Designer oder Künstler – Miyamoto über Inspiration, Identifikation und Privatleben

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    • Designer oder Künstler – Miyamoto über Inspiration, Identifikation und Privatleben

      Wenn es um Inspiration geht, suchen die meisten Videospielentwickler diese bei Filmen, in der Natur oder bei anderen Spielen. In der Unterhaltungsindustrie gibt es kaum jemanden, der seine Ideen nicht in anderen Werken sucht. Doch was ist eigentlich mit einem der vermutlich ersten Game Designer schlechthin, Shigeru Miyamoto?

      In einem Interview mit glixel wurde er über seine Inspiration und über seine Einflüsse durch andere Werke befragt. Er selber würde ja nie auf andere Videospiele schauen, aber die Frage blieb, wie es mit Filmen und Serien aussähe. Er antwortete wie folgt:

      Ich versuche, generell nicht auf die Konkurrenz zu schauen, aber ich schaue sehr oft fern. Vor allem Dramen. Früher habe ich sehr viele Mangas gelesen und mich darüber informiert, welche sich gut oder schlecht verkauft haben. Zur Zeit schaue ich sehr oft TV-Dramen und versuche, den Grund für deren Erfolg zu erkennen. Ich schaue darauf, wie es strukturiert ist, da ich glaube, dass es etwas im Unterhaltungswert von TV-Dramen gibt, was sich mit den Spielen vereinbaren ließe.

      Darüber hinaus ist der Rest um meine tägliche Lebenserfahrung gestrickt und ich schaue, wie die Sachen, die mich umgeben, am besten in Videospiele funktionieren könnten.

      Als Beispiel für seine Aussge führte er Wii Fit an, da sich in Japan die Leute zu Hause treffen und einen komischen Tanz aufführen würden. Er erinnere sich daran, jemanden in der Nachbarschaft besucht und dort einen gut-gekleideten Anwalt gesehen zu haben, welcher plötzlich diesen Tanz im Wohnzimmer aufführte. Die Kinder hätten sich über dessen albernen Tanz lustig gemacht, jedoch genoss der Vater es scheinbar sehr. Und dieses Bild wäre bei der Entwicklung von Wii Fit in Erinnerung geblieben.

      Außerdem sagte er, dass er sehr lange und noch spät in der Woche an seiner Arbeit sitzen würde, er aber versuche, ein Wochenende mit der Familie zu verbringen. Er habe jegliche andere Beschäftigungsart wie Golf aufgegeben, da diese zu zeitintensiv gewesen wären. Er unternehme desweiteren gerne Campingausflüge mit seinen Kindern oder bliebe daheim. Jetzt, wo seine Kindern erwachsen seien, würde er seiner Frau oft im Garten aushelfen. Seine andere Lieblingsbeschäftigung sei das Zimmern von Möbeln. Auf die Frage hin, ob das Zimmerhandwerk etwas mit Super Mario Maker oder dem Erbauen eines Königreiches in Super Mario Run zu tun habe, antwortete er wie folgt:

      Ich weiß nicht, ob das Tischlerhandwerk etwas damit zu tun hat, aber immer wenn ich mit der Arbeit anfange, versuche ich mir erst ein Bild darüber zu machen. Wenn ich ein neues Projekt angehe, denke ich die ganze Zeit darüber nach. Sei es im Zimmerhandwerk, in einem Videospiel oder wo auch immer.

      Außerdem zeichne er bei der Erstellung von Spielen weniger Bilder, sondern mehr Grafiken und Fluss-Diagramme. Er bringe immer zuerst das zu Papier, in dem er den Fluss der Dinge und wie sie im Spiel funktionieren, sähe. Das wäre im Zimmerhandwerk genauso. Die Frage, ob er ein Designer oder ein Künstler sei, beantwortete er folgendermaßen:

      Ich bin ein Designer. Ich sehe mich nicht als jemanden, der Werke, sondern der Produkte erschafft, die den Leuten Spaß machen sollen. Deswegen sage ich auch zu den Videospielen Produkte und nicht Kunstwerke. Es geht nicht darum eine Idee zu haben und damit anzukommen, viel mehr muss ein Planer mit den Begrenzungen arbeiten, die ihm gegeben werden und das Bestmögliche daraus machen.

      Es ist nicht so, dass ich immer sagte, ich will Videospiele machen, sondern als ich begann, Videospiele zu erschaffen, sagte ich: "Ok, nun, wo ich diese Spiele mache, versuche ich die Besten zu machen, die ich machen kann." Egal was ich erschaffe, Spiele oder nicht, ich werde immer versuchen das Bestmöglichste in dem vorgegeben Zeitrahmen zu erstellen.

      Zum Schluss wurde er noch gefragt, ob es ein Spiel gäbe, welches er auch gerne spielen würde, so wie er es mit dem Kartensammelspiel für Mobilgeräte, Neko Atsume, tue. Er habe kein spezielles, würde aber Minecraft mögen. Jedoch mehr aus der Sicht, dass Nintendo es hätte machen sollen. Sie hätten wohl ähnliche Projekte zu Zeiten des N64 getätigt. Es wäre laut ihm unglaublich, wie man diese Idee habe und nehme, um ein Produkt zu erschaffen. Auf die Frage, ob er schon Final Fantasy XV oder The Last Guardian gespielt habe, sagte er nur, dass er sie noch nicht angerührt habe, aber sie grafisch beeindruckend wären. Und er hoffe, dass Leute, die gerne Fantasy-Spiele in Betracht ziehen, auch an The Legend of Zelda: Breath of the Wild denken würden.

      Quelle: glixel

      Super Mario Maker: Hyrule in Ruins: 5895-0000-02EA-2B14
    • Könnte es sein, dass sich immer noch Überbleibsel aus dem Industrie-Design-Sektor, über den er in die Spielentwicklung gerutscht ist, bis heute in seiner Herangehensweise niederschlagen? =D
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