Noriyoshi Fujimoto über Dragon Quest VII: Größe, Lokalisierung und Unterstützung durch Nintendo

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    • Noriyoshi Fujimoto über Dragon Quest VII: Größe, Lokalisierung und Unterstützung durch Nintendo

      Am 16.09. erscheint bei uns der Rollenspiel-Klassiker Dragon Quest VII: Fragmente der Vergangenheit in den Läden. Das Spiel ist vor allem für seinen Umfang und seine epische Story in Fankreisen bekannt. Jetzt, 16 Jahre nach dem ursprünglichen Release, dürfen sich auch hierzulande die Enthusiasten der japanischen Videospielkunst ins Abenteuer mit Renke, Maribel, Gismar und Co. schlagen und zusammen viele verschiedene Inseln in der Vergangenheit erforschen.

      Unsere Kollegen von NintendoLife haben indes ein Interview mit Noriyoshi Fujimoto, der leitende Entwickler von Dragon Quest VII, geführt. Dabei sind sie auf Themenkomplexe wie die Größe des Titels, die Lokalisierung und die Zusammenarbeit mit Nintendo eingegangen. Einige Passagen haben wir hier für euch übersetzt:

      Hinsichtlich der Größe des Titels äußerte sich Fujimoto mit folgenden Worten:

      Es war ehrlich gesagt ziemlich schwer in diese Episode [der Dragon Quest-Reihe] reinzukommen. Früher, während der originalen Entwicklung, war DQVII im Vergleich zu den anderen Titeln riesig. Es war nicht doppelt so groß, eher mehr als das. Ich erinnere mich daran, dass unser Entwicklerteam eine wirklich schwierige Zeit hatte, damals alles zusammenzubekommen. Aber wie ich bereits sagte, dachte ich, dass das portable Nintendo 3DS-System und Dragon Quest VII sehr gut zueinanderpassen würden. […]

      Wie ich bereits erwähnte, ist Dragon Quest VII eine Aneinanderreihung von verschiedenen Kurzgeschichten. Mit Systemen, wie dem Nintendo 3DS, kann man also kurz ein bisschen spielen und dann wieder aufhören. Ich dachte, dass der Aspekt, das Spiel überall hin mitzunehmen, sehr gut passen würde. Ich möchte, dass jeder unserer Fans diese Chance nutzt und die Nintendo 3DS-Version ausprobiert.

      Die Lokalisierung von Dragon Quest VII scheint auch zu einem großen Teil auch von Fan-Anfragen ausgegangen zu sein. Fujimoto erklärt:

      Es gab viele Dinge, die viele Menschen in Bewegung gesetzt haben. Eine davon war eine Facebook-Petition, die sehr aktiv war. Ich denke, das, was uns am meisten beeinflusst hat, waren die Briefe, die uns geschickt wurden. Diese Briefe kamen zum Square Enix Office aus der ganzen Welt. Ich dachte, dass es relativ normal wäre, für die Dragon Quest-Entwickler Briefe zu erhalten, aber die Menschen schicken diese Briefe auch an den Präsidenten, den Vizepräsidenten, das ausführende Team oder sogar die Final Fantasy-Macher. Diese Briefe fingen an, sich auf meinem Schreibtisch zu sammeln. Jeden Tag kam ich zur Arbeit und jeder, der ein Brief erhalten hatte, brachte ihn zu mir. Ich realisierte schnell, dass ich umdenken und es [Dragon Quest VII] in die Wege leiten musste. Diese Briefe waren nicht einfach nur Copy-Paste-Produkte; der Inhalt war auf den Absender zugeschnitten.

      Auch Nintendo selbst scheint im Entwicklungsprozess von Dragon Quest VII eine große Rolle gespielt zu haben, wie Fujimoto erläutert:

      Das reine Übersetzungs-Pensum von Dragon Quest VII war mehr als doppelt so groß wie das von Dragon Quest V; es ist also wirklich ein gigantisches Spiel. Es war sehr schwer die Entscheidung zu machen, das Spiel zu lokalisieren. Mit Nintendo waren wir in der Lage, Hand in Hand zu arbeiten und es zusammen zu verwirklichen. Um ehrlich zu sein: Nintendo hat die Hälfte der Arbeit übernommen.

      Quelle: NintendoLife via GoNintendo