karten (sind, wie bereits erwähnt, mitgeliefert), die unterschiedliche Bewohner, mit verschiedenen Fähigkeiten "aktivieren".

    Das Ziel bei diesem Spiel ist es innerhalb eines Zeit Limits (in Tagen gemessen) von der Insel zu entkommen.
    Dazu muss erst einmal ein Floss gebaut werden. Macht euch die verschiedenen Fähigkeiten zu Nutze, sammelt Gegenstände um euch Werkzeuge zu basteln und stellt einen neuen Punkte-Highscore auf!




    Im Großen und Ganzen ist Animal Crossing: amiibo Festival vielleicht nicht das gelungenste Videospiel, aber es ist ein verdammt gutes Brettspiel, welches Mario Party 10 in vielen Punkten übertrifft.

    Und genau das soll es auch sein!

    Meine persönliche Wertung für dieses "Brettspiel", unter Berücksichtigung von Preis, Umfang, Design etc.:

    8/10 Punkte


    Das war's dann auch schon wieder mit meinem Spontan-Blog, dem ich aus reiner Laune (Grüße an Mephiles :D ) nachgegangen bin.

    Bis Dedenne,
    Riptide aka Hummingtide!

    1.420 mal gelesen

Kommentare 14

  • cedrickterrick -

    Ich muss dir voll zustimmen! Das Spiel ist sehr gut! ;)
    Mir macht es wesentlich mehr Spaß als Mario Party, weil man hier wesentlich strategischer vorgehen kann und Verlierer nicht so übermäßig unterstützt werden.
    Ich zock es immer nebenbei mit Kumpels wenn wir quatschen. Hab mein erstes amiiibo mittlerweile auch schon auf Maximum! :D

  • Ric -

    Sooo abwegig ist der Vergleich eigentlich nicht. Immerhin basieren alle drei auf Brettspielen.

    Es ist halt nur so, als würde man MenschÄrgerDichNicht mit einer Mischung aus Monopoly und Activity vergleichen :D

  • Geit_de -

    Es ist ein Brettspiel. Trotzdem wird in Tests immer mit MP10 oder Wii Party U verschlichen. Da hätte man auch mit Call of Duty vergleichen können. Macht auch keinen Sinn.

    Wie bei anderen Spielen wurde im Vorfeld so viel gemeckert, dass sich die Meinung verfestigt hatte, bevor das Spiel im Handel war. Dann hat es niemand gekauft oder nur einmal alleine probiert.

    Alleine ist das Spiel *scheisse*, aber das ist bei MP10 auch nicht anders. Aber da holt man sich ja zum Testen Freunde ins Haus.

  • Geit_de -

    Ich hatte mit Animal Crossing Amiibo Festival auch schon viele Stunden spass und stehe seit dem ersten Tag hinter dem Spiel.

    Auch behaupte ich das keiner der Tester das Spiel wirklich objektiv getestet hat. Alleine spielen ist ein Fail.

    In keinem Test habe ich z.B. gelesen das man die Amiibo Karten auch im Spiel taktisch nutzen kann. Statt zu Würfeln. Da passieren dann die wildesten Sachen.

    Nintendo hat den Fehler gemacht die Features nur nach und nach freizuschalten und dem Singleplayer 3(!!) Computer auf den Hals zu hetzen. Das macht keinen Spass.

    Sobald zwei oder mehr Spieler dabei sind, ist das Hauptspiel die Attraktion. Die Bonusdinger auf dem Plaza sind bis auf das Inselspiel langweilig, aber wer spielt die schon.

  • retr089 -

    Endlich mal jemand, der eine Lanze für Animal Crossing AF bricht.
    So schlecht ist das Game nämlich bei Weitem nicht!

  • Ric -

    Danke für das Feedback :)

  • Frank Drebin -

    Guter Beitrag.

    Obwohl das Spiel mich nicht interessiert, habe ich ihn mir durchgelesen. Das heißt was :)

  • Will0Wisp -

    Danke für diesen doch aufschlussreichen Beitrag. :)

  • Ric -

    Den Vergleich stelle ich auf, weil die beiden Spiele von Anfang an verglichen wurden :P

    Das man sie real betrachtet eigentlich nicht vergleichen kann, stimmt natürlich ^^'

  • Rikuthedark -

    Und für den Preis sollte es sich jeder holen, es ist quasi geschenkt. Das einzig negative an dem Spiel ist, dass es keine CPU's gibt und es manchmal zu krass "lucky" ist. (Letzer Platz bekommt im Lategame einfach mal 75.000 Sternis oder der gleichen). Aber für 15€ kann man da echt nicht meckern.

  • Rikuthedark -

    Man darf ACAF nicht mit MP(10) vergleichen. ACAF ist ein reines digitalisiertes Brettspiel, kein Partyspiel! Ich finde das Spiel auch sehr gelungen und spiele es öfters mit meiner Freundin und/oder kleinen Schwester.

    Das Spiel hat sehr wohl Strategie & Tiefgang. Natürlich nicht im Ausmaße von Risiko, oder Monopoly, jedoch muss man versuchen geschickt mit seinen Rüben zu handeln und seine Karten klug nutzen.

    Mir wäre ein richtiges AC auch lieber (und ich hoffe wir bekommen zum NX Launch eins, da ja seeehr viel Models durch ACAF schon erstellt wurden), aber wenn man mal dieses Spiel "neutral" betrachtet macht es durchaus Spaß.

  • Ric -

    Wie gesagt, es ist in meinen Augen ja auch nur nein Brettspiel ala Mensch-Ärger-Dich-Nicht ;)

    Strategie kann man durch Rübenhandel, Würfel-Karten und Wegentscheidungen einbringen (nicht viel aber etwas).

    Letzten Endes ist es auch nur meine Meinung und ich überlasse es jedem selbst zu urteilen ;)

    Ich sage nur, man muss es gespielt haben, um zu kritisieren.

  • Florian12 -

    Sorry, aber mir fehlt eindeutig Strategie, Tiefgang, Einfluss in das Spielgeschehen! Das bietet das Spiel nicht, und ist deshalb nicht viel mehr als ein Mensch-ärgere-dich-nicht mit Geld und Zufallevents.

    Dagegen hat das öde und ebenso in diesen Punkten mangelhafte Mario Party 10 zumindest noch 70 Minispiele, die immerhin ganz nett sind. Und nicht eine Handvoll.

  • Luga -

    Nett geschrieben gefällt mir :D

    Gerade das man Amiibos haben muss hat mich immer abgeschreckt, aber dank dir weiß ich jetzt das das nicht nötig ist ^^

    Wird wohl Zeit sich die Sache nochmal zu überlegen :D