Spezial: Spieler und Sammler

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    • Spezial: Spieler und Sammler

      Morgen ist Weihnachten und garantiert werden bei vielen von euch Spiele und Merchandise unter dem Weihnachtsbaum liegen. Diese Dinge landen dann im entsprechenden Regal und erweitern die Sammlung. Andere haben für ihre Videospiele samt Anhang sogar ganze Zimmer freigeräumt. Doch treibt uns nebem dem eigentlichen Spielen auch noch etwas anderes dazu an, unserer Sammelleidenschaft zu frönen? Welche Aspekte des Sammelns gibt es in unserem Hobby überhaupt? Roman hat sich mit diesem Thema beschäftigt und seine Gedanken für euch aufgeschrieben.

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      Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!
      Mit Dank an Terror-Pinguin!
    • An sich finde ich das Sammeln von Gegenständen im normalen Leben oder in Spielen nicht schlimm. Es soll ja Spaß machen und einem Glücksgefühle geben,wenn man etwas geschafft/ erreicht hat. In der Zelda-Reihe finde ich das Sammeln von Gegenständen zum Beispiel sehr gut integriert. Auch das Sammeln von Gegenständen in Yoshi Spielen finde ich gut,da man ja immer ein besonderes Level freischaltet,wenn man alles gesammelt hat^^. Wenn man aber stundenlang nach einem bestimmten Gegenstand sucht und es einem am Ende eigentlich so gut wie gar nichts bringt,finde ich das schon etwas unnötig. Klar,es ist eben der Sammlerdrang:).
      In XCX gibt es ja auch extrem viele Trophäen und weiteres zum Sammeln. Da ist es massig übertrieben. Ist ja aber auch wieder freiwillig.
      Früher war ich auch immer so besessen alles in einem Spiel freizuschalten. Mittlerweile ist es zum Glück nicht mehr so:). Natürlich versuche ich in vielen Spielen immer noch 100% zu bekommen,aber früher war das eigentlich nur Arbeit,vor allem im Verhältnis mit der Zeit.
      Who is the boss? Nintendo ;)
      Nintendo for life <3
    • Wahre Worte... lustig allerdings, dass die Sammelwut schlechthin keiner Erwähnung fand... Pokemon :D
      Damit hat es angefangen... Sticker, Karten und die Taschenmonster höchst selbst... die ersten 493 Pokemon habe ich akribisch zusammengetragen, durchaus Freude dabei gehabt, mich auch gefreut wenn ich sie endlich hatte... und die meisten von ihnen dann in einer Box versauern lassen.

      Ähnlich geht es mir eigentlich auch heute, aktuell nenne ich gut und gerne 600-700 Spiele mein eigen, einige unsinniger weise in mehrfacher Ausführung, teils physisch und digital, teils für mehr als ein System. Ich habe natürlich Auswahl, was gut ist, aber auch irgendwo wieder schlecht, weil ich mich oft nicht entscheiden kann was ich als nächstes Spiele. Nicht selten kaufe ich auch ein Spiel, freue mich es zu besitzen, habe aber schlicht keine Zeit es zu nutzen... ein altbekanntes Muster will man meinen.

      Auch der Punkt "Dekoration vs. Platzverschwendung" ist eine Sache... ich habe einige Special Editions, Amiibo sowieso, aber auch ein paar Figuren... das meiste davon in Schränken oder Kartons, obwohl ich es durchaus gerne dekorativ aufbauen würde, fehlt hier einfach der Platz... ja ich habe nicht einmal wirklich Platz für meine Spiele... eigentlich bescheuert, aber was will man machen?! Ich würde es in 99% der Fälle bereuen mich von etwas zu trennen, bei einigen Dingen früher, bei anderen etwas später, aber ich weiß das dem definitiv so wäre. Im Vergleich zu dem was Coyote so aufbauen kann ist dies natürlich gar nichts... ich investiere doch deutlich lieber in Spiele die ich spielen möchte als mir Merchandise, Kuriositäten oder irgendwelches nicht benötigtes Zubehör zu gönnen.

      Womit wir beim sammeln in Spielen wären... das Beispiel Pokemon ist schon gefallen, aber das war früher, wo man als Kind/Jugendlicher noch deutlich mehr Zeit und deutlich weniger Spiele hatte und so Spielzeiten von maximal 20 Stunden für das durchspielen der Hauptstory gerne mal auf mehrere hundert Stunden gestreckt hat... heute gelingt es Spielen nur noch äußerst selten mich länger zu halten, was zum teil an der knapperen Freizeit, aber auch an der größeren Auswahl liegen dürfte... aber irgendwo auch durch die Entwickler begründet ist, welche zwar immer noch fleißig Sammelobjekte einbauen, diese aber häufig eher quantitativ als qualitativ verteilen.

      Hier wären wir auch wieder beim Stichwort "Trophäen" oder auch "Achievements", davon halte ich grundsätzlich erst einmal nichts... klar formulierte und erreichbare Ziele motivieren, versteckte Achievements welche teils unzählige Stunden ARBEIT erfordern hingegen sind der letzte Dreck und es kommt nicht selten vor, dass ich ein Spiel durch spiele und am Ende nicht einmal die Hälfte der Gamerscore Punkte habe... was mich persönlich allerdings auch nicht weiter stört, da die Aufgaben teils vollkommen bescheuert sind und ich in der Zeit die man dafür benötigen würde weitere packende Abenteuer erleben kann.

      So ist es jetzt nicht ungewöhnlich das ich die Intention vieler Entwickler nach einer geschönten Spielzeit kaum bezweifle... zumal diese digitalen Sammelgegenstände oft absolut keinen Wert haben, weder für das Spiel, noch emotional.

      Von Mikrotransaktionen halte ich auch absolut nichts, Free2Play Modelle sind für mich nur dann vertretbar wenn man auch ohne Geld so viel erreichen kann wie jemand der sich ein Bein abhackt um Geld in das Spiel investieren zu können... womit Nintendo Badge Arcade gnadenlos durch fällt und nach wenigen Tagen von meinem 3DS flog...


      Aber nunja, Sammeln ist generell so eine Sache, ich würde sogar sagen, es ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen, es liegt schlicht in seiner Natur. Nur kann man dieses Bedürfnis positiv als auch negativ nutzen... positiv würde ich da Spiele wie Pokemon sehen, obwohl Nintendo auch hier geschickt Profit heraus holt, indem sie zwei Editionen bringen in denen man nicht zu 100% alles einsammeln kann... was heute zwar nicht mehr so tragisch ist - Internet -, früher aber durchaus auch dazu geführt hat, dass man beide leicht unterschiedlichen Editionen haben wollte um alles einsammeln zu können. Harvest Moon (Story of Seasons) und Animal Crossing sind da auch so Spiele die entspanntes Sammeln als ein Kernelement einbinden... wohingegen andere Spiele wirklich nervig werden können, besonders wenn Sammelobjekte zufällig verteilt werden oder man keine Anhaltspunkte bekommt wo man diese findet.
    • das Problem mit dem "mehr spiele als Zeit" kann ich gut nachvollziehen. hab auch noch einen riesigen Haufen an spielen, die noch gespielt werden möchten.

      seit man voll im Arbeitsleben drinnen steht hat sich alles irgendwie verschoben. früher hatte ich eher das Problem "in hab kein plan WAS ich spielen soll", heute ist es eher " ich hab kein plan WANN ich das alles spielen soll"
    • Hab auch ein extra Zimmer für meine Sammlung. Für die ganzen Konsolen vom Snes bis heute (außer ps 2,3,4) brauch man immerhin Platz. Mir ist auch klar das ich meine bissi über 1000 games dieses Leben nicht mehr alle durchspielen werde aber egal ^^ Mittler Weile sehe ich es schon als Altersvorsorge des Zockens ^^ weil moderne Spiele mich immer mehr langweilen. Auf der Xbox one waren Wastland 2 und Fallout 4 die ersten Lichtblicke seit Jahren für mich. Die wii u erhält von mir momentan den größten suport, hat sich ganz klar zur Hauptkonsole diese Gen gemausert, auch wenn ich das Tablet nach wie vor nutzlos finde.
      Nintendo bedient mein etwas Oldschooligen Geschmack momentan einfach am besten und bringt sehr gute Spiele wie XcX Smash oder Tropical Freeze (alles Konkurenzlose Spiele) bzw vergisst in ihren neuen Spielen nicht die Roots was ich an Nintendo extrem mag.
    • Mehr Spiele als Zeit, auch mein Problem. Hoffentlich dauert der Release der NX noch etwas, da sich das Problem dann vermutlich vergrößert :)

      Hab auch alle meine Retro und aktuellen Konsolen. (Gameboy, SNES, Nintendo 64, Playstation 1, 2, 3,4, PSP (2 Stück) und Vita, Nintendo DS, New Nintendo 3DS XL, Gamecube und die Wii U)

      An Special Editions habe ich z. B. Metal Gear Solid 1 für PS1, Final Fantasy 7, Infamous 2, God of War Ascenscion, Tomb Raider für PS3, Resistance 3, The Order, Watch Dogs, Mario Kart 8, Splatoon, Yoshis Wooly World und weitere. Werde mir aber nur noch welche kaufen, die ich unbedingt brauche, da die wirklich viel Platz wegnehmen und die Gimmicks nicht immer so toll sind wie man hofft.

      Hab auch für alle Konsolen noch fast alle Spiele die ich mir gekauft habe, nur einen größeren Teil der PS2 Sammlung habe ich aufgelöst, da ich die Retro Spiele eh nicht mehr spiele, da ich zu faul bin ne alte Konsole anzuschließen und immer aktuelle Games habe die mich interessieren. Von meinen Lieblingstiteln (z. B. Onimusha 1-3 und Rygar) werd ich mich jedoch nicht trennen, die haben weiterhin Sammelwert für mich und sind auch alle Top gepflegt und ich habe die auch nie verliehen aus Sorge vor Fingerabdrücken und Kratzern auf der Disc.

      Von den Achievment Wahn bin ich zum Glück auch weg, als ich die PS3 gekauft habe (1-2 Jahre nach Release) hab ich da die ersten Erfahrungen gemacht und war bestimmt 2-3 Jahre sehr bemüht Platin zu erhalten, das war wirklich Arbeit und kein Gaming mehr. Bin aber immer noch so, dass ich nicht jedes PS+ Spiel ausprobiere, da ich meine Trophy List nicht unnötig vergrößern möchte mit Titeln die mich eh nicht so interessieren. Jetzt kann ich endlich beruhigt einen neuen Titel spielen ohne Platin oder schon mindestens 70 % der Trophäen zu haben.

      Habe früher 1-3 Spiele pro Monat gekauft, jetzt kaufe ich mir nur noch Must Have Titel und die auch nicht immer gleich zu Release. Wobei der Schnitt allerdings durch den New 3DS XL gehoben wurde, den ich im Februar gekauft habe, und dann in 3 Monaten meine 16 Must Haves gekauft habe. Jetzt bin ich schon bei 20 Spielen für 3DS. Für PS4 sind es Retail nur 8 für Wii U auch nur 8 oder 9. Zuviele Spiele sind echt ein Fluch, zumal diese ja oft von der Spielmechanik / Story sehr ähnlich sind. Man sollte wirklich nur seine persönlichen Blockbuster kaufen, der eine oder andere "Fehlkauf" ist trotzdem vorprogrammiert, denke ich.

      Zur Zeit schaue ich auch beruhigt Serien von Amazon Prime ohne das Verlangen zu haben ein Spiel zu zocken. Wobei eine halbe Stunde zock ich eigentlich mindestens jeden Tag, falls ich mal einen Tag aussetze durch den Wochenschnitt bleibts locker bei der halben Stunde.

      Viele Grüße und Frohe Weihnachten an alle anderen Sammler und Zockerkollegen.
    • Allgemein:
      Was ich mich meistens frage: Gefallen Leuten, die unzählige Games zusammensammeln, diese auch alle wirklich so richtig gut? Würden sie diese erneut einlegen und dabei mal ein Lächeln aufsetzen? Wenn ich von mir selbst ausgehe, dann wage ich das zumindest teilweise ein wenig zu bezweifeln. Jeder tickt da natürlich ein wenig anders und dennoch glaube ich, dass bei einigen Leuten durchaus sinnlose Füllmasse herumsteht, die aus Konsumzwang, Sammelwahn, Profilierungsgeilheit und Langeweile heraus entstanden ist. Ich neige ja zum Radikalausmisten, wenn ich nutzlose Füllmasse in meinen Schränken vermute. Habe erst jetzt zur Weihnachtszeit 22 Spiele auf ebay verhökert, weil andere Leute sicher mehr Spaß dran haben werden als ich. Manchmal liegt ein Haufen getarntes Bargeld herum. ;) In regelmäßigen Abständen checke ich z.B. meine DVDs, Blu Rays, Games und Merchandisingprodukte. Fühle ich keinen emotionalen Bezug mehr zu irgendwelchen Dingen und könnte mir zudem schlicht nicht mehr vorstellen, diese irgendwann mal wieder zu verwenden, dann landen sie entweder als Auktion im Netz, oder sogar in der Mülltonne. Diese zyklisch lokalisierte Füllmasse wird von Ausmistaktion zu Ausmistaktion immer kleiner je länger ich lebe. Nicht weil ich immer geiziger werde, sondern weil ich immer mehr herausgefunden habe, was mir dauerhaft Freude bereiten kann und mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Mein Konsumverhalten wurde immer mal wieder kritisch analysiert, was sehr viel Zufriedenheit hinterlassen hat. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich ein Purist bin, bei dem kein Firlefanz dekoriert ist, aber ich kann behaupten, alle meine Besitztümer uneingeschränkt wertzuschätzen. Wenn das Herz dran hängt, dann ist es doch eigentlich immer OK. Manch einer ist selektiver und andere eben nicht. Wie eingangs schon erwähnt, verstehe ich blos manchmal nicht so ganz, wie man unendlich viel Krimskrams so unbedingt und leidenschaftlich lieben kann. Wird sicher auch gehen. Man muss es als Außenstehender ja nicht immer begreifen, was die Leute so umtreibt.

      Zum Thema Auswahl:
      Natürlich finde ich eine gewisse Auswahl angenehm. Trotzdem bin ich mir im Klaren darüber, dass ich nicht jedes Genre mag und bei Spielen müssen schon so einige Kriterien ziemlich glasklar stimmen, damit ich einen Kauf erwäge. Hier bin ich strenger geworden. Irgend ein halbgares Games, welches auch schon beim Informationsvorgang keine herausragende Faszination auslösen kann, kommt bei mir nicht mehr in die Tüte. Games, bei denen mir im Nachhinein der Mangel an Faszination aufgefallen ist, stehen mittlerweile alle bei anderen Gamern herum, die hoffentlich mehr für sich rausziehen können als ich.

      Zum Thema SEs, amiibo-Figuren, Deko vs Platz:
      SEs hole ich nur noch dann, wenn ich die Goodies absolut herzallerliebst finde. Viele SEs verdienen ihren Namen in meinen Augen nicht und sind gern mal witzlos, langweilig und überflüssig. Die amiibo-Figuren wollte ich erst gar nicht kaufen, weil mir die Quali nicht gefallen hat und letztlich sind es doch 7 Stück geworden, die mir optisch sehr gut gefallen. Ich dekoriere sie sehr gern im Regal. Es sind nur meine Lieblingscharaktere. Alle Figuren zusammenzusammeln, fände ich für mich persönlich vollkommen unnötig. Dekoration muss in meinen Augen ein wenig atmen können, um auch wirklich ästhetisch ansprechend auszusehen. Mit relativ wenig Platz wie wild zu sammeln, käme für mich nicht in Frage. Wenn überall irgendwas hingestopft wird, dann finde ich das nicht schön und fühle mich nicht wohl. Es gibt ja viele legitime Formen des Hedonismus. ;)

      Zum Thema Trophäen:
      Trophäen und Achievementsysteme find ich persönlich völlig bescheuert. Ich investiere sehr selten Zeit in irgendwelche optionalen Sammelquests. Geht mir einfach am Hintern vorbei. Meine Lebenszeit ist begrenzt. Ich spiele Videospiele um abzuschalten und Spaß zu haben. Hinter Trophäen verbirgt sich in meinen Augen sehr viel Profilierungsdrang und da ich generell nicht sonderlich kompetitiv denke, lehne ich diese Aspekte ganz besonders in meiner Freizeit entschieden ab. Würde ich echten Mehrwert erkennen, dann würd ich sicher ab und an mal drüber nachdenken, mich in irgendeiner Form reinzuknien, aber meistens hat man doch wirklich absolut nichts von Trophäenfarmerei. Irgendwelche Items in Spielen zu horten und emsig herumzusuchen, hat mir noch nie sonderlich Spaß bereitet. Was kümmert mich die 100%. Das ist nur eine Zahl. Ich kann Gameplay, Atmosphäre, Grafik, Story und Charas auch ohne diese Zahl extrem abfeiern. Natürlich gibt es sicher Leute, die sich damit nicht wirklich profilieren wollen, sondern es sich eher selbst beweisen wollen oder nur schlicht einen ausgeprägten Sammeltrieb haben. Das bezweifle ich nicht.