One Piece Film Gold - Und es glänzt!

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  • Wie vielleicht der ein oder andere weiß: Ich liebe One Piece. In Sachen "Unterhaltung" ist diese Geschichte aus der Feder von Eiichiro Oda auf meinem unangefochtenen ersten Platz. Das sollte ich auch gleich dazu sagen: Ich stehe vor allem auf den Animes. Mangas lese ich zwar allgemein auch sehr gerne, doch dabei fehlen mir einfach zu viele der Faktoren, die Animes wie One Piece für mich zur absoluten Genialotät verhelfen - beispielsweise der Soundtrack und die unglaubliche Arbeit der originalen Synchronsprecher.
    Doch um das wahrlich gigantische Thema "One Piece" werde ich mich in einem bald folgenden Blog noch ausführlichst auslassen. Zu gegebenem Anlass werde ich mich hier voll und ganz auf das neuste Kino-Abenteuer der allseits bekannten Strohhut-Piraten konzentrieren. Mit diesem ging ein Kindheitstraum von mir in Erfüllung: One Piece auf der großen Leinwand. Diesen Tag werde ich wohl niemals vergessen und meine Erwartungen, nun, sagen wir mal, sie wurden deutlich übertroffen - zumindest in vielen Punkten. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner noch recht frischen Eindrücke zum 12. Kinoabenteuer (bzw. 13., das kleine 3D Abenteuer "Mugiwara Chase" zähle ich allerdings nicht mit) von Luffy und co: One Piece Film: Gold!

    Für viele eingefleischte One Piece Fans, so auch für mich, begannen die Kinoabenteuer der Strohhüte erst ab dem 10. Film, "Strong World", erst so richtig gut zu werden. Das ist natürlich kein Zufall - der Schöpfer der Piratensaga, Eiichiro Oda, hat erst seit diesem 10. Film bedeutenden Einfluss auf deren Handlungen. Meine Erwartungshaltung war daher relativ klar: Wie es auch schon bei "Strong World" und "Z" der Fall war, erhoffte ich mir einen storytechnisch durchaus relevanten und vor allem epischen Streifen, der so manchen Story-Arc des Animes alt aussehen lassen sollte. Nun, was das "epische" betrifft, so wurde ich zunächst einmal von One Piece Gold enttäuscht. Aber bei einem wird mir wohl jeder, der Gold und seine zwei Vorgänger gesehen hat, zustimmen: Gold ist von einem völlig anderen Schlag als Z und Strong World. Was in Strong World und Z die "Epicness" war, das ist in Gold unglaublich viel Charme und ein wirklich toller und allgegenwärtiger Humor. Selten hatte ich während One Piece öfter ein Grinsen im Gesicht, als während der Laufzeit von Gold. Für Gänsehaut musste der Film ohnehin nicht direkt sorgen: Diese machte sich schon auf meinem Körper breit, als Luffy und der Rest der Bande zum ersten mal zu sehen waren. Auf der großen Leinwand. Wooooaaah....

    Der Humor passt also perfekt und flitzt im Sekundentakt übers Bild. Natürlich gibt es die obligatorischen Sanji-rennt-zu-einer-Frau oder Brook-macht-sein-Skull-Joke-Ding Momente, diese wirken aber immer wunderbar stimmig platziert und sind wirklich humorvoll präsentiert. Ich bin generell ein Freund des Humors in One Piece, so gut wie in Gold wars qualitativ wie quantitativ aber wirklich noch nie. Zumindest nicht in dieser Dichte.
    Die üblichen Witze, die nur über die Strohhut-Bande laufen, werden dabei teilweise super durch neue Nebencharaktere oder Antagonisten ergänzt. Mit der Taschendiebin Carina, die in einem Special zum Film schon eingeführt wurde, ist auch wirklich eine charmante Ergänzung für die Strohhutbande dabei. (Ihre One Piece-typische, eigene Art, zu Lachen... Omg, kawaii!)
    Während sich der Humor durch den ganzen Film zieht, verpasst man es aber leider, das Ganze mit etwas mehr Ernsthaftigkeit zu würzen. Gold scheint sich selbst viel weniger ernst zu nehmen, als beispielsweise Strong World und Z. Das hängt auch mit dem Antagonisten, Gildo Tesoro, zusammen, der das in Gold strahlende Urlaubs-Schiff, auf dem der Film spielt, leitet. Dieser ist zwar ordentlich stark und hat eine interessante Paramecia-Fähigkeit, der Film hat es für mich allerdings nicht geschafft, die Gefahr, die von Tesoro ausgeht, ordentlich darzustellen. So ist er zwar ziemlich verrückt und ein fieser Knochen, allerdings habe ich den Wirbel, der um ihn gemacht wird, nicht so recht verstanden. Seine Hintergrundgeschichte wurde dabei nur leicht angeschnitten, ohne dass diese aber die Zeit bekommt, die sie verdienen würde. Wie ich sagte - seine Vergangenheit wäre eine ernste Sache, doch diese Ernsthaftigkeit passt nicht in das restliche Konzept des Films.

    Auch die Kämpfe sind leider nicht sonderlich spektakulär - hier triumphiert ebenfalls der Humor. So hat eine von Tesoros Schergen die Fähigkeit, anderen Menschen durch eine Berührung ihr Glück zu entziehen, während sie dieses für sich selbst nutzen kann. Die Szenen, die daraus resultieren, zählen zu den besten des gesamten Films.
    Natürlich sieht man Luffy erneut in seiner Gear 4th-Form. Das ist zwar spektakulär, seinen Kämpfen gegen Z oder Shiki kann das aber nicht das Wasser reichen - und dem, gegen Doflamingo, erst recht nicht.

    Was mich, als kleiner One Piece-Nerd, besonders gefreut hat, waren zahlreiche kleine Eastereggs und Anspielungen. Meine Definition von "Fanservice". So sah man immer wieder bekannte Charaktere, die es sich an Bord des riesigen Urlaubsschiffes Gran Tesoro gut gingen ließen. So fiel mein Blick beispielsweise auf einen fressenden Absalom, während der Fokus eigentlich auf etwas völlig anderem (ebenfalls lustigem) lag. Solche Details freuen wohl jeden Fan.

    Klingt wohl teilweise durchaus etwas kritisch, aber was bleibt mir noch zu sagen? One Piece Gold ist nun nach Strong World mein zweitliebstes Filmabenteuer der Strohhut-Piraten. Was der Film an Epicness und Ernsthaftigkeit einbüßt, macht er mit seinem, einfach nur genialen, Humor wieder wett. Den Heimkino-Releasetag kann ich jedenfalls kaum erwarten.

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Kommentare 4

  • eatfrishkirby -

    Der Film war wirklich bombastisch geil. Beim Humor muss ich zustimmen, der war top. Wirklich, ich musste noch nie so viel bei One Piece lachen wie hier (vor allem bei der Szene mit der Teleschnecke, wo Ruffy erwischt wurde oder als er mit Franky den Turm erklimmt xD).
    Das mit der Epicness sehe ich anders. Für mich hatte One Piece schon immer eine lockere Ader, mit der perfekten Würze Seriösität. Z oder Strong World waren mit etwas zu ernst. Klar gibt es die ernsten Stellen in der Geschichte, es war aber nie ein Naruto zum Beispiel. Für mich war es ein perfekter Mix aus Seriösität und Spaß (was ja auch irgendwie zur Thematik passt). Leider war Gildo etwas schwach, Gear 4 hat ihn locker umgehauen (waren auch nur so 2 Schläge). Doflamingo (oder wie im Untertitel stand, le Flamingo xD) war VIEL stärker. Ein wenig schade, war für mich zu op (:D). Hätte der Anime doch dieses tolle Kampftempo (welches mir hier sehr gut gefiel) und die guten Animationen.
    Nennswert ist noch die Musik finde ich. Der Song am Anfang war so stimmig, hatte da schon Gänsehaut. Generell fand ich den Soundtrack überragend (gerade beim Endkampf, als Ruffy sich mit Gear 4 raushaute). Schade, dass manche Strohhüte so wenig Screentime hatten (arme Zorro-Fans). Carina war auch unheimlich sympathisch. Der mit Abstand beste One Piece-Film meiner Meinung nach.

    One Piece im Kino zu sehen, es war einfach magisch. Der für mich wahrscheinlich geilste Kinobesuch aller Zeiten, die Stimmung im Kino war bombe. Wir haben sogar einen Strohhut bekommen, als wir Snacks kauften :D

    • David Pettau -

      Da hab ich doch tatsächlich vergessen, den Anfangssong zu erwähnen... Schande über mich. Er ist wirklich genial. Generell die ganze musikalische Untermalung.

      Und manche Strohhüte hatten wirklich wenig Screentime, das finde ich aber garnichtmal sooo schlecht, wenn man sich in einem Film speziell auf wenigere fokussiert. Und wenn dann noch Nebencharaktere wie Carina dazukommen - umso besser. Die würde ich in der Bande so direkt aktzeptieren :D

      Mein persönliches Highlight waren aber wohl alle Szenen in Verbindung mit der Lucky-Frucht xD
      Besonders Luffy, der nach 19 Jahren Fressen das erste mal Magenkrämpfe bekommt, ich hätt mich wegschmeißen können xD

  • TheHunter -

    Mich hat es wirklich überrascht, als mir mein Bruder sagte, dass der Film in unseren Kinos läuft. Zumal er eben ein Anime ist und zum anderen noch ganz Neu ist.

    Die One Piece Filme muss Ich noch nachholen, hab mich immer davor gedrückt, weil sie einfach nicht sonderlich gut sind. Dann sind die Filme auch Chronologisch auch teilweise unlogisch und spielen manchmal die Story einfach neu.

    • David Pettau -

      Nun, die Filme sind generell schon so eine Sache. Aber wie ich auch in meinem Blog sage: Ab Strong World sind sie richtig klasse und machen storytechnisch vor allem auch Sinn, wenn man über das eine oder andere mal hinwegsehen kann.
      Ich meine, man muss bedenken, was man im Anime bzw Manga alles nicht sieht - was zwischen den Inseln theoretisch alles passieren kann. Und die Filme starten meistens damit, dass die Strohhutbande auf dem Meer umherschippert.