Blog-Special: Die Apokalyptischen vier Reiter des Hack'n'Slay(Meine Top 4) - Part 1

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  • Heyhooo ihr lieben Leser und Leserinnen;
    heute habe ich mir überlegt, nach einer langen Pause bringe ich mal wieder einen Blog, und dieses mal ein mehrteiliges Special, wo ich hier eines meiner absoluten Lieblingsgenres aufgreife: Hack and Slay. Was ist Hack'n'Slay? Das ist ein untergenre von Action-Roleplay-Games(aka ARPG). Grundsätzliche sind diese Spiele aus der Isometrischen Ansicht, und man schnetzelt sich durch unzählige von Gegnern auf der jagt nach loot. Für mich hat das Genre einen besonderen Stellenwert, da ich als kleiner Junge mit 6-7 Diablo eines der ersten Schritte in der Gamingwelt für mich waren, mit Diablo 2 hatte ich ein Spiel wo ich über ein Jahrzehntlang zurückkehrte und dürfte wohl eines meiner meistgespieltesten Spiele sein. Und auch heute zählt für mich die Diablo Reihe als einer meiner absoluten Favoriten. Daher habe ich mir vier meiner Lieblingstitel dieses Genre's rausgepickt, die ich euch vorstellen will.

    Wen wundert es, nach meiner Einleitung habe ich es bereits erwähnt, wie sehr begeistert ich von der Reihe bin, und ich dachte es wäre der Perfekte einstiegt mit dem Großmeister persönlich. Jetzt wird sich der ein oder andere Kenner natürlich fragen, warum ich unter meinen Top 4 ausgerechnet den dritten Teil, aber nicht den zweiten Teil setze?! Und ich muss dazu sagen, die Entscheidung war für mich nicht einfach. So großartig ich den zweiten Teil in Erinnerung habe, und auch heute !noch! immer wieder Zeiten habe, wo ich mir das Spiel auf die Platte schmeiße, so finde ich einfach das Diablo 2 schlecht gealtert ist. Diablo 3 mag nicht DAS Diablo sein, was sich viele Diablo Fans gewünscht haben. Einige Design-Entscheidungen mögen nicht ganz zufriedenstellend sein, und außerdem war das Spiel in seiner Vanilla-Version das reinste Chaos. Ich muss aber sagen, nach all den Jahren spielzeit, nach all den ich das alles Sacken habe lassen können und auch zwischenzeitlich Diablo 2 gespielt habe, finde ich das Diablo 3 das insgesamt bessere Spiel ist. Zwar weit mehr Casual als sein Vorgänger, das alleine impliziert aber nicht, das Teil 3 schlechter ist als Teil 2.

    Mir geht es hier nicht um die Grafik, sondern um das Gameplay. Die Mechaniken die an Diablo 3 einiger Diablo 2 Fans kritisiert sind, sind die Mechaniken die ich persönlich finde, das an Diablo 2 so schlecht gealtert sind. Das Skill,- und Attributsystem. Hat man bspw mal ein Titan Quest, oder Torchlight 2 gespielt, sieht man die schwächen ganz klar, und für mich war im Sinne von Diablo 3 einfach eine Entscheidungsfrage zwischen: Überarbeitet man das komplette System oder verzichtet man ganz darauf. Ob Blizzard die beste Entscheidung getroffen ist zwar eine Streitfrage, vorallem jeder der Diablo 3 verfolgt hat, weiß das das Diablo 3 Skillsystem sehr vielversprechend war, aber zu diesem Zeitpunkt ist für mich jede dieser zwei Entscheidung; besser als das was man nach dem heutigen Standart von Diablo 2 kennt. Man hat keine Limit's aber genau das führte dazu, das man sich selber limitiert hat. Die Buildvariante hat sich selber eingeschrenkt, weil man eben den effektivsten Weg suchte, und man sich dann eben auf wenige Skills festlegt die man Pushed. Gleiches für die Attribute. Barbar mit Intellegenz ist nicht die beste Wahl. Und genau da fängt es an zu scheitern. Wiese brauche ich ein Skillsystem, wenn ich im Endeffekt eh darauf limitiert bin, was am besten zur KLasse passt und was am Effektivsten zu Spielen ist?! Ein gutes Skillsystem sollte da ansetzen,, das man sich viele verschiedene dynamische Rollen ausrichten kann und sich seinen Charakter so gestält, wie es einem am besten gefällt. Natürlich muss man auch eine gewisse Synergie finden, aber im großen und ganzen sollte sowas fokussieren wie ich meinen Charakter spielen nicht, und nicht was am besten geeignet ist.

    Spoiler weil der Text einfach zulang wirkt, daher nur Lesen bei bedarf:
    Spoiler anzeigen

    Und hier setzt Diablo 3, man verzichtet komplett auf das Skillsystem. Das hat natürlich Vor&Nachteile. Zum einen ist der erste Durchgang mit jeder Klasse absolut spannend, weil du fast jedes was neues zu entdecken hast, da du fast jedes Level was neues freischaltest, ob es nun ein Skill oder RUne ist. Bei anderen Spielen wie Diablo 2 hingegen, hat man die Punkte für die wichtigen Skills gespaart und daher hatte man locker mal 10 Level wo man nichts neues Entdeckt hat. Allerdings hat es den Nachteil, das die Langzeitmotivation flöten geht, weil man einfach keinen Grund mehr hat einen neuen Charakter zu starten. Viel schlimmer noch, wer bspw. am PC Saisons spielt; wird das bestätigen können. Neue Charaktere zu Leveln wird zur absoluten Qual, weil es absolut keinen Sinn macht. Nachdem man alle Klassen einmal hochgemacht hat, weiß man das Diablo 3 erst wirklich im Endgame beginnt, heißt das alles von 1-70 unnötiger Zeitvertreib ist. Sei es drumm, ich will da auch nicht zu tief in die Materie gehen, was ich hier schreibe klingt negativ, aber warum dann genau Diablo 3 auf der Liste, weil abseits davon mich das Spiel einfach begeistert hat.

    Ich habe die Story genoßen, vorallem welchen Fortschritt man in Punkto Story-Telling gemacht hat. An sovielen Ecken wird was erzählt. Die Welt ist wunderschön gestaltet, viele finden ja das der neue Grafikstil nicht zu Diablo passt, mich hat der nie gestört. Vorallem weil ich finde, das solche künstlerische Grafiken oft weniger schlecht altern als Spiele die auf realistischere Grafiken setzen. Wer mir nicht glaubt, man siehe sich WindWaker an, wieviele Zelda-Fans fanden den "Remastered" eigentlich unnötig, weil die GC Version auch noch heute gut aussieht. Auch das die Welt nicht mehr zufallsgeneriert ist, sondern Handgezeichnet hat mir sehr gut gefallen, weil es einfach ein besseres Gefühl der Welt vermittelt, in der man spielt. Die generierten Maps in Teil 1/2 mögen zwar für insgesamt mehr Abwechslung gesorgt haben, und auch Diablo 2 hatte seine grandiosen Kernpunkte an die man sich erinnern mag, ich finde aber das durch der Map generation auch vieles der Welt sehr generisch wirkte. Und auch mochte ich das Kampfsystem an sich besser, weil es angenehmer und dynamischer spielte.


    Was aber für Diablo 3 zu einem waschechten Diablo für mich macht, und warum ich dieses Spiel so feiere, ist der Diablotypische sog den es verursacht. Das ich alle Monate immer wieder mal, und das nicht jetzt wegen Saisons oder etwaiges; das Bedürfniss habe das Spiel anzuschmeißen und mit meinen Mönch, Barbar oder sonst welchen Charakter auch immer, mich durch die Horden schnetzel. Für mich gab es lange Zeit keiner alternative, die genau das erreichte, obwohl es schon ein paar HnS gab, das war etwas was für mich nur Diablo konnte und was Diablo für mich immer noch kann. Allerdings muss ich noch dazu sagen, das für mich die beste Version im Falle von Diablo 3 die Konsolen-Version ist, weil es für mich auch die bedürfnisse Erfüllt, die ich an den KLassikern zu schätzen wusste. Das ich das Spiel auch offline spielen durfte, und der lokale Multiplayer. Gemeinsam vor die Couch(bei Diablo 2 war es halt mit den PCs nebeneinander) und das Spiel daddeln.

    Jetzt kommen wir zu einen meiner jüngsten Favorites. Grim Dawn. Der Spirituelle Nachfolger von Titan Quest, worauf ich im zweiten Special noch besser eingehen werde. Grim Dawn ist aber für mich deshalb so ein Highlight, weil es ein Bedürfniss erfüllt, das mir leider mit dem dritten Teil 3 etwas abhanden ging. Core-Mechaniken die mich an das Spiel auch binden können. Diablo 3 wurde sehr Casual, was heißt das man in gewissen Abschnitten auch mal pausen braucht, damit es nicht zu eintönig war. Bei Grim Dawn habe ich einen ordentlichen Skilltree. Und zwar ein duales Mastery-System wo man sich aus zwei Mastery's(Skilltrees) eine Klasse zusammenbaut. Dazu noch ein drittes Skillsystem, das "Devotion-System" das so bisserln an seiner Aufmachung an Skyrim meets Path of Exile erinnert. Roguelike-Dungeons die keine Fehler verzeihen, und wenn man einen Fehler macht, die Dungeon von Anfang an neu machen kann(dazu erstmal einen neuen Schlüssel für den Eingang craften); Fraktionen die man durch erledigen von Quests und Kopfgeldern seinen Ruf verbessern kann um neue Inhalte wie Fraktions-Equip bspw freizuschalten. Gegner haben auch Fraktionen wo man seinen Ruf verschlechtern kann und dann dementsprechend stärkere Gegner und am Ende sogar Nemesis freischaltet. Ein sehr gutes, umfangreiches Craftingsystem mit Componenten. Und und und.

    Das Spiel bietet sehr viel. Ist zwar verglichen zu modernen Vertretern vielleicht etwas altertümlich wenn es um Multiplayer und Storytelling geht, aber das macht dem Spiel keinen Abbruch. Zudem das Spiel auch noch Mod-Support hat, was zum einen auch User-Generierten Content bedeuted, andererseits auch das es keine Anti-Cheatfestung ist ala Diablo 2/3 und man das Spiel auch nur mit Freunden & Co spielen sollte.

    Torchlight ist für mich ebenfalls etwas besonderes, weil es die erste Reihe ist, wo ich für mich sagen konnte: Das fühlt sich an wie Diablo, ohne dabei seine eigene Identität zu verlieren. Ich mag auch hier den Charme der Grafik, und der Welt. Das man mal ein HnS kriegt das allgemein etwas "fröhlicher" wirkt. Grandios fand ich an Teil 1, das man sich sehr an Diablo 1 orientiert hat, immer tiefer in die Erde (im Falle von Diablo "Kathedrale") zu gehen, bis man beim Endboss landet. Es war unglaublich hatte aber auch seine Makel wie bspw der fehlende Multiplayer. Teil 2 hat das geändert, und sich dabei dann an Diablo 2 orientiert. Ich finde Torchlight 2 zeigt gut auf, welche Wahl Blizzard mit Diablo 3 gehabt hätte, und zwar ein kompletets Overhaul. TL2 ist für mich die überarbeite Skillsystem das ich mir bei Diablo 2 wünschen würde. Attributsystem wo jedes Attribut mit jeder klasse sinnmacht, je nach Spielstil, und auch der Skilltree ist stark verbessert. In 5er Schritten verändern sich die Skills ein klein wenig(ähnlich dem Runensystem von Dia3) und jeder Skill hat nen 15er Cap! Dadurch wird man veranlasst auch mehrere Skills zu skillen was das Kampfsystem dynamischer macht. Ein Lob an Runic, was sie mit dem Spielerreicht haben. Man möge sich mal vorstellen, was möglich gewesen wäre, wenn da AAA Budget dahinter wäre. So ist es aber definitiv DIE Indieperle des Genre's.(GD ist zwar auch Indie, es fühlt sich aber mMn nicht so nach Indie an wie eben bspw Torchlight, aber natürlich auch nicht ganz AAA Qualität)

    Ich frage mich jetzt, wieviele Leute hier eine *Facepalm* ausgelassen haben. Und ja, Borderlands 2 ist kein Hack'n'Slay im klassischen Sinne, aber man kann dem Spiel seine Wurzeln nicht absprechen. Es ist definitiv ein Hybrid aus Ego-Shooter und Hack'n'Slash, vielleicht Shoot'n'Loot? ( =D ) Anyway, Borderlands ist wie die anderen drei Beispiel, Spiele, die zu meinen Favoriten gehören. Es ist auch in dem Ego-Shooter Berreich einer meiner absoluten Highlights. Auch hier muss man aber festhalten, wie bei Titan Quest ist Borderlands 1 zwar gut, und vorallem ein Spiel das sehr gut gealtert ist. Aber der Nachfolger macht alles einfach vieles besser. Borderlands 2 hat eine ordentliche Story, mit grandiosen (lustigen) Charakteren und dazu auch noch Spannend erzählt. Es mag Ego-Shooter geben, die da noch eine Schippe drauflegen, bspw Bioshock, aber ich finde dem jährlichen Battlefield/CoD übertrumpft die Story von BL2 mit leichtem. Auch finde ich, das man BL2 zu den positiven Beispielen in punkto DLC's zählen darf. Das Hauptspiel fühlte sich absolut komplett an, und alles andere, wie es DLC/Expansions implizieren sollte, fühlte sich nach zusatzkontent an. Der Preis war Fair gestalte und man hat viel bekommen von den Charakteren und Season-Pass. Nur bei mit den Headhunter-DLCs und Skins hat man übertrieben, dafür gibt es allerdings für Spartfüchse dann auch die GotY sowie Handsome-Collection =)
    Der einzige downer an der Sache, den ich an Borderlands 2 hasse, ist das ich dank dem Ende einen dritten Teil einfach nicht abwarten kann. Also los hopp hopp Gearbox, die Fans (mich eingeschlossen) wollen einen dritten Teil sehen!!!

    Ich danke hier allen für's Lesen, ich bin mal gespannt was so euere Highlights in der HnS Sektion sind. Es wird mind. noch ein zweites Special dazu kommen, wo ich noch einige wichtige Titel, die ich nicht unbemerkt lassen will, vorzeigen will, wie bspw Heroes of Ruin, Sacred etc.

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Kommentare 1

  • fightdragon -

    Yo bei allem außer Borderlands geh ich mit.Gut war jetzt nicht meine Welt man kann es aber auch ins Hack and Slay packen.Gibt halt unendlich viel Auswahl von Titan Quest bis Dungeon Siege.Ansonsten guter Blog.