Miyamoto spicht im Interview über Smartphone-Spiele und deren Ziele

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Miyamoto spicht im Interview über Smartphone-Spiele und deren Ziele

      Es mag für viele von uns das Natürlichste der Welt sein, einen Controller in die Hand zu nehmen und etwa bei Mario mit dem Analog-Stick zu laufen und mit dem A-Knopf zu springen, was hauptsächlich daran liegt, dass wir damit aufgewachsen sind und wir uns über die Steuerung keine Gedanken machen müssen. Einige haben hingegen noch nie oder kaum Videospiele gespielt, worunter meist kleine Kinder oder ältere Menschen zählen, aber auch dazwischen gibt es komplett Uninteressierte und diese tun sich anfangs recht schwer, mit der Steuerung klarzukommen, da sie doch komplexer ist, als wir vielleicht denken.

      Dieser Meinung ist wohl auch Shigeru Miyamoto, der sich in einem Interview mit The Verge zu der Entwicklung und den Zielen von Super Mario Run, dem Pokémon GO-Effekt und kommenden Smartphone-Spielen äußerste:
      • Mario habe Millionen von Spieler in die Welt der Videospiele eingeführt und werde das auch weiter mit Super Mario Run tun, sagt Miyamoto. Dabei meint er, dass im Verlauf einer Videospielserie das Gameplay komplexer und damit immer schwerer für neue Spieler werde. Schon zu Wii-Zeiten kam deshalb die Idee auf, ein so simples Mario-Spiel zu erschaffen, dass man ganz und gar nur einmal auf den Bildschirm tippen müsse, um Aktionen durchzuführen. So würde man noch viel mehr Leute erreichen können.
      • Das Ziel von Smartphone-Spielen war von Anfang an klar: Nintendos Charaktere und ihr geistiges Eigentum zu mehr Menschen zu bringen. Jedoch war Nintendo überrascht von den Auswirkungen, die Pokémon GO auf die Verkäufe anderer Pokémon-Produkte hatte. Genauso will man durch Super Mario Run Leute zum kommenden Mario-Spiel (sehr wahrscheinlich auf der Nintendo Switch) locken. Auch Animal Crossing bekommt einen Smartphone-Ableger, damit mehr Personen mit der Welt und den Charakteren vertraut werden und hoffentlich größeres Interesse am nächsten richtigen Animal Crossung-Spiel zeigen.
      • Die Entwicklung von Super Mario Run hat er sich deutlich einfacher vorgestellt, als sie tatsächlich war. Miyamoto ging zuerst davon aus, dass das Entwickeln auf Smartphones einfacher wäre, da auch kleine Teams (schnell und gut) Spiele entwickeln könnten. Das war hier aber nicht der Fall. Die drei verschiedenen Spielmodi wurden entsprechend je von einem anderen Team entwickelt.
      • Letztlich spricht Miyamoto noch an, welche Mario-Spiele man nach dem Einstieg mit Super Mario Run wohl spielen werde. Würde man danach ein eher klassisches (New) Super Mario Bros. spielen oder doch zu den abenteuermäßigen Galaxy-Spielen greifen? Je nachdem möchte Nintendo die Zukunft der Serie ausrichten und das Feedback der neuhinzugekommenden Spieler wirklich berücksichtigen.
      • Hinzukommend hofft er, dass Leute auch weiterhin die Bereiche erkennen, in denen Nintendo den ersten Schritt gemacht hat. Dazu nennt er auch das Beispiel der Wii U. Er hofft, dass die Spieler auf die Konsole zurückblicken und sagen: "Oh wow, ich erinnere mich, als Nintendo das getan hat und nun schau, was daraus geworden ist."
      Quelle: The Verge