Drei weitere Patente von Nintendo zeigen anheftbare Controller, Gesten-Erkennung und mehr

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    • Drei weitere Patente von Nintendo zeigen anheftbare Controller, Gesten-Erkennung und mehr

      Während einer Zeit, in der Rätsel und Unklarheiten herrschen, mögen Patente und Konzeptbilder entscheidene Denkanstöße bringen, die möglicherweise in die richtige Richtung führen. Das muss aber nicht immer so sein. Nintendo hat schon mehrmals bewiesen, dass ihre Ideen nicht immer Früchte getragen haben und deshalb nie als vollständiges Produkt finalisiert wurden. Manche erinnern sich vielleicht sogar an den Vitality Sensor, der zwar angekündigt, aber nie erschienen war. Auch ein solches Schicksal können Nintendos Patent- und Ideen-Experimente erleiden.

      Die heutigen Patente aus dem Hause Nintendo allerdings sind möglicherweise von einem ganz anderen Kaliber. Zuerst einmal wären da zwei Einträge, die jeweils im Januar und Februar diesen Jahres getätigt wurden und nun öffentlich sichtbar gemacht wurden. Diese beiden Patente sind sich recht ähnlich, weshalb wir sie gleichzeitig behandeln wollen. Allgemein gesagt handelt es sich dabei um eine Technologie für ein mobiles Gerät, welche es erlaubt Objekte in der Umgebung beziehungsweise in Sichtweite der eingebauten Kamera zu erkennen und zu verarbeiten. Damit könnte zum Beispiel auch die Hand des Nutzers erkannt werden, was gerade beim zweiten Patent von Bedeutung ist. Dieses beschreibt nämlich eine Technologie, die in der Lage ist die Gesten einer Hand zu erkennen.

      Deutlich interessanter jedoch – und vom NeoGAF-Thread in den Vordergrund gerückt – ist das dritte Patent des Tages, welches am 29. Januar 2016 eingetragen und heute publik wurde. Wer sich an die kürzlichen Eurogamer-Informationen bezüglich NX erinnert, dem wird folgendes Bild aus der Patent-Beschreibung sofort ins Auge stechen:




      Zu sehen ist eine Art Mobile Device auf der linken Seite, welches über einen Bildschirm verfügt. Auf der rechten Seite des Geräts befindet sich eine Kontaktstelle, an die ein entsprechendes Zubehör, in diesem Fall ein Controller, angeheftet werden kann. Dort ist ebenso eine Infrarot-Kamera verbaut, die im späteren Teil der News wichtig wird. Auf dem unteren Bild kann man sehen, wie es aussieht, wenn das Zubehör beziehungsweise der Controller angeheftet sind. Dazu haben wir auch weiteres Bild aus einer anderen Perspektive.




      Um dieses Konzept nachvollziehen zu können, gehen wir beim nächsten der Patent-Bilder schrittweise vor. Schaut euch zuerst einmal dieses Bild vom Controller-Zubehör genauer an. Wir werden zum besseren Verständnis mit den Bezeichnungen des Patents arbeiten.




      Beginnen wir mit dem Offensichtlichstem: 22A, 22B, 22C und 22D stellen die typischen vier Knöpfe dar, die wir bei Nintendo-Konsolen als A, B, X und Y kennen. Jetzt kommen wir aber schon zum interessantesten Teil. Der Abschnitt, der als 21a betitelt wird, ist in Wahrheit ein Loch, alternativ kann es aber auch ein transparentes Material sein. Die Hauptsache ist, dass man von Außen in das Innere des Controllers schauen kann. Das ist nämlich essentiell für die Technik, die das Hauptgerät nutzt, um Eingaben des Controllers zu erkennen. Das folgende Bild gibt uns dazu weitere Informationen.




      Dieses Bild ist eine ergänzende Illustration des Controllers und zeigt uns das Kernkonzept der ganzen Technik, die Nintendo sich hier hat patentieren lassen. Äußerlich sichtbar sind erneut die Knöpfe 22A bis 22D. Neu an dieser Illustration sind allerdings die Teile 23A bis 23D, die natürlich an ihrem entsprechenden 22er-Gegenstück befestigt sind. Das heißt 23A ist mit 22A verbunden und so weiter. Wird also der Knopf 22A vom Nutzer gedrückt, geht das Gegenstück im Inneren des Controllers, 23A, ebenso mit runter.

      Die Technik dahinter ist nun Folgende: Die Infrarot-Kamera, die im Hauptgerät eingebaut ist, ist genau auf das Loch beziehungsweise den transparenten Part des Controllers gerichtet und kann somit alles, was im Inneren des Controllers vor sich geht, erkennen. Konkret nimmt die Kamera die Position der Teile 23A, 23B, 23C und 23D auf, die ja mit den 22er-Knöpfen verbunden sind. Wenn ihr 22A drückt, bewegt es sich zusammen mit 23A hinunter – dies erkennt die Kamera und schickt die Information weiter zu den Verarbeitungsdiensten, die es schließlich als "A-Druck" im Spiel umsetzen. So könnt ihr Mario also springen lassen oder Link mit dem Schwert schwingen lassen. Die Stelle 23D muss dabei übrigens an die Seite verschoben werden, da sie in ihrer ursprünglichen Position von 23A verdeckt worden wäre und somit von der Kamera nicht hätte erkannt werden können.

      Die letzten beiden Bilder, die uns das Patent bietet, zeigen dabei, wie das Bild der Infrarot-Kamera aussehen würde, wenn 1) alle Knöpfe in ihrer neutralen Positionen sind und 2) wie es aussieht, wenn 22A betätigt wird und somit 23A nach unten rutscht.

      Alle Knöpfe in ihrer neutralen Position:


      Die Stelle 31A rutscht hinunter, da einer der Knöpfe betätigt wurde. Damit befindet es sich unter seiner neutralen Position:


      Vorteil dieser Technik wäre allemal, dass die Controller gänzlich ohne elektronische Komponenten auskommen und daher womöglich möglichst kostengünstig herzustellen wären. Nachteil daran: Ohne das Hauptgerät funktionieren die Controller nicht. Aber wer weiß, ob Nintendo dieses Konzept jemals einsetzen wird.

      Was meint ihr? Deuten diese Patente darauf hin, dass Nintendo diese Technologie tatsächlich verwenden könnte? Vielleicht schon bei NX?

      Quelle: NeoGAF
    • Man sollte natürlich auch beachten, dass es wahrscheinlich nicht genauso aussehen würde wie auf den Bildern. Interessant isses allemal. ^-^
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    • Die Knöpfe zu verbinden per Anschluss gefällt mir nicht. Ich kann mir vorstellen, dass der Teil sehr schnell lose geht. Wenn dem nicht so ist, befürchte ich, dass sich das Ganze dann sehr seltsam anfühlt.

      Lass es bitte ein Konzept sein.

      Warum auch immer die Buttons nicht integriert sind. Das System hat sich immer bewährt und ist vorallem am simpelsten.
      :3
    • ahja
      Interessant
      Das würde sich mit den Gerüchten von neulich decken.
      Mal sehen ob da was dran ist ^_~
      Das Aufsteck-System find ich auf alle Fälle interessant und bietet Platz für Neuerungen ^^
      Gestenerkennung könnt ich mir ebenfalls interessant vorstellen.
      Das mit der Button-Erkennung ist wenn ich es richtig verstanden hab nur um die Controller günstiger gestalten zu können? Kann mir da noch nix drunter vorstellen und bin was das angeht neutral eingestellt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von otakon ()

    • Hmmmm, ich weiß nicht, was ich davon halten soll... Es sieht auf jeden Fall auf diesen Bildern sehr unhandlich aus (ich hoffe, dass sich das schlussendliche Design -wenn es denn jemals gebraucht wird- noch ändert) und ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Konzept besser ist, als ganz normale Knöpfe an den Controller anzubauen.