Palmer Luckey: Virtual Boy hat der VR-Industrie geschadet

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    • Palmer Luckey: Virtual Boy hat der VR-Industrie geschadet

      In den 90ern wagte Nintendo mit dem Virtual Boy einen Schritt in das Gebiet der Virtual Reality, auch wenn der Virtual Boy damals noch meilenweit von dem entfernt war, was man heute unter dem Begriff "Virtual Reality" versteht. Beim Virtual Boy handelte es sich um einen monochromen 3D-Bildschirm für Videospiele, welcher am einen Gestell bestigt wurde und nicht wie "üblich" am Kopf. Der Virtual Boy floppte aufgrund des unausgereiften Konzepts und hat dennoch einen Platz in der Videospielgeschichte sicher.

      Im Rahmen einer Fragerunde auf Reddit äußerte sich nun Oculus VR-Firmengründer Palmer Luckey zu Wort und ist der Ansicht, dass Nintendos gescheiterter Virtual Boy gar kein richtiges VR-Gerät war. Er meint auch, dass das Gerät der Industrie auf lange Sicht geschadet habe, da man Virtual Reality immer mit diesem Flop assoziiert hatte. Laut ihm bot der Virtual Boy "keine Erfassung von Kopfbewegungen, ein geringes Sichtfeld und war im Grunde genommen nur ein monochromer 3D-Fernseher".

      Wie bereits bekannt, wurde 1996, nach nur einem Jahr nach der Veröffentlichung, die Produktion des Virtual Boy eingestellt. Zu dieser Thematik äußerte sich Luckey wie folgt:

      Das war ebenfalls eine echte Schande, denn die Assoziationen des Virtual Boy mit VR haben der Industrie auf lange Sicht geschadet


      Allerdings fand Luckey auch positive Worte zum Virtual Boy. Der hohe Kontrast des im Virtual Boy eingelassenen LED-Bildschirms fiel für damalige Verhältnisse beeindruckend hoch aus, so Luckey.

      Nun möchte Palmer Luckey mit Oculus Rift versuchen der Virtual Reality eine Zukunft zu sichern. Seit der vergangenen Woche kann das Headset zu einem Preis von circa 700 Euro vorbestellt werden. Valve und HTC veröffentlichen Ende Februar HTC Vive, während Sony mit PlayStation VR ebenfalls auf dem Markt mitmischen will.

      Nintendo hält sich bislang komplett aus der Virtual Reality raus und vor einigen Monaten sprach Reggie Fils-Aime von Nintendo of America über die VR-Technologie. Damals sagte Reggie:

      Woran wir glauben, ist, dass um diese Technologie voranzubringen, muss man sie spaßig machen und sie muss gesellig sein. Basierend auf dem, was ich bisher gesehen habe, ist es nicht spaßig und es ist nicht gesellig. Es ist einfach Technik.


      Quelle: Reddit
    • Palmer soll mal seine Füße ganz still halten...
      nachdem er das Kickstarter Projekt an Facebook verkauft hat, sowie die daraus resultierende "neue Preisgestaltung" der Oculus Rift sind so Dinge nach denen man sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen sollte.

      Der Virtual Boy mag nicht sonderlich toll sein, aber es war ein erster Versuch von VR und ohne ihn gäbe es diese Technologie vllt. bis heute nicht, weil niemand auf die Idee gekommen wäre... die Entwicklung der Technologie hat er hingegen wohl eher nicht behindert, selbst wenn der ein oder andere aufgrund des Virtual Boys nicht das beste über VR denken mag, die Technik ist selbst heute noch nicht bereit für den Massenmarkt, also hätte so oder so niemand zwischen dem gefloppten Virtual Boy und den kommenden VR-Brillen etwas erfolgreiches entwickeln können.

      Ich meine nicht einmal Bewegungssteuerung gab es bis zur Wii, diese war auch mehr rudimentär als hoch entwickelt, kam auch von Nintendo und hat die Weiterentwicklung dieser Technologie voran getrieben, so dass es heute Eingabegeräte wie die Razer Hydra oder ähnliches gibt.
    • Meiner Meinung nach ergibt seine Aussage einfach überhaupt keinen Sinn. Korrigiert mich, falls ich falsch liege, aber war der Virtual Boy nicht das erste Gerät , das in diese Richtung ging? Wie kann so etwas dann einer "Industrie" schaden, wenn damit diese grad erst entstanden ist? Sich auf ein Produkt auszureden, welches gefloppt ist, nur weil man selbst, etwas nicht gebacken bekommt, ist zwar einfach, aber Logik steckt meines erachtens keine dahinter.

      Kann mich da Reggie nur anschließen. Es macht keinen spaß und vor allem bei dem Preis? Die Technik ist halt noch nicht so weit, aber wer meint sich eine VR-Brille kaufen zu müssen, Bitte. Tut euch keinen Zwang an.
    • Finde das VR-Konzept ziemlich interessant und bleib da am Ball.
      Allerdings sind mir 700 Euro auch entschieden zu teuer. Hoffe die Sony-Alternative wird günstiger!

      Glaube nicht, dass viele an den VB denken, wenn sie eine schlechte Meinung über VR haben bzw. schlicht an der neuen Technik nicht interessiert sind.
    • Naja, wirklich geschadet ist wohl eine Übertreibung.
      Wenn man ehrlich ist, ist er so ziemlich der einzige der überhaupt einigermaßen bekannt war für Privatkunden.
      Ich selber kannte ihn auch nur aus einem Club Nintendo Magazin...

      Ansonsten kannte ich VR Brillen nur aus Magazinen, Sendungen, Präsentationen.

      Es war damals einfach allgemein noch nicht so der Hit. (3D empfand ich allgemein an den ersten Konsolen als eher bäh)
    • Was der VR-Industrie auf jeden Fall schaden würde, wäre schlechte Qualität. Wenn Virtual Reality die Leute am Anfang nicht überzeugt, könnte das der gesamten Technologie von Anfang an ein schlechtes Image einbringen, dass sie vielleicht nie wieder los wird.

      Deshalb ist der hohe Preis von OR für mich in Ordnung. Für einen günstigeren Preis hätte man eben deutliche Abstriche bei der Qualität machen müssen und damit hätte man dem Markt sicher mehr geschadet als mit dem hohen Preis. Den Massenmarkt kann man dann später immer noch erreichen, sobald es möglich sein wird die einzelnen Komponenten günstiger herzustellen.
    • VR gab's vor und nach dem Virtual Boy und wenns scheiterte dann genau aus zwei Gründen, der Technik und der Umsetzung.

      VR wird auch niemals DIE große Revolution, sie wird in Nischen eine wichtige Rolle spielen aber am Ende sehe ich sie mehr in der Medizin oder Industrie als beim spielen.
    • Ganz schön übertrieben... der VB war gar nicht bekannt genug um dem Image von VR zu schaden! VR war einfach zu dem Zeitpunkt noch viel zu unterentwickelt und teuer um wirklich begeistern zu können.

      Klar sollte VR qualitativ wirklich gut sein. sonst floppt es - aber solange VR so extrem teuer ist wird es sich auch nicht durchsetzen, mit der Zeit dann vielleicht.
    • Der VB ist ja auch 20 Jahre alt und natürlich war die Technik damals noch nicht annähernd so gut wie heute.

      Ich persöhnlich halte VR ja für eine Spielerei wie 3D vor ein paar Jahren, heute interessiert sich niemand mehr dafür. VR dürfte es sehr schwer am Massenmarkt haben zumindest mit einem Preis von 700€ (zzgl. 700€ für eine gute Grafikkarte, falls man keine hat :ugly: )